Sonntag, 18. Dezember 2011
Stadtaffe
They say that in India there is a particularly clever way of catching monkeys. As the story goes, hunters will cut a hole in a coconut that is just big enough for a money to put its hand through. Then they will drill two smaller holes in the other end, pass a wire through and secure the coconut to the base of a tree. Then they put a banana inside the coconut and hide. The monkey comes down, puts his hand in and takes hold of the banana. The hole is crafted so that the open hand can go in but the fist cannot get out. All the monkey has to do to be free is to let go of the banana. But it seems most monkeys don’t let go.

Jon Kabat-Zinn

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Sonntag, 11. Dezember 2011
What's Left Of Me


Ein Wunsch, der mal eben in einer Oberleitung hängen blieb. Der Gedanke macht mich sentimental. Das Bild läßt mich lächeln.

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Donnerstag, 8. Dezember 2011
Flying
Zwischendurch mal was zum Schmunzeln



Der geübte Vielflieger (Anm.d.Red.: als solche bezeichnen sich gerne Menschen, die im Durchschnitt dreimal pro Jahr einen Charterflug buchen) hat natürlich sofort erkannt, dass die beiden falsch herum sitzen. Links sitzt nämlich der Kapitän (zu erkennen an 4 Ärmelstreifen) und rechts der Copilot (auch erster Offizier genannt).

Und so sieht das meistens aus, wenn ich überraschend das Cockpit betrete:

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Sonntag, 4. Dezember 2011
Hurts So Bad
Es knackte. Danach ging ich zu Boden. Und obwohl mir bis vor zwei Wochen noch glaubhaft versichert wurde, dass kein Knochenbruch und kein Bänderriss die Schmerzen einer Weisheitszahnentfernung toppen könnten, wurde ich nur ein paar Sekunden darauf eines Besseren belehrt. Wie das passieren konnte, fragen Sie sich sicherlich. Sie wissen hoffentlich, was ein jeté entrelacé ist. Falls nicht, können Sie es sehen, wenn Sie den Link dahinter anklicken. Ich hatte gerade ein sehr schwungvolles und enthusiastisches jeté entrelacé hinter mir - eines von vielen. Beim letzten korrigierte ich während der Flugphase jedoch meine Armposition, was sich unbemerkt auf meine Beinposition auswirkte. Ich landete auf der Fusskante. Den Rest können Sie sich selbst zusammenreimen.

Und jetzt denke ich die ganze Zeit darüber nach, wie ich meinen Knöchel bis Samstag wieder soweit hinkriege, dass ich bei der Aufführung mitmachen kann. Schließlich ist Heather den kompletten New York Marathon mit einer Stressfraktur gelaufen. Nein, beim Doktor war ich noch nicht, denn ehrlich gesagt habe ich Angst vor Orthopäden - den Metzgern unter den Ärzten. Ich vertraue auf die Weisheit meines Körpers und die Dummheit meiner Leidenschaft.

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Dienstag, 29. November 2011
How To Say Goodbye
Lebensabschnitt

Dicke Leseempfehlung:
Meinwärts schreibt über ihren Abschied vom Therapeuten. Beim Lesen des Textes habe ich sehr oft genickt. via Stadtneurotiker

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Jahresabschnitt



Die Julia im Park in Bogenhausen

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Fantasieabschied

Liebe Twilight Fanatiker,

Nur damit das ein für allemal klar ist:

Dear Twilight fans,
Please realize that because vampires are dead and have no blood pumping through them, they can never get an erection. Enjoy fantasizing about that.
Sincerely, Logic


(wobei ich das mit der Logik im Gesamtkontext doch ein wenig überzogen finde.)

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musikalischer Abschied

Eine Hörempfehlung für alle Jazzfans, die ich Ihnen gerne wärmstens ans Herz legen möchte:

Schalten Sie am Freitag um 23.05 unbedingt Bayern 4 Klassik ein. Dort wird Ihnen ein Konzertmitschnitt vom Mittwoch präsentiert. Unter dem Motto "Whatever Lola wants" spielt Claus Raible mit Bigband (Brad Leali! am Saxophon und Steve Fishwick an der Trompete waren für mich DIE Entdeckungen des Abends) eigene Kompositionen sowie Standards. Ich habe das Konzert live gehört. Es war grandios.

