Donnerstag, 30. April 2020
Tageblog 30.4.20 - Blumenkonglomerat
Heute unter der Rubrik erste Male einen Blumenstrauß zusammengestellt. Oder wie nennt man die Kombination diverser Blüten- und Grünstengel? Ikebana ist es nicht, denn das erfordert sehr viel Geschick und vor allem Kontemplation. Was ich gemacht habe, war alles andere als kontemplativ oder geschickt. Anlass hierzu war ein Notfall der besonderen Art. Und weil außergewöhnliche Umstände auch außergewöhnliche Maßnahmen erfordern, ging ich kurzerhand Blumen besorgen. Wie schwer kann es schon sein, einen Strauß selbst zu fertigen? Die Antwort kann ich hier schon mal verraten: der Schwierigkeitsgrad hängt maßgeblich von der Anspruchshaltung der Erstellenden in Bezug auf das Ergebnis ab. Im Klartext heißt das schwer - oder zumindest schwieriger als vermutet.

Man braucht ein paar verschiedenfarbige Blumen, etwas Füllmaterial und ein bisschen grün für den Rand, das die Blüten stützt, zudem ein gutes Augenmaß, Geschmack und ein Gefühl für Pflanzen. Die Blumen waren schnell besorgt, ebenso das Füllmaterial. Geschmack und Augenmaß traue ich mir zu, nur das Gefühl für Pflanzen scheint ein bisschen zu fehlen. Kennen Sie das, wenn man etwas auf eine ähnliche Länge kürzt und während des Prozesses merkt, man hat zu viel abgeschnitten? Bei Blumen bestimmen Blattansätze und Verästelung die Länge. Die Blätter machen das Wasser faulig, folglich reißt man sie entweder ab oder kürzt den Stil darüber. Ich habe mich nach eingehender Betrachtung für die Variante 'wie die Natur sie hat wachsen lassen' entschieden, denn alles andere war mir zu riskant.

Bei Floristikangestellten sieht das Binden eines Straußes sehr leicht aus. Eine Hand hält die Stengel, während neue Stiele von allen Seiten ergänzt werden. Danach wird unten auf gleiche Länge gekürzt. So hatte ich einen wilden Ballen in der Hand, die Blüten nach allen Seiten geneigt und das Grün kreuz und quer. Obwohl ich gelb und rot abwechselnd ergänzte, schienen sich gleiche Farben nach dem Ablegen eigenwillig anzunähern. Mit einem Seufzen band ich die Stiele zusammen, denn die Empfängerin würde sicher selbst für das Arrangement sorgen wollen. Spätestens wenn die Tulpen nachwachsen, sind die anderen Blüten zu kurz, weshalb ich nur die Tulpen kürzte. Das Ergebnis sehen Sie hier
(und nein, ich möchte keine Krautkommentare hören!)



Das Gefühl hinterher hat was von selbstgetöpfert - man fertigt was an, das nicht richtig toll gelingt aber andere trotzdem mit dem Ergebnis beglückt. Auch in der Produktion wenig Kontemplation und mehr Konglomerat. Andererseits ist das wilde Ding vergänglich. Falls Sie also demnächst etwas selbst fertigen und es nicht gut gelingt, machen Sie den Banksy bevor es andere tun. Oder schenken Sie Pralinen. Pralinen gehen immer, und die verschwinden ganz schnell von alleine (vermutlich Verdampfung).

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Montag, 20. April 2020
Tageblog 20.4.2020 - In meinem Körper wohnen
Da ist eine Sache, über die ich schon ein paar Tage schreiben will und es dann immer wieder verwerfe, weil es trivial klingt, weil es Jammern auf hohem Niveau ist, weil ich es nicht so ganz zu fassen kriege. Wenn ich Empfindungen oder Ahnungen in Sätze packe, bin ich die Gedanken erst mal los oder habe eine solide Basis, um weiter darauf rumzudenken und Schlüsse zu ziehen. Das funktioniert auch im Gespräch, bei dem sich Gedanken entwickeln, doch braucht das einen guten Zuhörer, damit er/sie mich daran erinnert, was ich zuvor von mir gegeben habe.

