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Montag, 6. November 2006
Who cares (6)
frau klugscheisser, 12:57h
Die Angst vor dem Älterwerden ist die Angst vor der Mittelmäßigkeit.
Nachtrag: heute ist wohl der Tag des Rückblicks, auch was Äusserlichkeiten betrifft. Hier eine Gegenüberstellung 20-40. Gefunden bei der Kaltmamsell und die hats wieder woanders her.
Nachtrag: heute ist wohl der Tag des Rückblicks, auch was Äusserlichkeiten betrifft. Hier eine Gegenüberstellung 20-40. Gefunden bei der Kaltmamsell und die hats wieder woanders her.
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Sonntag, 5. November 2006
Stand by your man
frau klugscheisser, 23:31h
Der Koffer steht den ganzen Tag schon gepackt im Flur. Seit 5.00 warte ich auf einen Anruf, der bis jetzt noch nicht erfolgte. Ich habe Bereitschaftsdienst. Falls ein Kollege ausfällt, muss ich in einer Stunde am Flughafen sein. Ist nicht so, dass bis jetzt keiner angerufen hätte. Da war einer, der mit mir nach Stuttgart fahren wollte. Zumindest konnte ich so viel aus dem Kölschgebrabbel heraushören. Nein, ich würde heute nicht nach Stuttgart fahren und interessiere mich auch nicht für eine Mitfahrgelegenheit. Falsch verbunden. Ist nicht so, dass ich unbedingt zum Einsatz gerufen werden wollte. Ob der „falsch verbunden“ Trick auch beim Einsatz funktioniert? Die erste Tageshälfte schleiche ich mit Handy bewaffnet in meiner Wohnung herum. Später lasse ich es dort liegen, wo ich als letztes war, bis mir der Grund meiner Häuslichkeit wieder einfällt und ich panisch danach suche. Mal finde ich es in der Küche wieder, mal neben der Toilette.
Gegen Mittag bekomme ich Hunger. Kochen ist ausgeschlossen, denn wenn besagter Anruf kommt, kann ich davon ausgehen, dass nach meiner Rückkehr entweder alles kalt oder bereits im Verwesungsprozess ist, vorausgesetzt, ich habe die Herdplatte nicht vergessen auszuschalten. Sonst bleibt mir nur noch, die verdunstete Wassermenge pro Minute zu berechnen, um den richtigen Zeitpunkt zum Alarmieren der Feuerwehr herauszufinden.
Ich erwäge kurz, ob ich am heutigen Tanztraining teilnehmen könnte. Eine Stunde ist verdammt knapp, wenn allein schon die Fahrt eine gute halbe Stunde dauert und die Kriegsbemalung eine weitere. Stunden später bin ich soweit, jede Nummer aus meinem Telefonverzeichnis tanzen zu wollen. Ich bin völlig matschig im Kopf. Konzentration scheint ein Fremdwort.
Im Laufe des Tages habe ich alle Links in meiner Blogrolle mehrmals angeklickt (ja, das war ich), bei Youtube alle Levi’s Werbefilmchen gesehen, Wikipedia leerstudiert, eine Menge Zigaretten und drei Liter Tee konsumiert, die restlichen Chips gegessen, zweihundert Mal beim Solitär gewonnen, genauso oft verloren, noch öfter das Handy gecheckt, die parkenden Autos auf der Straße gedanklich ordentlich aneinandergereiht, die Fransen am Teppich erst gezählt, dann korrekt ausgerichtet, alle Wutzel von der Wolljacke entfernt, das schmutzige Geschirr auf der Spüle mehrmals umarrangiert und mehrere Kilometer innerhalb meiner Wohnung zurückgelegt. Der Plan, einen unglaublich lustigen Blogeintrag zu verfassen, ist aufgrund von massiver Schreibblockade schnell verworfen. Und jetzt kann mich mal alle Welt. Ich geh ins Bett. Natürlich nicht ohne mein Handy, denn morgen ist auch noch einer dieser unsäglichen Tage. Morgen um diese Zeit habe ich höchstwahrscheinlich die Grenze zum Wahnsinn überschritten. Ich hab mir sagen lassen, das tut nicht weh. Morgen weiß ich mehr.
Gegen Mittag bekomme ich Hunger. Kochen ist ausgeschlossen, denn wenn besagter Anruf kommt, kann ich davon ausgehen, dass nach meiner Rückkehr entweder alles kalt oder bereits im Verwesungsprozess ist, vorausgesetzt, ich habe die Herdplatte nicht vergessen auszuschalten. Sonst bleibt mir nur noch, die verdunstete Wassermenge pro Minute zu berechnen, um den richtigen Zeitpunkt zum Alarmieren der Feuerwehr herauszufinden.
Ich erwäge kurz, ob ich am heutigen Tanztraining teilnehmen könnte. Eine Stunde ist verdammt knapp, wenn allein schon die Fahrt eine gute halbe Stunde dauert und die Kriegsbemalung eine weitere. Stunden später bin ich soweit, jede Nummer aus meinem Telefonverzeichnis tanzen zu wollen. Ich bin völlig matschig im Kopf. Konzentration scheint ein Fremdwort.
