Donnerstag, 28. Juni 2007
Holiday
Melde mich hiermit für kurze Zeit ab. Das habe ich vor und hoffe insgeheim auf das hier:


Man kann Delfine unter Wasser meistens pfeifen und knarzen hören, lange bevor man sie sieht. Das Piepen kommt übrigens vom Computer eines Tauchers, und die seltsamen Stimmgeräusche sollen wohl eine Art Duziduzi-Lockruf darstellen.

Als Vorbereitung Abschreckung habe ich mir noch dieses Video angeschaut. Achtung, ist nur für starke Nerven!

Meine anvisierte Urlaubsvertretung ist derzeit leider im Urlaub, ganz vielleicht schreibt aber dennoch jemand hier in meiner Abwesenheit. Stay tuned!

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Dienstag, 26. Juni 2007
Still standing
Habe ich eigentlich schon von dem alten indischen Pärchen erzählt, das mich während des Reisefluges nach Nordamerika ansprach und wissen wollte, wann wir ankommen? Ich sagte, wir würden pünktlich landen, der Flug dauere allerdings noch X Stunden.
Betrübt schüttelte der alte Mann den Kopf. Nein, wir würden wohl nicht pünktlich landen. Warum er sich so sicher sei, fragte ich ihn leicht irritiert nach einigem hin und her. Wie zum Beweis schob er die Fensterverdunkelung nach oben und deutete auf die geschlossene Wolkenschicht: "But we are still standing. What are we waiting for?"

Er ließ sich auch durch meine ausführlichen Erklärungen nicht von seiner Überzeugung abbringen, wir würden in der Luft stehen. Einige Zeit später war ein Kollege offensichtlich in ein Gespräch mit ihm verwickelt. Beim Vorbeigehen konnte ich mir ein süffisantes "viel Spaß!" nicht verkneifen.

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Dienstag, 26. Juni 2007
Hungry eyes
Figurerhaltende Maßnahme nennt man das, wenn ich trotz gewisser Abneigungen seit Kurzem Ballettstunden nehme. Nicht dass ich gegen Ballett an und für sich was hätte. Professionell getanzt sieht es doch sehr apart aus. Was mein Musikerherz jedoch arg schmerzt, ist die Verunglimpfung der Stücke zu den Übungen an der Stange. Da wird Schumann ohne dynamische Nuancen oder gar Ritardandi durchgehechelt, und der alte Chopin würde sich ganz ungrazil im Grabe drehen, könnte er hören, was aus seinen Stücken gemacht wurde. Ballettübungsmusik ist sozusagen die Vorstufe zum Klingelton.

Was man dann üblicherweise in Anfängerkursen vor und hinter sich zu sehen bekommt, erinnert mehr an Hendl vom Wienerwald als an sterbende Schwäne, womit wir auch schon beim Hauptproblem wären: ich muss ständig ans Essen denken. Nach Verzehr eines Salatblattes - man braucht vor dem Training schließlich eine feste Grundlage im Magen und hinterher essen geht gar nicht - hänge ich an der Stange. Meine Konzentration mühevoll vom knurrenden Magen auf meine Beinmuskulatur gelenkt, ruft die Lehrerin Fondue!. Spätestens bei frappé zähle ich Kalorien wie diese Computerprogramme an Fitnessstudiogeräten und bei sauté (saté?) habe ich bereits fünf Kilo zugenommen. Man kennt das ja, Schokolade setzt sich sogar beim bloßen Ansehen magisch auf Hüften ab. Nicht auszudenken, wie eine einzige Ballettstunde meiner Figur schadet.

Ballettglossar für Nixblicker

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