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Donnerstag, 19. Juli 2007
It's too darn hot
frau klugscheisser, 01:41h
Nicht alles, was derzeit meinen Körper in flüssiger Form verläßt ist salziger Schweiß. Was da aus der Nase läuft, kann nicht nur erkältungsbedingt sein. Ich glaube, mein Hirn löst sich langsam auf. Arbeitstemperatur eindeutig überschritten. Indizien hierfür: Anfälle von ausgeprägter Denkhemmung und gelegentlich der dringende Wunsch, vor mich hin zu pfeifen.
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Sonntag, 15. Juli 2007
Holadio, holadia, holadumia
frau klugscheisser, 16:36h
Wichtige Erkenntnisse beim Kocherlball 2007:
Der Chinesische Turm wurde von offizieller Seite umbenannt in "Chinaturm".
Die Familie Well hat mehr Angehörige als nur die Biermösl Blosn.
Die Anzahl der Trachtenmuffel steigt stetig.
Mein Dirndl passt enttäuschenderweise fast so gut wie im letzten Jahr.
Nicht jeder der eine Lederhose trägt, ist automatisch dem Bayerischen Volke zuzuordnen, allerdings liegt der Anteil der lederbehosten Bayern hier weit über dem Oktoberfestdurchschnitt.
Dieses Jahr trägt man Dirndl vorzugsweise in Kombination mit Badelatschen (neudeutsch: Flipflops).
Was dem Ami sein Squaredance ist dem Bayern sein Landler. Gstanzlsingen ist übrigens die Urform des Rap, sozusagen Poetryslam mit verteilten Rollen (s.a. Schnaderhüpfel).
Für einen Unausgeschlafenen können Tanzansagen wie „Paar Eins dreht sich um Paar Zwei“ schnell zur intellektuellen Herausforderung werden.
Die Warteschlange vor den Bedürfnisanstalten ist in der Regel länger als die vor dem Getränkeausschank. Am Besten stellt man sich mit dem erworbenen Getränk direkt dort an. Für den, der bis zum anstehenden Bedürfnis wartet, kann die Dauer des Anstehens die des Bedürfnisses unter Umständen übersteigen.
Gutaussehende Damen sind nicht überall willkommen, vor allem nicht auf Herrentoiletten.
Die traditionelle Verwendungsform des Haklsteckens wird kaum noch praktiziert.
Das Tragen einer Sonnenbrille kann bei Eintritt des Tageslichtes das Sehen erheblich optimieren. Auch ins Haar gesteckt.
Blasen an den Füßen tun barfuß genauso weh wie in Schuhen. Scherben mehr.
Der Chinesische Turm wurde von offizieller Seite umbenannt in "Chinaturm".
Die Familie Well hat mehr Angehörige als nur die Biermösl Blosn.
Die Anzahl der Trachtenmuffel steigt stetig.
Mein Dirndl passt enttäuschenderweise fast so gut wie im letzten Jahr.
Nicht jeder der eine Lederhose trägt, ist automatisch dem Bayerischen Volke zuzuordnen, allerdings liegt der Anteil der lederbehosten Bayern hier weit über dem Oktoberfestdurchschnitt.
Dieses Jahr trägt man Dirndl vorzugsweise in Kombination mit Badelatschen (neudeutsch: Flipflops).
Was dem Ami sein Squaredance ist dem Bayern sein Landler. Gstanzlsingen ist übrigens die Urform des Rap, sozusagen Poetryslam mit verteilten Rollen (s.a. Schnaderhüpfel).
Für einen Unausgeschlafenen können Tanzansagen wie „Paar Eins dreht sich um Paar Zwei“ schnell zur intellektuellen Herausforderung werden.
Die Warteschlange vor den Bedürfnisanstalten ist in der Regel länger als die vor dem Getränkeausschank. Am Besten stellt man sich mit dem erworbenen Getränk direkt dort an. Für den, der bis zum anstehenden Bedürfnis wartet, kann die Dauer des Anstehens die des Bedürfnisses unter Umständen übersteigen.
Gutaussehende Damen sind nicht überall willkommen, vor allem nicht auf Herrentoiletten.
Die traditionelle Verwendungsform des Haklsteckens wird kaum noch praktiziert.
Das Tragen einer Sonnenbrille kann bei Eintritt des Tageslichtes das Sehen erheblich optimieren. Auch ins Haar gesteckt.
Blasen an den Füßen tun barfuß genauso weh wie in Schuhen. Scherben mehr.
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Mittwoch, 11. Juli 2007
Aber bitte mit Sahne!
frau klugscheisser, 17:27h
"Du schreibst nie über Essen" sagt sie und meint damit nicht die Stadt im Ruhrgebiet, über die mir schon die ein oder andere Geschichte einfallen würde. "Ach weißt du, Essen ist für mich nicht so wichtig." Augenblicklich bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Bin ich am Ende nicht normal? Ich nehme einen Schluck von meinem Milchespresso und ziehe anschließend nervös an der Zigarette. Was ist schon 'normal'? Morgens lieber ein saftiges Schnitzel als ein Marmeladenbrötchen zu essen, nachts um drei dem Körper auf 10.000m ein Dreigängemenü zuführen, nach einer Tüte Chips für den Rest des Tages satt sein, ist es sicher nicht. Dabei bin ich durchaus zu Genießen in der Lage. Nur hinterher, da schweige ich wie ein Gentleman. Ob nun aus Pietätsgründen (die Kinder in Afrika, Sie wissen schon) oder schlechtem Gewissen sei mal dahingestellt.
