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Donnerstag, 9. August 2007
Have fun
frau klugscheisser, 21:27h
Polt erklärt Bayerische Demokratie
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Talking on the phone
frau klugscheisser, 21:01h
Ausschnitt aus einem Telefonat meiner Mutter, die derzeit ein Haus zur Miete anbietet, mit einem Interessenten:
Wie alt sind sie denn, wenn ich fragen darf?
...
Mhmmm.
...
Äh ja, wissen sie, wenn sie schon siebzig sind, dann müssen wir vielleicht schon bald einen neuen Nachmieter suchen.
...
Ich? Sechzig [kichert wie knapp 15].
...
Und haben sie Haustiere?
...
Mhmja, also einen Hund wollen wir da nicht haben, weil der bellt auch ab und zu und dann kriegen wir Ärger mit den Nachbarn.
...
Ja, ein Goldfisch wär' uns schon lieber.
...
Ach Gott, Kinder sind schon in Ordnung aber haben sie sich das auch gut überlegt, ich meine, in IHREM Alter?
Ab hier konnte ich das Gespräch nicht weiter verfolgen, weil sie die Türe schloß.
Wie alt sind sie denn, wenn ich fragen darf?
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Mhmmm.
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Äh ja, wissen sie, wenn sie schon siebzig sind, dann müssen wir vielleicht schon bald einen neuen Nachmieter suchen.
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Ich? Sechzig [kichert wie knapp 15].
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Und haben sie Haustiere?
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Mhmja, also einen Hund wollen wir da nicht haben, weil der bellt auch ab und zu und dann kriegen wir Ärger mit den Nachbarn.
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Ja, ein Goldfisch wär' uns schon lieber.
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Ach Gott, Kinder sind schon in Ordnung aber haben sie sich das auch gut überlegt, ich meine, in IHREM Alter?
Ab hier konnte ich das Gespräch nicht weiter verfolgen, weil sie die Türe schloß.
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Freitag, 3. August 2007
Isn't it weird. Isn't it strange.
frau klugscheisser, 04:15h
Angenommen, Sie haben etwas getan, das Sie nicht hätten tun sollen. Ihre Freunde haben Sie gewarnt, Ihre Eltern haben Sie gewarnt, Ihre Backwarenfachverkäuferin hat Sie gewarnt, die Katze Ihres Nachbarn hat Sie gewarnt, Ihr Bauchgefühl hat Sie gewarnt - kurz alle, außer ihrem inneren Gutmenschen, wußten, dass das schiefgehen würde. Angenommen, Sie haben alle Warnungen in den Wind geschossen und wider besseren Wissens einer Person, die Sie nicht wirklich gut kannten, die aber in jenem Augenblick bedüftig war, eine größere Summe - sagen wir mal vierstellig - Geld geliehen, obwohl Sie selbst nicht besonders viel davon übrig haben.
Nehmen wir weiter an, Sie haben zum vereinbarten Rückgabetermin weder etwas von Ihrem Geld, noch von besagter Person zu sehen/hören bekommen. Damit dürfte Ihnen so ziemlich klar geworden sein, dass Sie diese Summe zwar nicht beim Finanzamt, so doch im persönlichen Budget für alle Zeiten abschreiben können. Nachdem Sie für angemessene Zeit die ganze Palette zwischen Selbstmitleid und -beschimpfungen rauf und runtergespielt haben, ist der Ärger langsam verraucht. Und jetzt stoßen Sie ganz zufällig auf ein Blog, dessen Inhalt keinen Zweifel an der Identität des Schreibers zulässt und aus dem Sie erfahren, wie Ihr Geld so durch die Gegend reist.
Ich fürchte, mir ist gerade Web 2.0 passiert.
Nehmen wir weiter an, Sie haben zum vereinbarten Rückgabetermin weder etwas von Ihrem Geld, noch von besagter Person zu sehen/hören bekommen. Damit dürfte Ihnen so ziemlich klar geworden sein, dass Sie diese Summe zwar nicht beim Finanzamt, so doch im persönlichen Budget für alle Zeiten abschreiben können. Nachdem Sie für angemessene Zeit die ganze Palette zwischen Selbstmitleid und -beschimpfungen rauf und runtergespielt haben, ist der Ärger langsam verraucht. Und jetzt stoßen Sie ganz zufällig auf ein Blog, dessen Inhalt keinen Zweifel an der Identität des Schreibers zulässt und aus dem Sie erfahren, wie Ihr Geld so durch die Gegend reist.
