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Montag, 15. April 2013
Over My Shoulder
frau klugscheisser, 02:25h
Nach Denglischer Abwandlung des Songs von Mike und seinen Mechanikern soll's in diesem Beitrag über meine Schulter gehen. Da gibt es eine Sehne - nennen wir sie mal die Popeye Sehne - die mir böse zu schaffen macht. Nicht nur sind seit mehreren Wochen keine Liegestützen mehr machbar, es wird einfach nicht besser. Kein Wunder, denn bei meiner Arbeit gibt es oft Tätigkeiten, die über Kopf ausgeführt werden. Meistens sind das klemmende Einschübe, die aus den Boxen gerissen werden müssen oder schwere Gegenstände nach oben gestemmt. Und immer, wenn ich nach einigen Tagen Ruhe und viel Arnikasalbe wieder arbeite, meldet sich die Schulter mit Schmerzen. Nächste Woche werde ich viel Arbeit delegieren oder das Gewicht einfach mal mit links reissen. Das kann doch nicht so schwer sein.
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Donnerstag, 11. April 2013
Tip Toes
frau klugscheisser, 14:27h

Und dann wollte ich es wissen. Wie es sich anfühlt, ob ich damit zurecht komme, ob es Spaß macht. Ehrlich gesagt fühle ich mich auf Spitzenschuhen wie die Kuh auf dem Eis. Jede Bewegung muss sehr kontrolliert ausgeführt werden. Zu groß ist das Risiko einer Verletzung.
Am Anfang tat's auch nicht weh. Nur ein kleines bisschen. Aber was bedeutet schon Schmerz. Die Frauenwelt hat sich evolutionär daran gewöhnt. Highheels halten sich ja entwicklungsbiologisch auch irgendwie hartnäckig. Allerdings nehmen's mir schon seit Tagen die Waden ordentlich übel. Hätte nicht gedacht, dass das so viel ausmacht. Naja, kaufe ich meine nächsten Winterstiefel halt etwas weiter.
Nachtrag, weil's so schön passt hier eine Empfehlung für mein Lieblingstanzblog: http://adultbeginner.wordpress.com/
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Freitag, 5. April 2013
Move Your Body 2
frau klugscheisser, 18:15h
Tanzen ist doch kein Sport. Nein, Tanzen ist ja nicht anstrengend. Nur für kleine Mädchen und Sissies? Im Gegenteil, Tanzen ist Hochleistungssport. Doch wurde vor kurzem eine Mittänzerin von ihren männlichen Kollegen gefragt, was wir denn im Training so machen. Liegestützen? Nee, wozu das denn? Und sie hat im Übermut gleich mal eine Wette abgeschlossen, dass sie aus dem Stand 50 Liegestützen machen kann - die echten natürlich, nicht die Mädchenversion auf Knien. Hat sie dann auch gewonnen. Aber wieso hält sich dieses Vorurteil so hartnäckig?
Ich habe nach sieben Jahren regelmäßigen Trainings meinen Körper so weit im Griff, dass er annähernd das tut, was ich möchte. Der Körper als Instrument für den Ausdruck. Und ich ahne, wie viel ich noch trainieren, üben und lernen muss, bis ich endlich da bin, wo ich gerne hin möchte. Auf dem Weg sind natürlich diverse Verletzungen nicht zu vermeiden, so sehr ich auch auf mich achte. Schürfwunden, blaue Flecken und Blasen gehören zum Tänzeralltag. Entzündungen in Hüft- und Schultergelenken, Zerrungen und Bänderdehnungen sind unangenehm und kommen immer wieder vor. Gerade die Verletzungen machen mir die Bewegung sehr bewußt.
Leider gibt es kaum Ärzte, die das respektieren. Bei jedem Orthopäden werde ich behandelt, als wäre ich ahnungslos und hätte nicht schon über vierzig Jahre mit diesem Körper gelebt. Ich kann meist sehr genau sowohl den Schmerz lokalisieren als ihn auch beschreiben. So geht es vielen Tänzern. Ja wenn die Hüfte schmerze, müsse man halt mal drei Wochen Ruhe geben. Das bedeutet aber nicht nur Muskelabbau und Verlust der Flexibilität, sondern ist auch völliger Unfug. Ich bin inzwischen in der Lage, mit meinen Schmerzen und Unzulänglichkeiten zu arbeiten - wie jeder Hochleistungssportler. Statt den kompletten Körper zu schonen, kann ich das verletzte Areal isolieren bzw. drumrumarbeiten.
