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Samstag, 11. September 2021
Try To Remember...
frau klugscheisser, 23:46h

... that kind of September
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Dienstag, 7. September 2021
I'm Leaving, Sorry For Your Loss
frau klugscheisser, 19:49h
Viele hassen den kleinen Prinzen, weil über Jahrzehnte Zitate daraus klischeehaft totgeritten wurden . Die eigentliche Intention beim Schreiben war für Saint-Exupéry allerdings der Verlust seines Freundes und die Aufarbeitung dieses traumatischen Ereignisses. Ich nehme an, dass Prinzenhasser auch sonstige Bücher von ihm meiden. In einer kurzen Betrachtung legt Maria Popova dem Conoisseur Wind, Sand und Sterne nahe.
"Nothing can match the treasure of common memories, of trials endured together, of quarrels and reconciliations and generous emotions. It is idle, having planted an acorn in the morning, to expect that afternoon to sit in the shade of the oak." Und das erinnert mich wiederum an sein wenig bekanntes Essay Bekenntnis einer Freundschaft, das mich einst über den Verlust einer langjährigen Schulfreundin hinwegtrug.
Im Artikel wird übrigens am Ende auf Maria Mitchell verwiesen, die im 19 Jahrhundert die sehr fortschrittliche Ansicht vertrat, statt eine Person zum Zentrum des eigenen Universums zu machen, lieber viele Freundschaften zu pflegen, die unterschiedliche Bereiche bedienen. Das ist aber ein anderes Thema.
*******
You and the thing that you love.
Der kurze Film erzählt die Geschichte des sehbehinderten Skateboarders Nick Mallins. Ich vermute, Sie denken jetzt: "Ja klar, eine dieser amerikanischen Dontgiveup und Youcandoit Geschichtchen". Für mich ist es aber eher eine Geschichte von Trialanderror und davon, wieviel Kraft aber auch Zeit es braucht, sich nach einem Tiefschlag aufzurappeln und dort anzuknüpfen, wo man mal war. Und davon, dass Fortschritt nicht linear verläuft, sondern sich Rückschläge ständig wiederholen. Das wird im Nachhinein ja gerne vergessen. Die eigentliche Stärke ist nämlich, immer weiterzumachen. Den imaginierten Endpunkt gibt es nicht, nur die Veränderung.
******
Noch einen Beitrag zum Thema Trauer. Weil er so treffend ist. Weil Viele in den letzten zwei Jahren etwas verloren haben:
"Grief is brutally painful. Grief does not only occur when someone dies. When relationships fall apart, you grieve. When opportunities are shattered, you grieve. When dreams die, you grieve. When illnesses wreck you, you grieve.
So I'm going to repeat a few words I've uttered countless times; words so powerful and honest they tear at the hubris of every jackass who participates in the debasing of the grieving:
Some things in life cannot be fixed. They can only be carried.".
"Nothing can match the treasure of common memories, of trials endured together, of quarrels and reconciliations and generous emotions. It is idle, having planted an acorn in the morning, to expect that afternoon to sit in the shade of the oak." Und das erinnert mich wiederum an sein wenig bekanntes Essay Bekenntnis einer Freundschaft, das mich einst über den Verlust einer langjährigen Schulfreundin hinwegtrug.
Im Artikel wird übrigens am Ende auf Maria Mitchell verwiesen, die im 19 Jahrhundert die sehr fortschrittliche Ansicht vertrat, statt eine Person zum Zentrum des eigenen Universums zu machen, lieber viele Freundschaften zu pflegen, die unterschiedliche Bereiche bedienen. Das ist aber ein anderes Thema.
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You and the thing that you love.
Der kurze Film erzählt die Geschichte des sehbehinderten Skateboarders Nick Mallins. Ich vermute, Sie denken jetzt: "Ja klar, eine dieser amerikanischen Dontgiveup und Youcandoit Geschichtchen". Für mich ist es aber eher eine Geschichte von Trialanderror und davon, wieviel Kraft aber auch Zeit es braucht, sich nach einem Tiefschlag aufzurappeln und dort anzuknüpfen, wo man mal war. Und davon, dass Fortschritt nicht linear verläuft, sondern sich Rückschläge ständig wiederholen. Das wird im Nachhinein ja gerne vergessen. Die eigentliche Stärke ist nämlich, immer weiterzumachen. Den imaginierten Endpunkt gibt es nicht, nur die Veränderung.
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Noch einen Beitrag zum Thema Trauer. Weil er so treffend ist. Weil Viele in den letzten zwei Jahren etwas verloren haben:
"Grief is brutally painful. Grief does not only occur when someone dies. When relationships fall apart, you grieve. When opportunities are shattered, you grieve. When dreams die, you grieve. When illnesses wreck you, you grieve.
So I'm going to repeat a few words I've uttered countless times; words so powerful and honest they tear at the hubris of every jackass who participates in the debasing of the grieving:
Some things in life cannot be fixed. They can only be carried.".
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Montag, 6. September 2021
A room with a view (42)
frau klugscheisser, 01:13h

