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Freitag, 11. April 2008
Sure as death and taxes
frau klugscheisser, 19:38h
Während der letzten Tage habe ich gesaugt, gespült, geputzt, gewaschen, gebügelt, meinen Schreibtisch aufgeräumt, die Ablage sortiert, Rechnungen bezahlt, eingekauft, war beim TÜV, beim Zahnarzt, hab mit Mutti telefoniert und mir langatmige Urlaubsberichte angehört, mit dem uralten Nachbarn, der immer gefühlte drei Stunden braucht, um einen vollständigen Satz zu formulieren, und mit der Hausverwaltung, war Schuhe kaufen - bequeme für die Uniform ergo schwer zu finden - habe Knöpfe angenäht, Programme installiert und Updates heruntergeladen.
Und das alles nur, weil ich eigentlich meine Steuererklärung machen wollte. Wenn das so weitergeht, habe ich langsam nichts mehr zu tun.
Taxblues
Und das alles nur, weil ich eigentlich meine Steuererklärung machen wollte. Wenn das so weitergeht, habe ich langsam nichts mehr zu tun.
Taxblues
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Mittwoch, 9. April 2008
Little china girl
frau klugscheisser, 19:37h
Ich könnte jetzt über die Schwierigkeiten beim Hosenkauf in Asien schreiben, speziell über die sich von Europa unterscheidenden Größen und über den daraus resultierenden Frust. Ich könnte auch über die Hilfsbereitschaft der Menschen dort berichten, insbesondere derer auf Straßen und in Läden. Weiter könnte ich mich einmal mehr über die halsbrecherische Fahrweise der Chinesen und der daraus resultierenden Problematik, einen verdorbenen Magen nicht während der Taxifahrt auf links zu stülpen, auslassen. Das will aber derzeit keiner lesen, denn derzeit lautet das Motto: Wer China sagt, muss auch Tibet sagen.
Wer öffentlich bekennt, chinesische Produkte erworben zu haben, wird gerne mal virtuell gesteinigt. Denn - das wussten schon die Alten - man zeigt gerne mit Fingern auf andere. Der Chinese an sich ist schlecht. Da gibt es keine Differenzierung, keine Grautöne. Zu diesem Thema habe ich jedoch kaum etwas beizutragen. Nur soviel: während morgens die Bilder von Unruhen während des Fackellaufes in Paris noch unzensiert auf Deutsche Welle und Japansender ausgestrahlt wurden, hat man ab 17.00 Ortszeit die Ausstrahlung unterbrochen. Soviel zur Reaktionszeit der verantwortlichen Zensurstelle.
Außerdem noch ein Bild
aus dem fahrenden Taxi,
weil ich das immer mal
einem bekannten
Bayerischer Blogger nachmachen
zeigen wollte.
Ist aber auch für die Katz, weil hier
ausnahmsweise
mal keine fünf Fahrräder
und ein Moped nebeneinander fahren
und auch Hupgeräusche so schlecht
zu sehen sind.
Deswegen genug für heute.
Blöder Mist aber auch.
Unter diesen Bedingungen ist es nicht ratsam, sich aus dem Fenster zu beugen. Auch nicht bei akuter Übelkeit.
Wer öffentlich bekennt, chinesische Produkte erworben zu haben, wird gerne mal virtuell gesteinigt. Denn - das wussten schon die Alten - man zeigt gerne mit Fingern auf andere. Der Chinese an sich ist schlecht. Da gibt es keine Differenzierung, keine Grautöne. Zu diesem Thema habe ich jedoch kaum etwas beizutragen. Nur soviel: während morgens die Bilder von Unruhen während des Fackellaufes in Paris noch unzensiert auf Deutsche Welle und Japansender ausgestrahlt wurden, hat man ab 17.00 Ortszeit die Ausstrahlung unterbrochen. Soviel zur Reaktionszeit der verantwortlichen Zensurstelle.
Außerdem noch ein Bild aus dem fahrenden Taxi,
weil ich das immer mal
Bayerischer Blogger nachmachen
zeigen wollte.
Ist aber auch für die Katz, weil hier
ausnahmsweise
mal keine fünf Fahrräder
und ein Moped nebeneinander fahren
und auch Hupgeräusche so schlecht
zu sehen sind.
Deswegen genug für heute.
Blöder Mist aber auch.
Unter diesen Bedingungen ist es nicht ratsam, sich aus dem Fenster zu beugen. Auch nicht bei akuter Übelkeit.
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This futile chase has got to end
frau klugscheisser, 03:47h
The Darjeeling Limited ist eigentlich der Name eines Zuges, mit dem die drei Whitmanbrüder durch Indien reisen. Als Selbstfindungstrip getarnt, finden sie sich schließlich gegenseitig. Was die ersten zehn Minuten noch nett skurril anmutet und auf mehr hoffen läßt, geht schon bald auf die Nerven. Einzig die wiederkehrenden Einstellungen von Brodys, Wilsons und Schwartzmans unerschütterlichem Gesichtsausdruck versöhnt für die Länge des Filmes. Das Gerenne hinter fahrenden Zügen wirkt auch nur wie eine schlechte Little Miss Sunshine Reminiszenz. Aber man muss ja schon dankbar sein, dass Ben Stiller nicht mitspielt.
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Dienstag, 8. April 2008
A room with a view (26)
frau klugscheisser, 16:07h