In meiner Welt spielt Bewegung eine große Rolle. Nicht nur, um mich meiner überschüssigen Energie zu entledigen, sondern vor allem, um dabei meinen Körper zu spüren. Natürlich kann auch im Ruhezustand gespürt werden - der Stoff auf der Haut, ein Windhauch, die Berührung des Bodens oder einer Auflagefläche, Wärme oder Kälte und vor allem Schmerzen. Wenn ich allerdings meine Muskulatur aktiviere, die Arme hebe, die Beine anspanne, die Zehen strecke, den Rumpf drehe oder den Kopf kippe, gewinnt der Körper eine Relation zum Raum, die sich in zeitlich schnellerer Abfolge ändert als im Ruhen. Aus diesem Gefühl ziehe ich etwas Befriedigendes. Andere offenbar auch, denn sonst hätten sie keine Freude am Tanzen, Hüpfen oder Gleiten, wie es bei Rollfortbewegung der Fall ist. Ja noch mehr, ich empfinde ein regelrechtes Bedürfnis nach schnellen Abfolgen von Positionsveränderung, die allerdings abwechslungsreich sein sollten. Laufen und Schwimmen haben ihre Berechtigung, so sehr wie Tanzen hat mich eine sich wiederholende Bewegungsabfolge zu ihrem Selbstzweck aber nie gereizt. Wenn die Bewegung allerdings einem übergeordneten Zweck dient, wenn dabei eine Choreographie, ein Spiel oder ein Klang entsteht, dann wird die Bewegung zur Erfüllung meines Bedürfnisses. Radfahren ist dabei eine Ausnahme, da die Bewegung sich rhythmisch wiederholt, ich aber währenddessen andere Eindrücke sammle (Ortsveränderung, Wind, visuelle Reize).

Mein Körper war verletzungsbedingt bewegungseingeschränkt, was muskuläre Veränderungen zur Folge hatte. Weniger Leistungsfähigkeit, weniger Beweglichkeit und einhergehend auch Gewichtszunahme - zugegeben kommt das natürlich auch vom Frustessen. Die Schuhe habe ich immer mit durchgestreckten Beinen zugebunden, diverse Sitzpositionen auf dem Boden, die für andere schon sehr herausfordernd waren, bezeichnete ich als bequem. Das kommt alles wieder, habe ich mich getröstet. Aber was wenn nicht? Auch mein Älterwerden verändert den Körper nicht unwesentlich. Dabei spielt es in meiner Wahrnehmung keine Rolle, ob ich mehr Falten oder Dellen sehe und auf welcher Höhe sich Hintern und Brüste befinden. Wenn ich allerdings mehrfach am Tag Hitze- gefolgt von Kältewellen erlebe, wenn Mund, Augen und Haut extrem trocken und die Kilos bei bestimmten Bewegungen im Weg sind, dann ist das schon beeinträchtigend. Mein Körper fühlt sich einfach nicht mehr wie mein Körper an.

Dieses Fremdheitsgefühl begleitet mich nun schon seit fast einem Jahr. Ich kann nicht abschätzen, ob sich dieser Zustand durch mentale Adaptierung positiv beeinflussen ließe, weil ich noch zu sehr an einem Vorher-Nachher Status festhalte. Das Streben nach Bekanntem, das als Normalität definiert wird, dürften die Meisten gerade in der jetzigen Zeit erleben. Noch üblicher ist es bei Hochleistenden, die ein Ideal anstreben, das über ihre definierte Normalität hinausgeht. Wenn mein Körper im sportlichen oder künstlerischen Bereich Höchstleistungen vollbracht hat, ist es sehr schwer, sich an weniger zu gewöhnen. Und wo wir schon bei Gefühlen sind: die Hormone spielen im Gefühlshaushalt natürlich keine unwesentliche Rolle. Dass die gerade in mir drin Samba tanzen, ist auch nicht überraschend (Sie kennen noch diesen uralten Schlager von Tony Holiday?)

Mal abgesehen von den verletzungsbedingten Einschränkungen bedeutet Älterwerden schlichtweg Leistungsreduzierung. Die Frage, die sich mir stellt, ist, ob ich mich anpassen kann, mich irgendwann wieder wie ich selbst fühlen werde und wie ich das anstelle. Das wär' mir echt wichtig, weil anders mag ich nicht.

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Freitag, 17. April 2020
Tageblog 17.4.2020 - Work of Art
Everyday is like a blank canvas...

Der heutige Tag wird von mir zur Abwechslung mal von hinten aufgerollt. Am Abend musste ich raus, weil ich fast den ganzen Tag im Liegen verbrachte - der Rücken halt. Auf meinem kleinen Spaziergang kam ich an einer Aussengalerie vorbei.



Sowas hatte ich zum ersten Mal in Sankt Petersburg an den Häuserwänden gesehen, die zur Eremitage führten.
Große Gemälde in schweren Rahmen hingen da entlang des Kanals. Damals wunderte ich mich, heute fand ich die Idee nett, weil sie von einem Künstler stammen, der sein Atelier im Hinterhof hat und auf dem Autodach ebenfalls ein großes Werbebild spazierenfährt.
Bei meiner Heimkehr fischte ich eine Postkarte mit einem Original aus dem Briefkasten.


Wenn wir uns wiedersehen, haben wir prickelnde Getränke vor uns stehen steht am Ende der Botschaft auf der Rückseite.

