... newer stories
Sonntag, 16. Dezember 2007
When the night has come
frau klugscheisser, 12:15h
One beautiful December evening Huan Cho and his girlfriend Jung Lee were sitting by the side of the ocean. It was a romantic full moon, when Huan Cho said "Hey baby, let's play Weeweechu."
"Oh no, not now, lets look at the moon" said Jung Lee.
"Oh, c'mon baby, let's you and I play Weeweechu. I love you and it's the perfect time," Huan Cho begged.
"But I rather just hold your hand and watch the moon."
"Please Jung Lee, just once play Weeweechu with me."
Jung Lee looked at Huan Cho and said, "OK, we'll play Weeweechu."
Huan Cho grabbed his guitar and they both sang.....
"Weeweechu a Merry Christmas, Weeweechu a Merry Christmas, Weeweechu a Merry Christmas, and a Happy New Year."
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern - wo auch immer auf der Welt - einen schönen dritten Advent.
"Oh no, not now, lets look at the moon" said Jung Lee.
"Oh, c'mon baby, let's you and I play Weeweechu. I love you and it's the perfect time," Huan Cho begged.
"But I rather just hold your hand and watch the moon."
"Please Jung Lee, just once play Weeweechu with me."
Jung Lee looked at Huan Cho and said, "OK, we'll play Weeweechu."
Huan Cho grabbed his guitar and they both sang.....
"Weeweechu a Merry Christmas, Weeweechu a Merry Christmas, Weeweechu a Merry Christmas, and a Happy New Year."
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern - wo auch immer auf der Welt - einen schönen dritten Advent.
... link (2 Kommentare) ... comment
Donnerstag, 13. Dezember 2007
Perhaps, perhaps, perhaps
frau klugscheisser, 17:47h
Die Krankheit unserer Zeit heisst Unverbindlichkeit. Man gibt sich unverbindlich bei Verabredungen, ist unverbindlich freundlich und selbst Preisempfehlungen sind laut Anbieter unverbindlich. Geläufige Indikatoren sind Worte wie vielleicht oder eventuell, Aussagen wie mal sehen, ich bin nicht sicher und je nachdem, deren inflationärer Gebrauch uns in der täglichen Kommunikation kaum noch auffällt. Mal ehrlich, wie oft benutzen wir diese Phrasen, um uns Hintertürchen zum Rückzug offenzuhalten, um uns drohenden Vorwürfen schon im Vorfeld zu entziehen oder Verletzungen galant zu umschiffen?
Früher war ein Ehrenwort verbindlicher als jeder Kontrakt. Wer es brach, war gezwungen, in aller Herrgottsfrüh das Bett zu verlassen. Die Chancen standen gut, anschließend nie mehr früh oder auch spät aufstehen zu müssen. Dass der Begriff Ehre heute ebenfalls nichtig geworden ist, haben bereits führende Politiker wirksam demonstriert. Allein in der japanischen Kultur gilt die Ehre noch als verbindlich. Wer sie verliert, dem ist sein Leben nichts mehr wert. Eine völlig überholte Einstellung mag sich so mancher denken, der Unverbindlichkeit lieber als Diplomatie bezeichnet und sich damit durch allerlei Widrigkeiten schlängelt.
Streichen wir der Einfachheit halber die Ehre aus dem Begriff. Zurück bleibt das Wort. Man gibt sich ein Wort, das Ja-Wort beispielsweise. Kein Wunder, dass so viel geheiratet wird, wenn das Wort eines Menschen allein nichts mehr wert ist, wenn das gebräuchlichste Wort aus Kontaktanzeigen gleich nach Diskretion unverbindlich lautet und wenn der Partner den ganzen Tag so viel leere Worthülsen von sich gibt, dass man sich darauf nicht mehr verlassen mag. Wann haben Sie zum letzten Mal jemandem ihr Wort gegeben? Und haben Sie es gehalten? Wie oft tun Sie generell das, über was sie vielerlei Worte verlieren?