shanghai
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Freitag, 4. April 2008
Sätze, die man sofort bloggen muss (40)
frau klugscheisser, 17:47h
"Dunkelblaue Autos brauchen meistens eineinhalb Parkplätze und aussteigen tut dann fast immer so ein Typ mit kreisrundem Haarausfall."
[Erkenntnisse aus dem dritten Stock]
[Erkenntnisse aus dem dritten Stock]
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Donnerstag, 3. April 2008
Return to sender
frau klugscheisser, 19:05h

via Isabo
Mich gruselt ja immer, wenn ich einem netten Menschen eine elektronische Nachricht schreibe und es antwortet der Postdämon. Da entstehen so Bilder in meinem Kopf wie man sie aus dem Exorzisten kennt. Es gibt auch weniger furchteinflößende Dämonen, die heißen dann im allgemeinen Sprachgebrauch 'Abwesenheitsnotiz'. Beide entfremden gleichermaßen eine ansonsten persönliche Kontaktaufnahme oder machen diese gar unmöglich.
So erging es mir erst kürzlich wieder. Sie erinnern sich vielleicht an diese Geschichte über eine alte Jugendliebe. Aus
Sie kennen das sicherlich. Da feilt man stunden-, wenn nicht gar tagelang an einem einigermaßen ansprechenden Text, drückt unter Herzklopfen und mit den eigenartigsten Vorstellungen über mögliche Empfängerreaktionen im Kopf den 'senden' Knopf und wartet. Doch statt einer Reaktion erreicht einen am nächsten Tag nur eine Nachricht, dass die elektronische Post unzustellbar sei. Unnu?
Anrufen geht gar nicht, weil viel zu persönlich nach all den Jahren Sendepause. Fax geht nicht, weil nicht für die Augen der Öffentlichkeit bestimmt. Bleibt nur der Postweg. Ich sollte vielleicht einfach eine Postkarte schreiben. Überhaupt sollte man viel mehr Postkarten verschicken und das Ritual so vor dem Aussterben bewahren. Kürzlich gab mir eine neue Bekanntschaft zur Kontaktaufnahme eine Visitenkarte mit Postanschrift. Vergeblich suchte ich Mailadresse und Fernsprechnummer. So begann ich wieder Postkarten zu schreiben. Ich hätte auch Rauchzeichen senden können, die Chance auf eine Antwort wäre jedenfalls weitaus größer geworden. Ich Dussel habe natürlich vergessen, meine eigene Adresse darauf zu notieren.
Wenn ich mir den Text meiner Mail zur ersten Kontaktaufnahme nach zwanzig Jahren so durchlese, war sie nicht einmal besonders geistreich. Genaugenommen war sie pseudowitzig, verklemmt, inhaltslos und mit Allgemeinplätzen gespickt.
"Seitdem denke ich ungefähr einmal im Jahr - so häufig bin ich etwa in Berlin - über eine Kontaktaufnahme nach.[...]
(Versuch einer Rechtfertigung, ist zudem gelogen. Warum meine ich, mich für eine Kontaktaufnahme rechtfertigen zu müssen? Fragen, die mein Therapeut möglicherweise beantworten könnte, es aber nicht tut, sondern nur Gegenfragen wie etwa "und wie fühlen Sie sich dabei?" stellt.)
Kannst Du Dir eigentlich vorstellen, wie schwer es ist, einen einigermaßen sinnvollen Text zu verfassen, wenn man sich zwanzig Jahre nicht gesehen hat und davor auch nicht gerade in regem Austausch stand, einen aber im Verlauf einer gemäßigten Midlifekrise die Neugier darüber nicht mehr losläßt, was wohl aus den Menschen geworden ist, die man aus der Schulzeit kannte, aufgrund latent resistenter Minderwertigkeitskomplexe Klassentreffen jedoch meidet?"
(Rechtfertigung für qualitativ flachen Stil. Möglicherweise gibt es aber Menschen, die keine bachmannpreisverdächtigen Ausführungen in ihrem persönlichen Posteingang erwarten.)
Vielleicht ist der Maildämon sowas wie eine Instanz für Stil und Inhalt, sozusagen der Reich-Ranicki der Elektroschreiberei. Ein Glück, dass sie nie beim vorgesehenen Empfänger landete. Auf diese Weise habe ich noch eine Chance und 'das erste Mal' bereits zum zweiten Mal. Falls Sie, lieber Leser, eine bessere Idee haben, wie bzw. mit welchen Inhalten ich mit besagtem Herrn in Kontakt treten sollte, dann wäre ich Ihnen um einen Hinweis in Form eines Kommentares äußerst dankbar.
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Mittwoch, 2. April 2008
Teddy Bear
frau klugscheisser, 19:49h
Baby let me be your lovin' teddy bear
Teddybärenwoche bei Frau Gröner, Isa läßt ihren brummen und Lu zeigt Hundi. Da gehe ich mit:

Der Teddy ist mindestens so alt wie ich, zumindest habe ich ihn zu meiner Geburt bekommen. Mein Kinderherz hing aber mehr an einem Schimpansen, der Judy oder Affi oder so hieß. Genau erinnere ich mich nicht mehr daran. Die Geschichte seiner unfreiwilligen Entsorgung, sowie ein Foto findet sich hier.
Teddybärenwoche bei Frau Gröner, Isa läßt ihren brummen und Lu zeigt Hundi. Da gehe ich mit:

