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Mittwoch, 30. Januar 2008
Cinderella
frau klugscheisser, 02:29h
Schuld sind ja bekanntlich immer die Hormone. Genau, die kleinen, schwer nachweisbaren Botenstoffe im Blut, die uns nicht essen, konzentrieren, zur Ruhe kommen oder gar schlafen lassen. Das ist aber erst der Anfang. Einmal im Körper ausgesetzt, unterwandern sie jegliche Vernunft, kontaminieren das Ratio und müssten eigentlich für durchschnittlich 35 Jahre heimlicher Despotie zur Verantwortung gezogen werden. Meine Geschlechtsgenossinnen kennen das Spielchen, das jeden Monat von vorne beginnt. Die Genossen übrigens sicher auch.
Ist ihre Zeit abgelaufen, verabschieden sie sich keineswegs sang- und klanglos oder gar auf 'man könne ja Freunde bleiben' Manier. Nein, sie hinterlassen Spuren in Form fieser Makel. Mit solchen Makeln beschäftigt sich dann beispielsweise meine Hautärztin. Als ich andeute, die Flecken wären vor ein paar Jahren da aber noch nicht gewesen, entfährt ihr nur ein leises "ja, die Hormone" und "willkommen im Club". Dann zückt sie das Skalpell. Als sie fertig ist, kann ich mit Fug und Recht behaupten, ich hätte meine erste Schönheits-OP hinter mich gebracht. So ganz ohne Verdacht auf Bösartigkeit - die Melanome jetzt, nicht die Hormone - ist das nämlich die billigste Form der kosmetischen Chirurgie, sozusagen Modellieren für Arme.
Die Silikonsalbe ist für hinterher und im Preis inbegriffen. Leider ist in der Tube zu wenig drin für heimische Selbstversuche zur Brustvergrößerung. Muss man ja nicht alles auf einmal machen. Da habe ich die kommenden Jahre noch was, worauf ich mich neben verstärkten hormonellen Grüßen auf der Oberlippe freuen kann. Your perfectly pampered menopause rät in diesem Falle just to "cope the way men cope with midlife - buy a red sportscar and find a lover half your age.".
Dieses Zitat brauche ich jetzt eigentlich nur zum Übergang. Fehlende Hormone bewirken nämlich neben Gedächtnislücken und Haarausfall an den falschen Stellen auch Sprunghaftigkeit. Ein bindendes mit dem Namen Oxytocin erwähnt Rosanna unter der Überschrift "warum Frauen länger kommen als wir". Es sei - so Rosanna - ein "Sozialbindungshormon, das Frauen ein Gefühl von Wärme und Verbundenheit gibt [...] Es wird übrigens behauptet, das Hormon hätte ungefähr dieselbe chemische Formel wie der Geruch eines neuen Autos". Lesenswert ist der ganze Artikel "wie Frauen denken" allemal.
Und dass nicht nur Hormone, sondern auch schnöde Muttermaleseltsame wohlklingende Namen tragen, habe ich so ganz nebenbei gelernt. Was wie die neue Badezimmerkollektion eines schwedischen Möbelherstellers klingt oder die korrekte finnische Berufsbezeichnung für einen Chauffeur, ist in Wirklichkeit der Name dieser kleinen, fiesen Dinger, die ich mit hormoneller Hilfe auf meiner Haut züchte. Na wartet Nävuszellnävi, jetzt geht's euch an den Kragen!
Ist ihre Zeit abgelaufen, verabschieden sie sich keineswegs sang- und klanglos oder gar auf 'man könne ja Freunde bleiben' Manier. Nein, sie hinterlassen Spuren in Form fieser Makel. Mit solchen Makeln beschäftigt sich dann beispielsweise meine Hautärztin. Als ich andeute, die Flecken wären vor ein paar Jahren da aber noch nicht gewesen, entfährt ihr nur ein leises "ja, die Hormone" und "willkommen im Club". Dann zückt sie das Skalpell. Als sie fertig ist, kann ich mit Fug und Recht behaupten, ich hätte meine erste Schönheits-OP hinter mich gebracht. So ganz ohne Verdacht auf Bösartigkeit - die Melanome jetzt, nicht die Hormone - ist das nämlich die billigste Form der kosmetischen Chirurgie, sozusagen Modellieren für Arme.
Die Silikonsalbe ist für hinterher und im Preis inbegriffen. Leider ist in der Tube zu wenig drin für heimische Selbstversuche zur Brustvergrößerung. Muss man ja nicht alles auf einmal machen. Da habe ich die kommenden Jahre noch was, worauf ich mich neben verstärkten hormonellen Grüßen auf der Oberlippe freuen kann. Your perfectly pampered menopause rät in diesem Falle just to "cope the way men cope with midlife - buy a red sportscar and find a lover half your age.".
Dieses Zitat brauche ich jetzt eigentlich nur zum Übergang. Fehlende Hormone bewirken nämlich neben Gedächtnislücken und Haarausfall an den falschen Stellen auch Sprunghaftigkeit. Ein bindendes mit dem Namen Oxytocin erwähnt Rosanna unter der Überschrift "warum Frauen länger kommen als wir". Es sei - so Rosanna - ein "Sozialbindungshormon, das Frauen ein Gefühl von Wärme und Verbundenheit gibt [...] Es wird übrigens behauptet, das Hormon hätte ungefähr dieselbe chemische Formel wie der Geruch eines neuen Autos". Lesenswert ist der ganze Artikel "wie Frauen denken" allemal.
