Donnerstag, 11. Januar 2007
God's gift to man
Eben in den Youtube-Kommentaren entdeckt und für gut befunden:

HIGHLY SUBSTANTIATED CRITICISM? What the hell kind of substance is "gift of the gods" and your "perfect command of English" and PARROTS? I'LL tell you what it is. According to the latest research, it's been widely accepted by world-renowned scientists that those comments are products of a highly undeveloped subspecies of humans called DUMBASSES who are too shockingly STUPID to notice the greatness of [insert artist's name].

... link


Mittwoch, 10. Januar 2007
A room with a view (5)





Selbe Stadt, verschiedene Zimmer.
anyone?

... link


Freitag, 5. Januar 2007
Sätze, die man sofort bloggen muss (18)
Nur damit das ein für allemal klar ist: wenn ich den Kellner frage, ob sich in der gewählten Speise Schalentiere befinden, meine ich damit nicht Schildkröten und Schnecken.

... link


Donnerstag, 4. Januar 2007
C'est la voix d'un chagrin tout neuf
Aus, Basta, genug, endgültig. Ich reiche die Scheidung ein. Keine Minute will ich mehr mit mir verbringen, geschweige denn zusammen wohnen. Den Meistertitel in der Disziplin Bedauern meines bemitleidenswürdigen Selbstes hätte ich über die letzten Wochen mühelos gehalten. Umso trauriger, dass damit kein Blumentopf zu gewinnen ist und ein Anlaß mehr, mich schlecht zu fühlen. Das einzige, was ich wirklich gut kann, ist nicht mal eine Auszeichnung wert. Dabei bedarf es keiner Anstrengung, um in der nächsten Sekunde in Tränen auszubrechen. Gründe schießen wie Unkraut aus dem Boden. Man muss nur einmal richtig in Fahrt kommen. Die entsprechende Abzweigung im Gedankenlabyrinth und schon wird aus jedem Sonnentag ein verhangener par excellence. Schnell die letzten Kränkungen memoriert und das Perpetuum mobile beginnt sich zu drehen. Eins, zwei, drei, die reinste Lust ist so ein watzlawick'scher Selbstläufer.

Die Hölle, das sind natürlich die anderen. Immer. Wer sich anständig bemitleiden will, dem steht der Sinn nicht nach Reflektion. Wenn da keine anderen sind, fein. Man glaubt sich mutterseelenallein in dieser bösen, kalten Welt. Neues Futter für neue Tränen. Die dunkle Jahreszeit tut das ihre. Und Weihnachten, welch ein Quell unerschöpflicher Trauer. Eine verlorene Kindheit will ordentlich beweint sein. Hochsaison des Verlangens nach Geborgenheit, wie man sie an gewöhnlichen Tagen in der romantischen Liebe feiert. Unstillbare Lust auf Heimat. Ein Grund mehr, sich ohne Sicherheitsleine in Gefühlstäler fallenzulassen. Je härter der Aufprall, umso besser. Seht her, ich hab's getan und bin, oh Wunder, verletzt. Da springt es sich gleich doppelt so schön.

Mit fortschreitender Zeit verliert das Spiel seinen Reiz. Umso schneller, je weniger applaudierendes Publikum die Hölle anheizt. Ohne Encore! kein zweiter Vorhang. Mit faulen Tomaten lässt sich nur aus Abstand gut werfen. Um diesen zu gewinnen, muss man schon von der Stelle, auf der man seit Wochen von einem Bein auf's andere oder gar auf die eigenen Zehen tritt. Heraus aus dem Rampenlicht des eigenen Selbst. Und siehe da, schrumpft der rote Riese Ego zu einem weißen Zwerg. Zurück bleibt nur die Ahnung eines Schattens, eine unwesentliche Divergenz gemessen an Unendlichkeit. Ein Schluckauf in der Chronik eines langen Lebens. Wohl dem, der stets ordentlich kaut.

Selbstmitleid lässt sich durchaus genießen, sobald als selbst gewählt enttarnt, leider nur noch halb so gut. Meine hohen Ansprüche sind doch alles, was mir bleibt sagte einst einer mit zwinkerndem Auge und von mir sofort unterschrieben. Dann doch lieber eine neue Variante. Oder etwa - man wagt es kaum zu denken - die Weichen anders stellen? Eine Auszeit, ein Urlaub von sich selbst. Heute Abend habe ich meine Koffer gepackt. Wohin die Reise geht, ist noch ungewiß.