Vancouver
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Sonntag, 29. August 2021
Old Games
frau klugscheisser, 16:38h
Als der Disney-Zeichentrickfilm Bambi 1950 in die deutschen Kinos kam, gab es wohl auch schon Fanartikel. So erbte ich um die zwanzig Jahre später als Kind das Brettspiel meiner Mutter. Vor kurzem ist es wieder aufgetaucht und soll nun an meine Nichte weitergegeben werden, natürlich nicht ohne die Schachtel vorher zu reparieren. Das Spielbrett, die bemalten Zinnfiguren, einfach alles ein zeitloses Kleinod wie auch der Film selbst.
Natürlich hatte ich den Film damals gesehen, natürlich war er für mich erschreckend, denn in einer Kinderseele ist die Handlung eines Zeichentrickfilmes so real wie das Erlebte draussen. Und so hat mich die Geschichte um Bambi nicht mehr losgelassen. Inzwischen erinnere ich mich vor allem an den Spruch: "Wenn man nichts nettes zu sagen hat... einfach mal den Mund halten." Der ist auch nach vielen Jahren aktueller denn je.

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Freitag, 20. August 2021
Umbrella
frau klugscheisser, 22:15h
Natürlich war ich schlaflos in Seattle. Mal wieder. Das ist bei neun Stunden Zeitverschiebung auch kein Wunder. Man kommt im Hotel an und muss die Geschehnisse des Fluges verarbeiten, ist einerseits unglaublich erschöpft, andererseits bereits über den Einschlafzeitpunkt hinaus aufgedreht. Manchmal schrecke ich aus dem Schlaf hoch, weil mir was einfällt, was ich im Flug vergessen habe. Das Kissen für 23 Delta, und 41 Kilo wollte doch noch ein Glas Rotwein. Jetzt ist es zu spät. Liegt die Ankunftszeit mitten im örtlichen Tag, ist es ratsam, sich nicht sofort hinzulegen. Das würde nämlich eine lange Wachphase in der Nacht mit viel Lesen und wahllosem Fernsehprogramm bedeuten. Sightseeing ist erst mit aufgehender Sonne möglich.
Es ist sehr selten geworden, dass ich nach all den Jahren ein Ziel zum ersten Mal anfliege. Seattle war so eines. Doch statt die Zeit mit Erkunden der Stadt zu verbringen, blieb ich wegen Gehschmerz zunächst in meinem Bett. Ganz nebenbei lud auch das Wetter nicht zur Erkundung ein. Für den dauerhaften Regen ist Seattle berühmt. Seit diesem Sommer sind wir in Deutschland ebenfalls mit viel Regen vertraut. Der Regen in Seattle ist jedoch anders. Er kommt nicht nur von oben, sondern meist von überall. Ganztägig feiner Sprühregen macht einen Schirm obsolet, wie die Einwohnenden wissen. Auch ein Grund, im Zimmer zu bleiben.
Immerhin hatte ich von dort einen schönen Blick auf die Space Needle, der berühmte Aussichtsturm. Durch die Serie Grey's anatomy erlangte die Stadt einen gewissen Bekanntheitsgrad. Tatsächlich gibt es sogar Fantouren zu berühmten Meilensteinen wie etwa dem Haus von Meredith Grey und dem Hafen - Schauplatz des Fährenunglücks am Ende von Staffel 3. Der ein oder andere Ort war mir am nächsten Tag ebenfalls vertraut. Auf den Weg zum Public Market überlegte ich die ganze Zeit woher ich dieses Schild kannte, bis mir einfiel, dass es als Plakat gegenüber des Fahrstuhls im Eingangsbereich des Seattle Grace Memorial Hospital in der Serie hing. Und da dieser Fahrstuhl ein zentraler Ort der Kommunikation zwischen diversen Figuren ist, sah ich das Bild unbewusst jedes Mal, wenn die Kamera aus dem Blickwinkel der aufgehenden Türen nach draussen filmte. Das Krankenhausgebäude selbst ist übrigens, wie Sie sicherlich schon ahnten, in Wahrheit keines.