"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort", so lauten bekannte Worte. Selbst Atheisten würden die Macht des Wortes nicht bestreiten, ganz gleich wie der Gottesbegriff interpretiert wird. Dort wo es heißt "Und Gott sprach: es werde Licht!" ergänzten wir jugendlich blasphemisch gerne mal: "...doch er fand den Schalter nicht!" Stellen wir uns einfach mal vor, Gott hätte gesagt: "Ich weiß noch nicht so recht wie ich mich nachher fühle, aber je nachdem, könnte ich vielleicht Licht schaffen." Wenn ich die breite Masse meiner Mitmenschen betrachte, wird es wohl so ähnlich gewesen sein.
Zu seinem Wort - in der Konsequenz auch zu seinen Aussagen - stehen, ist unter Umständen für den Wortgeber unangenehm, zumindest was die Folgen betrifft. Noch unangenehmer ist ein Zeitgenosse, der meint was er sagt - dies wiederum ist ein Teilaspekt der so viel gepriesenen Authentizität. Ein Mensch, der in klaren Worten spricht, wird misstrauisch beäugt. Steht er zu seinen Worten und handelt entsprechend, wird er für andere suspekt, wenn nicht gar bedrohlich. Zu sehr unterscheidet er sich von der breiten Masse und erinnert das Gegenüber gleichzeitig an das eigene Manko. Sowas macht unsicher. Wer gerne von allen geliebt werden möchte, sollte auf keinen Fall verbindliche Worte verlieren.
Das war die schlechte Nachricht. Ich fürchte, es gibt keine gute, es sei denn, Sie sind bereit, das Konzept auszuprobieren. Machen Sie doch mal ein Experiment, sagen wir mal für eine Woche. Die Grundvoraussetzung dafür ist absolute Ehrlichkeit mit sich und anderen (womit wir schon wieder bei der Ehre wären). Fragen Sie sich während dieser Zeit, was Sie wirklich denken, fühlen und wollen. Genau das äussern Sie dann auf Fragen. Eine ehrliche Antwort kann durchaus freundlich formuliert werden. Und fragen Sie sich selbst, wie Sie Menschen einschätzen, bei denen sich ständig angeblich ehrliche Aussagen mit unverbindlichem Geplänkel abwechseln.
Wenn Sie eine Woche durchgehalten haben, werden Sie feststellen, dass Sie sich viel lieber im Spiegel sehen, dass Sie auf einmal wissen was Sie wollen und plötzlich wieder den Zugang zu ihren Gefühlen haben. Sie werden selbstbewußter und zufriedener sein. Sie werden vermutlich diesen Zustand beibehalten wollen und aus einer Woche wird unter Umständen eine viel längere Zeitspanne. Wahrscheinlich werden Sie alte Bekanntschaften verlieren, dafür aber neue machen. Denn es gibt durchaus Menschen, die Ihre Verbindlichkeit zu schätzen wissen. Auf den Umgang mit Worthülsenverteilern werden Sie in Zukunft ohnehin gerne verzichten.
Zum Schluß ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Ein Bekannter klagte oft und wortreich über seelisches Unwohlsein. Er war einer der Menschen, die sich nie festlegen wollen, aus Angst, etwas zu verpassen. Die Hintertürchen sperrangelweit auf, raste er von einer Gelegenheit zur nächsten, immer auf der Suche nach dem glücksbringenden Ereignis. Hatte er ein angestrebtes Ziel erreicht, wurde es unwichtig, denn nicht allein das Angestrebte macht glücklich, sondern wie wir damit umgehen. Nun ist Erwachsenwerden ja bekanntlich auch mit unwiderbringlichen Entscheidungen verbunden. Er aber wollte die pubertäre Entdecke-die-Möglichkeiten-Phase unendlich ausdehnen, nicht ahnend, dass damit gleichfalls das pubertäre Gefühlskarussell angekurbelt wird. Als ich ihn darauf aufmerksam machte, wie selten er meint, was er sagt und wie noch seltener er auch danach handelt, unterstellte er mir einen 'Rundumschlag' und wandte sich beleidigt ab. Ich kann es ihm nicht verübeln, gleichwohl ich hoffe, er möge eines Tages den wahren Grund für seine instabile Gemütsverfassung finden.
