Freitag, 5. Oktober 2007
October
Es ist wieder Herbst in Deutschland. Vor dreissig Jahren gab es ebenfalls einen Herbst in Deutschland, der es nicht nur wettermäßig in sich hatte. Das Thema RAF spukt wieder durch die Medien und auch auf Mindestenshaltbar ranken sich die Geschichten um damals.

Mein Beitrag ist das Ergebnis einer langjährigen Auseinandersetzung mit der damaligen Flugzeugentführung. Das Thema lag und liegt mir sehr am Herzen. Aber bitte, lesen Sie selbst:

Landshut liegt in Afrika

Nachtrag: weitere Einblicke in den Kommentaren.

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Sätze, die man sofort bloggen muss (28)
Hätte Agnes Gonxha Bojaxhiu gedacht: "Überall auf der Welt hungern Kinder, nicht nur in Indien. Was soll ich da schon ausrichten?" dann wäre sie ganz sicher in Skopje geblieben, statt nach Kalkutta zu reisen.

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Donnerstag, 4. Oktober 2007

Free Burma!


Bringt doch sowieso nichts...
Momentaner Hype...
Ist nicht das einzige Problem dieser Welt...


Wenn eine Aktion keine nennenswerten Resultate erzielt, sollte man dann lieber die Augen verschließen? Ist Resignation eine adäquate Reaktion auf die zahllosen Probleme dieser Welt? Nur weil ein Land derzeit in den Fokus rückt und in einigen Wochen bereits wieder in Vergessenheit gerät, sollte man es lieber gleich heute schon vergessen?

Ich sehe mich nicht in der Lage, in dieses Land zu reisen, mit Verantwortlichen zu diskutieren oder meine Ersparnisse dafür zu opfern. Ich kann mich aber über die Geschehnisse informieren und andere darauf aufmerksam machen. Diese kleine Aktion mag nichtig sein, sie mag ein gewalttätiges Regime kaum beeindrucken, aber es ist das Einzige, was wir alle mit geringem Aufwand derzeit tun können.

Am Dienstag war ich im Circus Krone, wo Michael Mittermeier sein neues Programm 'Safari' präsentierte. Die Einnahmen des Abends gingen an die Myanmar-Stiftung. Mittermeier spendet nicht erst seit den aktuellen Ereignissen. Er hat das Land bereits selbst besucht und appellierte an sein Publikum mit den Worten: "Interessiert euch für das, was da drunten passiert!" Treffender hätte ich es nicht formulieren können.

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Dienstag, 2. Oktober 2007
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He Michl, geiler Abend. Lang nimmer so g'lacht. Und jetzad gehd's ins Bett, wei moing fria is d'Nacht rum.

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Sonntag, 30. September 2007
Coffee and tea and sympathy
»Was würden Sie davon halten, wenn ich in Ihr Büro komme und sage, dass das alles Quatsch ist, was Sie machen?«

Eine Kollegin plaudert im SZ Magazin aus dem Nähkästchen.
Und den Spruch muss ich mir unbedingt merken.

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Donnerstag, 27. September 2007
Get the joke
Können Nichtflieger über Fliegerwitze lachen?
Probieren wir's mal:

Frage: Was ist die erste Maßnahme, nachdem der PII die Treppe heruntergefallen ist?
Antwort: Man nimmt ihm die Hände aus den Taschen, damit es wie ein Arbeitsunfall aussieht.


Jeder Witz stirbt an langwierigen Erklärungen. Es gibt unzählige Witze aus jeder Branche, dessen Pointe dem Außenstehenden verborgen bleibt, weil er die Hintergründe nicht kennt. Auch obiger Fall bedarf einer Erläuterung.

PII ist die interne Bezeichnung des Langstreckenpursers. Dass er nicht aktiv in den Serviceablauf eingebunden ist, erweckt bei den restlichen Besatzungsmitgliedern oft Neid, was schließlich in der Unterstellung mündet, der Kollege sei schlichtweg faul.

Ein Langstreckenpurser ist aber keineswegs faul, sein Aufgabengebiet ist nur ein anderes. Ähnlich einem 'Chef de Cuisine' koordiniert er sein Team, ist für Passagierbelange und darüber hinaus für technische Belange zuständig. Manche Purserkollegen helfen - soweit möglich - auch im Service. Dies geschieht jedoch immer auf freiwilliger Basis. Der gemeine Flugbegleiter beurteilt einen Purser schnell aufgrund seiner Bereitschaft mitzuarbeiten, obwohl dieses Kriterium eher belanglos ist.

Und die Treppe? Ach ja, die führt im Jumbo (Boeing 747) vom Haupt- zum Oberdeck, wo sich u.a. auch das Cockpit befindet. Soviel zur Erklärung.