Versteht halt nicht jeder Arzt, wohl weil viele Menschen sich von ihrem Körper entfremdet haben. Das beobachte ich auf der Straße, in der U-Bahn und in öffentlichen Einrichtungen. Sie halten und behandeln ihren Körper schlecht. Vielleicht ist ihnen nur nicht bewusst, was er zu leisten im Stande ist. Möglicherweise wissen sie auch nur nicht, dass jegliche Form der Bewegung Tanz ist. Körperspannung bedeutet Leben. Tanzen Sie doch mal zur Arbeit anstatt sich im Fitnessstudio den neuesten Quark aufquatschen zu lassen. Spüren Sie Ihre Muskulatur beim Sitzen oder Gehen und spannen Sie dabei den Beckenboden an. Das entlastet die Schultern und hilft bei Nackenschmerzen. Ich schmiere einstweilen Voltaren auf meine Schulter und lasse die Liegestützen andere machen.
Eine schöne Zeitlupenaufnahme. Was glauben Sie, wo die Muckis herkommen?
Sieht so leicht aus
Bitte beachten Sie hier den jungen Mann in blau:
Aus dem Broadway Dance Studio, das ich - wann immer mir möglich - besuche:
Und zum Schluss eine Alternative zum Fitnessstudio. Kann ganz einfach zu Hause absolviert werden:
Ich habe nach sieben Jahren regelmäßigen Trainings meinen Körper so weit im Griff, dass er annähernd das tut, was ich möchte. Der Körper als Instrument für den Ausdruck. Und ich ahne, wie viel ich noch trainieren, üben und lernen muss, bis ich endlich da bin, wo ich gerne hin möchte. Auf dem Weg sind natürlich diverse Verletzungen nicht zu vermeiden, so sehr ich auch auf mich achte. Schürfwunden, blaue Flecken und Blasen gehören zum Tänzeralltag. Entzündungen in Hüft- und Schultergelenken, Zerrungen und Bänderdehnungen sind unangenehm und kommen immer wieder vor. Gerade die Verletzungen machen mir die Bewegung sehr bewußt.
Leider gibt es kaum Ärzte, die das respektieren. Bei jedem Orthopäden werde ich behandelt, als wäre ich ahnungslos und hätte nicht schon über vierzig Jahre mit diesem Körper gelebt. Ich kann meist sehr genau sowohl den Schmerz lokalisieren als ihn auch beschreiben. So geht es vielen Tänzern. Ja wenn die Hüfte schmerze, müsse man halt mal drei Wochen Ruhe geben. Das bedeutet aber nicht nur Muskelabbau und Verlust der Flexibilität, sondern ist auch völliger Unfug. Ich bin inzwischen in der Lage, mit meinen Schmerzen und Unzulänglichkeiten zu arbeiten - wie jeder Hochleistungssportler. Statt den kompletten Körper zu schonen, kann ich das verletzte Areal isolieren bzw. drumrumarbeiten.
Versteht halt nicht jeder Arzt, wohl weil viele Menschen sich von ihrem Körper entfremdet haben. Das beobachte ich auf der Straße, in der U-Bahn und in öffentlichen Einrichtungen. Sie halten und behandeln ihren Körper schlecht. Vielleicht ist ihnen nur nicht bewusst, was er zu leisten im Stande ist. Möglicherweise wissen sie auch nur nicht, dass jegliche Form der Bewegung Tanz ist. Körperspannung bedeutet Leben. Tanzen Sie doch mal zur Arbeit anstatt sich im Fitnessstudio den neuesten Quark aufquatschen zu lassen. Spüren Sie Ihre Muskulatur beim Sitzen oder Gehen und spannen Sie dabei den Beckenboden an. Das entlastet die Schultern und hilft bei Nackenschmerzen. Ich schmiere einstweilen Voltaren auf meine Schulter und lasse die Liegestützen andere machen.
Eine schöne Zeitlupenaufnahme. Was glauben Sie, wo die Muckis herkommen?
Sieht so leicht aus
Bitte beachten Sie hier den jungen Mann in blau:
Aus dem Broadway Dance Studio, das ich - wann immer mir möglich - besuche:
Und zum Schluss eine Alternative zum Fitnessstudio. Kann ganz einfach zu Hause absolviert werden:
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Mittwoch, 3. April 2013
And that is what I brought to my dancing...
frau klugscheisser, 16:53h
Was ich dieser Tage so mache:
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Tempest in a Teapot
frau klugscheisser, 16:42h
Wenn ich von einem langen Flug heimkomme - vor allem von Nachtflügen oder solchen vor denen ich weniger als vier Stunden geschlafen habe - bin ich so dünnhäutig, dass sich meine sonstige Gelassenheit schon mal verabschiedet. Am nächsten Tag, wenn sich die Müdigkeit und Emotionalität gelegt hat, denke ich immer, wie seltsam es ist, dass ich mich an völlig unwichtigem Kram erhitzen kann. Da hilft auch die ganze Altersweisheit nix. Nur gut, dass ich es inzwischen einschätzen kann. Aushalten lautet da die Devise. Und vorsichtig abwägen, ob sich der Sturm im Wasserglas wirklich lohnt.