Erst dachte ich, das sei ein Weinglas, ein sogenannter Römer mit einem grünen Stiel, zumal die gedichtete Zeile darunter ebenfalls auf ein Getränk hinzuweisen schien. Doch dann fiel mir auf, dass es sich um einen Baum handeln muss. Kürzlich hatte die Künstlerin ihr Interesse für Bäume in der bildenden Kunst geäussert. Jedenfalls besitze ich jetzt eine echte Nielsen und freue mich über den Postkartengruß.

Ansonsten war der Tag sehr zäh. Ich mache mir viel Gedanken um dies und jenes. Eine große Rolle spielt darin neben körperlichen Beobachtungen mein Gefühlshaushalt. Der scheint etwas aus dem Lot zu sein oder besser gesagt im Minus. Dazu aber ein andermal mehr. Durch die Rückensituation waren alle Sport- und Bewegungspläne erst einmal gestrichen. Ich tat mich schwer mit dem Binden der Schuhe und Haltungsänderungen. Auch der Tennisball, auf dem ich mich am Boden herumrollte, brachte keine Besserung. Während ich gestern noch Muskelkater vermutete, wird die Wahrscheinlichkeit eines Hexenschusses immer größer. Ist ja nicht so, als sei ich seit langer Zeit von Schmerzen verschont gewesen. Zumindest das Körperteil ist ein anderes. Die Verspannung im Rücken ist durch die Beinsache auch schon lange latent da, den letzten Kick hat er durch die gestrige Umzugshilfe bekommen.

Und weil wir schon bei Schlimmem angelangt sind, hier ein schöner Satz von Frau Novemberregen, die auf Twitter jeden Tag fragt, was alle gemacht haben und ein bisschen Sorge wegen schlimmer Antworten hatte:...und dass es immer besser ist, das Schlimme zu benennen, als es nur zu erahnen.
In diesem Sinne lege ich mich jetzt wieder hin und hoffe auf Besserung.

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Donnerstag, 16. April 2020
Tageblog 16.4.2020 - Blue

Erinnern Sie sich noch an diesen Film von Luc Besson aus dem Jahre 1988? Ich war mindestens fünf Mal über mehrere Jahre verteilt im Kino, um ihn zu sehen. Natürlich immer in Begleitung des aktuell Angebeteten. Damals war es der schönste, atmosphärischste und lustigste Film, den ich mir in meinem hormonell durchtränkten Kopf vorstellen konnte. Nüchtern betrachtet ist die Geschichte romantisierter und frauenverachtender Kitsch. Trotzdem finde ich den Film heute wegen seiner Bilder und der Musik immer noch schön. Fasziniert hat mich vor allem die zugrundeliegende Biographie des Freitauchers Jacques Mayol, die mit sehr viel künstlerischer Freiheit und auch Unwahrheiten dargestellt wurde. Jetzt fand ich einen Film auf Arte, der dem Leben des echten Jacques nachgeht. Grosse Empfehlung meinerseits für Jacques Mayol, Dolphin Man
(Edit: ich sehe gerade, dass der Film nicht mehr in der Mediathek zur Verfügung steht. Hmpf. Hier also ein kurzer Trailer)

Sehr interessant fand ich vor allem, dass die Freitaucherei - Apnoetauchen - auf die japanische Tradition der Ama-Taucherinnen zurückgeht. Im Artikel heißt es: "Historically, women were considered fit to be ama because their higher fat content would help them endure the near-freezing temperatures of seawater that they had to dive in." Und diese Aussage freut mich besonders, wo sonst - und vor allem früher - doch oft die Männer als den Frauen körperlich überlegen bezeichnet wurden. Kommt eben immer auf den Kontext an.

Jedenfalls war dieser Jacques Mayol einerseits eine faszinierende, andererseits eine tragische Gestalt. Seine große Errungenschaft waren die Tieftauchrekorde, die man nicht für menschlich möglich hielt. Getrieben durch die Sehnsucht, sich mit dem Element zu verbinden und überzeugt, den Meeressäugern ähnlich zu sein, basierte sein ganzes Leben auf der Verwirklichung seines Traumes: sich einmal für lange Zeit wie ein Delphin im Wasser zu bewegen. In dieser Manier setzte er auch seinem Leben ein Ende, in den Tiefen des Meeres verschwindend. Die Tragik war die eines Getriebenen, der Frau und Kinder zurückließ, dann die Liebe seines Lebens sterbend im Arm haltend und fortan sein restliches Leben die innere Einsamkeit nie überwindend.

