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Sonntag, 4. Mai 2008
Muta d'accento e di pensiero
frau klugscheisser, 10:11h
Ich glaube nicht, daß die Italiener in der Frauenpsychologie über die Erkenntnis La Donna è mobile hinausgekommen sind.
Karl Kraus
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Karl Kraus
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Freitag, 2. Mai 2008
I've had the taste of danger
frau klugscheisser, 12:03h
Wenn man im Urlaub oder auf Parties mit Unbekannten ins Gespräch kommt, wird früher oder später die Frage nach dem Beruf gestellt.
"Und was machst du so?"
Wie ich sie hasse, wie ich mich winde, sie zu beantworten, wie ich das schleifende Geräusch der Schubladen förmlich hören kann, wie ich sie in den Gesichtern zugeschoben sehe, wenn endlich meine Antwort fällt. Ich kann sie nachvollziehen, die Frage. Womit beschäftigt sich dieser Mensch tagein, tagaus? Was sind seine Interessen? Bemerkenswerterweise üben immer mehr Menschen dieser Tage eine Tätigkeit aus, die weder mit ihren Interessen, noch ihrem erlernten Beruf auch nur das Geringste zu tun hat. Wenn sich da mal nicht die ein oder andere völlig falsche Schublade schließt.
Und dann begegnet mir noch so ein Phänomen in regelmäßigen Abständen. Nenne ich meine Einkunftsquellenbezeichnung, dann hat sofort jeder was dazu zu sagen. Jeder ist schon mal geflogen, hat eine Geschichte parat, jeder kennt sich - bei mindestens zwei Ferienflügen im Jahr - aus oder hat eine vermeindlich originäre Frage. Viele beklagen sich über die Arroganz der Kabinenkollegen, glauben zu wissen, dass der männliche Anteil sowieso schwul sei - natürlich immer mit Ausnahme der Piloten, denn das sind ja ganz harte Kerle - und der weibliche mit Flugzeugführern verbandelt. Viele fühlten sich während eines Fluges irgendwann mal gegängelt, übersehen oder ungerecht behandelt und tun dies nach meiner Antwort lautstark kund. Und keiner läßt sein vermeindliches Wissen gerne von fachkundiger Seite korrigieren (nein, das sei genau so gewesen, und nein, es gibt ja auch keinen Unterschied zwischen Charter- und Linienflug).
Aber kennen sie mich damit wirklich? Oder ist der Wunsch nach Bedienen einer Schublade einfach größer? Für die Meisten ist dann jegliche Neugier gestillt. Kaum einer fragt, was ich vorher, nebenher oder danach gemacht habe bzw. noch plane. Und kaum einer kann sich vorstellen, was während eines Notfalles in der Kabine wirklich geschieht. Diese sicherheitsrelevanten Aufgaben sind kein geringer Teil unserer täglichen Arbeit. Ein- bis zweimal im Jahr werden in einer Flugzeugattrappe die verschiedensten möglichen Notfallsituationen durchgespielt. Ich kann ihnen versichern, dass - obwohl nur Übung - sich in diesem Moment alles sehr echt anfühlt. Da bleibt kein Puls auf 90. Selbst wenn ich dieses Trainingsvideo (via Hypoxia) sehe, steigt meine Atemfrequenz.
Wenn Sie das nächste Mal einen Kabinenmitarbeiter treffen, dann denken Sie bitte auch daran. "We're here to save your ass, not to wipe it!" wie einst die Angestellte einer amerikanischen Fluggesellschaft meinte. Also nicht vergessen: der nächste Arsch, der gerettet werden muß, könnte Ihrer sein.
"Und was machst du so?"