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Freitag, 15. Februar 2013
The Poets Dance
frau klugscheisser, 11:03h
"Singers and Musicians are some of the most driven, courageous people on the face of the earth. They deal with more day-to-day rejection in one year than most people do in a lifetime. Every day, they face the financial challenge of living a freelance lifestyle, the disrespect of people who think they should get real jobs, and their own fear that they'll never work again. Every day, they have to ignore the possibility that the vision they have dedicated their lives to is a pipe dream. With every note, they stretch themselves, emotionally and physically, risking criticism and judgment. With every passing year, many of them watch as the other people their age achieve the predictable milestones of normal life - the car, the family, the house, the nest egg. Why? Because musicians and singers are willing to give their entire lives to a moment - to that melody, that lyric, that chord, or that interpretation that will stir the audience's soul. Singers and Musicians are beings who have tasted life's nectar in that crystal moment when they poured out their creative spirit and touched another's heart. In that instant, they were as close to magic, God, and perfection as anyone could ever be. And in their own hearts, they know that to dedicate oneself to that moment is worth a thousand lifetimes."
- David Ackert, LA Times
- David Ackert, LA Times
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Mittwoch, 23. Januar 2013
What a Difference a Day Made
frau klugscheisser, 10:05h
Schon wieder ein Jahr vorbei. Das merkwürdige am Älterwerden - wir haben es bereits diskutiert - ist ja die Tatsache, dass es unmerklich geschieht. Eines Tages wachst Du dann auf und BAM! da sind die grauen Haare und die Falten und Dellen und die Hüft- und Knieschmerzen, die nicht mehr von alleine weggehen. Da ist nichts wegzudiskutieren.
Leute machen dir vielleicht noch Komplimente, dass du doch viel jünger aussiehst - würde auch keiner aussprechen, wenn das Gegenteil der Fall wäre. Aber irgendwann zieht das auch nicht mehr, denn was macht es aus, ob du wie 70 aussiehst, wenn du in Wirklichkeit 80 bist.
Also die schöne Zeit nutzen oder sie einfach schön machen. Das ist der Vorteil am Älterwerden, ich (er-)warte nicht mehr, ich richt's mir stattdessen selber ein.
Schöner Tag war das gestern, gefüllt mit vielen guten Wünschen und Umarmungen. Und mit ein wenig Muskelkater, selbstgewählter. Ausserdem etwas getan, was ich vorher noch nie getan habe (Memo: das ist doch der Punkt auf dieser Jahresrückblicksliste) und etwas gefragt worden, was ich immer schon gefragt werden wollte, jedoch nie zu träumen wagte. Alles in allem kann's jetzt so weitergehen.
Leute machen dir vielleicht noch Komplimente, dass du doch viel jünger aussiehst - würde auch keiner aussprechen, wenn das Gegenteil der Fall wäre. Aber irgendwann zieht das auch nicht mehr, denn was macht es aus, ob du wie 70 aussiehst, wenn du in Wirklichkeit 80 bist.
Also die schöne Zeit nutzen oder sie einfach schön machen. Das ist der Vorteil am Älterwerden, ich (er-)warte nicht mehr, ich richt's mir stattdessen selber ein.
Schöner Tag war das gestern, gefüllt mit vielen guten Wünschen und Umarmungen. Und mit ein wenig Muskelkater, selbstgewählter. Ausserdem etwas getan, was ich vorher noch nie getan habe (Memo: das ist doch der Punkt auf dieser Jahresrückblicksliste) und etwas gefragt worden, was ich immer schon gefragt werden wollte, jedoch nie zu träumen wagte. Alles in allem kann's jetzt so weitergehen.
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Donnerstag, 3. Januar 2013
Backwards
frau klugscheisser, 21:06h
1. Zugenommen oder abgenommen?
erst zu, dann wieder abgenommen.
2. Haare länger oder kürzer?
länger
3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gefühlt weitsichtiger. Die Frage muss ja nicht zwingend mit Augen zu tun haben
4. Mehr Kohle oder weniger?
Gleich. Glaub ich. Aber ich weiß ja nicht mal genau, was ich verdiene.
5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Keine Ahnung - ich glaube weniger. Sollte ich allerdings dieses Jahr mehr verdient haben, hätte ich auch mehr ausgegeben und vice versa.
6. Der hirnrissigste Plan?
Meinen Urlaub in der Psychiatrie (Praktikum) zu verbringen. Man gönnt sich ja sonst nichts.
7. Die gefährlichste Unternehmung?
Fällt mir nicht mehr ein.
8. Mehr Sport oder weniger?
Gleich. Nach wie vor regelmäßiges Laufen und Tanztraining.
9. Die teuerste Anschaffung?
Erst ein Auto, dann ein Strafzettel.
10. Das leckerste Essen?
Kann mich nicht erinnern.
11. Das beeindruckenste Buch?
Nur Fachliteratur. Die war nicht sonderlich beeindruckend.
