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Freitag, 6. September 2013
Little Things
frau klugscheisser, 10:26h
being in love with life
Es ist ganz eigenartig, wie plötzlich die kleinen Dinge in den Vordergrund rücken, wenn einem der Boden unter den Füssen weggezogen wird. Das muss nicht zwingend mit einer lebensbedrohlichen Krankheit in Verbindung stehen. Es genügt, wenn der gewohnte Alltag plötzlich nicht mehr funktioniert, wenn die vermeindliche Sicherheit fehlt, nach der wir so sehr suchen und die doch immer eine Illusion sein wird. Dann öffnet sich plötzlich ein Raum, in dem man die Umgebung und, in Verbindung mit ihr, sich selbst viel stärker wahrnimmt. Dann lebt man im Augenblick. Schade, dass dafür erst etwas Einschneidendes geschehen muss.
Ich spüre gerade alles sehr bewusst, freue mich an den Klängen aus einem offenen Fenster oder dem Lächeln einer gegenübersitzenden Frau in der U-Bahn. Freundliche Worte wärmen mein Herz und in Umarmungen kann ich hineinfallen. Noch nie war ich so losgelöst von äusseren Umständen meines Lebens glücklich. Seltsam ist das vor allem für meine Mitmenschen, die von mir einen völlig konträren Zustand erwarten und mir mit ernster Miene entgegentreten. Und dann freue ich mich, wenn ich sie mit meinem Lachen anstecken kann.
Es ist ganz eigenartig, wie plötzlich die kleinen Dinge in den Vordergrund rücken, wenn einem der Boden unter den Füssen weggezogen wird. Das muss nicht zwingend mit einer lebensbedrohlichen Krankheit in Verbindung stehen. Es genügt, wenn der gewohnte Alltag plötzlich nicht mehr funktioniert, wenn die vermeindliche Sicherheit fehlt, nach der wir so sehr suchen und die doch immer eine Illusion sein wird. Dann öffnet sich plötzlich ein Raum, in dem man die Umgebung und, in Verbindung mit ihr, sich selbst viel stärker wahrnimmt. Dann lebt man im Augenblick. Schade, dass dafür erst etwas Einschneidendes geschehen muss.
Ich spüre gerade alles sehr bewusst, freue mich an den Klängen aus einem offenen Fenster oder dem Lächeln einer gegenübersitzenden Frau in der U-Bahn. Freundliche Worte wärmen mein Herz und in Umarmungen kann ich hineinfallen. Noch nie war ich so losgelöst von äusseren Umständen meines Lebens glücklich. Seltsam ist das vor allem für meine Mitmenschen, die von mir einen völlig konträren Zustand erwarten und mir mit ernster Miene entgegentreten. Und dann freue ich mich, wenn ich sie mit meinem Lachen anstecken kann.
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Donnerstag, 5. September 2013
I'm So Proud
frau klugscheisser, 13:01h

Champagner! Tänzerinnen!
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Body and Soul
frau klugscheisser, 06:40h
Unbedingt lesenswert:
Der Masseur, der die Menschen liebt, wie sie sind:
what people look like!
Die Frau, die Cellulite besiegte (NATÜRLICH im Kopf!):
Get the hell over it!
via Kaltmamsell ihr sein Eintrag
Der Masseur, der die Menschen liebt, wie sie sind:
what people look like!
Die Frau, die Cellulite besiegte (NATÜRLICH im Kopf!):
Get the hell over it!
via Kaltmamsell ihr sein Eintrag
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Mittwoch, 4. September 2013
Hurt so much
frau klugscheisser, 21:58h
Eine vernichtende Diagnose lässt mich ganz tief fallen. Jetzt wird vieles anders werden müssen.
I found out if you hold on too tight
You might lose everything you have.
Deborah Cox, Hurt so much
I found out if you hold on too tight
You might lose everything you have.
Deborah Cox, Hurt so much
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Montag, 2. September 2013
Dressed to kill
frau klugscheisser, 11:47h
Ich hab' nix anzuziehen!


