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Mittwoch, 30. Juni 2010
Sätze, die man... zur Fußball WM bloggen muss
frau klugscheisser, 01:22h
Diese Dinger, sie wissen schon, bei denen man leicht mal weibliche Genitalien assoziiert. Mein erster Gedanke beim Hören des Klanges: da übt wohl jemand Trompete... hm, maximal zweites Jahr.
Sollte mich in diesem Leben jemals wieder ein Erziehungsberechtigter zur anstehenden Instrumentenwahl seines Kindes befragen, so wird meine Antwort in etwa so ausfallen:
Blechblasinstrumente? Nur falls ihre Nerven mehrere Jahre andauernde WM-Beschallung aushalten.
Nach dieser WM ein wohl allgemein nachvollziehbares Beispiel.
Sollte mich in diesem Leben jemals wieder ein Erziehungsberechtigter zur anstehenden Instrumentenwahl seines Kindes befragen, so wird meine Antwort in etwa so ausfallen:
Blechblasinstrumente? Nur falls ihre Nerven mehrere Jahre andauernde WM-Beschallung aushalten.
Nach dieser WM ein wohl allgemein nachvollziehbares Beispiel.
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Donnerstag, 15. April 2010
... and read each one out loud.
frau klugscheisser, 01:20h
Das da oben ist Herr Paulsen. Herr Paulsen kann nicht nur schreiben, sondern auch lesen. Das hat er gestern in München in einer Buchhandlung bewiesen. Diese Buchhandlung wurde bereits von Herta Müller
Das nur so am Rande. Denn eigentlich bin ich ja gekommen, um endlich mal Herrn Paulsen so richtig auf die Kacke hauen zu sehen. Das tut er dann auch gleich mit seiner ersten Geschichte, in der er stimmlich vorzüglich in verschiedene Rollen schlüpft. Und da ist Herr Paulsen nicht mehr Herr Paulsen, sondern einmal Herr Böhme, Demis, Gudrun oder der mißmutigste Kellner der gesamten Costa Brava. Nur einmal ist Herr Paulsen er selbst. Einmal nämlich bekochte er Herrn Siebeck. Die Schmach der rohen Zierkartoffel schwingt auch nach Jahren noch in seiner Stimme.
Herr Paulsen kann nicht nur schreiben und lesen, er kann auch Drachen zähmen. Nein, damit meine ich nicht die vielen älteren Damen, die mit leicht verträumtem Blick an seinen Lippen kleben, wo doch sonst nur eine kleben darf. Ich meine den Papierdrachen, der hoch über den Köpfen schwebt. Jede noch so kleine Luftbewegung läßt seinen Körper auf und ab tanzen. Doch während Herr Paulsen liest, bewegt sich kein Lüftchen.