12. Das enttäuschendste Buch?
Das gekaufte Herz von Arlie Hochschild. Arbeitspsychologische Studie mit amerikanischen FlugbegleiterInnen und sog. emotional work. Was in den Achzigern revolutionär gewesen sein mag, ist heute Alltag in fast jeder Dienstleistungsbranche.
13. Der ergreifendste Film?
Ziemlich beste Freunde (les intouchables). Gelacht, geweint, genossen.
14. Die beste Musik?
Immer die, die ich grade höre.
15. Die meiste Zeit verbracht mit…?
Studium
16. Die schönste Zeit verbracht mit… ?
Lernerei
17. Vorherrschendes Gefühl 2012?
Erschöpfung. Bald isses geschafft.
18. 2012 zum ersten Mal getan?
Eine amerikanische Serie auf französisch angesehen
Kleiderspenden für Obdachlose nach St. Petersburg gebracht.
19. 2012 nach langer Zeit wieder getan?
Gebacken. Einmal pro Woche während meines Praktikums. Jetzt kann ich Rührkuchen.
20. 3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die Anstrengung, die das Praktikum mit sich brachte.
Die
21. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
22. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Meine Mutter öfter besucht, Geduld mitgebracht.
23. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein Blumenstrauss, völlig unverhofft.
Und eine Einladung an Silvester.
24. Die schönste neue Bekanntschaft, die ich gemacht habe?
Ein paar alte Freunde innerlich verabschiedet, ein paar neue Bekannte gewonnen.
25. Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Es ist nicht einfach aber Du schaffst das.
26. Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich habe Dich lieb.
27. 2012 war mit 1 Wort…?
anstrengend
erst zu, dann wieder abgenommen.
2. Haare länger oder kürzer?
länger
3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gefühlt weitsichtiger. Die Frage muss ja nicht zwingend mit Augen zu tun haben
4. Mehr Kohle oder weniger?
Gleich. Glaub ich. Aber ich weiß ja nicht mal genau, was ich verdiene.
5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Keine Ahnung - ich glaube weniger. Sollte ich allerdings dieses Jahr mehr verdient haben, hätte ich auch mehr ausgegeben und vice versa.
6. Der hirnrissigste Plan?
Meinen Urlaub in der Psychiatrie (Praktikum) zu verbringen. Man gönnt sich ja sonst nichts.
7. Die gefährlichste Unternehmung?
Fällt mir nicht mehr ein.
8. Mehr Sport oder weniger?
Gleich. Nach wie vor regelmäßiges Laufen und Tanztraining.
9. Die teuerste Anschaffung?
Erst ein Auto, dann ein Strafzettel.
10. Das leckerste Essen?
Kann mich nicht erinnern.
11. Das beeindruckenste Buch?
Nur Fachliteratur. Die war nicht sonderlich beeindruckend.
12. Das enttäuschendste Buch?
Das gekaufte Herz von Arlie Hochschild. Arbeitspsychologische Studie mit amerikanischen FlugbegleiterInnen und sog. emotional work. Was in den Achzigern revolutionär gewesen sein mag, ist heute Alltag in fast jeder Dienstleistungsbranche.
13. Der ergreifendste Film?
Ziemlich beste Freunde (les intouchables). Gelacht, geweint, genossen.
14. Die beste Musik?
Immer die, die ich grade höre.
15. Die meiste Zeit verbracht mit…?
Studium
16. Die schönste Zeit verbracht mit… ?
Lernerei
17. Vorherrschendes Gefühl 2012?
Erschöpfung. Bald isses geschafft.
18. 2012 zum ersten Mal getan?
Eine amerikanische Serie auf französisch angesehen
Kleiderspenden für Obdachlose nach St. Petersburg gebracht.
19. 2012 nach langer Zeit wieder getan?
Gebacken. Einmal pro Woche während meines Praktikums. Jetzt kann ich Rührkuchen.
20. 3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die Anstrengung, die das Praktikum mit sich brachte.
Die
21. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
22. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Meine Mutter öfter besucht, Geduld mitgebracht.
23. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein Blumenstrauss, völlig unverhofft.
Und eine Einladung an Silvester.
24. Die schönste neue Bekanntschaft, die ich gemacht habe?
Ein paar alte Freunde innerlich verabschiedet, ein paar neue Bekannte gewonnen.
25. Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Es ist nicht einfach aber Du schaffst das.
26. Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich habe Dich lieb.
27. 2012 war mit 1 Wort…?
anstrengend
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Dienstag, 11. Dezember 2012
Just a Song About Ping Pong
frau klugscheisser, 11:17h
Vor langer Zeit gab es mal so ein Spiel (Stöckchen) in der Blogosphäre, bei dem man testen konnte, ob die eigene Blogseite in China verboten wäre. Damals fand ich das lustig und mein Blog war tatsächlich von China aus nicht erreichbar. Heute finde ich es weniger lustig, habe ich doch auch den Film über Ai Wei Wei und seinen Widerstand gegen das vorherrschende System via Twittr und Facebuch gesehen. Wobei die politischen Implikationen - so schwerwiegend sie auch sein mögen - hier nebensächlich sein sollen.