Der Teddy ist mindestens so alt wie ich, zumindest habe ich ihn zu meiner Geburt bekommen. Mein Kinderherz hing aber mehr an einem Schimpansen, der Judy oder Affi oder so hieß. Genau erinnere ich mich nicht mehr daran. Die Geschichte seiner unfreiwilligen Entsorgung, sowie ein Foto findet sich hier.
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Dienstag, 1. April 2008
Don't smoke in bed
frau klugscheisser, 20:18h
Don't smoke in bed
Frau Birnstiel sucht eine neue Matratze und bittet um Mithilfe, sowie allerlei Liegeberichte aus erster Hand.
Weil ich ein hilfsbereiter Mensch bin, habe ich gerade mal ein wenig gegoogelt und das hier gefunden:
Die Magma Hygienematratze [...] trägt effektiv zu einer sichereren Arbeitsumgebung [...] bei.
Preisfrage: welches Gewerbe meint der Hersteller?
Kleiner Tipp: es geht um ein heißes Eisen.
Liebe Frau Birnstiel, falls Sie in Zukunft beabsichtigen, Ihre Matratze durch allerlei feurige Betätigungen zu belasten, empfehle ich diese Sorte Matratze, denn der Hersteller verspricht '50 % weniger Rauch als herkömmliche Standard-matratzen'. Ganz nebenbei eignet sie sich auch noch zum Löscheinsatz bei kleinen bis mittleren Zimmerbränden. Und wenn das nicht hilft, dann kann man damit problemlos das Erdgeschoß evakuieren (ab 2. Stockwerk bitte nur noch mit dem Evakuierungstuch des gleichnamigen Herstellers).
*)Außerdem kann dieses Produkt seit kurzem auch beim schwedischen Möbelhersteller erworben werden. Also nix wie los, Frau Birnstiel, und viel Freude mit Järven (ein schöner Name für den Erstgeborenen).
*)Nachtrag: kleiner Aprilscherz. Nicht besonders gelungen, da ich Frau Birnstiel wahrscheinlich nicht mal mit einer feuerfesten Matratze in dieses ominöse Möbelhaus gelockt hätte.
Frau Birnstiel sucht eine neue Matratze und bittet um Mithilfe, sowie allerlei Liegeberichte aus erster Hand.
Weil ich ein hilfsbereiter Mensch bin, habe ich gerade mal ein wenig gegoogelt und das hier gefunden:
Die Magma Hygienematratze [...] trägt effektiv zu einer sichereren Arbeitsumgebung [...] bei.
Preisfrage: welches Gewerbe meint der Hersteller?
Kleiner Tipp: es geht um ein heißes Eisen.
Liebe Frau Birnstiel, falls Sie in Zukunft beabsichtigen, Ihre Matratze durch allerlei feurige Betätigungen zu belasten, empfehle ich diese Sorte Matratze, denn der Hersteller verspricht '50 % weniger Rauch als herkömmliche Standard-matratzen'. Ganz nebenbei eignet sie sich auch noch zum Löscheinsatz bei kleinen bis mittleren Zimmerbränden. Und wenn das nicht hilft, dann kann man damit problemlos das Erdgeschoß evakuieren (ab 2. Stockwerk bitte nur noch mit dem Evakuierungstuch des gleichnamigen Herstellers).
*)Außerdem kann dieses Produkt seit kurzem auch beim schwedischen Möbelhersteller erworben werden. Also nix wie los, Frau Birnstiel, und viel Freude mit Järven (ein schöner Name für den Erstgeborenen).
*)Nachtrag: kleiner Aprilscherz. Nicht besonders gelungen, da ich Frau Birnstiel wahrscheinlich nicht mal mit einer feuerfesten Matratze in dieses ominöse Möbelhaus gelockt hätte.
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A room with a view (25)
frau klugscheisser, 18:21h

Tokyo
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Dienstag, 1. April 2008
How they live in Tokyo (2)
frau klugscheisser, 00:31h
Was man so in Japan trägt:


und diese Beispiele sind noch die konservative Variante der modebewußten Japanerin. Leider hatte ich wetterbedingt nicht die Möglichkeit, mein Vorhaben zu verwirklichen. Meine Antwort auf die Frage der Kolleginnen, was ich in Tokio unternehmen möchte, lautete ursprünglich: "Ich fahre nach Shibuya und stelle mich drei Stunden mit meiner Digitalkamera an die Kreuzung." Am Abend lautete die Fassung wie folgt: "Ich war in Akihabara (Elektronikmarkt) und nach drei Minuten naß bis auf die Knochen." Außer Regenschirmen entdeckte ich zwar die ein oder andere traditionelle Tracht

sowie ihre moderne Variante

aber Ringelstrümpfe zu Mini mit blauen Haaren waren leider nicht dabei. Die bringe ich dann nächstes Mal mit.
[und wer kann mir erklären, warum Japaner auf Fotos so zwanghaft dieses Victoryzeichen mit den Fingern formen?]