Und dass nicht nur Hormone, sondern auch schnöde Muttermale
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Sonntag, 27. Januar 2008
Amazing
frau klugscheisser, 11:28h
Jede beliebige Webseite im www ist von einer anderen beliebigen Webseite durchschnittlich 19 Klicks entfernt, ergab eine Studie im Jahre 1999.
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Fast zwei Drittel der sechs Milliarden Menschen haben noch nie telefoniert. Wir stehen erst am Anfang des "Informationszeitalters".
Diese und noch mehr Fakten sind hier zu finden.
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Fast zwei Drittel der sechs Milliarden Menschen haben noch nie telefoniert. Wir stehen erst am Anfang des "Informationszeitalters".
Diese und noch mehr Fakten sind hier zu finden.
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Samstag, 26. Januar 2008
But I can shake a chicken in the middle of the room
frau klugscheisser, 13:29h
Let's have a party
Feste feiern. In meinem Fall in der Vergangenheit leider viel zu selten geschehen. Vielleicht ist es gerade deswegen so schön. Dabei mag ich es beispielsweise, wenn sich die Menschen, die ich mag, an einem Ort sammeln und sich gegenseitig mögen. Dann lehne ich mich für einen Moment zurück und lasse den Blick über die Runde schweifen. Meine Augen bleiben bei jeder einzelnen Person eine Weile hängen. Ich betrachte den Menschen, wie er spricht, lacht, trinkt, seine Mimik und Gestik. Dann erinnere ich mich, was diesen Menschen für mich einzigartig macht und besonders. Und ich bin stolz, dass genau dieser Mensch in meiner Runde sitzt.
Alle sind leider nicht gekommen. Immerhin haben einige fairerweise kurzfristig abgesagt. Die Plätze am Ende der Tafel halte ich dennoch frei. Man kann ja nie wissen. Stühle werden mit Körpereinsatz verteidigt. Wenn ich mal sitze, kriegt mich keiner weg. Die, die nicht erscheinen und auch nicht absagen, verderben mir nicht die Laune. Nicht mehr. Dazu freue ich mich zu sehr über jeden Einzelnen der da ist und jeden Verlässlichen, der kurz Meldung gemacht hat.
Immer wieder darf ich was auswickeln. Am Ende bin ich froh, dass ich mich selbst erst unter Ausschluß der Öffentlichkeit auswickle. Das weiß einer zu verhindern. Der erinnert mich auch an diverse meiner Aussagen, die mir morgens die Röte ins Gesicht treiben. Gut, das gehört wohl auch dazu. Sich unter Freunden daneben benehmen wird verziehen, ist allerdings noch peinlicher als unter Fremden. Liebe Anwesenden, falls ihr das hier lest, dann möchte ich nur anmerken, dass ich im Grunde nicht so bin, sondern ganz anders. Wie kann ich jetzt auf Anhieb aber auch nicht sagen.

Ausfallerscheinungen bitte erst wieder nächstes Jahr (und damit meine ich NICHT meine Haare). Allerdings werde ich den ein oder anderen hoffentlich vorher nochmal sehen. Ganz bestimmt sogar.
Ihr seid nämlich echt klasse! Auf euch! Auf uns! Aufs Feiern! Prost!
Feste feiern. In meinem Fall in der Vergangenheit leider viel zu selten geschehen. Vielleicht ist es gerade deswegen so schön. Dabei mag ich es beispielsweise, wenn sich die Menschen, die ich mag, an einem Ort sammeln und sich gegenseitig mögen. Dann lehne ich mich für einen Moment zurück und lasse den Blick über die Runde schweifen. Meine Augen bleiben bei jeder einzelnen Person eine Weile hängen. Ich betrachte den Menschen, wie er spricht, lacht, trinkt, seine Mimik und Gestik. Dann erinnere ich mich, was diesen Menschen für mich einzigartig macht und besonders. Und ich bin stolz, dass genau dieser Mensch in meiner Runde sitzt.
Alle sind leider nicht gekommen. Immerhin haben einige fairerweise kurzfristig abgesagt. Die Plätze am Ende der Tafel halte ich dennoch frei. Man kann ja nie wissen. Stühle werden mit Körpereinsatz verteidigt. Wenn ich mal sitze, kriegt mich keiner weg. Die, die nicht erscheinen und auch nicht absagen, verderben mir nicht die Laune. Nicht mehr. Dazu freue ich mich zu sehr über jeden Einzelnen der da ist und jeden Verlässlichen, der kurz Meldung gemacht hat.
Immer wieder darf ich was auswickeln. Am Ende bin ich froh, dass ich mich selbst erst unter Ausschluß der Öffentlichkeit auswickle. Das weiß einer zu verhindern. Der erinnert mich auch an diverse meiner Aussagen, die mir morgens die Röte ins Gesicht treiben. Gut, das gehört wohl auch dazu. Sich unter Freunden daneben benehmen wird verziehen, ist allerdings noch peinlicher als unter Fremden. Liebe Anwesenden, falls ihr das hier lest, dann möchte ich nur anmerken, dass ich im Grunde nicht so bin, sondern ganz anders. Wie kann ich jetzt auf Anhieb aber auch nicht sagen.

Ausfallerscheinungen bitte erst wieder nächstes Jahr (und damit meine ich NICHT meine Haare). Allerdings werde ich den ein oder anderen hoffentlich vorher nochmal sehen. Ganz bestimmt sogar. Ihr seid nämlich echt klasse! Auf euch! Auf uns! Aufs Feiern! Prost!
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