Donnerstag, 19. November 2009
Undress Yourself and ...


Im Rahmen dieses Blogs erwähnenswert finde ich das ungemein rücksichtsvolle Verhalten von Markus Schenk.enberg an Bord. Als ihn meine Mädels um ein Autogramm baten, verteilte er nur welche mit Bekleidung. Seine eigene hielt er während des gesamten Fluges komplett geschlossen. Dass wir dennoch einen Arzt ausrufen mussten, lag nicht am Kreislaufversagen meiner Mitarbeiterinnen, sondern weil eine etwa 80 jährige Dame hyperventilierte.
Die Damen hinter den Schaltern am Checkin glucksten und tuschelten, während ich ihn fast umgerannt hätte. Wie hätte ich ohne Brille auch erkennen können, wer der Kerl in Jeans, Parka und mit Rucksack sein soll?



Sollte es mir jemals widerfahren, obigem eiskalten Wodka zu servieren und ihn nicht zu erkennen, möge mich augenblicklich das Klimakterium erschlagen!

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Montag, 9. November 2009
Dedicated
Lisa hat mir alle ihre Fliegerbeiträge gewidmet. Am schönsten finde ich ja diesen hier. Die Aufschrift auf den Tragflächen "no step" oder "do not step outside this area" steht wirklich da. Eine vorzügliche Erklärung dafür hat die Kaltmamsell in den Kommentaren:

"Vielleicht dass wenn die Putzkolonne am Boden die Fenster sauber macht, die nicht da drauf treten?"

Fällt Ihnen vielleicht auch noch etwas dazu ein?

Der wahre Grund? Im Inneren der Tragflächen befinden sich Tanks. Die müssen gelegentlich von der Technik gewartet werden, weshalb Mechaniker manchmal auf den Flügeln herumturnen.

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Montag, 9. November 2009
Gimme More
Gimme More

Versetzen Sie sich bitte für einen Augenblick in folgende Situation (und vielleicht können erfahrene Zugfahrer - etwa Frau Kaltmamsell oder Herr Mequito- noch Erhellendes zu diesem Thema beitragen):

Sie kaufen eine Fahrkarte zweiter Klasse für eine Bahnfahrt von - sagen wir mal - München nach Hamburg. Ausserdem haben Sie sich ein schönes Plätzchen am Fenster reservieren lassen. Als Sie Ihr Abteil betreten, merken Sie, dass ausnahmslos alle weiteren Plätze belegt sind. Einige Leute stehen in den Gängen und Gepäckstücke versperren die restlichen Freiflächen. Ein Blick ins Abteil der ersten Klasse zeigt, dass dort sehr viele Plätze frei sind. Sie suchen also einen Zugschaffner auf und erklären ihm, dass Sie sich im Grunde mit mehr Platz wohler fühlen und Sie sich deshalb gerne in die erste Klasse setzen würden. Daraufhin fragt Sie der Schaffner, welche Klasse Sie bezahlt haben und bietet Ihnen an, für einen Aufpreis Ihr zweite Klasse in ein erster Klasse Ticket umzuwandeln. Sie möchten jedoch nicht mehr Geld bezahlen und untermauern dieses Anliegen argumentativ. Denn genau genommen unterscheide sich die erste Klasse ja nur durch die Farbe der Sitzbezüge von der zweiten. Und das kann ja nun wirklich nicht im Sinne der Bahn sein, für die Farbe der Sitzbezüge einen Aufpreis von fast 50 Prozent zu verlangen.

Der Schaffner scheint Ihre schlüssige Argumentation nicht nachzuvollziehen, weshalb Sie Ihrem Anliegen etwas mehr Nachdruck verleihen. Es verhielte sich nämlich so, dass Sie im Grunde nur sehr selten mit der Bahn führen, da Sie klaustrophobisch veranlagt seien und sich diese Eigenart ungünstig auf alle Umsitzenden auswirke, wenn Sie sich in dichtem Gedränge befänden. Ausserdem hätten Sie sich kürzlich einer Arthroskopie unterziehen müssen, weshalb Sie nun das Bein auf der langen Fahrt weit von sich strecken oder besser noch hochlegen müssten, um den Heilungsprozess zu begünstigen. Doch selbst gesundheitliche Bedenken scheinen den Kontrolleur nicht zur preislichen Ermäßigung einer erster Klasse Fahrkarte zu bewegen.