Ich sitze also irgendwo in China in einem Hotelzimmer und kann harmlose Blogs, Facebuch, Twittr und andere sonst regelmäßig besuchte Seiten nicht öffnen. Selbst während ich diesen Bericht schreibe, bin ich mir nicht sicher, ob ich ihn von hier überhaupt veröffentlichen kann. Für mich ist das nebensächlich, denn in 48 Stunden werde ich es wieder können und mich wundern, warum ich so Banales überhaupt vermissen konnte. Aber hier kämpfe ich gegen Schlaflosigkeit und Zeitverschiebung, zwei mächtige Gegner, die locker Prioritäten an den Rand der Matte drängen.
Überhaupt gibt es so dumme Gewohnheiten, die man sich nur schwer abgewöhnen kann. Beispielsweise bestelle ich hier immer wieder Hühnersuppe - das ist so eine fette Brühe, in der ein halbes Hühnchen versenkt wurde - obwohl ich sie dann nicht esse. Oder ich schlafe länger als vorgesehen und sehe dann den ganzen Tag kein natürliches Licht, weil das hier früher aus ist als daheim und bin dann depressiv. Oder ich tippe eben Internetadressen ein, die dann nicht geöffnet werden. Gewohnheiten stehen offenbar über Intellekt also irgendwo im Amphibienhirn. Und das funktioniert vor allem bei Hunger und Müdigkeit.
Nebenbei bemerkt ist Ping Pong nicht nur ein onomatopoethisches Wort, sondern auch ein chinesisch gängiger Name. Das aber nur so am Rande.
Ich sitze also irgendwo in China in einem Hotelzimmer und kann harmlose Blogs, Facebuch, Twittr und andere sonst regelmäßig besuchte Seiten nicht öffnen. Selbst während ich diesen Bericht schreibe, bin ich mir nicht sicher, ob ich ihn von hier überhaupt veröffentlichen kann. Für mich ist das nebensächlich, denn in 48 Stunden werde ich es wieder können und mich wundern, warum ich so Banales überhaupt vermissen konnte. Aber hier kämpfe ich gegen Schlaflosigkeit und Zeitverschiebung, zwei mächtige Gegner, die locker Prioritäten an den Rand der Matte drängen.
Überhaupt gibt es so dumme Gewohnheiten, die man sich nur schwer abgewöhnen kann. Beispielsweise bestelle ich hier immer wieder Hühnersuppe - das ist so eine fette Brühe, in der ein halbes Hühnchen versenkt wurde - obwohl ich sie dann nicht esse. Oder ich schlafe länger als vorgesehen und sehe dann den ganzen Tag kein natürliches Licht, weil das hier früher aus ist als daheim und bin dann depressiv. Oder ich tippe eben Internetadressen ein, die dann nicht geöffnet werden. Gewohnheiten stehen offenbar über Intellekt also irgendwo im Amphibienhirn. Und das funktioniert vor allem bei Hunger und Müdigkeit.
Nebenbei bemerkt ist Ping Pong nicht nur ein onomatopoethisches Wort, sondern auch ein chinesisch gängiger Name. Das aber nur so am Rande.
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Donnerstag, 22. November 2012
Rosi, was hat die Zeit aus Dir gemacht?
frau klugscheisser, 01:28h
Es gibt ein neues Video von einer neuen Gruppe über einen alten urmünchnerischen Schlager:
Rein zufällig kenne ich die junge Dame, die da im Video tanzt. In Wirklichkeit ist sie fast noch schöner. Und dann musste ich ganz intuitiv wieder ans Älterwerden denken und an Bette Davis' Ausspruch, dass alt werden nichts für Feiglinge ist.
Ich habe so meine ganz persönlichen Schwierigkeiten mit dem Älterwerden und natürlich auch meine ganz persönlichen Gedanken dazu. Als Kind konnte ich es kaum erwarten älter zu werden. Dabei bemerkte ich zwar meine eigene Veränderung, nicht aber die meiner Umwelt. Junge Menschen waren jung und Alte eben alt. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass meine Eltern oder gar Grosseltern ebenfalls einmal Kind gewesen sein sollen. Fotos aus ihrer Jugend waren Schwarzweiss und so stellte ich mir halt auch die Welt vor, in der sie groß geworden sind. Weil die Welt aber in Wirklichkeit bunt war, konnten die Abgebildeten auch nicht echt sein. So meine Vermutung.
Dann wurde ich älter und konnte mir nicht vorstellen, anders zu sein als bisher. Es war und ist immer noch ein wenig als verliefe mein Leben auf einem Achsendiagramm. Die Zeit auf der vertikalen Ebene, ich bewege mich aber mehr so auf der horizontalen. Keine Sprünge, mehr kontinuierliche Veränderung nach oben oder unten. Wenn man die nicht genau verfolgt, kommen dann diese Hopplamomente. Hoppla, da ist die Haut aber faltig/dellig/welk. Hoppla jetzt bin ich aber müde. Hoppla so unaufgeregt war ich ja noch nie. Die Hopplas sind sowas wie ein natürlicher Weckruf. Wer den verpennt, dem geht's womöglich wie Rosi im Video.
