Mittwoch, 17. August 2011
Close to silence
When my body has no voice I have to give my soul one instead.
Music for the soul, dancing is her voice.



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Dienstag, 16. August 2011
I never promised you a rose garden


Alle für mich alleine.

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Montag, 15. August 2011
I Can't Dance, I Can't Sing
Die schlimmsten Unfälle passieren im Haushalt. Dabei wollte ich nur ein wenig tanzen und singen. Das letzte Mal als ich eine zweifache Pirouette auf dem glatten Parkett drehte, bin ich blöderweise ausgerutscht und nach hinten gekippt. Dabei laufen innerhalb von Sekunden so Filme im Hirn ab, in denen ich mit dem Kopf auf die Tischkante knalle und danach in meiner Wohnung bewusstlos verblute. Tage später öffnet die Hausmeisterin wegen übler Geruchsbelästigung die Wohnungstüre und findet meinen verwesenden Körper in ausgebeulten Jogginghosen und mit Spitzenschuhen unter dem Glasschreibtisch. Auf dem Bildschirm flachert der letzte Blogbeitrag - oder youporn. Gott ist das peinlich. So will ich nicht gefunden werden. Ich will in Würde sterben. Wenigstens gescheite Schuhe will ich tragen, wenn man mich stinkend aus meiner Wohnung transportiert. Also habe ich das mit dem Tanzen im Wohnbereich gelassen. Aber singen tu ich immer noch gerne. Nur jetzt gerade nicht, weil meine Stimme weg ist. Ich bin sozusagen verstummt. Och, nö, nicht komplett. Weil tatsächlich habe ich ja immer was zu sagen. Das werden viele Freunde und Bekannte leidvoll bestätigen. Wenn ich nicht reden kann, dann schreibe ich seitenlange Mails oder sogar Briefe, Tagebucheinträge oder Chatbeiträge. A bissl was geht ja bekanntlich immer. Nur Singen, das sollte ich mit entzündeten Stimmbändern lieber bleiben lassen. Nicht dass nach drei Songs noch ein kleiner Domspatz stirbt.

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Samstag, 13. August 2011
Forever Blowing Bubbles


Blaue Stunde.
Stumme Blasen.
Von oben nach unten.

Da stimmt was nicht.

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Samstag, 13. August 2011
Lovely Memories
Vollmond in Neapel. Für mich als anonymen Romantiker nur alleine zu ertragen. Eigentlich hätt's auch ein room with a view Bild werden sollen. Aus dem Hotelzimmer auf's Meer mit Blick auf eine 800 Mio. Euro Yacht. Ziemlich einmalig das ganze. Die Bilder sind mir jedoch abhanden gekommen. Mit einem einzigen Klick versehentlich gelöscht. Meine Freundin Olga sagt, die wären noch da. Irgendwo auf der Festplatte, weil Informationen kann man überhaupt nicht löschen. Sagt sie. Klingt auch logisch. Ich kann ja Informationen aus meinem Hirn auch nicht einfach löschen. Eindrücke, Gefühle und Gerüche, Farben und Formen, alles abrufbar als wär's erst gestern gewesen. Nur wenn ich es überschreibe ist es weg. Manchmal ist es allerdings mit Pastinake... Patina... Padings... wie heißt nochmal das Ding, das wie ein Krake heißt? SEPIA, richtig. Also manchmal ist da Sepia drauf. Dann erscheint's in der Erinnerung grauer oder brauner als es ursprünglich war.
Graustufen - muss man auch erst mal lernen - können erheblich zum Wohlbefinden der Schwarz-weiss-Denker beitragen. Aber wollen wir das wirklich? Eine Rakete zündet nur bei abgebrannter Lunte. Das geht nicht mit ein bisserl warm machen. Ich jedenfalls gehe jetzt meine Informationen suchen, um sie abzufackeln.

lm

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Donnerstag, 11. August 2011
Firework
Heute wieder großes Feuerwerk im Olympiapark (nein die Uhrzeit des Eintrages täuscht; seit einiger Zeit habe ich da diese blöde Angewohnheit, wenn ich meine, ich hätte was zu berichten aber keine Zeit es sofort zu tun und dann lege ich einfach schonmal einen Beitrag an, den ich später ändere yadayadayada) also Olyberg-Feuerwerk, wofür ich meine Bergstiefel aus dem Schrank geholt habe. Die mit den hohen Absätzen, mit denen man so toll bergauf laufen kann, weil man bei einer 20% Steigung fast waagerecht steht, mit denen man aber nie wieder denselben Weg zurück kommt oder aber sich einfach runtertragen lässt. Die Fotos mit meiner mickrigen Kamera sind erwartungsgemäß nix geworden. Aber einen kleinen Eindruck können sie vermitteln:



Eigentlich bin ich ja mehr so der anonyme Romantiker - einer, der's nicht gerne zugibt, weil's mir peinlich ist. Und Feuerwerk ist in der Hitliste der romantischen Begebenheiten ziemlich weit oben. Genau wie Luftballons steigen lassen mit Zettelchen dran mit Wünschen drauf. Die Sache mit dem Feuerwerk verhält sich da ähnlich wie die Luftballonnummer. Um's in der vollen Pracht genießen zu können, muss man's loslassen. Und das fällt mir bekanntermaßen ja sehr schwer. In so schönen Momenten knallt mir die Vergänglichkeit nämlich mit voller Wucht eins in die Magengrube. So fühlt es sich jedenfalls an.