Ich mag ja Menschen, die ihre Träume mit Begeisterung und Leidenschaft verfolgen, die keine Grenzen akzeptieren und sie dadurch verschieben. Und ich mag das Meer. Als ich noch tauchte, habe ich diesen unglaublich niedrigen Ruhepuls und die meditative Stille in der Tiefe sehr genossen, wie in einem alten Beitrag beschrieben. Was mir inzwischen fremd anmutet, ist diese Besessenheit, mit der Leben und Gesundheit für einen übergeordneten Zweck riskiert wird. Ich kenne dieses Gefühl, alles auf eine Karte zu setzen, koste es was es wolle. Möglicherweise bin ich aber jetzt zu alt oder psychisch zu heil, um noch einmal so erleben zu wollen.

***

Ansonsten sind die Tage zäh. Ich muss mich seit kurzem innerlich sehr aufraffen, um nicht in dieses Blue Hole zu versinken. Zu viele Gedanken kreisen da in meinem Kopf. Das Gefühl der Nutzlosigkeit bringt mich dazu, auf Seiten für ehrenamtliche Tätigkeiten zu stöbern und mir neue Beschäftigungen auszudenken. Heute half ich bei einem Umzug im Haus. Kisten kann man auch mit Abstand schleppen. Dafür schmerzt jetzt der untere Rücken. Vermutlich brauchte ich einen triftigen Grund, um morgen einfach liegenzubleiben.

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Freitag, 10. April 2020
Tageblog 10.4.2020 - Musik-Gedenken
Zum heutigen Karfreitag passt eine meiner Lieblingsaufnahmen aus Bachs Matthäuspassion, gesungen von Julia Hamari. Karl Richter dirigierte das Münchner Bachorchester und Otto Büchner spielt Violine. Die letzteren beiden sind bereits verstorben, wie auch sonst viele große Künstler aus dieser Zeit.



Es gibt eine Dokumentation über Karl Richter aus dem Jahre 2005 "Karl Richter in München - Zeitzeugen erinnern sich (1951-1981)", die in Teilen auf YT zu sehen ist. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich alt werde, denn mit dem Älterwerden entsteht automatisch auch eine gewisse Nostalgie um die Vergangenheit. Jedenfalls waren die damaligen Aufführungen von einer solchen Kraft, die ich heute kaum noch erlebe. Ja, gelegentlich gibt es diese denkwürdigen Momente noch. Eine Aufführung der Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle mit dem Sacre von Strawinsky, ein Instrumentalsolist hier oder da, insgesamt sind die Aufnahmen aber sehr spährlich gesät. Vielleicht liegt es an der allgemeinen Spezialisierung. Während jungen Musikern früher noch Rundumwissen beigebracht wurde, zählen heute nur noch die absolvierten Übungsstunden am Instrument. Das sind keine guten Voraussetzungen für intelligente Darbietungen klassischer Musik. Natürlich ändert sich der Hörgeschmack mit den Jahren, doch die alte, notierte Musik sollte doch zumindest werkgetreu wiedergegeben werden. Wenn Beethoven irgendwo ein bestimmtes Zeichen schrieb, wird das von verantwortungsvollen Interpreten auch hörbar gemacht. Die anderen spielen halt so, dass ihre Darbietung beim Publikum einen Eindruck hinterlässt.

Würden wir Kompositionen mit Bildern vergleichen, sähen wir den Unterschied zwischen einer Kopie und dem Original deutlicher. So aber gewöhnt sich das Ohr an den Mist, der halt in Dauerschleife läuft und hält es für das Werk des Komponisten, wo in Wirklichkeit nicht Beethoven, sondern Lang Lang oder Levitt abgebildet ist. Ich möchte die Errungenschaften der Künstler damit nicht schmälern, sondern einzig an die Konsumierenden appellieren, etwas genauer hinzusehen, und natürlich an das Verantwortungsbewusstsein der Musikschaffenden. Denn wie soll ein Laie zwischen Kunst und Kitsch unterscheiden können, wenn er den Maßstab, das Original nicht gesehen hat?

Sagen wir mal so: wenn ich mir eine Aufnahme von einem Interpreten anhöre, der den Markt jedes Jahr mit zig Produktionen überschwemmt oder einer recht selbstdarstellerisch agiert, liegt die Folgerung sehr nahe, dass es sich hierbei nicht gerade um authentische Aufnahmen handelt. Karajan war übrigens auch so einer, während sich beispielsweise Celibidache sehr kritisch zur Tonaufnahme verhielt. Wirklich hören kann man es durch Interpretationsvergleiche desselben Stückes. Manchmal findet da ein Stück einfach den Zugang zum Herzen und berührt etwas, das im Innersten mitschwingt. So eine Aufnahme ist oben zu hören. So denke ich an die vielen Künstler der aussterbenden Generation, die meine Hörästhetik prägten und bin dankbar und gleichzeitig wehmütig. So viele Namen, die bereits verstorben sind und solche, die aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr spielen. Manchmal lohnt es sich, nach diesen Kleinoden zu suchen.