Meine einzige Aktion blieb der Spaziergang über den Markt, auf dem mir besonders die vielen Meerestiere und Blumen auffielen. Ansonsten ist er ziemlich unspektakulär, wie eigentlich alles Seattle.
Nachts erstrahlt die Stadt mit den vielen Lichtern besonders schön. Dann ist auch der Blick hinauf zum Turm spektakulär. Auch diese Perspektive gibt es - wenn ich mich recht erinnere - zum Ende der Staffel 5, wie überhaupt viele perspektivischen Aufnahmen in Szeneschnitten verarbeitet wurden. Das Bild unten hat mir der Kollege geliehen, denn ich selbst war zu dem Zeitpunkt bereits wieder im Bett. Den Blick (Bild ganz oben) nach Sonnenuntergang vom Kerrypark über die Stadt sieht man übrigens auch in weiteren Filmen. Ja, so habe ich auch gestaunt, dass amerikanische Spielfilme nicht nur in New York oder Los Angeles spielen. Für mich bleibt diese Stadt aber für immer eng verbunden mit der Saga rund um das SGM Hospital.

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Freitag, 20. August 2021
A room with a view (41)
frau klugscheisser, 01:02h

Seattle
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Donnerstag, 5. August 2021
Use your muscle, carve it out
frau klugscheisser, 00:14h
Neuerdings bin ich in einem Fitness-Studio angemeldet und das kam so: Die 20 Monate zurückliegende OP am Bewegungsapparat erzeugt immer noch Schmerzen. Lange war ich deswegen zwischen deprimiertem Aufgeben und blind aktivistischer Wut hin- und hergerissen. Ein paar Gutachten und viel Eigenrecherche sowie in mich Hineinhören später kenne ich wenigstens die Schmerzursache, die aber nur mit einer gewagten OP behoben werden könnte. Da der inzwischen fortgeschrittene Muskelschwund durch Passivität nicht besser wird, die entsprechenden Übungen aber nicht nur schädlich, sondern vor allem schmerzhaft sind, bin ich zur Erkenntnis gelangt, dass ich bestimmte Geräte zur gezielten Stärkung benötige. Und die gibt's nur in einem Fitnessstudio (mit drei s).
Seit die Studios wieder geöffnet sind und der zahlenden Mitgliedschaft jetzt Kompensationsvoucher für die verlorenen Monate anbietet, bin ich über ein bekanntes Verkaufsportal günstig an einen ebensolchen gelangt. Nach knapp drei Wochen regelmäßigen Besuchs kann ich folgende Beobachtungen vermerken: erstens finde ich Fitties - wie sie in bestimmten Kreisen liebevoll abgekürzt werden - immer noch sehr langweilig. Ich kann mir nicht vorstellen, einen Vertrag dort abzuschließen, weil mich nicht die Freude am dortigen Training, sondern ein gewisses Pflichtbewusstsein hintreibt.
Zweitens - und diese Erkenntnis kommt für mich überraschend, da ich eher das Gegenteil erwartet hätte - fühle ich mich unter den vielen attraktiven Trainierenden selbst viel attraktiver als vor dem heimischen Spiegel. Das ist insofern bemerkenswert als ich in meinen Augen früher in einem automatisch internen Abgleich immer schlechter abgeschnitten und somit schlechter gefühlt hätte. Jetzt scheint die pure Anwesenheit von jungen, attraktiven Menschen bei mir eine Art Zugehörigkeit und damit einhergehend gute Gefühle auszulösen. Das Vergleichen habe ich mir demnach erfolgreich abtrainiert.
Drittens bin ich erstaunlich schwach. Das merke ich dann, wenn ich den Stecker aus der Gewichtswahl der vor mir Trainierenden auf sehr viel weniger für mich umstecken muss. Es gibt nur eine einzige Maschine, bei der ich das Gewicht je erhöhte und das ist auf der Beinpressmaschine - also nicht der, wo man die Beine durchstreckt, sondern wo man die Knie unter Anstrengung zueinander drücken muss. Das kommt mir maximal zugute, wenn ich irgendwann mal ohne Sattel auf einem Pferd sitzend fliehen und mich mit den Beinen darauf festklammern muss. Oder bei einem Hochseilakt. Oder um eine Wassermelone mit den Knien zu öffnen. Jedenfalls gibt es sicher eine Menge Anwendungsbeispiele aus dem Alltag, die mir jetzt nur nicht einfallen mögen.