Eine Flugbegleiterin stürmt aufgeregt ins Cockpit: "Captain, ich bin vergewaltigt worden!" Der Kapitän fragt nach dem genauen Tathergang. "Ja, im Crewrest war das und vermutlich war es der PII." Das lässt den Kapitän aufhorchen. "Was macht sie da so sicher?" hakt er nach. Darauf die Flugbegleiterin: "Na ich musste alles alleine machen."

Na also, geht doch.

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Mittwoch, 26. September 2007
In a sentimental mood
Ich habe einen Ring. Nein, ich hatte einen Ring. Jetzt hat ihn Ping, die kleine Chinesin auf dem Flug nach Shanghai. Sie war so fasziniert von dem Stein, der seine Farbe wechselte, dass ich ihn ihr zum Schluß in die Hand drückte. Mood-Ringe waren in den Siebzigern populär, also vor ihrer Zeit, und sie hatte noch nie davon gehört. Während er an meinem Finger vorwiegend blau oder grün war, wechselte er an ihrer Hand schnell nach gelb und violett.

Im Grunde trage ich fast nie Ringe. Sie fühlen sich wie Fremdkörper an, man bleibt ständig mit dem Stein irgendwo hängen und muss daran denken, ihn nach dem Händewaschen nicht liegenzulassen. Warum ich ihn ausgerechnet zum Arbeiten trug, weiß ich nicht mehr genau. Manchmal ist ein Gegenstand für eine Person bestimmt. Frauen wissen das. Frauen kennen das Gefühl, ein bestimmtes Paar Schuhe oder ein Kleidungsstück trüge ihren Namen. Bei Männern bin ich mir nicht ganz sicher. Gibt es Bohrmaschinen, die so gut in der Hand liegen, dass man sie einfach haben MUSS? Ich kenne Männer, die so gut in der Hand liegen... aber ich weiche ab.

Der Ring war für Ping bestimmt. Ich war nur Überbringer. In meinem Besitz war er etwa drei Wochen, bevor er seiner Bestimmung zugeführt wurde. Wie er zu mir kam, ist eine andere Geschichte. Vielleicht ist auch Ping nur Überbringerin, wer weiß. Auf jeden Fall hat sie jetzt eine Weile Spaß damit. Jeder Farbwechsel löste Staunen und kindliche Freude bei ihr aus. Keine Sekunde ließ sie den Stein aus den Augen. Hoffentlich schläft sie trotzdem nachts.

Ich wußte, sie wäre viel zu bescheiden, um dieses Geschenk anzunehmen. Also habe ich ihr den Ring einfach für einige Stunden angesteckt. Als sie ihn zurückgeben wollte, schüttelte ich den Kopf. Vielleicht werde ich sie wieder treffen. Dann kann sie mir ihre Stadt zeigen. Oder eine andere Person schenkt mir etwas, das ich gerne hätte. Nicht dass hinterher noch einer meint, ich sei altruistisch.

Das Leben ist ein einziger großer Automat ohne Beschriftung. Man steckt oben was rein, drückt einen Knopf und irgendwas kommt unten raus. Vorausgesetzt, er klemmt nicht. Sonst tritt man einmal ordentlich dagegen, flucht ein bisschen und probiert's nochmal. Oder lässt es bleiben. So einfach ist das. Nur manchmal, da kommt was unten raus, was man nicht so gerne hätte. Dann sollte man schleunigst den Automaten wechseln. Vielleicht ändert sich dann auch die Farbe.

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Dienstag, 25. September 2007
Nothing's gonna change my world
Hallo liebes Universum,

wir müssen mal miteinander reden. Mir ist natürlich klar, dass Du mit all den anderen Tandlern ziemlich beschäftigt bist, die ihr Leben verpfuschen und Dich hinterher anwinseln. Aber so langsam wäre ich auch mal wieder an der Reihe, meinst Du nicht? Du erinnerst Dich? Das letzte Mal war acht Jahre her, als Du mir einen Job zugeschoben hast. Und wir hatten uns geeinigt, dass das eine Übergangslösung sein sollte, wie überhaupt mein ganzes Leben irgendwie aus Übergangslösungen besteht. Ich will ja nicht klagen, weil einiges haben wir auch ganz gut hinbekommen. Gelegenheitssex ist manchmal ja ganz nett aber so ein bisschen Vertrautheit hat auch was für sich. Wenn wir schon nicht jünger werden, Du und ich, dann sollten wir die restliche Zeit miteinander vielleicht einfach besser nutzen.

Und da wären wir schon bei unserem Hauptproblem. Sicher ist es für Dich schwer, das mit dem Zeitkontinuum zu kapieren, ich verstehe ja auch nicht so viel von der Ewigkeit. Lass' es Dir einfach von mir nochmals erklären. Wenn ich 'dringend' sage, meine ich ziemlich schnell und nicht in den nächsten Jahren. Am Besten, Du erledigst das dann immer sofort, dann kann nichts schief gehen. Alle anderen Wünsche kannst Du entweder gleich bearbeiten oder aber wenn Du gerade Leerlauf hast, spätestens jedoch, wenn in der wiederholten Anfrage irgendwo das Wörtchen 'dringend' auftaucht.