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Freitag, 3. April 2020
Tageblog 3.4.2020 - Coronicles
Eine Frau steht am Supermarkt an der Kasse. Sie lässt das Wechselgeld fallen, sucht, hebt es auf. Ich deute auf ein 5 cent Stück, das noch am Boden liegt und sage, da liegt noch was. Sie guckt, sagt, das gehöre nicht ihr und geht. Der Sicherheitsmann hebt es auf und reicht es der Kassiererin.
Ein Mann steht sehr breit im Gang vor dem Fleischkühlregal. Ein anderer genauso breit vor den Backwaren. Ich warte geduldig, bis sie ihre Auswahl getroffen haben und passiere anschließend. Als ich die Breze herausfische, stößt der Arm einer Frau an meinen. Sie wolle ja nur kurz und macht unbeirrt weiter. Ich bin irritiert. An der Kasse achtet man dennoch auf den größtmöglichen Abstand.

Ich beobachte Menschen, die auf die Straße spucken. Das habe ich bisher nur in China gesehen. Dort schnäuzt man nicht, sondern zieht den Rotz nach innen oder entledigt sich in die andere Richtung. Das ist dort einfach so. Bei uns ist das wohl jetzt auch so.
Es sitzen jetzt viel mehr Menschen mit Masken in der U-Bahn. Manche ziehen sich einfach den Schal bis über die Nase, andere halten sich Tücher vor den Mund. Auch das kenne ich vorwiegend aus Asien. Die ohne Mundschutz sind dort Touristen. Hierzulande sind die Informationen, was Mundschutz angeht, widersprüchlich. Auf Parkbänken werden Alleinsitzende nur geduldet, wenn sie sich kurz ausruhen oder von Polizeipatrouillen nach längerem Verweilen aufgescheucht. Ein Mann isst seine Breze vor der Bäckerei in der Sonne stehend. Zwei Frauen halten hinter dem Zebrastreifen ein Abstandsschwätzchen. Mir fällt die fehlende Normalität auf.

Ich bin keine groß Spazierengehende. Draussen bewege ich mich vorwiegend mit dem Rad zu sportlichen Zwecken. Eine innere Anspannung aufgrund der derzeitigen Situation kann ich dennoch nicht leugnen. Wenn ich rausgehe, muss ich mich jedes Mal auf die Umstände feinjustieren. Es ist mir nicht mehr bewusst, dass ich anderen Menschen nicht nahe kommen sollte. Vielleicht handelt es sich hier um einen Verdrängungsmechanismus, vielleicht ist es aber auch nur die einsetzende Gewöhnung. Noch vermisse ich nichts in meinem Alltag. Gearbeitet habe ich schon so lange nicht mehr, dass mir auch das nicht fehlt. Irgendwann habe ich mich daran erinnert, dass ich nun das dritte Mal im Abstand von 6, 7 Jahren krankheitsbedingt für ein paar Monate freigestellt war. Das sind die Monate, in denen ich plötzlich wieder schlafe und auch sonst eine unbekannte Regelmäßigkeit in mein Leben einkehrt. Danach bin ich immer mit viel Dankbarkeit in den Arbeitsalltag zurückgekehrt. Dankbarkeit für die Sorglosigkeit, mit der ich aus- und wieder einsteigen konnte.

Es ist in diesen Tagen nicht alles leicht. Mich plagt eine Sache, die mich schon sehr lange begleitet. Es sind die Auswirkungen einer psychischen Störung, die für viele nicht nachvollziehbar ist. Während nämlich in der Öffentlichkeit langsam eine Sensibilisierung für Depressionen und Angststörungen stattfindet, sind andere Bezeichnungen nur für die geläufig, die damit direkt konfrontiert werden. Ich habe oft gehört, dass sich eine Diagnose auf Betroffene positiv auswirke. Sie sind erleichtert, können ihr Verhalten endlich einordnen und möglicherweise auch etwas dagegen tun. Ich empfinde das anders, fühle mich gebrandmarkt und zu unrecht verurteilt. Es erinnert mich an die Zeit meines Wechsels vom Musikerdasein zum Fliegen. Meine Antwort auf die Frage von Neubekanntschaften, was ich mache, löste in mir immer großes Unbehagen aus. In meinem Kopf argumentierte ich schon gegen Klischees und Vorurteile, noch bevor die Bezeichnung ausgesprochen und ich damit im Denken meines Gegenübers attribuiert war.

Zum Glück gibt es Menschen, mit denen ich darüber sprechen kann - genauer gesagt gibt es einen Menschen, mit dem ich bisher gesprochen habe. Das genügt aber, um mich in der Verwirrung zu sortieren und neu auszurichten. Ich stecke nicht völlig hilflos mittendrin, sondern gehe schon so lange mit den Auswirkungen um, dass ich Handlungsstrategien entwickelt habe. Trotzdem trifft mich die Wucht der Emotionen genauso heftig wie immer. Da gibt es keine andere Strategie als Aushalten, Durchhalten und Abwarten.