Das Rezept heisst dann wohl Hinschauen wo's weh tut. Und dann das beste draus machen. Das zumindest rät die angewandte Psychologie. Paul Baltes empfiehlt das SOK Modell. Selektieren, optimieren und kompensieren. Rubinstein hat beispielsweise im hohen Alter sein Repertoire stark eingegrenzt und schnelle Läufe einfach ein wenig langsamer begonnen. Wer mehr wissen will, kann sich dieses Filmchen ansehen. Man könnte auch behaupten, wer alt wird hat Glück. Könnte nämlich alles schlimmer sein.
Rein zufällig kenne ich die junge Dame, die da im Video tanzt. In Wirklichkeit ist sie fast noch schöner. Und dann musste ich ganz intuitiv wieder ans Älterwerden denken und an Bette Davis' Ausspruch, dass alt werden nichts für Feiglinge ist.
Ich habe so meine ganz persönlichen Schwierigkeiten mit dem Älterwerden und natürlich auch meine ganz persönlichen Gedanken dazu. Als Kind konnte ich es kaum erwarten älter zu werden. Dabei bemerkte ich zwar meine eigene Veränderung, nicht aber die meiner Umwelt. Junge Menschen waren jung und Alte eben alt. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass meine Eltern oder gar Grosseltern ebenfalls einmal Kind gewesen sein sollen. Fotos aus ihrer Jugend waren Schwarzweiss und so stellte ich mir halt auch die Welt vor, in der sie groß geworden sind. Weil die Welt aber in Wirklichkeit bunt war, konnten die Abgebildeten auch nicht echt sein. So meine Vermutung.
Dann wurde ich älter und konnte mir nicht vorstellen, anders zu sein als bisher. Es war und ist immer noch ein wenig als verliefe mein Leben auf einem Achsendiagramm. Die Zeit auf der vertikalen Ebene, ich bewege mich aber mehr so auf der horizontalen. Keine Sprünge, mehr kontinuierliche Veränderung nach oben oder unten. Wenn man die nicht genau verfolgt, kommen dann diese Hopplamomente. Hoppla, da ist die Haut aber faltig/dellig/welk. Hoppla jetzt bin ich aber müde. Hoppla so unaufgeregt war ich ja noch nie. Die Hopplas sind sowas wie ein natürlicher Weckruf. Wer den verpennt, dem geht's womöglich wie Rosi im Video.
Das Rezept heisst dann wohl Hinschauen wo's weh tut. Und dann das beste draus machen. Das zumindest rät die angewandte Psychologie. Paul Baltes empfiehlt das SOK Modell. Selektieren, optimieren und kompensieren. Rubinstein hat beispielsweise im hohen Alter sein Repertoire stark eingegrenzt und schnelle Läufe einfach ein wenig langsamer begonnen. Wer mehr wissen will, kann sich dieses Filmchen ansehen. Man könnte auch behaupten, wer alt wird hat Glück. Könnte nämlich alles schlimmer sein.
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Mittwoch, 21. November 2012
Ja in Schwabing gibt's a Kneip'n
frau klugscheisser, 12:07h
Helga schrieb über Neuhausen und rief die Geister aus dem Rest von München (hier Ludwigsvorstadt). Ich folge nun diesem Ruf für mein Stadtviertel.
In München hat mir mal einer erzählt, in München sei das ähnlich wie in Berlin. Da geht man nicht gerne raus aus seinem Viertel. Damals habe ich drüber gelacht, denn mich hat der Zufall - genauer gesagt der männliche Zufall - nach Schwabing-West verschlagen. Ich hätte mir damals vorstellen können, überall in München zu wohnen, denn München fand ich insgesamt einfach großartig. Geboren bin ich in Haidhausen im Rechts der Isar, die ersten Jahre in Giesing, genauer gesagt am Ostfriedhof verbracht, dann... ach das können Sie auch hier alles selber nochmal nachlesen. Wenn mich damals einer gefragt hat, wie mein Stadtviertel heisst, dann wusste ich darauf keine Antwort. Irgendwo in Schwabing halt.