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Gewohnheitsabschied

Im Anschluss daran eine mitternächtliche Jamsession mit den Musikern erlebt. Leider musste unterbrochen werden, da die Anwohner ihre verdiente Nachtruhe einforderten. In diesem Zusammenhang festgestellt, dass ich unter ausgeprägter Alkoholallergie leide. Nicht der Kopf ist das Schlimmste am nächsten Tag, sondern das Gefühl. Ich werde nämlich ganz fürchterlich depressiv. Während andere ihren Kummer in Alkohol ertränken, habe ich den Kummer erst am nächsten Tag. Vielleicht sollte ich doch mal Frau Gagas Diät ausprobieren.

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Sonntag, 27. November 2011
It's My Life
Zehn Titel meiner ungeschriebenen Biographie:

1. Hauptsache ihr habt gelacht

2. Darauf kann man nicht tanzen

3. Die Frau, die zu wenig wusste

4. Gut ist was gut aussieht

5. Wenn das die Oma wüsste

6. Wieso nur einer, wenn ich alle haben kann?

7. Zuhause liegt es gut oder warum mir mein Handy noch nie geklaut wurde

8. Im Mittelpunkt stehen leicht gemacht - wie man jederzeit alle Aufmerksamkeit auf sich lenkt, Band 1

9. Chips statt Schokolade

10. Ich war's nicht. Ehrlich Eigentlich bin ich ganz anders

Die Idee habe ich von hier, die's wiederum von dort hat. Möge es aufgreifen und weiterführen wer sich berufen fühlt.

Nachtrag: jetzt neu mit Klappentext!

Nachtrag zum Nachtrag: der letzte Punkt musste unbedingt aktualisiert werden.

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Donnerstag, 24. November 2011
Drive My Car


Vor zwei Wochen habe ich mein Auto winterfest gemacht. Reifenwechsel, Batterie (vor 3 Jahre erneuert) überprüft, Frostschutz ins Scheibenwasser, solche Dinge halt, die einem gerne mal morgens um 5.00 beim Blick aus dem Fenster die Laune vermiesen, wenn man sie bis zum ersten Frost nicht erledigt hat. Dann kamen die Weisheitszähne raus und das Auto stand eine Weile. Vorgestern hatte ich morgens einen Termin, der ohne Auto nicht zu bewerkstelligen ist.
Ich also früh raus, die Haare gemacht, alles andere auch und dann ins Auto. Dreh' den Zündschlüssel... nichts passiert. Sofort ist mir klar, was die Stunde geschlagen hat. Vorige Woche ein Glühbirnchen gewechselt, dann eventuell das Licht vergessen. Jedenfalls ist die Batterie mausetot. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten (oder drei aber die dritte fällt mir erst später ein): entweder Termin absagen oder schnell jemanden finden, der Starthilfe gibt. Ich wähle die zweite Möglichkeit. Da ich kein Mitglied bei einem bekannten Automobilverein bin und der auch viel zu lange bräuchte bis er hier ist, steige ich aus dem Auto und scanne die Strasse nach potentiellen Helfern.

Sie müssen sich das bildhaft vorstellen. Ich in hohen Stiefeln, kurzer Rock, kurzes helles Mäntelchen, weisse Lederhandschuhe und ein freundliches Lächeln auf den rotgeschminkten Lippen. So stakle ich auf das erste Paar zu, das sein Auto gerade mit Koffern belädt. Die erklären sich auch sofort bereit zu helfen, nachdem ich Ihnen glaubhaft versichere, dass ich sowohl über ein Kabel als auch das Wissen verfüge selbiges anzubringen. Alles was ich brauche sind vier starke Arme - noch steht das Auto in der Parklücke - und eine geladene 12 Volt Autobatterie. In der Zwischenzeit steht ein weiteres Auto am Strassenrand, dessen Fahrer eine freiwerdende Parklücke erwartet. Ich gehe auf das Auto zu. Der Gesichtsausdruck des Fahrers wechselt zwischen Neugier und Misstrauen. Auf meine Bitte hin unterstützt er den Schiebevorgang, nachdem ich ihm meinen Parkplatz verspreche.