Da weder logische noch gesundheitliche Argumente den Diensthabenden überzeugen können, ziehen Sie ein letztes Register. Sie verstünden natürlich sehr wohl, dass er - der Verantwortliche - seine Vorschriften habe, doch so von Vorgesetztem zu Vorgesetztem, von Mensch zu Mensch, quasi von Freund zu Freund wäre da sicherlich auch mal eine Ausnahme drin, da ja die zweite Klasse nun wirklich überzulaufen drohe und Sie ja so gut wie zur Stammkundschaft gehörten. Ausserdem würden Sie zukünftig das Unternehmen Bahn in höchsten Kreisen lobend erwähnen, was in höchsten Kreisen ja auch sehr viel wert sei - sogar mehr wert als so ein lächerlicher Aufpreis. Ganz nebenbei bemerkt seien Sie ja quasi ein Duzbruder des Marketingchefs der Bahn und würden ganz bestimmt bei nächster Gelegenheit ein gutes Wort für ihn, den Kontrolleur, einwerfen, wobei Sie sehr konzentriert auf das Namensschild an seinem Revers starren und ihr Filofax unter entsprechendem Anfangsbuchstaben aufschlagen.

Der Diensthabende reagiert auch auf diesen Versuch abweisend. Nun sehen Sie sich genötigt, sehr, sehr ungehalten zu werden. Der Angestellte scheint wirklich nicht mit dem nötigen Respekt Ihnen gegenüber, geschweige denn mit der nötigen Intelligenz für Ihre schlüssige Argumentationskette gesegnet zu sein, was Sie verbal deutlich zum Ausdruck bringen. Dies ist dann auch Ihr letztes Register. In der Vergangenheit haben Sie damit schon oft Ihr Ziel erreicht, selbst wenn Sie es sehr traurig finden, dass man immer erst laut werden muss. Ihr Gegenüber wendet sich jedoch wortlos ab und ruft über ein Funktelefon den Wachdienst.

Das haben Sie sich irgendwie anders vorgestellt. Nächstes Mal setzen Sie sich einfach ungefragt in die erste Klasse. Denn das wird wohl nicht auffallen - bei so vielen Menschen. Oder Sie reisen zu zweit und kaufen nur ein erster Klasse Ticket. Da kann ein Kontrolleur wohl schwerlich ablehnen, wenn Sie sich mit Ihrem Geschäftspartner zusammensetzen. Oder noch besser, Sie legen sich einen berühmten Namen zu. Wenn Sie dann in der ersten Klasse sitzen, wird man Sie nicht wegschicken. Das traut sich kein dahergelaufener Schaffner.

Sie winken ab. So würden Sie sich niemals aufführen, und Sie können sich auch nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die das tun. Ich auch nicht und trotzdem erlebe ich genau das andauernd.

Das Leben ist ein Irrenhaus, bloß nimmt keiner seine Medikamente.

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Mittwoch, 28. Oktober 2009
zwischen dem Gedanken "aus der Fleischbrühe könnte man jetzt Nudelsuppe machen" und "was riecht hier so komisch?" liegen unzählige Tubenvideos, Internetseiten und etwa 40 Minuten. Nicht zu empfehlen.

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Donnerstag, 22. Oktober 2009
Picture Of You
Weder würde ich mich als Frauenrechtlerin bezeichnen, noch zur Gruppe der HaarspalterInnen zählen, die Endungen von Substantiven verklausulieren. Im Gegenteil. Werde ich nach meiner Berufsbezeichnung gefragt, gebe ich gerne die männliche Form an. Warum? Weil ich kann. Die besten Witze über Juden kommen beispielsweise aus den eigenen Reihen. Da bin ich die Letzte, die auf politisch korrekte Formulierungen pocht.

Es gibt allerdings eine Ausnahme. Ein Wort, das bei mir innere Gefechtsstellung auslöst, ist Frauenzeitschrift. Einst eine wertfreie Konnotation, bedient dieser Ausdruck heute das Stereotyp Frau = Aussehen/Äusserlichkeit = niedriger Intellekt = Fotos gucken. Zeitschriften, die unter diesen Sammelbegriff fallen, werden von meinem Kundenkreis auch gerne 'was Leichtes', 'Klatsch&Tratsch' oder 'Promischau' genannt. Das Erstaunliche an der Sache ist aber, dass in meiner persönlichen Erhebung mehr Männer als Frauen nach sogenannten Frauenzeitschriften verlangen.