Es sind oft Kleinigkeiten, die entscheidende Veränderung bewirken. Will ich mein Leben ändern, muss ich mit dem nächsten Tag beginnen. Will ich authentisch werden, muss ich ehrlich sein. Will ich selbstbewußt und stark werden, muss ich meine Schwächen benennen und akzeptieren. Der kleinste Schritt auf einem langen Weg ist, auf seine Worte zu achten. Denn unser Denken - und folglich unser Handeln - beginnt mit Worten, und die sind immer nur so verbindlich, wie wir es sind. Auf dass wir in Zukunft die richtigen finden mögen. Oder einen Lichtschalter.
Perhaps, perhaps, perhaps
Früher war ein Ehrenwort verbindlicher als jeder Kontrakt. Wer es brach, war gezwungen, in aller Herrgottsfrüh das Bett zu verlassen. Die Chancen standen gut, anschließend nie mehr früh oder auch spät aufstehen zu müssen. Dass der Begriff Ehre heute ebenfalls nichtig geworden ist, haben bereits führende Politiker wirksam demonstriert. Allein in der japanischen Kultur gilt die Ehre noch als verbindlich. Wer sie verliert, dem ist sein Leben nichts mehr wert. Eine völlig überholte Einstellung mag sich so mancher denken, der Unverbindlichkeit lieber als Diplomatie bezeichnet und sich damit durch allerlei Widrigkeiten schlängelt.
Streichen wir der Einfachheit halber die Ehre aus dem Begriff. Zurück bleibt das Wort. Man gibt sich ein Wort, das Ja-Wort beispielsweise. Kein Wunder, dass so viel geheiratet wird, wenn das Wort eines Menschen allein nichts mehr wert ist, wenn das gebräuchlichste Wort aus Kontaktanzeigen gleich nach Diskretion unverbindlich lautet und wenn der Partner den ganzen Tag so viel leere Worthülsen von sich gibt, dass man sich darauf nicht mehr verlassen mag. Wann haben Sie zum letzten Mal jemandem ihr Wort gegeben? Und haben Sie es gehalten? Wie oft tun Sie generell das, über was sie vielerlei Worte verlieren?
"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort", so lauten bekannte Worte. Selbst Atheisten würden die Macht des Wortes nicht bestreiten, ganz gleich wie der Gottesbegriff interpretiert wird. Dort wo es heißt "Und Gott sprach: es werde Licht!" ergänzten wir jugendlich blasphemisch gerne mal: "...doch er fand den Schalter nicht!" Stellen wir uns einfach mal vor, Gott hätte gesagt: "Ich weiß noch nicht so recht wie ich mich nachher fühle, aber je nachdem, könnte ich vielleicht Licht schaffen." Wenn ich die breite Masse meiner Mitmenschen betrachte, wird es wohl so ähnlich gewesen sein.
Zu seinem Wort - in der Konsequenz auch zu seinen Aussagen - stehen, ist unter Umständen für den Wortgeber unangenehm, zumindest was die Folgen betrifft. Noch unangenehmer ist ein Zeitgenosse, der meint was er sagt - dies wiederum ist ein Teilaspekt der so viel gepriesenen Authentizität. Ein Mensch, der in klaren Worten spricht, wird misstrauisch beäugt. Steht er zu seinen Worten und handelt entsprechend, wird er für andere suspekt, wenn nicht gar bedrohlich. Zu sehr unterscheidet er sich von der breiten Masse und erinnert das Gegenüber gleichzeitig an das eigene Manko. Sowas macht unsicher. Wer gerne von allen geliebt werden möchte, sollte auf keinen Fall verbindliche Worte verlieren.
Das war die schlechte Nachricht. Ich fürchte, es gibt keine gute, es sei denn, Sie sind bereit, das Konzept auszuprobieren. Machen Sie doch mal ein Experiment, sagen wir mal für eine Woche. Die Grundvoraussetzung dafür ist absolute Ehrlichkeit mit sich und anderen (womit wir schon wieder bei der Ehre wären). Fragen Sie sich während dieser Zeit, was Sie wirklich denken, fühlen und wollen. Genau das äussern Sie dann auf Fragen. Eine ehrliche Antwort kann durchaus freundlich formuliert werden. Und fragen Sie sich selbst, wie Sie Menschen einschätzen, bei denen sich ständig angeblich ehrliche Aussagen mit unverbindlichem Geplänkel abwechseln.