Mein Auto steht jetzt mittig auf der Strasse, der freundliche Schieber platziert seines in meine Parklücke und verschwindet relativ flott. Das Helferpaar rangiert einen dunklen Volvo vor mein kleines Autochen. Wir öffnen die Motorhauben. Im Volvo ist alles sehr ordentlich und blickdicht verpackt. Irgendwo steht ein Pluszeichen, unter dem ich die Batterie vermute. Der freundliche Helfer liest derweil das Bordbuch, weil er sich nicht sicher ist, ob sich seine Batterie nicht doch vielleicht hinten befindet. Aufgrund der fortschreitenden Zeit bin ich leicht nervös. Dann beschließe ich, dass acht Augen doch mehr sehen als sechs. Ein neuer Parkplatzfinder hat sich derweilen am Strassenrand eingefunden. Als er mich direkt auf sich zulaufen sieht, legt er den Rückwärtsgang ein und beginnt, langsam nach hinten zu rollen. Ich laufe schneller, er gibt Gas. Irgendwann hole ich ihn dennoch ein. Das Bedürfnis nach einem Parkplatz war wohl doch stärker. Misstrauisch öffnet er sein Fenster. Ich schildere ihm unser Problem. Seine Antwort lautet: "Ich weiss auch nicht wo meine Batterie ist". "Schade", sage ich und wende mich wieder dem Geschehen um mein Auto zu. Danach sehe ich den Unwissenden noch dreimal langsam um den Block kreisen. Er spekuliert auf die freie Parklücke, vor der mein Auto jetzt steht. Das wird mir aber erst später klar.

Da sehe ich einen Nachbarn das Haus verlassen. Sein Auto ist älteren Datums und hat somit ganz sicher eine Batterie unter der Motorhaube, die auch als solche zu erkennen ist. Das Helferpaar entschuldigt sich, weil man nun den Weg antreten müsse und in Autodingen sowieso nicht so gewandt sei. Das mache nichts, antworte ich wahrheitsgemäß, denn ich sei schon froh, dass sie sich überhaupt zur Hilfe angeboten hätten. Inzwischen steht mir das alte Nachbarauto gegenüber und zwei Minuten später läuft mein Motor. Der Unwissende steht jetzt in der Parklücke und beteuert noch einmal schuldbewusst, er hätte ebenfalls in seinem Bordbuch nachgelesen aber auch keine Batterie gefunden. Er fährt übrigens Skoda. Mir ist das inzwischen egal, denn jetzt interessiert mich nur mein Termin und dass ich zum Glück die weissen Lederhandschuhe ausgezogen hatte, bevor ich mit den Kabeln zu hantieren begann, mich jedoch nicht mehr erinnern kann, wo ich sie hingelegt habe. Im Auto ist es nämlich sehr kalt. Die ersten Meter funktionieren weder Heizung noch Gebläse und ich fahre mit offener Scheibe in den nächsten Stau.

170 Km und drei Staus später funktionieren sowohl Heizung als auch Radio. Mein Erlebnis mit der leeren Batterie macht mich jedoch misstrauisch, weshalb ich sie zukünftig ein bis zwei Tage vor einem neuen Einsatz testen werde. Und irgendwie bin ich froh, dass ich mir noch selbst zu helfen weiß. Alte Autos und Frauen sind nicht so leicht kleinzukriegen.

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Donnerstag, 17. November 2011
Woman is the Nigger of the World
"Einfach dadurch, dass [die Bundeskanzlerin] rational und ruhig bleibt. Dass sie nicht aus Affekten... dass sie lernt, ihre Affekte zu durchschauen, was die Männer ja eigentlich nie lernen. Die wissen gar nicht wie häufig sie aus Affekten handeln. Diese Art, mit sich selber umzugehen, sich selber in Frage zu stellen, auch sich selber nicht - wie sie sagen - so ernst zu nehmen auf die Relativität der eigenen Existenz anzuerkennen, das haben wir gelernt seit Jahrhunderten. Und das zu verbinden mit einer klaren Übersicht über die Realität - den Verstand zu behalten, rational zu handeln, diese Verwendung von Kenntnis der eigenen Gefühle plus eigene Motive plus guter Realitätseinschätzung und rationalem Denken, das macht es aus. Diese Verbindung haben wir bei Männern so leicht nicht."
Margarethe Mitscherlich, 95 jährige Psychoanalytikerin, im Gespräch mit Beckmann über die Bundeskanzlerin.

Beckmann und die Jahrhundertfrauen: Hildegard Hamm-Brücher, Margarethe Mitscherlich und Vera von Lehndorff
Falls Sie es nicht gesehen haben, dann sollten Sie's unbedingt hier nachholen.