Kein Geheimnis ist allerdings, dass ich mit Süßigkeiten kaum zu locken bin. Habe ich die Wahl zwischen Kuchen und Braten, wähle ich die herzhafte Variante. Umso verwunderlicher scheint mir eine unglaubliche Lust auf Torte, die mich heute nach dem Aufstehen überfällt. Hormonelles Verschulden kann in diesem Falle ausnahmsweise ausgeschlossen werden. Mir gehen seine Tortenbilder
nicht mehr aus dem Kopf. Klarer Fall von Halluzinationen infolge Hypoglykämie. Deshalb führt mich mein Weg heute schnurstracks zur nächsten Konditorei. Es folgt eine schwierige Entscheidungsfindung: Die Nougatcreme oder doch lieber die Sachertorte? Schließlich halte ich es wie beim Schuhkauf, ich nehme beide. Ein weiteres Stück lasse ich mir separat verpacken.
Vor der heimischen Verköstigung mache ich einen kleinen Abstecher in das Reisebüro zu der jungen Dame, die mich nach Ägypten landverschickte. Kunden sind dort rar, da normalerweise online gebucht wird. In meiner Ratlosigkeit vor drei Wochen wurde ich allerdings sehr freundlich - obgleich erstaunt - persönlich aufgenommen und beraten. Das dritte Stück Torte ist für sie. Einfach so. Ich registriere ihren erstaunten Blick, will mich aber nicht zeitraubend erklären (Ach wissen Sie, natürlich haben Sie nur Ihre Arbeit getan und alles andere war mehr oder minder Zufall aber wären Sie nicht gewesen, wäre ich vermutlich bei meiner derzeitigen Unschlüssigkeit eine Woche länger vom Regen und nicht vom Meer naß geworden). Stattdessen stelle ich das Päckchen auf ihren Schreibtisch, sage kurz danke und verschwinde wieder.
Zur Nougatcremetorte schlürfe ich hausgemachten Milchkaffee. Nach der Hälfte ist mir schlecht, nach einer Dreivierteltorte fluche ich leise und wünschte, ich hätte statt einer Konditorei doch lieber eine Pizzeria aufgesucht. Unbeirrt versenke ich weiter die Kuchengabel in der Cremeschicht. Am Ende sind Geschmacksrezeptoren und Magen rettungslos verklebt . Wenigstens probieren muss ich das andere Stück trotzdem noch. Danach falle ich in ein Freßkoma. Mein Süßigkeitenbedarf ist nun schätzungsweise für ein weiteres Jahr gedeckt, genau wie das Schreiben über Essen. Und damit meine ich keine Reiseberichte.
Kein Geheimnis ist allerdings, dass ich mit Süßigkeiten kaum zu locken bin. Habe ich die Wahl zwischen Kuchen und Braten, wähle ich die herzhafte Variante. Umso verwunderlicher scheint mir eine unglaubliche Lust auf Torte, die mich heute nach dem Aufstehen überfällt. Hormonelles Verschulden kann in diesem Falle ausnahmsweise ausgeschlossen werden. Mir gehen seine Tortenbilder
nicht mehr aus dem Kopf. Klarer Fall von Halluzinationen infolge Hypoglykämie. Deshalb führt mich mein Weg heute schnurstracks zur nächsten Konditorei. Es folgt eine schwierige Entscheidungsfindung: Die Nougatcreme oder doch lieber die Sachertorte? Schließlich halte ich es wie beim Schuhkauf, ich nehme beide. Ein weiteres Stück lasse ich mir separat verpacken.
Vor der heimischen Verköstigung mache ich einen kleinen Abstecher in das Reisebüro zu der jungen Dame, die mich nach Ägypten landverschickte. Kunden sind dort rar, da normalerweise online gebucht wird. In meiner Ratlosigkeit vor drei Wochen wurde ich allerdings sehr freundlich - obgleich erstaunt - persönlich aufgenommen und beraten. Das dritte Stück Torte ist für sie. Einfach so. Ich registriere ihren erstaunten Blick, will mich aber nicht zeitraubend erklären (Ach wissen Sie, natürlich haben Sie nur Ihre Arbeit getan und alles andere war mehr oder minder Zufall aber wären Sie nicht gewesen, wäre ich vermutlich bei meiner derzeitigen Unschlüssigkeit eine Woche länger vom Regen und nicht vom Meer naß geworden). Stattdessen stelle ich das Päckchen auf ihren Schreibtisch, sage kurz danke und verschwinde wieder.
Zur Nougatcremetorte schlürfe ich hausgemachten Milchkaffee. Nach der Hälfte ist mir schlecht, nach einer Dreivierteltorte fluche ich leise und wünschte, ich hätte statt einer Konditorei doch lieber eine Pizzeria aufgesucht. Unbeirrt versenke ich weiter die Kuchengabel in der Cremeschicht. Am Ende sind Geschmacksrezeptoren und Magen rettungslos verklebt . Wenigstens probieren muss ich das andere Stück trotzdem noch. Danach falle ich in ein Freßkoma. Mein Süßigkeitenbedarf ist nun schätzungsweise für ein weiteres Jahr gedeckt, genau wie das Schreiben über Essen. Und damit meine ich keine Reiseberichte.
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