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Montag, 2. September 2013
I'm so tired
frau klugscheisser, 00:55h
Nach einer Phase der großen Anstrengung nun das after adrenaline Loch. Ich merke, wie mit dem letzten Satz meiner Abschlussarbeit die gesamte Energie aus mir herausschnurrt, wie die Luft aus einem Ballon. Vier Jahre Disziplinierung, vier Jahre Zurückstellen von anderen Dingen, vier Jahre des inneren Kampfes gegen das Aufgeben und das Ziel nicht verlieren. Zudem macht mir meine Verletzung schwer zu schaffen. Ich kann mich nicht ohne Schmerzen sportlich betätigen, ganz zu schweigen von langem Stehen und Gehen in der Kabine. All das zehrt sehr am Gemüt. Aber weil ich schon groß bin und so manche Unwetter überstanden habe, weiß ich, dass ich jetzt einen Fuß vor den anderen setzen muss. Nicht vordenken, nicht planen oder zweifeln, einfach einen Schritt und dann den nächsten. Und vor allem, mich dem Gefühl der Leere und Verzweiflung nicht hingeben. Ein Schritt nach dem anderen. Manches ergibt sich, wenn es gut ist. Manches kann ich gar nicht so planen, wie es sich dann als sinnvoll herausstellt. Anderes sollte ich lieber lassen. Das ist die Wand und der Kopf, der durch will. Aber die Wand ist meistens stärker. Also suche ich Türen, statt aus dem Fenster zu springen. Irgendwann wird alles wieder anders. Ich bin sicher. Fast.
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Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln geh'n
frau klugscheisser, 17:02h
Eine Freundin ist letztes Jahr zu einem großen Abenteuer aufgebrochen, von dem sie nicht sicher war, wie lange es dauern würde. Sie machte einen Segelschein, suchte sich einen Mann mit Boot und startete mit ihm im Juni 2012 von den Kanaren eine Weltumsegelung. Seitdem verfolge ich gespannt ihre Texte und Bilder von der Alita. Es scheint, als wolle sie diesen Trip noch um einige Zeit ausdehnen.

Bild: Alita©Michaela Huss
Ich bewundere nicht nur ihren Mut, sondern auch die Zielstrebigkeit, mit der sie die Vorbereitung zu dieser Reise plante. Sie brauchte einen Mann mit Boot. Schön, hat sie sich ebenauf die Suche gemacht und wurde fündig, hat ein paar Wochen ausprobiert, ob man es auch für längere Zeit miteinander aushalten würde und es klappte. Sie brauchte einen Zwischenmieter für ihr kleines Häuschen in München. Checked. Sie brauchte eine Lösung für ihre Arbeit bis auf Weiteres. Checked. Sie brauchte Freunde, die sich um laufende Verpflichtungen kümmern. Checked. Und weil sie keine Aussteigerin ist, sondern wieder in ihr altes Leben zurückkehren wird, musste sie all das sehr sorgsam planen.
Ab hier muss ich ein wenig ausholen. Als ich vor einigen Jahren als Tauchlehrer tätig war, wollte ich immer mal für eine Weile nach Tonga. Die Alita wird im November in Tonga sein. Ausserdem bin ich gerade sehr angeschlagen, sodass ich mich für längere Zeit beurlauben lassen möchte (die Kaltmamsell hat's erfunden). Möglicherweise läßt sich die Auszeit mit einem Trip nach Tonga verbinden. Das wären dann zwei Punkte auf meiner "Bucketlist". Ich habe keine Ahnung, wohin mich dieser Gedanke führen wird aber der Wunsch nach beidem ist sehr stark.
Bleiben Sie dran, wenn ich jetzt meine Träume sozusagen materialisiere.

Bild: Alita©Michaela Huss
Ich bewundere nicht nur ihren Mut, sondern auch die Zielstrebigkeit, mit der sie die Vorbereitung zu dieser Reise plante. Sie brauchte einen Mann mit Boot. Schön, hat sie sich ebenauf die Suche gemacht und wurde fündig, hat ein paar Wochen ausprobiert, ob man es auch für längere Zeit miteinander aushalten würde und es klappte. Sie brauchte einen Zwischenmieter für ihr kleines Häuschen in München. Checked. Sie brauchte eine Lösung für ihre Arbeit bis auf Weiteres. Checked. Sie brauchte Freunde, die sich um laufende Verpflichtungen kümmern. Checked. Und weil sie keine Aussteigerin ist, sondern wieder in ihr altes Leben zurückkehren wird, musste sie all das sehr sorgsam planen.