... link


Sonntag, 31. Dezember 2006
Auld Lang Syne


So hammas wieda gschafft.
Am liebsten würd ich es festhalten, das Alte. Nicht weil es besonders gut war. Nein, besonders gut war es wirklich nicht. Nicht mal einigermaßen. Ich glaube aber, das liegt an der allgemeinen Stimmung in dieser Zeit. Partielle Jahresendzeitamnesie gemischt mit sentimentaler Unzurechnungsfähigkeit. Kein Richter der Welt würde mich da für voll schuldfähig erklären. Festhalten will ich nur die Zeit. Mich mit aller Kraft an den großen Zeiger der biologischen Uhr hängen. Den schleichenden Verfall stoppen, das Rädchen rückwärts drehen und all die vergeudeten Momente nachträglich füllen. Jede Szene nochmal drehen, bis sie passt.

Das Neue wird trotzdem unaufhaltsam kommen. Tausende werden es heute Nacht mit Böllern, Raketen und Alkohol willkommen heißen. Neues Spiel, neues Glück. Und alle leben in der Hoffnung, es möge alles besser werden. Dabei ist die Hoffnung nichts anders als die an einem Stab befestigte Karotte, die den Esel den Karren weiterziehen lässt. Meine größte Angst hat sich in den vergangenen Jahren bestätigt. Alles was sich ändert, ist die letzte Zahl im Datum. Mal abgesehen von Kleinigkeiten - hier eine Liebelei, dort ein Neuerwerb, eine andere Wohnung, ein anderer Arbeitgeber, was auch immer am Rande vorbeizieht - bleibt alles beim Alten. Gute Vorsätze sind spätestens am 2.Januar vergessen und die Endlosschleife beginnt von vorne. Langeweile galore und Silvester ist der europäische Groundhog Day.

Ich wünsche mir und Euch, dass es endlich mal kracht im zähen Lebensfluß. Und wer einen amüsanteren Text zum Thema sucht, der lese bitte hier.

... link


Donnerstag, 28. Dezember 2006
Sätze, die man sofort bloggen muss (17)
Wenn ein bayrischsprachiger Blogger einem anderen "a schdaade Zeit" wünscht, bedeutet dies nicht zwingend Kritik an dessen Schreibstil.

... link


Chick flick
Wenn man auf einem Flug während des Bordfilmes von den weiblichen Angestellten mit Getränken versorgt werden möchte und darüber hinaus aufgrund akuter Langeweile das Gespräch sucht, sollte man dies nicht mit den Worten "Ey, habt ihr den Film gesehen? Voll der Frauenfilm..." eröffnen.

... link


Dienstag, 26. Dezember 2006
A room with a view (4)

Manhattan, New York

... link


Dienstag, 26. Dezember 2006
I want to be a part of it
Ich habs versucht, ehrlich, habe den Atem angehalten, um nicht versehentlich ein Weihnachtsmolekül zu inhalieren, habe mich der Geschenkepflicht entzogen und keine allgemeingültigen Wünsche zum Fest abgesondert. Ich habe tapfer genickt, wenn mir einer schöne Weihnachten wünschte, die Jalousien heruntergezogen und geweint. Irgendwie muss dieses hinterlistige Ding aus einem der Lüftungsschlitze hereingekrochen sein. Da war er also, der Weihnachtsvirus. Kurz vor dem Erstickungstod inhaliert, invadierte er meinen Körper über die Alveolen, setzte das Restratio ausser Kraft und übernahm die Kontrolle über das vegetative Nervensystem. Die Folge waren unkontrollierbare Selbstmitleidsausbrüche. Ganz widerstandslos wollte ich das Feld jedoch nicht räumen. Vereinzelt kämpften in meinem Kopf noch Partisanen mit Ironieschwert und Realitätsschilde gegen den Eindringling, mussten sich aber beim Großeinsatz von Hormonwaffen geschlagen geben.