Wie ich sie hasse, wie ich mich winde, sie zu beantworten, wie ich das schleifende Geräusch der Schubladen förmlich hören kann, wie ich sie in den Gesichtern zugeschoben sehe, wenn endlich meine Antwort fällt. Ich kann sie nachvollziehen, die Frage. Womit beschäftigt sich dieser Mensch tagein, tagaus? Was sind seine Interessen? Bemerkenswerterweise üben immer mehr Menschen dieser Tage eine Tätigkeit aus, die weder mit ihren Interessen, noch ihrem erlernten Beruf auch nur das Geringste zu tun hat. Wenn sich da mal nicht die ein oder andere völlig falsche Schublade schließt.
Und dann begegnet mir noch so ein Phänomen in regelmäßigen Abständen. Nenne ich meine Einkunftsquellenbezeichnung, dann hat sofort jeder was dazu zu sagen. Jeder ist schon mal geflogen, hat eine Geschichte parat, jeder kennt sich - bei mindestens zwei Ferienflügen im Jahr - aus oder hat eine vermeindlich originäre Frage. Viele beklagen sich über die Arroganz der Kabinenkollegen, glauben zu wissen, dass der männliche Anteil sowieso schwul sei - natürlich immer mit Ausnahme der Piloten, denn das sind ja ganz harte Kerle - und der weibliche mit Flugzeugführern verbandelt. Viele fühlten sich während eines Fluges irgendwann mal gegängelt, übersehen oder ungerecht behandelt und tun dies nach meiner Antwort lautstark kund. Und keiner läßt sein vermeindliches Wissen gerne von fachkundiger Seite korrigieren (nein, das sei genau so gewesen, und nein, es gibt ja auch keinen Unterschied zwischen Charter- und Linienflug).
Aber kennen sie mich damit wirklich? Oder ist der Wunsch nach Bedienen einer Schublade einfach größer? Für die Meisten ist dann jegliche Neugier gestillt. Kaum einer fragt, was ich vorher, nebenher oder danach gemacht habe bzw. noch plane. Und kaum einer kann sich vorstellen, was während eines Notfalles in der Kabine wirklich geschieht. Diese sicherheitsrelevanten Aufgaben sind kein geringer Teil unserer täglichen Arbeit. Ein- bis zweimal im Jahr werden in einer Flugzeugattrappe die verschiedensten möglichen Notfallsituationen durchgespielt. Ich kann ihnen versichern, dass - obwohl nur Übung - sich in diesem Moment alles sehr echt anfühlt. Da bleibt kein Puls auf 90. Selbst wenn ich dieses Trainingsvideo (via Hypoxia) sehe, steigt meine Atemfrequenz.
Wenn Sie das nächste Mal einen Kabinenmitarbeiter treffen, dann denken Sie bitte auch daran. "We're here to save your ass, not to wipe it!" wie einst die Angestellte einer amerikanischen Fluggesellschaft meinte. Also nicht vergessen: der nächste Arsch, der gerettet werden muß, könnte Ihrer sein.
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Donnerstag, 1. Mai 2008
Sätze, die man sofort bloggen muss (42)
frau klugscheisser, 20:30h
Du bist auch nicht mehr grade das schärfste Messer in der Schublade!"
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Mittwoch, 30. April 2008
The ground beneath her feet
frau klugscheisser, 18:18h


Urlaubsfußnote
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Montag, 21. April 2008
Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen?
frau klugscheisser, 20:45h
Leichen pflastern seinen Weg oder die Antwort auf die Frage, warum Wien so morbide sey.

Man spüre es einfach, behauptet Herr Kid, wie er zwischendurch auch mit fester Stimme behauptet, hier müsse man rechts bzw. dort links abbiegen oder eine komplett neue Richtung einschlagen. Man darf ihn ruhigen Gewissens den großen Orientator nennen, denn an kommen wir immer, wenn auch mit diversen Umwegen. Aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel.
