... newer stories
Dienstag, 21. Oktober 2008
A room with a view (32)
frau klugscheisser, 09:07h

Hongkong... once more
... link
Freitag, 17. Oktober 2008
Picture of the moon
frau klugscheisser, 01:25h
Gary Moore
Gerade eben mit mir selbst zwei Stunden Jammern ausgehandelt. Massive Sinnkrise seit einer Woche. Könnte an dieser merkwürdigen Merkursache liegen oder am Vollmond oder an beidem - einer muss ja dran schuld sein - und dazu noch Herbst und PMS. Das ist eine Mischung, die selbst einen Gömböc in Seitenlage zwingt.
Gut, wenn einen zwei starke Arme dann auffangen. Schlecht, wenn sie kurz danach für zwei Wochen unerreichbar scheinen. Gerade als ich denke "in meinem Leben muss sich was ändern" und "das einzige was sich wirklich ändern sollte bin ich" kommt von außen ein wohlgemeintes "bleib wie du bist" tätschelt das lethargische Ego und zwingt mich wieder in die Knie.
Und dieser blöde Mond tut auch nichts anderes als Sehnsüchte nach Ponyhof und Kindergeburtstag zu schüren. Ich bin eindeutig unterbeschäftigt. Ab morgen beginnt eine neue Zeitrechnung, ab morgen falle ich in emotionale Winterstarre. Zur rechten Zeit wird hoffentlich ein Sonnenstrahl auf mein Herz treffen und es wieder auftauen.
Gerade eben mit mir selbst zwei Stunden Jammern ausgehandelt. Massive Sinnkrise seit einer Woche. Könnte an dieser merkwürdigen Merkursache liegen oder am Vollmond oder an beidem - einer muss ja dran schuld sein - und dazu noch Herbst und PMS. Das ist eine Mischung, die selbst einen Gömböc in Seitenlage zwingt.
Gut, wenn einen zwei starke Arme dann auffangen. Schlecht, wenn sie kurz danach für zwei Wochen unerreichbar scheinen. Gerade als ich denke "in meinem Leben muss sich was ändern" und "das einzige was sich wirklich ändern sollte bin ich" kommt von außen ein wohlgemeintes "bleib wie du bist" tätschelt das lethargische Ego und zwingt mich wieder in die Knie.
Und dieser blöde Mond tut auch nichts anderes als Sehnsüchte nach Ponyhof und Kindergeburtstag zu schüren. Ich bin eindeutig unterbeschäftigt. Ab morgen beginnt eine neue Zeitrechnung, ab morgen falle ich in emotionale Winterstarre. Zur rechten Zeit wird hoffentlich ein Sonnenstrahl auf mein Herz treffen und es wieder auftauen.
... link
Donnerstag, 16. Oktober 2008
What Were We Thinking
frau klugscheisser, 01:00h
Wir lesen Bücher, beschäftigen uns mit Filmfiguren, hören Geschichten aus dem Leben von Freunden und Bekannten, wir lenken uns ab mit Fernsehen, Kino und Musik, wir betäuben unsere Gedanken mit Alkohol und Tabletten, wir geben uns den Kick mit schnellen Autos, Bungeesprüngen und Motorrädern, wir fixieren uns auf unseren Körper und investieren all unsere Energie und unser Geld für ein jugendliches, makelloses Äusseres, wir beschäftigen uns täglich mit Arbeit, die wir nicht mögen und sind den Rest des Tages bemüht, uns davon abzulenken, wir adaptieren Glaubenssätze von Eltern, Lehrern, Partnern, Ärzten und Politikern, von Nachbarn und Freunden, ohne sie auf ihre Gültigkeit zu überprüfen. Wir haben nicht nur zu denken aufgegeben, weil es unangenehm und anstrengend ist, sondern tun auch alles dagegen, es stattfinden zu lassen.
Und dann wundern wir uns, dass wir nicht wissen, wer wir sind und was wir wirklich wollen?
Frau Klugscheisser, Gesammelte Werke Bd. 1
Und dann wundern wir uns, dass wir nicht wissen, wer wir sind und was wir wirklich wollen?