Dann klappt Herr Paulsen das Büchlein zu. Viel zu früh ist alles vorbei. Ich ergattere eines der gedruckten Exemplare und stelle mich damit brav hinten an die Schlange der Verehrerinnen. Wenigstens Hallo sagen will ich dem Herrn Paulsen, wo er schon mal in München ist. Während ich so in der Schlange stehe, spüre ich die Wirkung von zwei Gläschen Weißwein auf nüchternen Magen. Jetzt bloß nicht lallen. Um zu artikulieren müssen mir aber noch ein paar zusammenhängende Worte einfallen. Geistreich und witzig soll es sein. Erster Eindruck und so. "Hallo Herr Paulsen ich bin Frau Klugscheisser!" Ungeheuer geistreich. Wahnsinnig witzig. Nur wenige Minuten später ist der Zensor im Kopf auch wieder at work.
Und schließlich macht Herr Paulsen was sehr Bescheidenes. Herr Paulsen hat wohlgemerkt das Kochen von der Pieke auf gelernt. Herr Paulsen hat für Herrn Siebeck gekocht (eat that!). Herr Paulsen kann richtig was. Trotzdem zögert er keine Sekunde, als ich ihn bitte, für meine Mutter eine Widmung in das Buch zu schreiben. Erst schwingt er die Hand mit der Feder wenige Millimeter über der Seite ein. Dann senkt er sie ab und kalligraphiert in schönster Manier.
Hach, dieser Schwung, diese Federführung! Das läßt Großes erahnen. Ein Roman gar? Bis es soweit ist, vereint alle Blogger von Nord bis Süd ein einziger Gedanke: wir sind Paulsen.
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Mittwoch, 24. März 2010
Somewhere Else
frau klugscheisser, 09:10h
Wenn Sie mal wieder eine bewegende, traurig-schöne Geschichte lesen wollen, die von wunderbaren Bildern begleitet* wird, dann lesen Sie bitte hier
*Ich bin mir nicht schlüssig, ob die Geschichte von den Bildern unterlegt wird oder die Bilder die Geschichte sind.
*Ich bin mir nicht schlüssig, ob die Geschichte von den Bildern unterlegt wird oder die Bilder die Geschichte sind.
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Dienstag, 16. März 2010
Mamma Mia
frau klugscheisser, 18:56h
Falls Sie sich fragen, was ich die letzten Tage so getrieben habe:
Tanzen und singen gleichzeitig - ich sag's Ihnen, scheiß anstrengend ist das! Und sieht hinterher aus wie nix. That's show bizz.
Tanzen und singen gleichzeitig - ich sag's Ihnen, scheiß anstrengend ist das! Und sieht hinterher aus wie nix. That's show bizz.
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Montag, 22. Februar 2010
Sätze, die man sofort bloggen muss (52)
frau klugscheisser, 15:46h
Wenn man bei dem Versuch verzweifelt, auf dem Taschenrechner eine SMS zu versenden, ist das ein sicheres Indiz, dass man mal 'ne Pause einschieben sollte.
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Sonntag, 7. Februar 2010
A room with a view (34)
frau klugscheisser, 01:39h

Was sie hier sehen, ist der Zugang zu meinem Zimmer im Hotel in Prag.

Blick von oben nach unten zur Rezeption.
Weiter in den Kommentaren:
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Montag, 1. Februar 2010
Disco Queen
frau klugscheisser, 00:52h
Mehr Glamour bräuchte ich in meinem Leben, sagte sie und schenkte mir kristallene Ohrstecker. Ich zog sie an und wir tanzten. Von irgendwoher kam ein Lichtstrahl als ich mich drehte. Seitdem bin ich die wandelnde Diskokugel. Jetzt stelle ich mich immer günstig ins Licht und kichere dabei ein wenig. Das ist dermaßen Achziger.
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Freitag, 22. Januar 2010
One year ago
frau klugscheisser, 01:00h
Schon wieder ein Jahr vorbei und ich hab's fast nicht gemerkt. Muss ich wohl diesmal besser aufpassen.
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Mittwoch, 20. Januar 2010
Another Brick in the Wall
frau klugscheisser, 23:17h