Der wiederum führt uns zu sehr netten Menschen, die Herrn Kid ebenfalls kennen. Bei der C. genießen wir Kaffee und Kuchen unter einem blühenden Apfelbaum. Zum Abschied schenkt sie uns Selbstgebundenes. Den Deckel meines Büchleins ziert eine alte Postkarte, die graphische Ansicht der Münchner Maximilianstraße. Die Innenseiten wollen allerdings erst mit Leben befüllt werden. Ich bin sehr gerührt.


Später dann Wien bei Nacht.
Es ist voraussichtlich für lange Zeit der letzte Abend hier. Rapidfans belärmen die Fußgängerzone, während ich vor der Staatsoper still einige gute Wünsche zu Harmonie und Erato auf den geflügelten Pferden hinaufschicke. Dieses Mal ist die Bombe geplatzt. Ich besitze nämlich die seltene Gabe, meine Mitmenschen durch häufiges Nachfragen in Verzweiflung zu stürzen. Das Gedächtnis, Sie wissen schon. Zudem bin ich mit einer Aufmerksamkeitsspannevon einem Pfund Magerquark von hier bis zum nächsten Satz gesegnet. Geduldig repetiert Herr K. U-Bahnzahlen und Haltestellennamen, die er im Laufe der Zeit wie persönliche Mantras intoniert. Bei seiner Wiedergeburt dürfte nach diesen vier Tagen schon mehr als nur ein Ringel Regenwurm drin sein.
Ein klein wenig habe ich mich dann doch von der Morbidität anstecken lassen. Wien schlägt mir auf's Gemüt. Nicht viel, nur ein kleines bisschen. Nur so viel, dass ich mir das Bärenfell bis unter's Kinn ziehen möchte, nicht aber bis über beide Ohren. Jetzt ganz ohne Schmäh. Die ein oder andere Träne drückt schon nach draußen. Servus Wien, mach's guad! Ab morgen dann wieder wärmere Gefilde.

Man spüre es einfach, behauptet Herr Kid, wie er zwischendurch auch mit fester Stimme behauptet, hier müsse man rechts bzw. dort links abbiegen oder eine komplett neue Richtung einschlagen. Man darf ihn ruhigen Gewissens den großen Orientator nennen, denn an kommen wir immer, wenn auch mit diversen Umwegen. Aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel.
Der wiederum führt uns zu sehr netten Menschen, die Herrn Kid ebenfalls kennen. Bei der C. genießen wir Kaffee und Kuchen unter einem blühenden Apfelbaum. Zum Abschied schenkt sie uns Selbstgebundenes. Den Deckel meines Büchleins ziert eine alte Postkarte, die graphische Ansicht der Münchner Maximilianstraße. Die Innenseiten wollen allerdings erst mit Leben befüllt werden. Ich bin sehr gerührt.


Später dann Wien bei Nacht.
Es ist voraussichtlich für lange Zeit der letzte Abend hier. Rapidfans belärmen die Fußgängerzone, während ich vor der Staatsoper still einige gute Wünsche zu Harmonie und Erato auf den geflügelten Pferden hinaufschicke. Dieses Mal ist die Bombe geplatzt. Ich besitze nämlich die seltene Gabe, meine Mitmenschen durch häufiges Nachfragen in Verzweiflung zu stürzen. Das Gedächtnis, Sie wissen schon. Zudem bin ich mit einer Aufmerksamkeitsspanne
Ein klein wenig habe ich mich dann doch von der Morbidität anstecken lassen. Wien schlägt mir auf's Gemüt. Nicht viel, nur ein kleines bisschen. Nur so viel, dass ich mir das Bärenfell bis unter's Kinn ziehen möchte, nicht aber bis über beide Ohren. Jetzt ganz ohne Schmäh. Die ein oder andere Träne drückt schon nach draußen. Servus Wien, mach's guad! Ab morgen dann wieder wärmere Gefilde.