Frau Klugscheisser, Gesammelte Werke Bd. 1
... link
Montag, 13. Oktober 2008
No Sleep
frau klugscheisser, 01:44h
Das war so ziemlich das ereignisreichste Wochenende seit langer Zeit. Und obwohl ich momentan fast ein wenig wehmütig bin, weil es schon vorbei sein soll, kichere ich innerlich immer noch über all die Albernheiten. Jetzt wird erst mal ordentlich Schlaf nachgeholt.
... link
Samstag, 11. Oktober 2008
When it hurts
frau klugscheisser, 13:08h
Ich weiß nicht mehr genau, was ich gestern getan habe aber ich hab's die ganze Nacht getan. Nicht dass ich zuviel getrunken hätte, nein. Es muss einer der unzähligen Bodyripples gewesen sein - eine schlangenförmige Bewegung, die durch den ganzen Körper geht, vorwiegend aber von der Rückenmuskulatur ausgeführt wird - der mir Rückenschmerzen beschehrte. Ab einem gewissen Alter sollte man sich lieber an seinem Gehwagen festklammern, anstatt Nächte durchzutanzen.
Dabei hatte ich einen guten Grund. Andrew Stone - ein vorzüglicher Tänzer und Lehrer aus London - ist in der Stadt. Sein Vorschlag, nach dem Training wegzugehen, fiel auf fruchtbaren Boden. Und so zogen wir von Tanzschuppen zu Tanzschuppen. Das Training heute wird vorraussichtlich schmerzhaft bis unerträglich, von morgen ganz zu schweigen. Allerdings wette ich, ich bin die erste, die 'hier' schreit, wenn heute Abend wieder alle losziehen wollen.
Eine kleine Kostprobe deslaufenden Meters Energiebündels in den Pineapple Studios London:
Dabei hatte ich einen guten Grund. Andrew Stone - ein vorzüglicher Tänzer und Lehrer aus London - ist in der Stadt. Sein Vorschlag, nach dem Training wegzugehen, fiel auf fruchtbaren Boden. Und so zogen wir von Tanzschuppen zu Tanzschuppen. Das Training heute wird vorraussichtlich schmerzhaft bis unerträglich, von morgen ganz zu schweigen. Allerdings wette ich, ich bin die erste, die 'hier' schreit, wenn heute Abend wieder alle losziehen wollen.
Eine kleine Kostprobe des
... link
Freitag, 10. Oktober 2008
Help!
frau klugscheisser, 02:09h
Kennt jemand aus meiner Leserschaft renomierte Jazzclubs in Berlin, Hamburg oder sonstwo (dürfen auch kleinere Städte wie beispielsweise Augsburg oder Nürnberg sein), in denen man relativ kurzfristig auftreten kann?
Für Hinweise wären ein wunderbarer Sänger aus NYC und ich sehr dankbar.
Für Hinweise wären ein wunderbarer Sänger aus NYC und ich sehr dankbar.
... link
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Wer, wie, was.. (1)
frau klugscheisser, 19:07h
Warum werden Pornos eigentlich synchronisiert?
... link
Sonntag, 5. Oktober 2008
Clothing the world candy-striped
frau klugscheisser, 16:32h
Der Ringelstrumpf der Woche:

weiter in den Kommentaren...

weiter in den Kommentaren...
... link
Sonntag, 5. Oktober 2008
Romeo Is Bleeding
frau klugscheisser, 00:47h
Tom Waits
In ballet a complicated story is impossible to tell...
we can't dance synonyms.
George Balanchine hat's gesagt und Frau Applebum erinnerte mich wieder daran. Jetzt könnte man meinen, das Leben an und für sich wäre kompliziert genug. Wer mag, kann sich da noch ein paar Schikanen einbauen. Sowas macht man aber vorzugsweise in ganz jungen Jahren. Mit einer Ausnahme: wenn Hormone im Spiel sind, ist das Alter scheißegal. Ich erinnere mich an die Frage einer Bekannten in der Zeit, als ich eine Fernbeziehung führte: gibt's denn in München keine Männer?
Aber geht ja hier nicht um mich, sondern um zwei sehr junge Menschen, die sich zufällig treffen und - wie es die Natur so will - ineinander verlieben. Es folgt eine Zeit mit Kichern, rot werden, dumm Rumreden und Schmetterlingen. Am liebsten würden die Beiden den ganzen Tag händchenhaltend durch die Gegend laufen. Das finden aber die jeweiligen Eltern wiederum nicht besonders gelungen, die sind sich nämlich spinnefeind. Und weil beide minderjährig sind, haben die Eltern auch noch was zu melden, vor allem da das Mädel einem anderen aus dem eigenen Clan versprochen ist.