Gefunden bei Frau Gaga.

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Dienstag, 15. November 2011
My Own Little World
turn off the news when I don’t like what I see
Yeah, it’s easy to do when it’s
Population: me
Matthew West, My Own Little World



Das ist MEIN Blog hier, was soviel bedeutet wie der richtige Ort für völlig uncoole Geständnisse. Mein erstes in Bloggerkreisen völlig uncooles Geständnis lautet: Ich freue mich immer über Verlinkungen oder sonstige Erwähnungen in fremden Blogs. Beispielsweise hat am Wochenende der Herr Stadtneurotiker auf einen meiner Beiträge verwiesen. Ausserdem entdeckte ich mich heute bei Herrn Rau. Dadrüber kann ich mich ja immer freuen wie Bolle, weil es ja auch bedeutet, dass hier noch wer ausser mir selbst mitliest. Und das ist in Bloggerkreisen total uncool - zumindest wenn ich mich recht erinnere. Cool ist natürlich eine Verlinkung auf Spreublick oder beim Nickelmeier oder wie die alle heißen, weil da mindestens 1000x geklickt wird. Mir wurscht. Ich mag die, die mich lesen mögen.

Zweitens glaube ich ja immer noch, dass es viele gibt, die ein viel tolleres Leben führen als ich, weil die viel toller drüber schreiben. Frau Nessy beispielsweise. Allerdings bin ich mir noch nicht schlüssig, ob das nun am Leben oder an der Fähigkeit zum Formulieren liegt. Immerhin könnte Frau Nessy über einen Furz bloggen und hätte trotzdem innerhalb von einer Viertelstunde Fuffzich Kommentare. Womit wir wieder bei meinem ersten Geständnis wären und der Korrelation zwischen Formulierungstalent und Kommentarzahl (äh, ist das jetzt eine sozialwissenschaftliche Moderatorhypothese?)

Drittens würde ich wahnsinnig gerne schöne Fotos machen. Motive gibt's ja genug aber weil ich ständig meine Kamera vergesse, muss ich eben da Fotos gucken, wo andere noch viel schönere machen. Zum Beispiel hier oder da. Ist jetzt nicht wirklich schlimm. Aber viertens denke ich immer noch darüber nach, wie manche Menschen es schaffen, ihre Mahlzeiten vor dem Essen zu fotografieren. Mein Essen schafft's teilweise nicht mal vom Topf bis auf einen ordentlichen Teller. Ich ziehe es in Erwägung aus diesem Grund demnächst Bauchbilder von mir einzustellen. Ausserdem könnte ich dann über meine Verdauung bloggen, wofür ich vielleicht auch mal Fuffzich Kommentare bekäme.

Habe ich schon erwähnt, dass ich Zirkelschlüsse mag?

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Montag, 14. November 2011
Keep Talking
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass es Themen gibt, zu denen JE-DER was zu sagen hat? Ich kenne jetzt zumindest eines davon. Da mein Zustand in letzter Zeit kaum übersehbar ist, werde ich ständig darauf angesprochen. Sobald das Wort "Weisheitszähne" fällt, beginnen meine Gesprächspartner eine endlose Litanei ihres eigenen Leidensweges. Dahinter verbirgt sich kein Mitleid, kein Interesse, denn ich komme danach meist nicht mehr zu Wort. Es ist fast, als wolle man die Gelegenheit nutzen, um sein eigenes Trauma aufzuarbeiten. Da wird so blumig und nuancenreich über medizinische Hintergründe, den Eingriff als solchen und seine Folgen berichtet, wie ich es noch nie bei anderen Themen erlebte. Und wagen Sie es nicht, derartige Erzählungen zu unterbrechen. Mal abgesehen davon, dass es Ihnen nicht gelingen wird, haben Sie auch gleichzeitig einen neuen Freund gewonnen, der Ihnen nötigenfalls bis auf die Toilette folgt. Die Entfernung der Weisheitszähne macht Sie zu heimlichen Verbündeten. Ich denke gerade darüber nach, ob der Weltfrieden etwa durch eine gesetzlich angeordnete Weisheitszahnresektion zu gewährleisten sei. Mir wurde berichtet, dass diese Form des Mitteilungsbedürfnisses nur von einer augenscheinlichen Schwangerschaft überboten wird. Aber ich muss auch nicht jede Erfahrung gemacht haben.

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