Wenn Sie eine Woche durchgehalten haben, werden Sie feststellen, dass Sie sich viel lieber im Spiegel sehen, dass Sie auf einmal wissen was Sie wollen und plötzlich wieder den Zugang zu ihren Gefühlen haben. Sie werden selbstbewußter und zufriedener sein. Sie werden vermutlich diesen Zustand beibehalten wollen und aus einer Woche wird unter Umständen eine viel längere Zeitspanne. Wahrscheinlich werden Sie alte Bekanntschaften verlieren, dafür aber neue machen. Denn es gibt durchaus Menschen, die Ihre Verbindlichkeit zu schätzen wissen. Auf den Umgang mit Worthülsenverteilern werden Sie in Zukunft ohnehin gerne verzichten.
Zum Schluß ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Ein Bekannter klagte oft und wortreich über seelisches Unwohlsein. Er war einer der Menschen, die sich nie festlegen wollen, aus Angst, etwas zu verpassen. Die Hintertürchen sperrangelweit auf, raste er von einer Gelegenheit zur nächsten, immer auf der Suche nach dem glücksbringenden Ereignis. Hatte er ein angestrebtes Ziel erreicht, wurde es unwichtig, denn nicht allein das Angestrebte macht glücklich, sondern wie wir damit umgehen. Nun ist Erwachsenwerden ja bekanntlich auch mit unwiderbringlichen Entscheidungen verbunden. Er aber wollte die pubertäre Entdecke-die-Möglichkeiten-Phase unendlich ausdehnen, nicht ahnend, dass damit gleichfalls das pubertäre Gefühlskarussell angekurbelt wird. Als ich ihn darauf aufmerksam machte, wie selten er meint, was er sagt und wie noch seltener er auch danach handelt, unterstellte er mir einen 'Rundumschlag' und wandte sich beleidigt ab. Ich kann es ihm nicht verübeln, gleichwohl ich hoffe, er möge eines Tages den wahren Grund für seine instabile Gemütsverfassung finden.
Es sind oft Kleinigkeiten, die entscheidende Veränderung bewirken. Will ich mein Leben ändern, muss ich mit dem nächsten Tag beginnen. Will ich authentisch werden, muss ich ehrlich sein. Will ich selbstbewußt und stark werden, muss ich meine Schwächen benennen und akzeptieren. Der kleinste Schritt auf einem langen Weg ist, auf seine Worte zu achten. Denn unser Denken - und folglich unser Handeln - beginnt mit Worten, und die sind immer nur so verbindlich, wie wir es sind. Auf dass wir in Zukunft die richtigen finden mögen. Oder einen Lichtschalter.
Perhaps, perhaps, perhaps
... link (7 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 12. Dezember 2007
Give a little extra
frau klugscheisser, 17:34h
Ich kann mich noch erinnern, wie meine Oma dem Installateur nach verrichteter Arbeit ein Markstück zusteckte. Seit zwei Tagen klebt am Tor zum Hof ein Zettel mit der Aufschrift Liebe Müllmänner, bitte beim Hausmeister läuten!. Das bedeutet, die Herren dürfen einen Obulus zu Weihnachten in Empfang nehmen.
Heute war ich im Fahrradladen, um die Bremsbeläge erneuern zu lassen. Wie schon einige Male vorher, schnappt sich der Angestellte einen Schraubenschlüssel, dreht ein wenig an meinem Fahrrad herum und schon funktioniert wieder alles, ohne jegliche Neuerwerbung. Ich frage dann immer, was er dafür bekommt und er wehrt jedes Mal ab. Dann krame ich in meinem Portemonnaie nach Kleingeld und strecke ihm 5 Euro entgegen. Wie jedes Mal, will er das Geld nicht nehmen. "Doch, bitte nehmen Sie. Das ist für den prima Kundenservice, den sie hier bieten", sage ich. Er murmelt etwas, sein rotes Gesicht gewinnt noch mehr Farbe und schließlich steckt er die Münzen ein.
Und ich frage mich wirklich, ob es außerhalb von Restaurants und Kneipen ungewöhnlich ist, für eine gute Serviceleistung freiwillig ein wenig Geld zu geben, wenn das eigene Geburtsjahr deutlich nach 1920-1935 liegt.