Dieses Schild steht vor einem Zaun. Der geneigte Beobachter fragt sich natürlich, wie man ein ordentliches Graffiti auf einen Maschendrahtzaun sprüht. Dafür haben die Chinesen gegenüber des Schildes extra eine Mauer errichtet. Oder so.
Und was für eine Mauer! Wer einmal dort gewesen ist, wird bei Erwähnung des einstigen Pendants in Berlin nur noch müde lächeln können. Allerdings hatten die Chinesen beim Bau offenbar ein Problem, nämlich einen Haufen Berge. Statt diese Mauer nun um selbige herumzuführen, baute man, was wie die Skizze eines leicht angetrunkenen, selbsternannten Bauzeichners anmutet, dem man einen Bleistift in die Hand drückte und der nun auf einer Landkarte sowas wie Verbindungslinien einzeichnen sollte. Ungeachtet aller Steigungswinkel wurde diese Mauern dann erbarmungslos über die Bergkämme gezogen. Gelegentlich helfen Treppen beim Anstieg, doch die meiste Zeit läuft man über glatten Stein. Im Sommer jedenfalls.
Im Winter rutscht man mehr. Die Chinesen mögen das Schießpulver erfunden haben, das Prinzip Streugut scheint ihnen jedoch heute noch fremd zu sein. Gelegentlich bin ich mir nicht sicher, ob es am Bodenbelag liegt oder daran, dass chinesische Spucke und Rotz bei den ungewöhnlich niedrigen Außentemperaturen am Grund vereist. Selbst mit gebirgstauglichen Schuhe ist ein Spaziergang auf der Mauer die reinste Tortur. Während ich die japanische Reisegruppe beobachte, wie sie sich händchenhaltend hintereinander über die Eisfläche quälen, fällt mir wieder der Witz vom Ötzi ein. Kennen Sie den?
Man rätselte lange, welche Nationalität der Ötzi hatte. Zunächst glaubte man, er käme aus Italien, doch dann fand man Geldmünzen in seiner Nähe, dann dachte man, er wäre Schweizer, denn wer könnte schon so langsam sein, dass er selbst von einem Gletscher eingeholt würde. Schließlich war man sich ziemlich sicher, dass es ein Preiss' gewesen sein muss. Wer sonst geht schon mit Klapperl (neudeutsch: Sandalen) ins Gebirge?
Muss ich mehr zum japanisch gewählten Schuhwerk sagen? Schön, dass sie dennoch ihre gute Laune bewahren. Sobald sich nämlich einer ungewollt auf den Hosenboden setzt, wird frenetisch gelacht. Der eisige Winter erhöht eindeutig den Spaßfaktor der Reisegruppe, während meiner gegen Null strebt. Da ich die Tour aus dem Bereitschaftsdienst gewonnen habe, war ich auf einen derart langen Aufenthalt nicht vorbereitet. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich trotz Pullover, Anorak, Mütze und Stiefel jemals vergleichbar gefroren hätte. Die extreme Kälte mochte mir meine Laune vermiesen, hielt mich jedoch nicht vom Besuch der Sehenswürdigkeiten Pekings ab. So fror ich auf der Mauer, fluchte in der verbotenen Stadt und sah das olympische Stadion aus dem Taxi, während meine Finger langsam auftauten. Die Pediküre habe ich mir dieses Mal gespart, da ich meine Zehen erst im Hotelzimmer wieder einzeln spürte. Immerhin waren es noch fünf an jedem Fuß, was während des Außenaufenthalts nicht eindeutig zu erkennen war. Reinhold Messner hätte seine wahre Freude gehabt.
Dass dieses Kälteerlebnis nicht ohne Folgen bleiben würde, war mir irgendwie klar. Inzwischen bin ich nach wortlosen Tagen wieder bei Stimme. Nur husten ging die ganze Zeit ziemlich lautstark. Gelohnt hat es sich dennoch, denn beim nächsten Mal kann ich sagen: been there done that.

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Montag, 4. Januar 2010
Despair in the Departure Lounge
frau klugscheisser, 13:30h
arctic monkeys
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir Wut oder Verzweiflung die Tränen durch die Kanäle drückt. Fakt ist, dass ich hier fassungslos vor mathematischen Formeln sitze und einfach nicht glauben kann, wie wenig ich imstande bin, logisch zu denken. Im Grunde ist der Stoff nicht wirklich kompliziert, was das Gefühl zu versagen aber auch nicht gerade bessert.
Problemverschiebung, weil in Afrika sterben Menschen. Dies als einzige Art, wie ich den Verschiebungssatz begreifen kann.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir Wut oder Verzweiflung die Tränen durch die Kanäle drückt. Fakt ist, dass ich hier fassungslos vor mathematischen Formeln sitze und einfach nicht glauben kann, wie wenig ich imstande bin, logisch zu denken. Im Grunde ist der Stoff nicht wirklich kompliziert, was das Gefühl zu versagen aber auch nicht gerade bessert.
Problemverschiebung, weil in Afrika sterben Menschen. Dies als einzige Art, wie ich den Verschiebungssatz begreifen kann.
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