Schlaumeier könnten jetzt behaupten, es flögen ja auch mehr Männer als Frauen, weswegen ich das im Kopf mal prozentual überschlagen und ins Verhältnis gesetzt habe. Demnach sind über die Hälfte aller Frauenzeitschriften lesende Fluggäste Männer. Der Rest ist weiblich und liest anspruchsvolle Titel bzw. längere Artikel mit wirtschaftlich oder politisch geprägtem Inhalt.

Gelegentlich entbrennen richtige Grabenkämpfe zwischen Krawattenträgern um das letzte Exemplar. Das Argument 'für meine Frau/Sekretärin/Mutter' wird dann schon mal um das adjektiv 'kranke' erweitert und so der Mitleidsbonus ins Spiel geworfen. Bei Bildchenliteratur wird auch ungern geteilt, denn so ein Foto kann unter Umständen das Gehirn einen ganzen Flug lange beschäftigen, während sich ein Artikel aus Buchstaben schnell dem Ende nähert. Dementsprechend groß die Enttäuschung, sollte man selbst bei der Verteilung nicht bedacht worden sein.

Wenn nun ein Kunde nach sog. Frauenzeitschriften verlangt, reiche ich gerne Wirtschaftsthemen mit dem Hinweis auf die Wünsche meiner weiblichen Kundschaft. Spätestens dann entgleisen schon mal die männlichen Gesichtszüge. Schnell wird ein '"also was mit Bildern" hinterhergeschoben, um Flugmutti zu besänftigen und das begehrte Blatt doch noch zu erhalten. Werde ich auf der nächsten Party nach meinem Beruf gefragt, antworte ich wahrheitsgemäß: "Ich bin in der Erwachsenenbildung tätig."

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Mittwoch, 21. Oktober 2009
On Your Own
Hätte ich gewusst, mit wieviel Stolz mich das Wechseln meiner Autoreifen ohne helfende Männerhand erfüllt, ich hätte mir den ganzen Stress mit Abitur und Studium sparen können. Ich mach' das jetzt öfter.

Achja, das mit dem Reifendruck ist eine ganz andere Sache.

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Montag, 19. Oktober 2009
Sätze, die man sofort bloggen muss (50)
Kollegin: "Jetzt beginnt ja wieder die dunkle Jahreszeit. Morgens steht man auf und es ist dunkel, abends wird's schneller dunkel. Ein halbes Jahr Dunkelheit! Mein Gott, ist das schrecklich!"

Frau Klugscheisser: "Also ich hab' Licht zu Hause."

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Sonntag, 18. Oktober 2009
Wär' isch doch in Düsseldorf jeblieben
Silver surfer
With a silver tongue
Giving us a look into
A look into what's wrong




Bei Herzbruchs daheim sieht's bestimmt ähnlich aus. Wir treffen uns jedoch zwischen



und



oder war's doch Hobby und Freizeit?
Alles Weitere bleibt privat.
Oder doch noch eines.

Ona noch mit ohne Loch im Kopp:



Ich sag' ja immer, das Verhältnis muss stimmen. Jetzt nicht zwischen Papi und Sohn, sondern das der Größe. Und da kommt's dann doch drauf an. Eine große Hand auf dem Hintern Körper und schon sehen Sie ganz klein und zart aus. Toller Trick, was?

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Donnerstag, 15. Oktober 2009
Anniversary
In der Post ist ein Gratulatulationsschreiben zum zehnjährigen Dienstjubiläum. Ganz schön lange für etwas, das nicht geplant war, das ich nie machen wollte. Ob dieser Gedanke wohl auch bei diversen Kindergeburtstagen in den Köpfen ungewollter Eltern herumspukt?

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Mittwoch, 14. Oktober 2009
All By Myself
Und dann gibt es diese Tage, an denen ich mich ertappe, wie ich private Blogs absurfe, im Internet nach Bekannten suche und schließlich erkenne, wie unglaublich unsinnig dieses Unterfangen ist, weil ich damit meine innere Einsamkeit zu überspielen versuche.

Einatmen, ausatmen, aushalten.
Alles andere hilft nicht.

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