und diese Beispiele sind noch die konservative Variante der modebewußten Japanerin. Leider hatte ich wetterbedingt nicht die Möglichkeit, mein Vorhaben zu verwirklichen. Meine Antwort auf die Frage der Kolleginnen, was ich in Tokio unternehmen möchte, lautete ursprünglich: "Ich fahre nach Shibuya und stelle mich drei Stunden mit meiner Digitalkamera an die Kreuzung." Am Abend lautete die Fassung wie folgt: "Ich war in Akihabara (Elektronikmarkt) und nach drei Minuten naß bis auf die Knochen." Außer Regenschirmen entdeckte ich zwar die ein oder andere traditionelle Tracht

sowie ihre moderne Variante

aber Ringelstrümpfe zu Mini mit blauen Haaren waren leider nicht dabei. Die bringe ich dann nächstes Mal mit.
[und wer kann mir erklären, warum Japaner auf Fotos so zwanghaft dieses Victoryzeichen mit den Fingern formen?]
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Sonntag, 30. März 2008
How they live in Tokyo
frau klugscheisser, 22:09h
Willst Du eine Nation kennenlernen, dann fahre Zug.
Sinnspruch 2.08, Frau Klugscheisser
Einen Großteil seiner Zeit verbringt ein Tokioter täglich in öffentlichen Verkehrsmitteln von und zur Arbeit. Impressionen eines ganz gewöhnlichen Arbeitstages:

weiter in den Kommentaren...
Sinnspruch 2.08, Frau Klugscheisser
Einen Großteil seiner Zeit verbringt ein Tokioter täglich in öffentlichen Verkehrsmitteln von und zur Arbeit. Impressionen eines ganz gewöhnlichen Arbeitstages:

