Mittwoch, 14. September 2022
Swimming


Immer nur Meer- und Essensfotos sind auch langweilig. Deshalb habe ich keine Kosten und Mühen gescheut, Ihnen nun einen kleinen, exklusiven Einblick hinter die Kulissen des Remakes von Badende Venus zu präsentieren. Dort, wo einst Winnetou über die Prairie ritt, kraule ich gemächlich in blaugrünem Wasser. Damit man mich auch sehen kann, trage ich rot. Was sie auf dem oberen Bild sehen, ist also keine Rettungsboje, sondern die perfekte Kombination aus Badehaube und Sonnenschutz. Während andere gerötet aus dem Urlaub kommen, werde ich nur mild lächelnd auf meine neue Gesichtsmaske verweisen. Jetzt heißt es nur noch 'entdeckt werden', denn so ganz ohne Folgschaft kann ich mir noch so viele Schriftzüge auf die Stirn kleben, das ganz große Geld bleibt wohl aus. Naja, Hauptsache es hat Spaß gemacht.

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Freitag, 12. August 2022
Too Late to Apologize


Mason Street, San Francisco

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Samstag, 9. Juli 2022
A room with a view (43)


Vancouver

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Sonntag, 5. September 2021
A room with a view (42)


Vancouver

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Sonntag, 29. August 2021
Old Games


Als der Disney-Zeichentrickfilm Bambi 1950 in die deutschen Kinos kam, gab es wohl auch schon Fanartikel. So erbte ich um die zwanzig Jahre später als Kind das Brettspiel meiner Mutter. Vor kurzem ist es wieder aufgetaucht und soll nun an meine Nichte weitergegeben werden, natürlich nicht ohne die Schachtel vorher zu reparieren. Das Spielbrett, die bemalten Zinnfiguren, einfach alles ein zeitloses Kleinod wie auch der Film selbst.



Natürlich hatte ich den Film damals gesehen, natürlich war er für mich erschreckend, denn in einer Kinderseele ist die Handlung eines Zeichentrickfilmes so real wie das Erlebte draussen. Und so hat mich die Geschichte um Bambi nicht mehr losgelassen. Inzwischen erinnere ich mich vor allem an den Spruch: "Wenn man nichts nettes zu sagen hat... einfach mal den Mund halten." Der ist auch nach vielen Jahren aktueller denn je.

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Donnerstag, 19. August 2021
A room with a view (41)


Seattle

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Sonntag, 18. Juli 2021
Concrete jungle where dreams are made of...

Blick vom One World Observatory

Zur Abwechslung war ich mal für drei Tage in der Stadt der hohen Gebäude. Das ist was ganz Besonderes, denn normalerweise wird hingeflogen, übernachtet und am nächsten Tag geht's husch, husch wieder zurück. Für den ausgedehnten Aufenthalt musste natürlich im Vorfeld recherchiert werden. Am Ende fraß die Recherche mehr Zeit als die jeweilige Anfahrt. Schlussendlich bin ich im spontanen Aktionsmodus zwischen den Sehenswürdigkeiten gependelt. Da in der großen Stadt alles - vor allem Eintrittspreise - recht hoch ist, erwarb ich einen New York Pass. Damit können zwar viele Gebäude, Museen und sonstige Attraktionen umsonst genutzt werden, er kostet aber auch ein bisschen was. Normalerweise bin ich ein Mensch, der neue Eindrücke gerne sacken lässt. Das bedeutet, ich betrachte lieber weniger, dafür umso intensiver, was sich vollkommen konträr zur Idee eines Besichtigungspasses verhält. Einmal erworben, zwingt der Pass sozusagen zu komprimierter Amortisierung. So habe ich drei Tage lang die höchsten Gebäude von oben, der Seite und unten, via Land und Wasser, in Vergangenheit und Gegenwart gesehen. Danach war ich platt.

Die eindrücklichste Aussichtsplattform - Edge - befindet sich übrigens im 100. Stockwerk des Hudson Yards. Sie ragt 24m waagrecht aus dem Gebäude und ist mit nach aussen gerichteten Glaswänden begrenzt. In der Mitte kann man durch ein Glasbodendreieck nach unten blicken. Alles nichts für Zartbesaitete, und auch ich, die früher vor nichts Angst hatte, spürte beim Stehen an der Kante unerwarteterweise zittrige Beine und stockenden Atem. Dementsprechend war ich nicht in der Lage, das Glasdreieck zu betreten, wunderte mich aber im Nachhinein ob meiner irrationalen Ängstlichkeit.


Sicht von der sog. Highline - eine renaturierte, einstige Hochschienenstrecke im Meatpackdistrict. Man sieht die Plattform des Edge rechts am spitzen Gebäude herausragen.