Ab hier muss ich ein wenig ausholen. Als ich vor einigen Jahren als Tauchlehrer tätig war, wollte ich immer mal für eine Weile nach Tonga. Die Alita wird im November in Tonga sein. Ausserdem bin ich gerade sehr angeschlagen, sodass ich mich für längere Zeit beurlauben lassen möchte (die Kaltmamsell hat's erfunden). Möglicherweise läßt sich die Auszeit mit einem Trip nach Tonga verbinden. Das wären dann zwei Punkte auf meiner "Bucketlist". Ich habe keine Ahnung, wohin mich dieser Gedanke führen wird aber der Wunsch nach beidem ist sehr stark.
Bleiben Sie dran, wenn ich jetzt meine Träume sozusagen materialisiere.
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Mittwoch, 21. August 2013
Sanvean
frau klugscheisser, 02:19h
Die heutige Nacht ist magisch und gut geeignet, um so Manches loszulassen.
Liebe Gaga, das ist für Dich.
Liebe Gaga, das ist für Dich.
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Dienstag, 20. August 2013
I Can't Get No Sleep
frau klugscheisser, 06:37h
Von einer Europatour zurück, die frühes und sehr frühes Aufstehen implizierte, wache ich jeden Morgen zwischen 3 und 4 Uhr auf. Das ist erst mal nicht schlimm, weil ich in der Stille der Nacht ganz gut an meiner Abschlussarbeit schreiben kann. Dann gibt es aber auch Nachteile, beispielsweise bin ich schon um 22.00 totmüde, fülle morgens die Waschmaschine und denke mir: "Ach, ich kann sie ja nicht anschalten, weil das Schleuderprogramm so laut ist" oder ich schleiche auf Zehenspitzen durch die Wohnung, damit der Untermieter nicht wach wird. Früher habe ich bei solchen Gelegenheiten immer die Goldbergvariationen von Bach aufgelegt. Der schlaflose Graf hatte sich einst daran ergötzt. Leider habe ich mich in letzter Zeit ein wenig sattgehört. Und irgendwie denke ich, sind 4-5 Stunden Schlaf pro Nacht auf Dauer auch etwas zu wenig.
Da gibt es so einiges, was mich derzeit umtreibt. Die Gedanken drängen sich in meine Träume und lassen sie so lebendig sein, als ob es gestern tatsächlich geschehen wäre. Ich weiß nicht, ob es am Schlafmangel liegt oder an meiner Phantasie aber diese Träume sind manchmal sogar besser als der langweilige Alltag. Weil ich verletzungsbedingt immer noch keinen Sport treiben darf, ist mein Energieüberschuss inzwischen so immens, dass ich auch im Schlaf mehr zapple als sonst. Vielleicht renkt sich alles wieder ein, wenn ich mich wieder auspowern kann. Wann das sein wird, steht noch in den Sternen. Und die schaue ich mir jetzt am Nachthimmel an.
Da gibt es so einiges, was mich derzeit umtreibt. Die Gedanken drängen sich in meine Träume und lassen sie so lebendig sein, als ob es gestern tatsächlich geschehen wäre. Ich weiß nicht, ob es am Schlafmangel liegt oder an meiner Phantasie aber diese Träume sind manchmal sogar besser als der langweilige Alltag. Weil ich verletzungsbedingt immer noch keinen Sport treiben darf, ist mein Energieüberschuss inzwischen so immens, dass ich auch im Schlaf mehr zapple als sonst. Vielleicht renkt sich alles wieder ein, wenn ich mich wieder auspowern kann. Wann das sein wird, steht noch in den Sternen. Und die schaue ich mir jetzt am Nachthimmel an.
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Mittwoch, 7. August 2013
A room with a view (40)
frau klugscheisser, 18:20h


Vancouver
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Montag, 29. Juli 2013
Body Talk
frau klugscheisser, 09:50h
Lieber Körper,
wir kennen uns nun schon seit vielen Jahren. Im Großen und Ganzen war unsere Beziehung auch relativ ausgewogen, wenn ich auch nicht immer mit Deinem Erscheinungsbild oder Deiner Leistung einverstanden war. Du hast meistens das gemacht, was ich von Dir wollte. Manches mit Leichtigkeit, gelegentlich gab's hinterher Beschwerden. Irgendwie haben wir uns immer wieder versöhnt. Aber jetzt müssen wir reden.