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Sonntag, 20. April 2008
Don't analyse
frau klugscheisser, 02:38h
Des einen Leid ist des anderen Freud. Deutsches SprichwortCouchbloggen, sozusagen Psychoanalyse online, ist nicht neu aber trotzdem aktuell. Der alte Freud wäre begeistert über die zahllosen Studienobjekte. Aber ich will nicht allzu gehässig sein. Überhaupt ist Freud ja mit Leid eng verwandt. Und was tut man, mag man weder Gift noch Fleisch [one man's meat]? Fragen über Fragen.
Eines ist jedoch sicher: über kurz oder lang erwischt es jeden. Erst mal träumen gehen. Morgen wird dann wieder gedeutelt.
Analyse
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Samstag, 19. April 2008
Sätze, die man sofort bloggen muss (41)
frau klugscheisser, 21:51h
"Kuck mal, Geräusche!"
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Vienna calling
frau klugscheisser, 13:50h

Noch suche ich nach der Antwort auf die Frage, warum Wien immer als morbide bezeichnet wird. Ein Friedhof scheint mir der rechte Platz, um auf die Antwort zu stoßen, die ich in der medizinhistorischen Sammlung des Josephinums nicht finde. Stattdessen stoße ich dort auf allerlei wunderschön nachgebildet und liebevoll aufbereitet Innenmenschliches, wie etwa Blutgefäße und Gebeine. Die Besucher der "Körperwelten" wissen es sicher längst, was ich erst jetzt ahne. Zwei Stunden Ausstellungsbesuch ersetzt mehrere Trainingseinheiten, denn hinterher spüre ich jeden Muskel.
Dann auf dem Zentralfriedhof, Sektion Buddhismus, wimmelt Herr Kid gekonnt zwei krawattierte Bibelmissionare ab. Jetzt trifft man die schon auf Friedhöfen. Wo sonst könnte sich allerdings wirkungsvoller ewiges Leben verkaufen lassen, wenn nicht am Ort des Geschehens selbst. Später darf ich kurz an der Gedenkstätte von Franz Schubert verweilen, während Herr Kid in der Sonne ein Käsebrot verzehrt. Für Schönbergs und Ligetis Gräbersuche reicht unsere Orientierung leider nicht. Macht nichts, die laufen mir ja nicht weg. Immerhin habe ich noch keine Antwort auf meine zu Eingang gestellte Frage. Möglicherweise muss ich noch einmal zurückkommen, um sie zu finden.

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Mittwoch, 16. April 2008
Rock your body
frau klugscheisser, 14:19h
Rock your body
Der Supraspinatus - umgangssprachlich auch Popeyemuskel genannt - ist schuld, vielmehr die Sehne da dran (wir erinnern uns). Das bedeutet auch weiterhin keine Liegestützen, bis ich wieder schmerzfrei bin. Dabei ist die Schulter nicht das einzige, was mir Kopfzerbrechen bereitet. Das hat mehr so mit Außen- und Innenwahrnehmung zu tun.
Wenn man tanzt, sieht man naturgemäß nicht alle Bewegungen ganz genau. Deswegen gibt es in Tanzstudios auch diese riesigen Spiegelwände. Jetzt ist es aber so, dass man sich im Normalfall nicht immer parallel und schon gar nicht frontal zum Spiegel bewegt. Da gibt es Drehungen, Diagonalen, Richtungsänderungen und manchmal ist der Kopf auch wo ganz anders, so dass man am besten vier Augenpaare jeweils im 90°Winkel am Kopf angebracht haben sollte, was sich wiederum als saublöd beim Tragen von Brillen, Mützen oder Langhaarfrisuren herausstellt. Da hat die Natur schon ganz gut mitgedacht. Außerdem kann man vor lauter gucken leicht die nächsten Schritte vergessen. Will man sich wirklich beurteilen, was für eine Steigerung unabdingbar ist, muss man sich das Ganze schon als Aufnahme anschauen.