Eigentlich ist Schwabing aber weiter östlich. Mit Schwabing verbindet man die Leopoldstrasse und die Schickeria. Schwabing West ist eher so eine Art Niemandsland zwischen den Grosskopferten und den Studenten. Das alte Künstlerviertel ist es, denn hier haben viele kreative Köpfe gewohnt, der Rilke beispielsweise und der Fassbender. In der Agnesstrasse 16 war der Monaco Franze daheim mit seinem Spatzl und am Elisabethmarkt hat die Haushälterin das teuerste Petersiliensträusserl aller Zeiten für's Mittagessen erworben - natürlich nur in der bekannten Serie. Und das Rossini, das allerdings nie wirklich so hieß, liegt auch hier im Viertel (Romagna Antica in der Elisabethstrasse war das Vorbild für's Rossini, nicht das gleichnamige Rossini in der Türkenstrasse). Jedes Jahr im Sommer machen die Künstler ihre Ateliers für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Veranstaltung heisst Kunst im Karree im gefühlten Schwabing. Auch hier weiss man scheinbar nicht so recht, wo's denn nun stattfindet.
Der alte Nordfriedhof ist noch so ein Indiz dafür, dass die Aufteilung in Stadtbezirke nicht so ganz eindeutig funktioniert. Der wird nämlich gerne Schwabing-West zugeordnet. Da dort nicht mehr getrauert wird, finden sich ganzjährig Kinderwagenfahrer, Jogger und im Sommer Sonnengenießer auf den Grünflächen ein. Ich selbst gehe da auch immer zum "Probeliegen". Inzwischen hat die Stadtverwaltung schicke Hinweistafeln angebracht, auf denen um diverses Verhalten (nicht Radlfahren und nicht Picknicken, dafür wird joggen geduldet) gebeten wird. Ohne die Hochglanztafeln hat's aber auch gut funktioniert.

Das Haus Savoy, ein ehemaliges Appartmenthotel, in dessen Keller nach dem Krieg ein Nobelitaliener die Reichen und Schönen bekochte. Franz Josef Strauss, der Schwarzenegger und Königin Silvia sollen hier verkehrt haben, Alexander Kluge hat hier ordentlich Essen gelernt und der Eichinger sogar im Hinterhaus gewohnt. Überhaupt gibt's im ganzen Viertel viele kleine Restaurants und Kneipen. Le Colonne (für Kenner vom Monaco Franze sind die Räumlichkeiten in "die italienische Angelegenheit" wiederzuerkennen), Dali, Calypso, jede Richtung ist vertreten, weniges allerdings sehr zu empfehlen. In der Reizbar fand übrigens 2006 die erste Bloglesung Münchens statt. Zum Einkaufen braucht man nicht weit, denn kleine Läden existieren an jeder Ecke. Der Karstadt am Nordbad führt alles andere, wofür man sonst in die Innenstadt müsste.
Die ist übrigens nur drei bis vier Ubahnstationen entfernt. Überhaupt ist die öffentliche Verkehrsanbindung ganz prima. In Nullkommanix und fast ohne Stau ist der Mittlere Ring mit Anschluss zur A9 erreicht. Am Hohenzollernplatz kreuzen sich Ubahn und Tram, ein Bus fährt zur Münchner Freiheit und die Nachtlinie 27 bringt alle aus der Innenstadt heim zum Kurfürsten-, Elisabeth- oder Hohenzollernplatz. Bis auf ein paar Bsuffene ist es nämlich nachts sehr ruhig im Viertel, da hier vorwiegend Familien und Mittelständische wohnen. Als ich vor einigen Jahren Wohneigentum erwerben wollte, bemerkte ich, wie ich mich immer mehr auf dieses Viertel einschoß. Die Preise aber auch. So muss ein potentieller Käufer schon für läppische 40m² mit mindestens einer Viertelmillion rechnen. Das hat mich schließlich von meinem Vorhaben wieder abgebracht.

Die schönen alten Häuser gibt's schon noch. Ansonsten wird hier viel gebaut, renoviert, umgestaltet und dann für teures Geld vermietet oder verkauft. Und die kleinen Ecken existieren noch. Wunderschöne Motive, beispielsweise die schönste Kirschblütenstrasse Münchens oder eine alte Garage. ein Freibad in der Georgenschwaige und der Luitpoldpark im Norden (gehört der eigentlich noch dazu?), mehrere Theater (Schauburg und Schwere Reiter) und ein Programmkino, das aber schon wieder zur Maxvorstadt gehört. Macht aber nichts, denn im Gegensatz zu den Berlinern verlassen wir Münchner unser Viertel gelegentlich - wenn auch nur kurz.
Falls Sie mehr Bilder sehen wollen, könnte ich eventuell demnächst...
In München hat mir mal einer erzählt, in München sei das ähnlich wie in Berlin. Da geht man nicht gerne raus aus seinem Viertel. Damals habe ich drüber gelacht, denn mich hat der Zufall - genauer gesagt der männliche Zufall - nach Schwabing-West verschlagen. Ich hätte mir damals vorstellen können, überall in München zu wohnen, denn München fand ich insgesamt einfach großartig. Geboren bin ich in Haidhausen im Rechts der Isar, die ersten Jahre in Giesing, genauer gesagt am Ostfriedhof verbracht, dann... ach das können Sie auch hier alles selber nochmal nachlesen. Wenn mich damals einer gefragt hat, wie mein Stadtviertel heisst, dann wusste ich darauf keine Antwort. Irgendwo in Schwabing halt.