Viertens und letztens ist das Wetter auch beim Sport IN einer Einrichtung ein wichtiger Faktor bei der Entscheidungsfindung, denn es gilt den Weg dorthin zu absolvieren. Wäre meine Ausrede für Draussensport zu regnerisch, gilt dies nun auch für alle Aktivitäten, die ein Verlassen des Hauses voraussetzen. Abgesehen von solchen, die Spaß machen natürlich. So jetzt wissen Sie, warum Fitness-Studios kein vollwertiger Sportersatz und nur punktuell zur Verbesserung der Gefühlswelt taugen.
Edit: weitere Erkenntnisse in den Kommentaren. Und falls Sie wissen, wieso mir auf dem Crosstrainer die Füße einschlafen, bitte ich um Aufklärung.
Seit die Studios wieder geöffnet sind und der zahlenden Mitgliedschaft jetzt Kompensationsvoucher für die verlorenen Monate anbietet, bin ich über ein bekanntes Verkaufsportal günstig an einen ebensolchen gelangt. Nach knapp drei Wochen regelmäßigen Besuchs kann ich folgende Beobachtungen vermerken: erstens finde ich Fitties - wie sie in bestimmten Kreisen liebevoll abgekürzt werden - immer noch sehr langweilig. Ich kann mir nicht vorstellen, einen Vertrag dort abzuschließen, weil mich nicht die Freude am dortigen Training, sondern ein gewisses Pflichtbewusstsein hintreibt.
Zweitens - und diese Erkenntnis kommt für mich überraschend, da ich eher das Gegenteil erwartet hätte - fühle ich mich unter den vielen attraktiven Trainierenden selbst viel attraktiver als vor dem heimischen Spiegel. Das ist insofern bemerkenswert als ich in meinen Augen früher in einem automatisch internen Abgleich immer schlechter abgeschnitten und somit schlechter gefühlt hätte. Jetzt scheint die pure Anwesenheit von jungen, attraktiven Menschen bei mir eine Art Zugehörigkeit und damit einhergehend gute Gefühle auszulösen. Das Vergleichen habe ich mir demnach erfolgreich abtrainiert.
Drittens bin ich erstaunlich schwach. Das merke ich dann, wenn ich den Stecker aus der Gewichtswahl der vor mir Trainierenden auf sehr viel weniger für mich umstecken muss. Es gibt nur eine einzige Maschine, bei der ich das Gewicht je erhöhte und das ist auf der Beinpressmaschine - also nicht der, wo man die Beine durchstreckt, sondern wo man die Knie unter Anstrengung zueinander drücken muss. Das kommt mir maximal zugute, wenn ich irgendwann mal ohne Sattel auf einem Pferd sitzend fliehen und mich mit den Beinen darauf festklammern muss. Oder bei einem Hochseilakt. Oder um eine Wassermelone mit den Knien zu öffnen. Jedenfalls gibt es sicher eine Menge Anwendungsbeispiele aus dem Alltag, die mir jetzt nur nicht einfallen mögen.
Viertens und letztens ist das Wetter auch beim Sport IN einer Einrichtung ein wichtiger Faktor bei der Entscheidungsfindung, denn es gilt den Weg dorthin zu absolvieren. Wäre meine Ausrede für Draussensport zu regnerisch, gilt dies nun auch für alle Aktivitäten, die ein Verlassen des Hauses voraussetzen. Abgesehen von solchen, die Spaß machen natürlich. So jetzt wissen Sie, warum Fitness-Studios kein vollwertiger Sportersatz und nur punktuell zur Verbesserung der Gefühlswelt taugen.
Edit: weitere Erkenntnisse in den Kommentaren. Und falls Sie wissen, wieso mir auf dem Crosstrainer die Füße einschlafen, bitte ich um Aufklärung.
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Freitag, 30. Juli 2021
Bite Size Pieces II
frau klugscheisser, 18:12h
Simone Biles litt unter Twisties, weshalb sie bei den olympischen Wettkämpfen ausstieg. Das klingt erst mal niedlich. Bei näherer Betrachtung ist das aber ein gefährliches Phänomen, das von der früheren Turnerin Catherine Burns erklärt wird.
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Vielleicht eine Idee für upcycling:
Espresso Martini aus extravaganten Tassern

Auroom
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Die Cellistin Fany Kammerlander hat lange für ihre Konzertreihe in der Bar Gabanyi eine coronataugliche Alternative gesucht. Erste Anlaufstelle waren Kirchen. Nach langer Suche ergab sich eine Kooperation mit der Auferstehungskirche im Westend. Letztens war ich dort auf einem Konzert mit Martin Kälberer. Eigenproduktionen mit Assoziation zu Ambient, Keith Jarrett oder Pat Metheney, auf jeden Fall ansprechend und unbedingt in den Rahmen passend.

