Montag, 2. September 2013
I'm so tired
Nach einer Phase der großen Anstrengung nun das after adrenaline Loch. Ich merke, wie mit dem letzten Satz meiner Abschlussarbeit die gesamte Energie aus mir herausschnurrt, wie die Luft aus einem Ballon. Vier Jahre Disziplinierung, vier Jahre Zurückstellen von anderen Dingen, vier Jahre des inneren Kampfes gegen das Aufgeben und das Ziel nicht verlieren. Zudem macht mir meine Verletzung schwer zu schaffen. Ich kann mich nicht ohne Schmerzen sportlich betätigen, ganz zu schweigen von langem Stehen und Gehen in der Kabine. All das zehrt sehr am Gemüt. Aber weil ich schon groß bin und so manche Unwetter überstanden habe, weiß ich, dass ich jetzt einen Fuß vor den anderen setzen muss. Nicht vordenken, nicht planen oder zweifeln, einfach einen Schritt und dann den nächsten. Und vor allem, mich dem Gefühl der Leere und Verzweiflung nicht hingeben. Ein Schritt nach dem anderen. Manches ergibt sich, wenn es gut ist. Manches kann ich gar nicht so planen, wie es sich dann als sinnvoll herausstellt. Anderes sollte ich lieber lassen. Das ist die Wand und der Kopf, der durch will. Aber die Wand ist meistens stärker. Also suche ich Türen, statt aus dem Fenster zu springen. Irgendwann wird alles wieder anders. Ich bin sicher. Fast.