Ich fürchte, mir ist gerade Web 2.0 passiert.
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Freitag, 3. August 2007
Ruby Tuesday
frau klugscheisser, 01:50h
Eigentlich ist heute Donnerstag. Trotzdem habe ich eine Verabredung mit Morrie, der sonst nur dienstags weise Ratschläge erteilt. Eigentlich ist Morrie auch schon lange tot. Dass ich dennoch etwas über seine Gedanken erfahre, ist Mitch Albom zu verdanken. Der hat ihn vor seinem Tod nämlich jeden Dienstag besucht und mit ihm über das Leben im Allgemeinen und im Besonderen geplaudert. Das Ergebnis dieser Treffen wurde '97 [alter Schinken, ich weiß] unter dem Titel 'Tuesdays with Morrie' veröffentlicht.
"All right, I'll be your coach. And you can be my player. You can play all the lovely parts of life that I'm too old for now."
Sometimes we eat together in the cafeteria. Morrie, to my delight, is even more of a slob than I am. He talks instead of chewing, laughs with his mouth open, delivers a passionate thought a mouthful of egg salad, the little yellow pieces spewing from his teeth.
It cracks me up. The whole time I know him, I have two overwhelming desires: to hug him and to give him a napkin.
Morrie leidet wie Stephen Hawking und einst Jörg Immendorff an amyotropher Lateralsklerose. Während der Gespräche mit seinem ehemaligen Studenten Mitch Albom ist die Krankheit bereits weit fortgeschritten. Gemeinsam betrachten sie das Leben und was es braucht, um glücklich zu sein. Morries Tipps sind von bestechender Einfachheit, was nicht weiter erstaunt. Im Angesicht des Todes verliert das Leben jegliche Pathetik.
"Dying," Morrie suddenly said, "is only one thing to be sad over, Mitch. Living unhappily is something else. So many of the people who come to visit me are unhappy."[...]
"I may be dying but I'm surrounded by loving, caring souls. How many people can say that?"
Solche Sätze sitzen und sind mit Sicherheit nachhaltig wirksamer als jeder Potterzauberspruch. Trotzdem ist das Buch keine schwere Kost. Mit wenig Umfang und kurzen Kapiteln eignet es sich hervorragend für zwischendurch. Übrigens gibt es für Lesefaule angeblich eine Verfilmung mit Jack Lemmon. Mit Dank an den Spender - endlich hat jemand zur Abwechslung mal ein gutes Buch im Flieger vergessen - und bis nächsten Dienstag.
"All right, I'll be your coach. And you can be my player. You can play all the lovely parts of life that I'm too old for now."
Sometimes we eat together in the cafeteria. Morrie, to my delight, is even more of a slob than I am. He talks instead of chewing, laughs with his mouth open, delivers a passionate thought a mouthful of egg salad, the little yellow pieces spewing from his teeth.
It cracks me up. The whole time I know him, I have two overwhelming desires: to hug him and to give him a napkin.
Morrie leidet wie Stephen Hawking und einst Jörg Immendorff an amyotropher Lateralsklerose. Während der Gespräche mit seinem ehemaligen Studenten Mitch Albom ist die Krankheit bereits weit fortgeschritten. Gemeinsam betrachten sie das Leben und was es braucht, um glücklich zu sein. Morries Tipps sind von bestechender Einfachheit, was nicht weiter erstaunt. Im Angesicht des Todes verliert das Leben jegliche Pathetik.
"Dying," Morrie suddenly said, "is only one thing to be sad over, Mitch. Living unhappily is something else. So many of the people who come to visit me are unhappy."[...]
"I may be dying but I'm surrounded by loving, caring souls. How many people can say that?"
Solche Sätze sitzen und sind mit Sicherheit nachhaltig wirksamer als jeder Potterzauberspruch. Trotzdem ist das Buch keine schwere Kost. Mit wenig Umfang und kurzen Kapiteln eignet es sich hervorragend für zwischendurch. Übrigens gibt es für Lesefaule angeblich eine Verfilmung mit Jack Lemmon. Mit Dank an den Spender - endlich hat jemand zur Abwechslung mal ein gutes Buch im Flieger vergessen - und bis nächsten Dienstag.
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