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Während Bahnfahrten ist auf Nahrungsmittelkonsum zu verzichten.
Es sei denn:

Glück in der Flasche
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Vielleicht eine Idee für upcycling:
Espresso Martini aus extravaganten Tassern

Auroom
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Die Cellistin Fany Kammerlander hat lange für ihre Konzertreihe in der Bar Gabanyi eine coronataugliche Alternative gesucht. Erste Anlaufstelle waren Kirchen. Nach langer Suche ergab sich eine Kooperation mit der Auferstehungskirche im Westend. Letztens war ich dort auf einem Konzert mit Martin Kälberer. Eigenproduktionen mit Assoziation zu Ambient, Keith Jarrett oder Pat Metheney, auf jeden Fall ansprechend und unbedingt in den Rahmen passend.

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Während Bahnfahrten ist auf Nahrungsmittelkonsum zu verzichten.
Es sei denn:

Glück in der Flasche
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Donnerstag, 29. Juli 2021
Bite Size Pieces
frau klugscheisser, 15:49h
Alan Levinovitz forscht zum Zusammenhang zwischen Religion, Literatur und Wissenschaft. Er schreibt ein Buch über die Methoden moderner Ernährungsmythen (Gluten!) und ergänzt am Ende um eine erfundene Diät. In seinem Artikel How exposure to misinformation inoculation sometimes makes things worse geht er Phänomen nach, wieso die Lesenden dennoch darauf anspringen:
At the same time, knowing that some people believe in the healing power of my satirical diet immediately after reading almost 200 pages on why they shouldn?t has left me deeply shaken. Changing how we communicate science can help, but it?s a Band-Aid solution. A real solution means changing education so books like mine are obsolete.
****
Tanaka Tatsuya stellt seit vielen Jahren ganz reizende Miniaturszenen her. Passende Fotos zum olympischen Thema auf IG
****
Wissen Sie, was
Eunoia bedeutet? Oder wen man als Erinmek bezeichnet? Dann vielleicht Mātauranga? All diese Worte sind aus verschiedenen Sprachen und nicht übersetzbar. Mehr davon gibt's auf Eunoia.
****
The defining trait of the past couple of years has been the slow and terrible realisation that we are not in control of anything, really. Adam Curtis goes on about this a lot. The fundamental contradiction that we?re currently living through is that we venerate individual agency above all else, while the actual power that an individual can exert over their circumstances is rapidly diminishing.
Über das Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber Covid, Politik und allem anderen (What this feeling is - Ben Jenkins)
****
Während die deutsche Kanutin Ricarda Funk Gold holt, sähe das bei mir eher so aus.
(Miranda Hart hinter der Kamera)
At the same time, knowing that some people believe in the healing power of my satirical diet immediately after reading almost 200 pages on why they shouldn?t has left me deeply shaken. Changing how we communicate science can help, but it?s a Band-Aid solution. A real solution means changing education so books like mine are obsolete.
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Tanaka Tatsuya stellt seit vielen Jahren ganz reizende Miniaturszenen her. Passende Fotos zum olympischen Thema auf IG
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Wissen Sie, was
Eunoia bedeutet? Oder wen man als Erinmek bezeichnet? Dann vielleicht Mātauranga? All diese Worte sind aus verschiedenen Sprachen und nicht übersetzbar. Mehr davon gibt's auf Eunoia.
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The defining trait of the past couple of years has been the slow and terrible realisation that we are not in control of anything, really. Adam Curtis goes on about this a lot. The fundamental contradiction that we?re currently living through is that we venerate individual agency above all else, while the actual power that an individual can exert over their circumstances is rapidly diminishing.
Über das Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber Covid, Politik und allem anderen (What this feeling is - Ben Jenkins)
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Während die deutsche Kanutin Ricarda Funk Gold holt, sähe das bei mir eher so aus.
(Miranda Hart hinter der Kamera)
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Freitag, 23. Juli 2021
Take me to the subway
frau klugscheisser, 18:09h

Das Zitat aus der 53. ist auch im 54. Jahr noch brandaktuell. So habe auch ich mich - und das nicht erst in Manhattan - oft gefragt: "Where am I going?" Vor allem aber: "How do I get there?"