Um mich dem allgemeinen Frohlocken zu entziehen, verordne ich mir einen Flug. Eine Kollegin verteilt Schokoläuse im Briefing. Auf dem Tisch brennen Teelichter. Die Kollegen sind guter Dinge. Ich möchte gerne wieder nachhause. Der Kapitän und die Purserkollegin auch. Hilft aber nicht. Wir fliegen nach New York.

New York? Oh mein Gott. Erst jetzt fällt mir auf, dass meine Wahl reichlich unüberlegt war. Um Weihnachten zu umgehen, muss man mindestens nach Asien fliegen oder Timbuktu. Auf dem Weg vom Flughafen ins Hotel überall Bäume mit Lichterketten. Ein Blick nach links auf Kevins Baum am Rockefeller Center, und einer nach rechts in die dekorierten Schaufenster genügen, um anschließend den Blick auf meine Hände zu zwingen. Der Fernseher auf dem Zimmer bietet eine Auswahl an Moralgeschwängertem und Herzschmerz, unterbrochen von letzten Geschenkvorschlägen zu reduzierten Preisen. In Amerika wird Weihnachten erst am 25. gefeiert. Die letzten Gaben können rund um die Uhr an den Tagen zuvor erworben werden. Ich lösche das Licht und träume von Männern mit weißen Bärten und roten Nasen.


Das Wetter ist frühlingshaft mild. Ein starker Wind fegt durch die Häuserschluchten. Vor dem Hoteleingang ringt ein Schwarzer seinem Instrument gequälte Weihnachtsmelodien ab. Ein paar verstreute Passanten spazieren auf dem sonst stark frequentierten Broadway. Ich lasse mich treiben, überquere hier eine Straße, biege dort in eine Avenue ohne genaues Ziel. Irgendwo zwischen Madison und 51. soll ein Laden sein, wo ich nach Jeans gucken könnte. Den Namen habe ich vergessen, nach der dritten Ecke auch mein Vorhaben. Am MoMa vorbei, über die 5th Avenue, immer weiter Richtung Osten. Ein Obdachloser wärmt sich am Auspuff eines Maronistandes. Er trägt nichts außer einer Nikolausmütze und zwei um den Leib gebundenen Pappschildern. Auf dem Rückweg komme ich an der St. Patrick’s Cathedral vorbei. Ferngesteuert steige ich die Stufen zum Eingang hinauf und befinde mich mitten in der Weihnachtsmesse. Obwohl dies nie meine Absicht war, setze ich mich in eine der freien Bänke am Rande. Eine Rednerin gedenkt namentlich genannter Verstorbener, es wird gesungen und Gebete gesprochen. Als der Pfarrer aufruft, sich zum Zeichen des Friedens die Hände zu reichen ist mein Tränenkanal geöffnet. Bevor irgendein Fremder auf die Idee kommt, mich in seine Arme zu schließen, verlasse ich fluchtartig die Kirche. Manhattan hinterlässt nach dem Konsumwahn der vergangenen Tage einen deprimierenden Eindruck. Selbst der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center scheint bei Tageslicht betrachtet in den letzten Zügen zu sein.

Wenigstens das wäre überstanden, denke ich, als ich das Flugzeug betrete. Mit einer Bescherung in der vorderen Küche habe ich nicht gerechnet. Die Purserkollegin hat Geschenke für jeden verpackt. Wir trinken Kinderpunsch und knabbern Spekulatius. Ich stehe ein wenig verloren zwischen den anderen und ziehe mich schnell zur Wache nach hinten zurück, wo ich den gläsernen Teelichthalter in meine Tasche verstaue. Jetzt steht er auf meinem Tisch. Das Licht der Kerze schimmert durch die Sterne des matten Glases. Ich weine ein bisschen. Dann zünde ich eine Zigarette an. Hilft ja alles nichts. Das nächste deprimierende Ereignis wirft schon seine Schatten voraus.

... link


Samstag, 23. Dezember 2006
Every year, every christmas
Der Klassiker:

... link


May your days be merry and bright


Am Heiligabend pack ich den ganz aus.

... link


Donnerstag, 21. Dezember 2006
Thank you for the music
Hallo Opa,

die CD ist angekommen, vielen Dank. Und in das erste Lied habe ich mich gleich verliebt:



Feine Auswahl Ole.

... link