Ich kenne den Urheber des Bildes nicht, wünsche mir aber Bären, die nicht nach einer halben Stunde gehen oder nicht erreichbar sind, wenn es ganz schlimm ist. Natürlich muss da nicht immer ein Bär sein, denn Ziel der Übung ist es, alleine aushalten zu können. Die Idee von Bären, denen der Hase keine Angst macht, ist trotzdem schön. Wünsche sind der Antrieb, der uns weitergehen lässt.

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Dienstag, 31. März 2020
Tageblog 30.3.2020 - WTF
Die Briten wieder. Beste passiv-aggressive Maßnahme im Sinne des Ausgangsverbotes:



Und das war dann das einzig Witzige heute. Weil die Seele sich gerade verdunkelt hat. Weil da ganz viel heute aufgebrochen ist. Weil das sehr unerwartet kam. Weil das nichts mit der aktuellen Situation draussen und alles in mir drin zu tun hat (mehr als andeuten geht nicht). Jedenfalls reichte es, um die Aussenwelt komplett auszublocken. Also Vorhänge zu, Handy aus und die Bettdecke über den Kopf. Morgen geht es sicherlich wieder. Anders. Manchmal wünschte ich, es gäbe diesen Knopf, mit dem man punktuelles Vergessen aktiviert. Vielleicht mit einem begleitenden Blockflötenglissando à la Raumschiff Enterprise.

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Mittwoch, 25. März 2020
Rückholaktionen


Derzeit ist es am Flughafen stiller als sonst. Natürlich abgesehen von dem Moment, wo ein sogenannter Rückholerflug ankommt. Dann strömen Menschenmassen in Richtung Passkontrolle und wundern sich über die Schilder, auf denen um Abstand gebeten wird. Vielen der Zurückgeflogenen ist nämlich die Situation nicht präsent, die sich innerhalb einer Woche so eklatant verändert hat. Sie waren im Urlaub in fernen Ländern, haben vielleicht gelegentlich etwas in den Nachrichten oder der Zeitung über den Virus gelesen und dabei vom Cocktail am Strand genippt. Alles schien sehr weit weg, so weit, wie für unsereins eine Naturkatastrophe oder eine kriegerische Auseinandersetzung auf einem anderen Kontinent weg ist, während wir auf dem heimischen Sofa sitzen. Wir sind kurz betroffen aber dann vergessen wir die Dinge wieder. Zur Kontrolle fragen Sie sich mal, wie sehr im Angesicht der Ausgangsbeschränkungen die derzeitige Flüchtlingssituation auf Lesbos noch präsent ist.

Und dann werden sie plötzlich vom Reiseveranstalter kontaktiert, der Ihnen mitteilt, dass die Hotels und Grenzen bald geschlossen sind und sie sich schleunigst mitsamt ihrer Klamotten auf den Weg zum Flughafen machen sollen. Dort wartet ein Flugzeug des auswärtigen Amtes, das sie nach Frankfurt bringen wird. An dieser Stelle entstehen die ersten Fragen, denn Lieschen Müller wohnt mit ihrem Mann Heinz in der Nähe von Düsseldorf, von wo sie sich vor zwei Wochen mit Hilfe eines super Sparangebotes auf den Weg in die DomRep machten und dahin auch wieder zurück möchten. Jetzt soll ihre Reise aber in Frankfurt zu Ende sein. Wer zahlt denn dann das Bahnticket und überhaupt müssen sie ja dann die Koffer selbst schleppen und für Getränke am Bahnhof teures Geld zahlen und was ist mit der schönen letzten Woche, die sie mit ihrem Mann am Pool nochmals so richtig an Bräune nachlegen wollte? Nein, das lassen sie sich nicht so einfach gefallen. Heinz Müller steht auch schon mit rotem Kopf an der Rezeption und verlangt stimmgewaltig einen Kontakt zur örtlichen Reiseleitung, um seine Meinung mal in aller Deutlichkeit zu äussern. Das wiederholt er danach noch ein paarmal mit anderen Ansprechpartnern, unter anderem der am Eingang der Condormaschine stehenden Stewardess.