Ob es an Corona oder dem größtenteils wolkig regnerischen Wetter lag, die touristischen Orte waren weit weniger gefüllt als üblicherweise. So musste ich fast nirgends anstehen. Allerdings waren die Ausblicke dann auch nur so lala. Nichts für eine potentielle Influencerkarriere. In den letzten Jahren wurde unheimlich viel gebaut - viele Wolkenkratzer sind Luxusappartmentgebäude. So auch vor dem Central Park. Das Observationsdeck auf dem Rockefeller Center wirbt noch immer mit einem ungetrübten Blick über die grüne Oase, doch die Aussicht ist bereits jetzt nicht mehr ganz unverbaut. Selbst der Aufseher konnte mir nicht beantworten, was genau sich in den schlanken Türmen verbirgt.


Blick vom Top of the Rock nach Norden

Viel Beton macht Beine und Geist müde. Das haben Manhattans Bewohnende wohl bemerkt. Es existiert in Manhattan mehr grün als früher. Nicht nur die High Line, Little Island und die bekannten Parks, auch in Soho und Greenwich Village gibt es jetzt Straßen, die zu Fußgängerpassagen umfunktioniert und begrünt wurden. So ist jede begrünte Sitzgelegenheit eine willkommene Oase zum Auftanken.

Dienstags sind übrigens nicht nur die berühmten Museen, sondern auch das One World Observatory geschlossen. Dank meiner Recherche konnte ich die einzigen sonnigen Momente während meines dreitägigen Aufenthalts an einem Montag von dort oben genießen (s.o.)
Danach verbrachte ich einige Zeit um das Memorial und im Museum. Auch hier wieder ein für mich unerwartet emotionaler Moment, denn obwohl die Ereignisse so lange zurück liegen, wurde mir die Dimension vor Ort wieder so richtig bewusst.

Neben einer Bootsfahrt zur Freiheitsstatue besuchte ich zu guter Letzt das Wachsfigurenkabinett auf der 42nd Straße - beides Aktivitäten, die ich ohne Pass nicht gemacht hätte. Zu viele Menschen auf zu wenig Platz, schlechte Darbietungen, wenig Mehrwert. Für All Inclusive eigne ich mich nur sehr bedingt. Am Ende war mir schlecht, ich strebte vorbei an wächsernen Prominenten auf schnellstem Weg zum Ausgang. Nein ich habe mich nicht amüsiert und auch das obligatorische Foto in jedem verdammten Eingangsbereich jedes Mal umgangen. Jetzt bin ich eine der Deutschen, die den Ruf einer Nation als schlechtgelaunte Besucherin verantworten muss. Meine nächsten freien Tage verbringe ich wieder im Grünen.

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Dienstag, 23. Februar 2021
Homeless


Ich habe Fragen.

Vor einigen Tagen war es sehr kalt, danach sehr warm. Möglicherweise ist das Bild Ergebnis eines mit dem Wetterbericht abgestimmten Großwaschtages. Und je länger ich darüber nachdenke, umso trauriger macht es mich.

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Sonntag, 9. August 2020
Picture Perfect
Einstweilen bin ich ein bisschen mehr auf Instagram unterwegs. Dort schaue ich mir Bilder von Landschaften und Orten an, wo ich gerade nicht sein darf, nach denen ich aber Sehnsucht habe. Zwischendurch stoße ich auf anderes, wie beispielsweise eine Tierfotografin, die die ersten Schritte eines Elefantenkalbs in Zimbabwe festhielt. Die Bilder und das kleine Video der ersten Gehversuche sind sehenswert. IG

Es ist heiß in Südfrankreich. Eine Freundin berichtete vom Aufenthalt dort. Man könne sich tagsüber nur im Haus aufhalten. Zum Glück hat fast jedes Heim zur Erfrischung einen Pool. Die Fotos von der Gegend lassen sich aber auch drinnen betrachten und wecken schöne Erinnerungen an diverse Besuche. (Die Bilder auf Instagram sind leider oft sehr gefiltert und unecht, für einen Sehnsuchtsanstoß reichen sie aber allemal).

Über das Hotel Bristol in Paris und seine Geschichte gibt es noch ein paar Wochen einen Film auf Arte zu sehen. Mir fällt auf, dass ich selbst bei deutschen Kommentaren die Untertitel lese. Im Französischen helfen sie zumindest, nicht zu viel vom Inhalt zu verpassen.

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Sonntag, 24. Mai 2020
Diva
In der Mediathek vom BR/3SAT ist derzeit der Dokumentarfilm Maria by Callas in voller Länge zu sehen. Viele Privataufnahmen, viel Musik, ein Interview mit der Sängerin zieht sich als roter Faden durch fast zwei Stunden Material über die Darstellung der menschlichen Seite einer Ausnahmeerscheinung. Alles Gesprochene ist entweder aus Liveaufnahmen oder gelesenen Briefen entnommen; der Film verzichtet komplett auf Kommentare. 2017/18 war er kurze Zeit in den Programmkinos zu sehen, dann verschwand er.

Große Empfehlung für die nahe Zukunft, da ich nicht weiß, wie lange er noch hinter dem Link zu sehen ist.

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