Ab hier wird's dann richtig kompliziert. Durch einen ganz blöden Zufall wird einer aus der Familie verletzt und stirbt an den Folgen. Schuld daran soll angeblich einer vom anderen Familienclan gewesen sein. Übersetzt heißt das, Cliff Barnes haut J.R. Ewing beim Grillen versehentlich das Barbecquemesser zwischen die Rippen und der stirbt, noch bevor die Steaks durch sind. Das macht die Ewings verständlicherweise ganz schön sauer.
Zurück zu unserer Geschichte. Wie die jungen Leute halt so sind, wollen sie immer gleich sterben, wenn sie ihren Willen nicht kriegen. Beide besorgen sich Drogen beim örtlichen Dealer. Während das Mädel noch ganz vernünftig dosiert und sich für nur etwa 48 Stunden die Lichter auspustet, kriegt der Kerl den Hals nicht voll und setzt sich den goldenen Schuß. Das wiederum findet das Mädel ziemlich scheiße. Ich meine hey, stell' dir mal vor, du mußt so 'nen häßlichen Knilch mit identischem Erbgut heiraten und hast nicht mal Aussicht auf 'nen ordentlichen Lover. Da kann man sich schon mal aus Verzweiflung die Pulsadern aufschneiden. Die meisten machen's ja quer, da bleiben nur ein paar häßliche Narben zurück. Das Mädel hat abermal zwei Semester Medizin studiert genügend Folgen ER geschaut, um es richtig zu machen.
Da sage noch einer, diese Geschichte sei nicht kompliziert. Getanzt wird sie aber dennoch, und zwar vom Ensemble am Gärtnerplatztheater zur Musik von Sergej Prokoffiew. Keine Tutus und Spitzenschuhe, dafür Boxershorts (Romeo trägt die zum Schlafen) und rote Füße. Unglaublich akkurate, kraftvolle und fließende Bewegungen. Je länger ich selbst tanze, umso mehr bewundere ich das Können ausgebildeter Tänzer, ihre Körperbeherrschung, Kraft und Koordination. Diese Menschen drücken mit Bewegung das aus, was andere nicht schreiben, singen oder malen können.
Einziger Schwachpunkt des gestrigen Abends: das Orchester des Gärtnerplatztheaters. Provinzielle Zustände! Grauenhafte Intonation im Blech, teilweise auch in den tiefen Streichern (hey Solocello, Üben ist nicht nur für Weicheier), schlechtes Zusammenspiel. Als hätte man ihnen die Noten vorgelegt und gesagt, auf dem Programm stünde Stockhausen. Im Orchestergraben einen ehemaligen Kommilitonen entdeckt (Hallo zweite Klarinette/Baßklarinette), der dort - nach gestrigem Klangerlebnis verständlich - nur gelegentlich zur Aushilfe spielt.
Das soll's an Beschreibung auch schon gewesen sein. Zum Schluß ein kleiner Eindruck von der Aufführung im Video. MUSS man unbedingt live gesehen haben!
[Keep on going guys, you're doin' great!]
In ballet a complicated story is impossible to tell...
we can't dance synonyms.
George Balanchine hat's gesagt und Frau Applebum erinnerte mich wieder daran. Jetzt könnte man meinen, das Leben an und für sich wäre kompliziert genug. Wer mag, kann sich da noch ein paar Schikanen einbauen. Sowas macht man aber vorzugsweise in ganz jungen Jahren. Mit einer Ausnahme: wenn Hormone im Spiel sind, ist das Alter scheißegal. Ich erinnere mich an die Frage einer Bekannten in der Zeit, als ich eine Fernbeziehung führte: gibt's denn in München keine Männer?
Aber geht ja hier nicht um mich, sondern um zwei sehr junge Menschen, die sich zufällig treffen und - wie es die Natur so will - ineinander verlieben. Es folgt eine Zeit mit Kichern, rot werden, dumm Rumreden und Schmetterlingen. Am liebsten würden die Beiden den ganzen Tag händchenhaltend durch die Gegend laufen. Das finden aber die jeweiligen Eltern wiederum nicht besonders gelungen, die sind sich nämlich spinnefeind. Und weil beide minderjährig sind, haben die Eltern auch noch was zu melden, vor allem da das Mädel einem anderen aus dem eigenen Clan versprochen ist.