Lieschen und Heinz Müller ist der Ernst der Lage nicht bewußt. Damit sind sie kein Einzelfall, denn auch Oberstudienrat Möllenkamp findet sich dicht gedrängt neben Gattin und einer unbekannten Familie sitzend in der Economyklasse wieder, obwohl er einen Rückflug in der Premiumklasse gebucht hatte. Hinter ihm schreit ein Kind und seine Gattin schnieft wegen ihrer Hundehaarallergie mit Blick auf einen aus der Tasche lugenden Hund drei Plätze weiter indigniert in ihr sorgsam gefaltetes Taschentuch. Diese Zustände sind unzumutbar und unwürdig, findet er, schließlich habe man sich durch viel Geld vor Kontakt zum gemeinen Volk schützen wollen und bei seinem Vorhaben kommt ihm die allgemeine Virenangst sehr gelegen. Er knipst ein paar Fotos und filmt kurz mit der Handykamera über die Reihen, weil man ja Beweismaterial braucht. Möglicherweise kann das einem Bekannten vom Fernsehen zuspielen werden, um seinem Ärger Nachdruck zu verleihen. Die Jungesellenpartygruppe findet es im Gegensatz dazu nicht schlimm, so eng zu sitzen. Viel schlimmer finden die Männer, dass sie kein Bier bekommen. Einer bestellt einen Whiskey und fragt den zuständigen Flugbegleiter, wo denn hier die Weiber blieben. Die anderen verfallen in grölendes Gelächter, während sich der Flugbegleiter beschämt in die Galley zurückzieht, um seinen drei männlichen Kollegen davon zu berichten.

Er und seine Kollegen wurden auf diesen Flug eingeteilt. Am Vortag erschien morgens überraschend die Nummer vom Einsatz auf dem Display, denn der Flug war erst 12 Stunden vor Abflug vom auswärtigen Amt bestellt worden. So setzten sie sich - jeder für sich - in's Auto und fuhren zum Flughafen, um zwei Stunden später in einem leeren Passagierflugzeug Richtung Punta Cana abzuheben. Die Nacht verbrachten sie in einem Hotel am Flughafen. Auch hier Ausgangssperre, Kontaktverbot selbst untereinander, und zum Rauchen durfte man nur einzeln vor die Türe. Mahlzeit gab es ebenfalls keine bei der Ankunft, denn für so wenige Gäste brauche man - so das Management - keinen late night Zimmerservice mehr. Dafür bekamen sie Frühstück auf's Zimmer. Ein abgepackter Joghurt, eine Scheibe Knäckebrot und eine Orange, dazu eine Tasse Instantkaffee. Auch fernab von der Heimat spürt er deutlich die derzeitige Krisensituation. Was sie gleich beim Rückflug erwarten würde, darüber hatten sie von anderen Kollegen bereits gehört oder gelesen. Jetzt, wo Kommunikationskanäle wichtiger denn je sind, tauschen sich viele in Foren oder Gruppen innerhalb sozialer Medien aus. Dort war die Rede von dankbaren Passagieren und davon, dass sie vereinzelt als Helden gefeiert würden. Was sich ihnen auf diesem Flug bietet, ist das genaue Gegenteil.

Die Partygruppe wundert sich zwar über die Gesichtsmasken und Handschuhe tragende Besatzung, doch so richtig geht die Stimmung erst in den Keller, als kein Nachschub an alkoholischen Getränken mehr zu erwarten ist. Stattdessen werden Wasserflaschen und eine kalte Snackbox gereicht. Sowas kennt man nicht von renomierten Fluggesellschaften, bei denen man doch zumindest eine warme Mahlzeit mit Spezialzubereitung für Laktose-, Gluten- und religionsbedingt Intolerante erwarten könnte. Am Flughafen Frankfurt morgens angekommen muss auch Oberstudienrat Möllenkamp Dampf ablassen, als er von der Dame hinter dem Serviceschalter ein Bahnticket in Aussicht gestellt bekommt. Zumindest kann er für sich und seine Gattin ein Flugticket nach Berlin herausschlagen. Das Video von diesem Flug wird die Öffentlichkeit ein paar Stunden später in einem ZDF Bericht zu sehen bekommen und sich über die nicht eingehaltene Abstandsregelung aufregen.

Was ich hier exemplarisch schildere, ist - abgesehen von Namen und Fluggesellschaft - tatsächlich so geschehen. Während Supermarktangestellte und Polizei in der Öffentlichkeit gefeiert werden, müssen wir Flugangestellte mit unterschiedlichsten Reaktionen rechnen. Vielleicht haben Sie auch das Video im ZDF Journal gesehen. Es entstand - laut ZDF Redaktion - am 23.3. auf dem Flug LH186 von Frankfurt nach Berlin. Dann denken Sie bitte auch an Gegebenheiten wie beispielsweise Durchführbarkeit und Kostenfaktoren eines Fluges. Und vergessen Sie die Angestellten nicht, die in dieser Zeit weder ihre Arbeitsstelle noch sich gefährden möchten. Was wir möchten, ist, Sie wieder gut heimzubringen. Die Alternative hierzu wäre, auf unbestimmte Zeit im Ausland in Quarantäne zu sitzen. Dann sind aber auch dort Hotels, Pools und Geschäfte geschlossen, der Strandspaziergang verboten und die Massenunterkunft noch enger und unbequemer als ein Heimflug auf der Chartermaschine des auswärtigen Amts. In Anbetracht der Umstände ist das Wie dann erst mal zweitrangig. Wir verstehen ihren Ärger. Weil wir aber auch Menschen mit Ängsten und Sorgen sind, freuen wir uns, als solche wahrgenommen zu werden. Und das nicht erst in Krisenzeiten. Wir erwarten kein Lob aber ein wenig Verhältnismäßigkeit und menschliche Reife würden wir schon gerne voraussetzen können.