Aufhören wenn's am schönsten ist? Totaler Quatsch. In Liebe gehen lassen? Prima wer das kann. Ich will's eigentlich halten und nie wieder hergeben. Nicht jetzt und nicht später. Und dann kommt das Leben daher - die Drecksau - und zwingt mich immer und immer wieder durch dieselbe Lektion. Am Ende wird sie wohl die stärkere sein (die Drecksau), weil dann geb' ich halt nach.



Aber nicht ohne 'nen Riesenknall!

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Mittwoch, 10. August 2011
It Doesn't Hurt
... and I'm fine cause I deserve the time to feel hurt.

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Montag, 8. August 2011
Say What You Want
Soll ich euch mal was sagen? Ab heute ist es mir egal, was andere von mir denken. Ab heute sage ich nämlich was ich will - ungeachtet der Reaktionen. Haha, nee is klar, das ist wieder einer von diesen rationalen Vorsätzen, an denen schon ganz andere als ich gescheitert sind. Das hält keine drei Tage an. Und spätestens beim nächsten Passagier, zu dem ich scheissfreundlich bin, weil er für meine Scheissfreundlichkeit gezahlt hat und bei der nächsten Kollegin, die ja auch nix dafür kann, dass ihr Expilot sie ständig betrogen hat und beim nächsten Kerl, von dem ich unbedingt und natürlich bedingungslos geliebt werden will, spätestens aber beim nächsten Telefonat mit meiner Mutter, die es in ihrem Leben auch nicht immer einfach gehabt hat, da knicke ich ein und sage was Beschwichtigendes wie "Ja das Leben ist unfair und Du hast es auch nicht immer leicht gehabt und dieser Kerl ist wirklich ein Arsch und natürlich kriegst Du noch Deinen Anschlussflug, wir schicken mal eben ein Telex, damit der nächste Flieger wartet." Und danach fühle ich mich dann ganz schlecht und klein, weil ich mich gerade mal für ein wenig Zuneigung und Harmonie verkauft habe.

Das nennt sich dann Leben (genau das, was so unfair ist) und spätestens da wird mir dann klar, warum Klangschalenmassage ein massiv aufstrebendes Gewerbe ist.

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Sonntag, 7. August 2011
Put on your red shoes and dance the blues

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Dienstag, 2. August 2011
I Am Sailing


Mein Segellehrer - also das war einer von diesen wahnsinnig braunen und durchtrainierten Jungs mit langen blonden Locken, auf die alle Mädels so wahnsinnig fliegen und ich mache ja ungerne eine Ausnahme - also der sagte immer, es kommt nur auf den richtigen Winkel an. Ich blöde Gans dachte immer, es hätte was mit Größe zu tun aber eigentlich isses beides. Die Größe des Segels und seine Stellung zum Wind. Ausserdem sagte er, er würde saisonal bedingt immer zu und abnehmen - also im Sommer ab und im Winter zu. Weil er aber meistens mit ohne T-Shirt und nur Badeshorts rumlief, konnten wir seinen teuren Bauch gebührend bewundern. Am liebsten hätte ich gefragt, wann bei ihm denn mal wieder Sommer sei, hab's mir aber dann doch verkniffen. Er ist ja im Grunde ein lieber Kerl. Weil liebe Kerle, die auch noch gut aussehen es aber ganz besonders schwer im Leben haben, hat er sich wahrscheinlich eine Schutzschicht um die Hüften zugelegt. Poignets d'amour wie der kecke Franzose sie nennt. Hätte der auch noch so ein strammes Sixpack, der käme den ganzen Tag nicht mehr zum Segeln vor lauter weiblicher Umgarnung.

Ich hatte diese Beobachtung bereits in vergangenen Urlauben gemacht: die gutaussehendsten und coolsten Jungs hängen in der Nautik ab. Deswegen habe ich dieses Mal Tauchen Tauchen sein lassen und bin schnurstracks zur Segelstation gewandert. Dort setzte man mich auf ein Boot und gab mir eine Stange und eine Leine in die Hand. Meine Hamburger Leser werden sich jetzt sicher beäumeln, denn da lernen die Kinder noch vor dem Lesen & Schreiben zu segeln, wie halt die Kinder aus dem Süden vor dem Laufen schon Skifahren können. Also die Stange sollte das Ruder sein und die Leine führte direkt zum Großsegel. Wenn man beides perfekt zu bedienen weiß, geht's ordentlich ab auf dem Wasser. Hätte Jesus einen Katamaran besessen, der wäre nicht zu Fuß über's Wasser. So aber musste er laufen, die arme Sau.

Was soll ich sagen, neben Brandblasen an den Fingern, einem Sonnenbrand auf dem Scheitel (eine Woche schmerzendes Kämmen) und aufgeschürften Knien hat's riesig Spaß gebracht. Nur der Segellehrer, der gab sich ein wenig reserviert. Ist ja auch viel vernünftiger so. Denn obwohl ich allgemein ein großer Bewunderer meines Lehrkörpers bin - also nicht nur des Körpers aber beim Sex denke ich wenig bis gar nicht - habe ich mir strenge Abstinenz auferlegt. Mein Hormonhaushalt ist sowieso prämenopausal genügend gebeutelt, da braucht's keine wilden Sommernächte am Strand mit gestählten Mittdreissigerkörpern. Ich mach' jetzt mehr so in Mittvierzigerkörper. Da fühle ich mich nicht ganz so unzulänglich. Man muss nur die Vergleichsgruppe anpassen, dann ist alles wieder im Lot. Das aber nur am Rande.

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