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Mittwoch, 1. November 2006
Oops I did it again
frau klugscheisser, 14:24h

Foto: Swissmiss-Tina
Es ist wieder soweit. Am Sonntag, den 19.11.06 präsentieren Blogweiber aus München ihre Geschichten live und ohne Netz und doppelten Boden im McMüller [sprich em-si-
Die Kaltmamsell, Martina Kink, MissM und ich freuen sich auf Euch.
Let´s roll! Auf dass der Laden brummt.
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Dienstag, 31. Oktober 2006
Gouldfinger
frau klugscheisser, 17:32h
gould bach cantate 'widerstehe deinen sünden'
gould at home bach partita no2 (short)
bernstein and gould
life and time of glen gould
gould at home bach partita no2 (short)
bernstein and gould
life and time of glen gould
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Moment of truth
frau klugscheisser, 17:03h
Zwischen all dem Tosen und Brausen einen Moment innehalten und ganz still werden. Einem Blatt nachschauen, das lautlos vom Baum fällt. Dem Klang eines vorbeifahrenden Zuges nachhören bis er verhallt. Die glatte Metalloberfläche eines Geländers bis zu seinem Ende nachstreichen. Die letzte Stufe einer Treppe steigend wahrnehmen. Dem sich verlierenden Duft einer Erinnerung nachsehnen. Den letzten Tropfen eines Regenschauers auf der Haut spüren.
Das laue Lüftchen im Zentrum des Zyklones wirkt so trügerisch und doch bewegen sich gewaltige Kräfte drumherum. Lächerlich dagegen der Herbststurm, der mit aller Kraft seine Luftmassen unkoordiniert herumjagt. Es ist nicht die Masse, sondern die Fokussierung. Zentrierung eines Nullpunktes als Ort der absoluten Ruhe. Leben, das um den Tod kreist und sich von ihm nährt, das sich gleich einem roten Riesen aufbläht bevor es kollabiert.
Alles geht zurück zum Anfang. Und am Ende bleibt nichts als Erinnerung.
5:40
Das laue Lüftchen im Zentrum des Zyklones wirkt so trügerisch und doch bewegen sich gewaltige Kräfte drumherum. Lächerlich dagegen der Herbststurm, der mit aller Kraft seine Luftmassen unkoordiniert herumjagt. Es ist nicht die Masse, sondern die Fokussierung. Zentrierung eines Nullpunktes als Ort der absoluten Ruhe. Leben, das um den Tod kreist und sich von ihm nährt, das sich gleich einem roten Riesen aufbläht bevor es kollabiert.
Alles geht zurück zum Anfang. Und am Ende bleibt nichts als Erinnerung.
5:40
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Montag, 30. Oktober 2006
Headshrinker
frau klugscheisser, 16:16h
Meine Therapeutin hat mir eine Neurose diagnostiziert. Da bin ich sehr froh, denn sonst würde ich ja völlig umsonst hingehen. Dann wäre ich nicht besser als eine Amerikanerin, bei denen es schick zu sein scheint, sich therapieren zu lassen. Nein, ich habe jetzt einen echten Grund. Und den lasse ich mir so schnell nicht mehr nehmen. Als ich heimkam musste ich erst mal eine Tüte Chips essen. Die ganze Tüte auf einmal. Ich darf das, denn ich habe eine Neurose. Eine Tüte Chips essen ist eindeutig neurotisch. Ich darf mir jetzt auch ganz viele Kleider kaufen. Und Schuhe. Alle auf einmal. Und ich darf mich seltsam benehmen. Ich darf jetzt launisch sein oder wütend, darf patzige Antworten geben oder ohne Grund hemmungslos weinen. Und wenn einer fragt, ob ich vielleicht PMS hätte, kann ich ohne zu überlegen den Kopf schütteln und auf meine Neurose verweisen.
Wäre ich ein Mann, dann wäre alles natürlich viel einfacher. Dann dürfte ich all das ohne PMS und ohne Neurose. Männer sind einfach so. Fragt man einen Mann nach den Motiven für sein Handeln, bekommt man diese Antwort. Männer haben vielleicht auch Neurosen aber die blühen unentdeckt. Meistens fragt auch keiner den Mann nach seinen Motiven. Er sagt aber unaufgefordert, er sei eben so. Am liebsten sagt er es, wenn er zu einer Verhaltensänderung aufgefordert wird. So bin ich eben bedeutet im Falle einer Beziehung soviel wie take it or leave it. Besser gleich lassen, denn genau das meint er damit. Besser gleich das Feld einer jüngeren überlassen, die noch ihre eigenen Neurosen sucht und die deswegen noch keine unbequemen Fragen stellt. Dann soll er einfach so bleiben, wie er ist. Meinetwegen sein ganzes Leben lang. Wer mit solchen Totschlagargumenten um sich wirft, verdient es auch nicht besser. Und ich hab ja meine Neurose. Wenn ich jetzt meine Therapeutin noch dazu kriege, mir eine Persönlichkeitsspaltung zu diagnostizieren, bin ich auch nicht mehr allein.
Wäre ich ein Mann, dann wäre alles natürlich viel einfacher. Dann dürfte ich all das ohne PMS und ohne Neurose. Männer sind einfach so. Fragt man einen Mann nach den Motiven für sein Handeln, bekommt man diese Antwort. Männer haben vielleicht auch Neurosen aber die blühen unentdeckt. Meistens fragt auch keiner den Mann nach seinen Motiven. Er sagt aber unaufgefordert, er sei eben so. Am liebsten sagt er es, wenn er zu einer Verhaltensänderung aufgefordert wird. So bin ich eben bedeutet im Falle einer Beziehung soviel wie take it or leave it. Besser gleich lassen, denn genau das meint er damit. Besser gleich das Feld einer jüngeren überlassen, die noch ihre eigenen Neurosen sucht und die deswegen noch keine unbequemen Fragen stellt. Dann soll er einfach so bleiben, wie er ist. Meinetwegen sein ganzes Leben lang. Wer mit solchen Totschlagargumenten um sich wirft, verdient es auch nicht besser. Und ich hab ja meine Neurose. Wenn ich jetzt meine Therapeutin noch dazu kriege, mir eine Persönlichkeitsspaltung zu diagnostizieren, bin ich auch nicht mehr allein.
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