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frau klugscheisser, 17:11h
bis morgen noch gültig:
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Samstag, 29. März 2008
Tell me where it hurts
frau klugscheisser, 12:43h
Ein Hypochonder geht zum Arzt, weil er hofft, dass der was findet. Ich gehe nicht zum Arzt, weil ich befürchte, dass der was findet. Und dann ist Schluss mit lustig. Dann bekomme ich voraussichtlich für mehrere Wochen Armbelastungsverbot. Dabei wäre das die beste Ausrede gegen ungeliebte Liegestützen. Aber wie das so ist mit den Sachen, die man nicht darf, plötzlich will man nichts anderes mehr.
Überhaupt Liegestützen. Einst begonnen im Kampf gegen überschüssiges Winkfett, haben sie meine voluminösen (leider nicht auf Muskelmasse bezogen) Oberarme inzwischen soweit geformt, dass die Armausschnitte meiner Sommerkollektion nicht mehr allzu sehr strapaziert werden. Außerdem trennen mich nur noch wenige Zentimeter von der Beherrschung desTricks mit der Oberarmmuskulatur horizontalen Schwebens auf Zehenspitzen und Handflächen kurz über dem Boden. Naja, schätzungsweise dreissig.
Das Schöne an Liegestützen ist, man kann sie überall trainieren. Man braucht keine besondere Gerätschaft, keine spezifische Kleidung und nur ein wenig Privatsphäre, wenn man nicht gerade zur Gruppe der Poser gehört, die hundert auf einer Fingerspitze absolvieren. Könnte ich sie einarmig, würde ich vermutlich aber auch posen. Soweit wird es aber nicht kommen, denn wenn ich mich im Hotelzimmer aufraffe, fällt mir spätestens nach drei Liegestützen auf, wie schmutzig der Teppich ist oder die Musik ist zu schnell oder zu langsam oder zu leise oder mir fällt was ein, das ich schon seit Stunden notieren wollte und man hat ja so auf den Boden hingestreckt selten Papier und Stift parat. Und dann kann man sie auch noch später machen, weil man ja keinerlei Vorbereitung dafür braucht. Was Liegestützen in privatem Raum angeht, gehöre ich eindeutig zu den Prokrastinatoren.
Seit einigenTagen Wochen Monaten drehe ich morgens meinen von nächtlichen Kämpfen Liegedruck gepeinigten Kadaver mühsam von einer Seite auf die andere, die Schulter wohlweislich vermeidend. Wer schon mal versucht hat, bei einer Seitendrehung die Schulter zu meiden, wird festgestellt haben, dass das unmöglich ist. Es sieht ausserdem ziemlich blöd aus. Ungefähr so, wie man einen eingeschlafenen Arm unbeholfen aus seiner Position in eine andere wuchtet, während man leise in sich hinein jammert. Ausserdem rollt man auch beim Fallen immer über die Schulter ab. Ich falle oft in meinen Träumen. Nur gut, dass derzeit keiner diesem traurigen Schauspiel beiwohnt.