Heute war ich im Fahrradladen, um die Bremsbeläge erneuern zu lassen. Wie schon einige Male vorher, schnappt sich der Angestellte einen Schraubenschlüssel, dreht ein wenig an meinem Fahrrad herum und schon funktioniert wieder alles, ohne jegliche Neuerwerbung. Ich frage dann immer, was er dafür bekommt und er wehrt jedes Mal ab. Dann krame ich in meinem Portemonnaie nach Kleingeld und strecke ihm 5 Euro entgegen. Wie jedes Mal, will er das Geld nicht nehmen. "Doch, bitte nehmen Sie. Das ist für den prima Kundenservice, den sie hier bieten", sage ich. Er murmelt etwas, sein rotes Gesicht gewinnt noch mehr Farbe und schließlich steckt er die Münzen ein.
Und ich frage mich wirklich, ob es außerhalb von Restaurants und Kneipen ungewöhnlich ist, für eine gute Serviceleistung freiwillig ein wenig Geld zu geben, wenn das eigene Geburtsjahr deutlich nach 1920-1935 liegt.
... link (2 Kommentare) ... comment
Everything happens to me
frau klugscheisser, 16:16h
Hier passiert nicht so wenig Neues, weil mir nichts einfallen würde. Ganz im Gegenteil, doch gut Text will sorgsam formuliert werden. Dabei funken mir allerdings immer wieder mein Innenansichtskreisel und mein internes Kommunikationsgeschwätz dazwischen. Erst letzte Woche fand ich mich unversehens in so einer Selbstmitleidsspirale von 'Keiner-liebt-mich' und 'Ich-bin-so-anders' Sätzen wieder.
Ganz schlimm wird alles, wenn man sich plötzlich in das Gefühlsparalleluniversum Kindheit zurückkatapultieren lässt. Ich war als Kind Außenseiter, aber mal ehrlich, wieviele behaupten gleichfalls, sie waren als Kind Außenseiter? Wenn diese Selbsteinschätzung zuträfe, hätte es nur Außenseiter gegeben, die dann wiederum eine Gruppe ergäben. Und dass man beim Völkerball immer einer der Letzten war, die in ein Team gewählt wurden, sagt mehr über das Ballwurfverhalten als die Persönlichkeit aus.
Während ich mich also ausgiebig damit beschäftige, dass ich NIE auf eine Feier eingeladen werde, dass mich KEINER fragt, ob ich mit will, wenn die Mädels nach dem Training noch was trinken gehen, dass mich KEINER mag, dass ich IMMER allein bin, warum das so ist und welcher Spezialist diese Sorte unsichtbaren Hautausschlag mit Warzenbildung behandelt oder ich mich damit abfinden muss, dass es IMMER so sein wird, fragt mich doch tatsächlich gestern eine der Mädels, ob ich nächsten Freitag nach dem Training mitkomme.
"Blöde Kuh", denke ich, "die wirft glatt meine schöne Theorie über den Haufen."
Everything happens to me
Ganz schlimm wird alles, wenn man sich plötzlich in das Gefühlsparalleluniversum Kindheit zurückkatapultieren lässt. Ich war als Kind Außenseiter, aber mal ehrlich, wieviele behaupten gleichfalls, sie waren als Kind Außenseiter? Wenn diese Selbsteinschätzung zuträfe, hätte es nur Außenseiter gegeben, die dann wiederum eine Gruppe ergäben. Und dass man beim Völkerball immer einer der Letzten war, die in ein Team gewählt wurden, sagt mehr über das Ballwurfverhalten als die Persönlichkeit aus.
Während ich mich also ausgiebig damit beschäftige, dass ich NIE auf eine Feier eingeladen werde, dass mich KEINER fragt, ob ich mit will, wenn die Mädels nach dem Training noch was trinken gehen, dass mich KEINER mag, dass ich IMMER allein bin, warum das so ist und welcher Spezialist diese Sorte unsichtbaren Hautausschlag mit Warzenbildung behandelt oder ich mich damit abfinden muss, dass es IMMER so sein wird, fragt mich doch tatsächlich gestern eine der Mädels, ob ich nächsten Freitag nach dem Training mitkomme.
"Blöde Kuh", denke ich, "die wirft glatt meine schöne Theorie über den Haufen."
Everything happens to me
... link (5 Kommentare) ... comment
... older stories