Genau so eine Aufnahme der Choreographien im letzten halben Jahr habe ich gestern bekommen. Ich bin da ganz oft drauf. Meistens erste Reihe. Unschwer vorzustellen, dass ich die DVD seit 24 Stunden im Dauereinsatz vor- und rückwärts, in verschiedenen Zeitlupengeschwindigkeiten und mit variablen Bildausschnitten, wahlweise diverse meiner Körperteile vergrößert und des öfteren im Vergleich zu den Mittänzern studiere. Fazit: das, was sich während des Tanzens grazil, leicht, kraftvoll oder energetisch anfühlte, wirkt in der Aufnahme ziemlich bollerig. Und jetzt kommt's: Streifen machen nicht schlank. Im Gegenteil. Ganz schlecht sind helle Farben, insbesondere enganliegende,weiße Kleidungsstücke. Erste Reihe ist übrigens figurmäßig auch eher ungünstig, das aber nur am Rande.
Seit 24 Stunden denke ich darüber nach, wieso alle anderen, die im Gegensatz zu mir über eine fundierte tänzerische Ausbildung (sprich: jahrelanges Balletttraining) verfügen, um so viel besser wegkommen. Die haben die Technik aber ich habe den Ausdruck. Dachte ich zumindest immer. So kann man sich täuschen. In der 25. Stunde dämmert mir langsam, es muss die Mitte sein. Ich bin in der Mitte zu weich. Damit meine ich nicht den Hüftspeck, obwohl der ebenfalls reichlich vorhanden, sondern die Konzentration der Kraft in der Körpermitte, sprich Bauchmuskulatur. Dabei trainieren wir die wie blöd. Hundert sit-ups pro Training, das ist schon was. Als der Lehrer uns mit der Aussage motivieren will, jetzt käme ja der Sommer und da könnten wir unsere Bauchmuskeln zeigen, meint eine Leidensgenossin trocken: "Keine Zeit, ich bin ja immer hier beim Training." Da ist was dran, denn wer einmal seine Bauchmuskulatur trainierte, der weiß, dass man zum Aufbau lange braucht, dafür wird sie aber bei Unterbrechungen oder hohem Eiscremekonsum schnell unsichtbar.
Mit Bodyripples habe ich sie immer gekriegt, die kleinen, dünnen Ballettmäuse. Die sind einfach zustakselig jung für sowas. Breakdance war ja der Hiphop der Achziger, und während die Eltern noch zu Rosi Mittermaier und Christian Neureuthers Tele-Skigymnastik hopsten, übte die Jugend, sich unter Anleitung von Eisi Gulp auf den Boden werfend abzurollen. Damals verstauchte ich mir das Handgelenk, weshalb ich meine Körperwellen auf die Vertikale beschränkte. Heute kann ich rollen wie ein Weltmeister. Bei nächster Gelegenheit gibt's dann ein Video in der Tube, auf dem man eine schwarz gekleidete Frau mittleren Alters hinten links ihren Speck auf und ab rollen sieht, während drumherum Schwäne zu den neuesten Klängen von Madonna sterben. Nur in den Schultern wirkt sie ein wenig steif.
Der Supraspinatus - umgangssprachlich auch Popeyemuskel genannt - ist schuld, vielmehr die Sehne da dran (wir erinnern uns). Das bedeutet auch weiterhin keine Liegestützen, bis ich wieder schmerzfrei bin. Dabei ist die Schulter nicht das einzige, was mir Kopfzerbrechen bereitet. Das hat mehr so mit Außen- und Innenwahrnehmung zu tun.