Nächste Woche werde ich so lange suchen, bis ich einen Orthopäden finde, dessen Diagnose mir gefällt. Am liebsten wäre mir einer, der sagt, dass die Schmerzen psychosomatisch sind, sozusagen das Liegestützenvermeidungssyndrom. Dann nehme ich ein paar Globuli, lasse meine Schlafstätte auspendeln und schnalle mir eine Kristallkapsel auf den Arm. Für die Kurzarmsaison konsumiere ich eine Dose Spinat am Tag. Das genügt vermutlich für eine wie mich, die Liegestützen auf englisch immer "push ups" nennt und sich nichts böses dabei denkt. Sollen die anderen weiter einarmig puschen, ich lege mich währenddessen gemütlich auf den Bauch. Mentales Training hat noch keiner Schulter geschadet. Die kommende Sommermode ist ohnehin weiter geschnitten (ich hab's in Amiland gesehen, die Seventies sind ganz gewaltig auf Vormarsch). Gibt wichtigere Muskelgruppen als die Arme, jedenfalls wenn man eine Frau ist.
Überhaupt Liegestützen. Einst begonnen im Kampf gegen überschüssiges Winkfett, haben sie meine voluminösen (leider nicht auf Muskelmasse bezogen) Oberarme inzwischen soweit geformt, dass die Armausschnitte meiner Sommerkollektion nicht mehr allzu sehr strapaziert werden. Außerdem trennen mich nur noch wenige Zentimeter von der Beherrschung des
Das Schöne an Liegestützen ist, man kann sie überall trainieren. Man braucht keine besondere Gerätschaft, keine spezifische Kleidung und nur ein wenig Privatsphäre, wenn man nicht gerade zur Gruppe der Poser gehört, die hundert auf einer Fingerspitze absolvieren. Könnte ich sie einarmig, würde ich vermutlich aber auch posen. Soweit wird es aber nicht kommen, denn wenn ich mich im Hotelzimmer aufraffe, fällt mir spätestens nach drei Liegestützen auf, wie schmutzig der Teppich ist oder die Musik ist zu schnell oder zu langsam oder zu leise oder mir fällt was ein, das ich schon seit Stunden notieren wollte und man hat ja so auf den Boden hingestreckt selten Papier und Stift parat. Und dann kann man sie auch noch später machen, weil man ja keinerlei Vorbereitung dafür braucht. Was Liegestützen in privatem Raum angeht, gehöre ich eindeutig zu den Prokrastinatoren.
Seit einigen
Nächste Woche werde ich so lange suchen, bis ich einen Orthopäden finde, dessen Diagnose mir gefällt. Am liebsten wäre mir einer, der sagt, dass die Schmerzen psychosomatisch sind, sozusagen das Liegestützenvermeidungssyndrom. Dann nehme ich ein paar Globuli, lasse meine Schlafstätte auspendeln und schnalle mir eine Kristallkapsel auf den Arm. Für die Kurzarmsaison konsumiere ich eine Dose Spinat am Tag. Das genügt vermutlich für eine wie mich, die Liegestützen auf englisch immer "push ups" nennt und sich nichts böses dabei denkt. Sollen die anderen weiter einarmig puschen, ich lege mich währenddessen gemütlich auf den Bauch. Mentales Training hat noch keiner Schulter geschadet. Die kommende Sommermode ist ohnehin weiter geschnitten (ich hab's in Amiland gesehen, die Seventies sind ganz gewaltig auf Vormarsch). Gibt wichtigere Muskelgruppen als die Arme, jedenfalls wenn man eine Frau ist.
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