Ab hier wird's dann richtig kompliziert. Durch einen ganz blöden Zufall wird einer aus der Familie verletzt und stirbt an den Folgen. Schuld daran soll angeblich einer vom anderen Familienclan gewesen sein. Übersetzt heißt das, Cliff Barnes haut J.R. Ewing beim Grillen versehentlich das Barbecquemesser zwischen die Rippen und der stirbt, noch bevor die Steaks durch sind. Das macht die Ewings verständlicherweise ganz schön sauer.
Zurück zu unserer Geschichte. Wie die jungen Leute halt so sind, wollen sie immer gleich sterben, wenn sie ihren Willen nicht kriegen. Beide besorgen sich Drogen beim örtlichen Dealer. Während das Mädel noch ganz vernünftig dosiert und sich für nur etwa 48 Stunden die Lichter auspustet, kriegt der Kerl den Hals nicht voll und setzt sich den goldenen Schuß. Das wiederum findet das Mädel ziemlich scheiße. Ich meine hey, stell' dir mal vor, du mußt so 'nen häßlichen Knilch mit identischem Erbgut heiraten und hast nicht mal Aussicht auf 'nen ordentlichen Lover. Da kann man sich schon mal aus Verzweiflung die Pulsadern aufschneiden. Die meisten machen's ja quer, da bleiben nur ein paar häßliche Narben zurück. Das Mädel hat aber
Da sage noch einer, diese Geschichte sei nicht kompliziert. Getanzt wird sie aber dennoch, und zwar vom Ensemble am Gärtnerplatztheater zur Musik von Sergej Prokoffiew. Keine Tutus und Spitzenschuhe, dafür Boxershorts (Romeo trägt die zum Schlafen) und rote Füße. Unglaublich akkurate, kraftvolle und fließende Bewegungen. Je länger ich selbst tanze, umso mehr bewundere ich das Können ausgebildeter Tänzer, ihre Körperbeherrschung, Kraft und Koordination. Diese Menschen drücken mit Bewegung das aus, was andere nicht schreiben, singen oder malen können.
Einziger Schwachpunkt des gestrigen Abends: das Orchester des Gärtnerplatztheaters. Provinzielle Zustände! Grauenhafte Intonation im Blech, teilweise auch in den tiefen Streichern (hey Solocello, Üben ist nicht nur für Weicheier), schlechtes Zusammenspiel. Als hätte man ihnen die Noten vorgelegt und gesagt, auf dem Programm stünde Stockhausen. Im Orchestergraben einen ehemaligen Kommilitonen entdeckt (Hallo zweite Klarinette/Baßklarinette), der dort - nach gestrigem Klangerlebnis verständlich - nur gelegentlich zur Aushilfe spielt.
Das soll's an Beschreibung auch schon gewesen sein. Zum Schluß ein kleiner Eindruck von der Aufführung im Video. MUSS man unbedingt live gesehen haben!
[Keep on going guys, you're doin' great!]
... link
Freitag, 3. Oktober 2008
When September Ends
frau klugscheisser, 20:01h
Auch dieses Jahr wird mich das Oktoberfest nicht gesehen haben. Wer kein Bier mag, tut sich zur bayrischen fünften Jahreszeit ganz besonders schwer. Aber Bierzeltgänger war ich sowieso nie. Lieber sind mir die Magenschleudern. Nur muss ich da leider immer alleine rein. Früher war das noch anders, da fuhr die Oma mit. Und nicht nur Kettenkarussell, nein auch die große Schiffsschaukel und Achterbahn. Damals gab es aber noch keine Loopings. Vor einigen Jahren - sie war inzwischen über 80 - fuhren wir noch einmal Riesenrad. Ganz langsam, ganz gemütlich. Sie erklärte mir München von oben, ich lauschte. Auch zum Schichtl und der Krinoline fielen ihr Geschichten von damals ein. Alles andere war zu laut, zu dicht, zu fremd. Wie es wohl sein mag, die Welt eines Tages nicht mehr zu verstehen? Einen kleinen Eindruck davon habe ich jedes Mal, wenn ich mir die Bierzeltklientel so anschaue. Ich glaube, so viel kann ich gar nicht trinken, um das alles amüsant zu finden.
... link
... older stories