Wenn man tanzt, sieht man naturgemäß nicht alle Bewegungen ganz genau. Deswegen gibt es in Tanzstudios auch diese riesigen Spiegelwände. Jetzt ist es aber so, dass man sich im Normalfall nicht immer parallel und schon gar nicht frontal zum Spiegel bewegt. Da gibt es Drehungen, Diagonalen, Richtungsänderungen und manchmal ist der Kopf auch wo ganz anders, so dass man am besten vier Augenpaare jeweils im 90°Winkel am Kopf angebracht haben sollte, was sich wiederum als saublöd beim Tragen von Brillen, Mützen oder Langhaarfrisuren herausstellt. Da hat die Natur schon ganz gut mitgedacht. Außerdem kann man vor lauter gucken leicht die nächsten Schritte vergessen. Will man sich wirklich beurteilen, was für eine Steigerung unabdingbar ist, muss man sich das Ganze schon als Aufnahme anschauen.
Genau so eine Aufnahme der Choreographien im letzten halben Jahr habe ich gestern bekommen. Ich bin da ganz oft drauf. Meistens erste Reihe. Unschwer vorzustellen, dass ich die DVD seit 24 Stunden im Dauereinsatz vor- und rückwärts, in verschiedenen Zeitlupengeschwindigkeiten und mit variablen Bildausschnitten, wahlweise diverse meiner Körperteile vergrößert und des öfteren im Vergleich zu den Mittänzern studiere. Fazit: das, was sich während des Tanzens grazil, leicht, kraftvoll oder energetisch anfühlte, wirkt in der Aufnahme ziemlich bollerig. Und jetzt kommt's: Streifen machen nicht schlank. Im Gegenteil. Ganz schlecht sind helle Farben, insbesondere enganliegende,weiße Kleidungsstücke. Erste Reihe ist übrigens figurmäßig auch eher ungünstig, das aber nur am Rande.
Seit 24 Stunden denke ich darüber nach, wieso alle anderen, die im Gegensatz zu mir über eine fundierte tänzerische Ausbildung (sprich: jahrelanges Balletttraining) verfügen, um so viel besser wegkommen. Die haben die Technik aber ich habe den Ausdruck. Dachte ich zumindest immer. So kann man sich täuschen. In der 25. Stunde dämmert mir langsam, es muss die Mitte sein. Ich bin in der Mitte zu weich. Damit meine ich nicht den Hüftspeck, obwohl der ebenfalls reichlich vorhanden, sondern die Konzentration der Kraft in der Körpermitte, sprich Bauchmuskulatur. Dabei trainieren wir die wie blöd. Hundert sit-ups pro Training, das ist schon was. Als der Lehrer uns mit der Aussage motivieren will, jetzt käme ja der Sommer und da könnten wir unsere Bauchmuskeln zeigen, meint eine Leidensgenossin trocken: "Keine Zeit, ich bin ja immer hier beim Training." Da ist was dran, denn wer einmal seine Bauchmuskulatur trainierte, der weiß, dass man zum Aufbau lange braucht, dafür wird sie aber bei Unterbrechungen oder hohem Eiscremekonsum schnell unsichtbar.
Mit Bodyripples habe ich sie immer gekriegt, die kleinen, dünnen Ballettmäuse. Die sind einfach zu
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Montag, 14. April 2008
Stormy weather
frau klugscheisser, 19:12h

Foto schamlos
Zunächst noch Regen und graue Wolkendecken, dann am Donnerstag Aufheiterung, fast wolkenlos mit schwachem Wind aus West bis Nordwest [erst ab Freitag wieder wolkig mit mäßigen 14°].
Die weiteren Aussichten: heiter in Museen und Kaffeehäusern, voraussichtlich gute Gespräche unter geschlossener Wolkendecke, teilweise beachtlicher Gegenwind aus Nord bis Nordwest. Am Abend jeweils wechselhaft bei ein, zwei Wein. Im weiteren Verlauf heiter bis wolkig mit Höchsttemperaturen je nach Bekleidung, jedoch niemals unter den Gefrierpunkt. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 0% [keine Gummistiefel nötig].
Stormy Weather
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Sonntag, 13. April 2008
Pictures of you
frau klugscheisser, 13:05h
Einen Menschen zu fotografieren, ist wie ihn anfassen, ohne ihn dabei zu berühren.
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