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Donnerstag, 19. März 2020
Wishful Thinking


Anfang März wünschte ich mir einen sanften Einstieg zurück in die Fliegerwelt. Die Entzündung machte mir noch zu schaffen und meine Chefin willigte ein, mit mir gemeinsam aus Urlaub und Schulungstagen einen machbaren Einsatzplan zu basteln. Seit heute ist der Flugbetrieb aus München eingestellt und ich bin noch kein einziges Mal geflogen. Ergo: be careful what you wish for oder der Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität praktisch erklärt.

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Mittwoch, 18. März 2020
Tageblog 18.3.2020 - Reichweite
Diese Tage bin ich nicht mehr oder weniger aktiv als an anderen in der Vergangenheit. Nur manchmal denke ich, ach, lass mal schnell in die Innenstadt und was besorgen, bis mir wieder einfällt, ach nee, Corona und so. Meine Aktivität hat mit Menschen zu tun und online. Klar, wo man doch nicht nah oder so richtig daneben oder gegenüber soll. Andererseits möchte ich nicht darüber sprechen - weder über das Projekt noch über Viren. Macht aber nix, denn hier habe ich sowieso keine besonders große Reichweite. Anders ist das auf FB, da habe ich einen Haufen sogenannter Freunde, von denen ich aber heute einigen aufgrund Verlinkung diverser Verschwörungstheorien die Freundschaft kündigen musste. Getreu dem Motto 'ich habe keine Angst vor einem Virus, sondern vor der Reaktion der Menschen', um mich mal selber zu zitieren.

Mein erster echter Sozialkontakt war heute der Zählerableser, der den Wasserzähler austauschte. Den begrüßte ich sehr professionell mit Winken aus 1m Abstand an der Wohnungstüre. Das mit dem Abstand wurde dann aber bisschen schwierig im kleinen Badezimmer. Also bin ich raus und habe den Mann arbeiten lassen. Als er nochmal kam, um eine passende Abdeckung nachzuliefern, kannten wir uns schon und konnten das mit dem Abstand ignorieren. Kleiner Scherz, ich weiß natürlich, dass das Quatsch ist.

Weitere Sozialkontakte pflegte ich heute nur fernmündlich. Die fliegende Freundin berichtete von ihrem Mann, der heute erneut aus Wien anreisen musste, um irgendwelche Urlauber aus Hurghada zurückzubringen. Sie war übrigens selbst dienstlich erst letztens aus Italien zurückgekehrt. Im Hotel sperrte man nach Abreise der Crew die Türe zu und von Passagieren wurde sie als Heldin tituliert. "Muss man sich auch erst dran gewöhnen", meinte sie "nachdem man sonst immer nur wegen Verspätung und Handgepäcksregeln beschimpft wird". Ja, die Ausübung unseres Jobs hat gelegentlich masochistische Züge. Beim zweiten Telefonat wurde mir berichtet, ich bräuchte die Welt nicht zu retten, da mein Gesprächspartner das "nach acht" übernähme. Jetzt bin ich mir sicher, dass es weitergeht, weil er bisher bei allen Dingen sehr zuverlässig arbeitete.

Meine Recherche hat ergeben, dass nicht nur Apotheken und Lebensmittelläden geöffnet bleiben, sondern auch Akku- und Fahrradläden. Die arbeiten mit Sondergenehmigung zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens. Klar, der Pizzalieferdienst brauchen ja funktionierende Zweiräder und die Bevölkerung Energiequellen. Ob Eisdielen auch zur Aufrechterhaltung eines geregelten Ablaufes dienen, weiß ich nicht, es scheint aber für viele Stadtbewohner wichtig zu sein - jetzt wo die Temperaturen steigen. Warten wir mal ab, wann das erste Freibad öffnet.

Huch, schon wieder Abend. Ich habe den Eindruck, die Tage werden kürzer statt länger. Ob das wohl mit dem seltsamen Virus zu tun hat? Sicher ist nur Korelation, die aber in den Köpfen gerne zur Kausalität gemacht wird. Insofern sind Menschen halt doch die gefährlichere Spezies.

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