Das was Du da gerade veranstaltest ist nicht fair, das weißt Du. Ich habe Dich nicht gequält, habe Dir reichlich gutes Essen und viel Flüssigkeit zukommen lassen, dafür gesorgt, dass Du Deine Ruhephasen hast. Und im Gegenzug tust Du mir weh, sorgst dafür, dass ich keinen Spaß mehr habe und verhinderst alles, was mich glücklich macht. Du gewinnst immer, weil Du stärker bist als ich. Ich will auch gar nicht gegen Dich kämpfen, sondern mit Dir das machen, was wir gut können: laufen, springen, Pirouetten drehen. Wie lange willst Du das so durchziehen? Dir ist hoffentlich bewußt, dass wir uns nicht trennen können und das alles irgendwann auch zu Deinem Nachteil ausfällt. Also überleg's Dir gut und streng Dich gefälligst ein wenig an. Denn jede Beziehung besteht aus Geben und Nehmen. Jetzt wärst Du langsam mal wieder mit Geben dran.
Herzlichst
Deine Frau Klugscheisser
wir kennen uns nun schon seit vielen Jahren. Im Großen und Ganzen war unsere Beziehung auch relativ ausgewogen, wenn ich auch nicht immer mit Deinem Erscheinungsbild oder Deiner Leistung einverstanden war. Du hast meistens das gemacht, was ich von Dir wollte. Manches mit Leichtigkeit, gelegentlich gab's hinterher Beschwerden. Irgendwie haben wir uns immer wieder versöhnt. Aber jetzt müssen wir reden.
Das was Du da gerade veranstaltest ist nicht fair, das weißt Du. Ich habe Dich nicht gequält, habe Dir reichlich gutes Essen und viel Flüssigkeit zukommen lassen, dafür gesorgt, dass Du Deine Ruhephasen hast. Und im Gegenzug tust Du mir weh, sorgst dafür, dass ich keinen Spaß mehr habe und verhinderst alles, was mich glücklich macht. Du gewinnst immer, weil Du stärker bist als ich. Ich will auch gar nicht gegen Dich kämpfen, sondern mit Dir das machen, was wir gut können: laufen, springen, Pirouetten drehen. Wie lange willst Du das so durchziehen? Dir ist hoffentlich bewußt, dass wir uns nicht trennen können und das alles irgendwann auch zu Deinem Nachteil ausfällt. Also überleg's Dir gut und streng Dich gefälligst ein wenig an. Denn jede Beziehung besteht aus Geben und Nehmen. Jetzt wärst Du langsam mal wieder mit Geben dran.
Herzlichst
Deine Frau Klugscheisser
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Donnerstag, 25. Juli 2013
The Grass is Greener on the Other Side
frau klugscheisser, 09:30h

Wünschen darf man immer. Die Frage ist, ob der Vollmond dabei hilft, dessen Erfüllung auf den Weg zu bringen. Immerhin werden ihm außer Kräften zum Bewegen von Wassermassen auch weitere für Pflanzenwachstum und Friseurbesuche zugeschrieben. Hätte ich einen Mondkalender, würde ich mir jeden Tag einen Wunsch erfüllen. Weniger bei abnehmendem und mehr bei zunehmendem Mond. Alter, mach endlich einer das Licht da oben aus!
~
Warum es hier so ruhig geworden ist, hat zwei Haupt- und diverse Nebengründe. Man könnte es auch als Ausreden bezeichnen. Nummer eins ist das Schreiben an meiner wissenschaftlichen Abschlussarbeit. Aber das ist der noch geneigten Leserschaft nichts Neues. Neu ist allerdings Grund Nummer zwei. Durch eine arge Verletzung an der Hüfte kann ich nicht mehr tanzen. Und nicht nur das, auch Laufen oder Wandern sind zu einem schmerzhaften Unterfangen geworden. Dafür habe ich Spaß bei der Physio - so weit man an Schmerzen eben Spaß haben kann. Schreiben ginge noch, dafür habe ich aber zu wenig Spaß an meinem restlichen Leben.
~
Die Kaltmamsell hat mich sehr angesteckt. Nachdem ich lange nach schönen Kleidern suchte, bin ich bei ihr fündig geworden. Mein Kleiderschrank füllt sich beständig mit schönen neuen Einzelteilen. Dafür reisen alte nach St. Petersburg zu denen, die sich noch drüber freuen.
Kein Kleid, dafür schwererkennbares Detail
auf dem Rock. Das üben wir noch.
~
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