Zunächst muss man wissen, dass das Konzept des öffentlichen Nahverkehrs in keiner Stadt einfacher funktioniert als in NYC. Ich sage das aus der Erfahrung mit Munich City, wo ich bereits einige Jahre lebte, für diverse Strecken aber unwissentlich zu viel bezahlte. Böse Zungen behaupten, die verwirrende Vielfalt der Tarife im städtischen Verkehrsverbund Münchens seien eine zusätzliche Einnahmequelle aus dem touristischen Segment.
Daheim bereits recherchiert, wusste ich um die Unterscheidung von PATH und METRO Zügen sowie deren eigenem Tarifsystem. Und das geht so: eine Fahrt kostet $2.75. Egal wie weit und wie oft falsch gefahren, bezahlt wird beim Betreten und Verlassen der Station durch ein Drehkreuz. Wer öfter zu fahren plant, kann eine Metrokarte für $1 erwerben und die mit einer beliebigen Summe aufladen. Dann gibt es noch sogenannte unlimited Karten für sieben oder dreissig Tage. Bei zehn Fahrten hat sich die kleine unbegrenzte Karte schon gelohnt. Die Fahrscheinautomaten von PATH und METRO sehen identisch aus, mit dem kleinen Unterschied, dass bei PATH keine unlimited Fahrscheine angezeigt werden.
Da ich zwischen Herberge und Manhattan mit dem PATH Zug pendelte und irgendwo fälschlicherweise gelesen hatte, die unlimited METRO Karte gelte auch für ausgewählte PATH Strecken, war meiner inneren Schwäbin klar, ich würde die erste Fahrt nicht von der nahen, sondern der nächsten, ferneren, dafür aber größeren Station antreten. An den Automaten der nahen Station gab es nämlich keine unlimited Karte. Als ich - bedingt durch Verkehr, Baustellenumgehung und Schwüle - eine Stunde später naßgeschwitzt an der größeren Station feststellte, dass es auch hier keine unbegrenzten Karten gab, da wusste ich, dass weder die Umgebung noch erhöhte Schrittzahlen die eingesparten zwei Euro fuffzig wert gewesen sind. Fast hätte man es vorher ahnen können.
Auf dem Rückweg ein neues Schwierigkeitslevel am PATH Automaten, der zwar meine Kreditkarte einzog, mir aber im Gegenzug kein Ticket ausließ. Ich wusste aus meiner Recherche, dass im Ausland Wohnhafte bei der Frage nach einer Postleitzahl 99999 eingeben mussten. Das funktionierte so bei der METRO, nicht aber im PATH. Immer wenn ich die Nummer eingab, fragte der Bildschirm, ob ich denn ab hier weitermachen oder lieber abbrechen wolle. Normalerweise breche ich Unterhaltungen ab, die aneinander vorbeilaufen. Die Maschine war wohl ähnlich eingestellt. Die komplette Interaktion spielten wir mit identischem Ergebnis etwa drei Mal durch. Soviel zu meinem geistigen Zustand, denn schon Einstein wusste, die Definition von Wahnsinn sei, dieselbe Handlung zu wiederholen und andere Ergebnisse zu erwarten. Immerhin vermutete ich bei jedem Vorgang eine Abbuchung von $2.75. Das entspräche dem Minutenpreis einer 45minütigen Gesprächstherapiesession und ist so gesehen für Manhattan reell.
Ein Angestellter hinter dem Drehkreuz verwies mich auf ein Kabeltelefon an einem Pfosten. Inzwischen war bereits der zweite Zug ein- und ohne mich abgefahren. Da bot mir eine junge Frau an, auf ihre Karte das Drehkreuz zu passieren. Nein, sie bot nicht nur an, sie insistierte. Und ich war so verwirrt, dass ich mich letztlich nicht einmal mehr gebührend bedanken konnte, denn als ich mich zum Ausgang umdrehte, war sie bereits über die Treppen nach oben verschwunden.

Am Ende des Tages war der Zug fast leer und ich sehr erschöpft aber um viele Eindrücke reicher. Manchmal sind zwei Euro fuffzig halt doch mehr als eine Zahl.
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