Im Laufe des Tages habe ich alle Links in meiner Blogrolle mehrmals angeklickt (ja, das war ich), bei Youtube alle Levi’s Werbefilmchen gesehen, Wikipedia leerstudiert, eine Menge Zigaretten und drei Liter Tee konsumiert, die restlichen Chips gegessen, zweihundert Mal beim Solitär gewonnen, genauso oft verloren, noch öfter das Handy gecheckt, die parkenden Autos auf der Straße gedanklich ordentlich aneinandergereiht, die Fransen am Teppich erst gezählt, dann korrekt ausgerichtet, alle Wutzel von der Wolljacke entfernt, das schmutzige Geschirr auf der Spüle mehrmals umarrangiert und mehrere Kilometer innerhalb meiner Wohnung zurückgelegt. Der Plan, einen unglaublich lustigen Blogeintrag zu verfassen, ist aufgrund von massiver Schreibblockade schnell verworfen. Und jetzt kann mich mal alle Welt. Ich geh ins Bett. Natürlich nicht ohne mein Handy, denn morgen ist auch noch einer dieser unsäglichen Tage. Morgen um diese Zeit habe ich höchstwahrscheinlich die Grenze zum Wahnsinn überschritten. Ich hab mir sagen lassen, das tut nicht weh. Morgen weiß ich mehr.
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Freitag, 3. November 2006
We wish you a merry christmas (1)
frau klugscheisser, 11:51h
Der erste Schnee ist gefallen und Weihnachten nicht mehr weit. Damit das Fest der Liebe nicht in ein Fest des Stresses ausartet, sollte man sich schon frühzeitig um Geschenke kümmern. Deshalb hier nun eine Rubrik mit Geschenktipps für jedermann.
Meine erste Empfehlung an dieser Stelle ist ein Buch, das sich an den Naturliebhaber wendet. Da dieser jedoch meist mehr Zeit auf der Straße als in der Natur verbringt, wird ihm dieses Buch ermöglichen, sein Vergnügen mit dem Notwendigen zu verbinden: Flattened Fauna von Roger M. Knutson, ein Bestimmungsbuch für plattgefahrene Tiere.
Warum ein Tier auf der Straße ist und was es dort ein paar Stunden oder Tage zuvor getan hat, ist in seinen platten Überresten so gut aufgezeichnet wie die Geschichte eines Baumes in seinen Jahresringen. Der Autor beschreibt weiter den Gewinn seines Buches mit folgenden Worten:Mit ,Flattened Fauna' in der Hand kann der Sonntagsausflug zur Safari in einer neuen Heimat werden - bevölkert mit Tieren, die Sie nie zuvor gesehen haben. Leider führe, so der Autor, die immer höhere Verkehrsdichte auch dazu, dass die Bestimmung platter Tiere schwieriger wird. Einige Tiere sind klug genug, Straßen fern zu bleiben, die von einer großen Zahl schneller Fahrzeuge befahren werden.
Deswegen schnell kaufen, solange es noch platte Tiere auf Straßen zu bestimmen gibt. Die Wunder der Natur sollten jedem Verkehrsteilnehmer zugänglich gemacht werden. Dieses Buch gehört unbedingt in des Fahranfängers Handschuhfach und des Naturliebhabers Wanderrucksack. Ein tolles Geschenk für Personen, die schon alles haben und eine wunderbare Ergänzung zu den Kalenderblättern der Serie Mit toten Tieren durch das Jahr.
Bestellen Sie schnell. Nur noch 4 Stück auf Lager!
Nachtrag:
Original roadkill cookbook von R.B. Buck Peterson, die ideale Ergänzung für die Hausfrau. Erst bestimmen, dann kochen lautet die Devise nicht nur bei Pilzesammlern.
Meine erste Empfehlung an dieser Stelle ist ein Buch, das sich an den Naturliebhaber wendet. Da dieser jedoch meist mehr Zeit auf der Straße als in der Natur verbringt, wird ihm dieses Buch ermöglichen, sein Vergnügen mit dem Notwendigen zu verbinden: Flattened Fauna von Roger M. Knutson, ein Bestimmungsbuch für plattgefahrene Tiere.
Warum ein Tier auf der Straße ist und was es dort ein paar Stunden oder Tage zuvor getan hat, ist in seinen platten Überresten so gut aufgezeichnet wie die Geschichte eines Baumes in seinen Jahresringen. Der Autor beschreibt weiter den Gewinn seines Buches mit folgenden Worten:Mit ,Flattened Fauna' in der Hand kann der Sonntagsausflug zur Safari in einer neuen Heimat werden - bevölkert mit Tieren, die Sie nie zuvor gesehen haben. Leider führe, so der Autor, die immer höhere Verkehrsdichte auch dazu, dass die Bestimmung platter Tiere schwieriger wird. Einige Tiere sind klug genug, Straßen fern zu bleiben, die von einer großen Zahl schneller Fahrzeuge befahren werden. Deswegen schnell kaufen, solange es noch platte Tiere auf Straßen zu bestimmen gibt. Die Wunder der Natur sollten jedem Verkehrsteilnehmer zugänglich gemacht werden. Dieses Buch gehört unbedingt in des Fahranfängers Handschuhfach und des Naturliebhabers Wanderrucksack. Ein tolles Geschenk für Personen, die schon alles haben und eine wunderbare Ergänzung zu den Kalenderblättern der Serie Mit toten Tieren durch das Jahr.
Bestellen Sie schnell. Nur noch 4 Stück auf Lager!
Nachtrag:Original roadkill cookbook von R.B. Buck Peterson, die ideale Ergänzung für die Hausfrau. Erst bestimmen, dann kochen lautet die Devise nicht nur bei Pilzesammlern.
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