Eigentlich ist Schwabing aber weiter östlich. Mit Schwabing verbindet man die Leopoldstrasse und die Schickeria. Schwabing West ist eher so eine Art Niemandsland zwischen den Grosskopferten und den Studenten. Das alte Künstlerviertel ist es, denn hier haben viele kreative Köpfe gewohnt, der Rilke beispielsweise und der Fassbender. In der Agnesstrasse 16 war der Monaco Franze daheim mit seinem Spatzl und am Elisabethmarkt hat die Haushälterin das teuerste Petersiliensträusserl aller Zeiten für's Mittagessen erworben - natürlich nur in der bekannten Serie. Und das Rossini, das allerdings nie wirklich so hieß, liegt auch hier im Viertel (Romagna Antica in der Elisabethstrasse war das Vorbild für's Rossini, nicht das gleichnamige Rossini in der Türkenstrasse). Jedes Jahr im Sommer machen die Künstler ihre Ateliers für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Veranstaltung heisst Kunst im Karree im gefühlten Schwabing. Auch hier weiss man scheinbar nicht so recht, wo's denn nun stattfindet.
Der alte Nordfriedhof ist noch so ein Indiz dafür, dass die Aufteilung in Stadtbezirke nicht so ganz eindeutig funktioniert. Der wird nämlich gerne Schwabing-West zugeordnet. Da dort nicht mehr getrauert wird, finden sich ganzjährig Kinderwagenfahrer, Jogger und im Sommer Sonnengenießer auf den Grünflächen ein. Ich selbst gehe da auch immer zum "Probeliegen". Inzwischen hat die Stadtverwaltung schicke Hinweistafeln angebracht, auf denen um diverses Verhalten (nicht Radlfahren und nicht Picknicken, dafür wird joggen geduldet) gebeten wird. Ohne die Hochglanztafeln hat's aber auch gut funktioniert.

Das Haus Savoy, ein ehemaliges Appartmenthotel, in dessen Keller nach dem Krieg ein Nobelitaliener die Reichen und Schönen bekochte. Franz Josef Strauss, der Schwarzenegger und Königin Silvia sollen hier verkehrt haben, Alexander Kluge hat hier ordentlich Essen gelernt und der Eichinger sogar im Hinterhaus gewohnt. Überhaupt gibt's im ganzen Viertel viele kleine Restaurants und Kneipen. Le Colonne (für Kenner vom Monaco Franze sind die Räumlichkeiten in "die italienische Angelegenheit" wiederzuerkennen), Dali, Calypso, jede Richtung ist vertreten, weniges allerdings sehr zu empfehlen. In der Reizbar fand übrigens 2006 die erste Bloglesung Münchens statt. Zum Einkaufen braucht man nicht weit, denn kleine Läden existieren an jeder Ecke. Der Karstadt am Nordbad führt alles andere, wofür man sonst in die Innenstadt müsste.
Die ist übrigens nur drei bis vier Ubahnstationen entfernt. Überhaupt ist die öffentliche Verkehrsanbindung ganz prima. In Nullkommanix und fast ohne Stau ist der Mittlere Ring mit Anschluss zur A9 erreicht. Am Hohenzollernplatz kreuzen sich Ubahn und Tram, ein Bus fährt zur Münchner Freiheit und die Nachtlinie 27 bringt alle aus der Innenstadt heim zum Kurfürsten-, Elisabeth- oder Hohenzollernplatz. Bis auf ein paar Bsuffene ist es nämlich nachts sehr ruhig im Viertel, da hier vorwiegend Familien und Mittelständische wohnen. Als ich vor einigen Jahren Wohneigentum erwerben wollte, bemerkte ich, wie ich mich immer mehr auf dieses Viertel einschoß. Die Preise aber auch. So muss ein potentieller Käufer schon für läppische 40m² mit mindestens einer Viertelmillion rechnen. Das hat mich schließlich von meinem Vorhaben wieder abgebracht.

Die schönen alten Häuser gibt's schon noch. Ansonsten wird hier viel gebaut, renoviert, umgestaltet und dann für teures Geld vermietet oder verkauft. Und die kleinen Ecken existieren noch. Wunderschöne Motive, beispielsweise die schönste Kirschblütenstrasse Münchens oder eine alte Garage. ein Freibad in der Georgenschwaige und der Luitpoldpark im Norden (gehört der eigentlich noch dazu?), mehrere Theater (Schauburg und Schwere Reiter) und ein Programmkino, das aber schon wieder zur Maxvorstadt gehört. Macht aber nichts, denn im Gegensatz zu den Berlinern verlassen wir Münchner unser Viertel gelegentlich - wenn auch nur kurz.
Falls Sie mehr Bilder sehen wollen, könnte ich eventuell demnächst...
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