Das ist aber nicht das einzige Kommunikationsproblem, das wir haben. Wenn ich Äpfel bestelle, will ich Äpfel und keine Apfelsinen. Zugegeben, meine Bestellungen sind nicht immer so eindeutig aber wenn ich sage 'Typ clooneygrau', heißt das nicht, dass ich dafür auf den Pittbauch verzichte. Wenn Du mir einen gutaussehenden Kerl lieferst, der aber leider kein Interesse an mir zeigt oder einen unterhaltsamen Zeitgenossen, der problemlos als Hermann-Munster-Double durchgeht, dann ist was gewaltig schiefgelaufen. Könntest Du Dir nicht einfach eine Datei anlegen, damit ich mich nicht in allen Details ständig wiederholen muss? Dieser Prototyp - ergänzt durch aktuell wechselnde Abweichungen - wäre dann jederzeit abruf- und sofort lieferbar. Ich hab' keine Ahnung, ob das technisch umsetzbar ist aber frag' doch mal bei Neckermann, wie die das so machen.

Bitte gib mir Bescheid, sobald das System für einen Testlauf bereit ist. Bis dahin wäre auch ein Kleiner (aber bitte eher Cruise als DeVito) mit Renobauch in Ordnung, quasi als Übergangslösung, weil es draußen jetzt wieder kälter wird und die Nächte länger, und weil ich an Silvester nicht immer die Einzige sein will, die keinen zum Knutschen hat. Meinetwegen darf der auch krumme Beine haben, wenn er dafür nicht lauter dummes Zeug redet oder den Mund erst gar nicht aufkriegt. Nur bitte beeil' Dich ein bisserl, ja?

Bis dahin,
Deine Frau Klugscheisser

P.S.: und vielleicht könntest Du noch einen für die Bügelwäsche vorbeischicken?

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Sonntag, 23. September 2007
A room with a view (18)

Shanghai

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Mittwoch, 19. September 2007
Souvenirs, souvenirs
Der gemeine Flugbegleiter kauft in Indien Gewürze oder lässt sich Lederbekleidung anfertigen. Weniger gerne, dafür ganz umsonst bringt er von dort Krankheitserreger mit. Kollegen infizieren sich nicht selten mit Amöbenruhr, was vom Fliegerarzt schon mal mit den Worten "Na wenigstens sind sie jetzt nicht mehr alleine" quittiert wird. Weil so eine Amöbenruhr ziemlich unangenehm ist und man gelegentlich doch lieber alleine wäre, empfiehlt es sich, dort auf ungekochtes Essen zu verzichten, sowie ausschließlich industriell abgefülltes Wasser zu trinken und die Zähne damit zu putzen.

Genau das habe ich alles befolgt, die schönen Äpfel in der Obstschale meines Zimmers nur eines wehmütigen Blickes gewürdigt und auch sonst vor lauter Müdigkeit das Hotelzimmer so gut wie nicht verlassen, ganz nebenbei bemerkt ein ausgesprochen schönes Hotelzimmer. Somit wähnte ich mich sicher. Irgendwann muss der Mensch allerdings essen. Die Gerichte klingen alle interessant, obwohl sich meistens nur verschiedenartig zubereitete Kartoffelpampe dahinter verbirgt. Meine Wahl fiel auf Masala dosa, was mich fortan "simsalabimbam masaladosala dim" summen ließ.

Dieses verdammt leckere Chutney muss schuld gewesen sein, dass ich mich seit gestern nur noch zwischen Bett und Toilette hin- und herquäle. Wer konnte auch ahnen, dass Chutney nicht gekocht, sondern nur gemixt wird. Ohne jetzt genauer auf meine Darmtätigkeit eingehen zu wollen, kann ich seit einigen Stunden leichte Besserung vermelden. Wo nichts drin ist, kann auch nichts mehr raus, oder um es mit Emilies Worten zu sagen: "I'm just one stomach flue away from my goal weight."

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Dienstag, 18. September 2007
Keep on smiling
Flüge Richtung Indien zählen unter Personal nicht unbedingt zu den beliebtesten. Das liegt vorwiegend an den Landesbewohnern, die als Passagiere ziemlich anstrengend sein können. Um so einen Flug gutgelaunt zu überstehen, muss man einiges über die Kultur des Landes wissen. Der Inder an sich ist, obwohl im Zeitalter der Technologie angelangt, immer noch stark in seiner Tradition verwurzelt. Im Vergleich zu den Kasten sind unsere westlichen Schubladen der reinste Kindergeburtstag. In der Wiedergeburtslehre ist man nämlich selbst verantwortlich für sein Schicksal. Da hilft kein Jammern auf hohem Niveau, Saftschubse ist Saftschubse. Sie wird nichts besseres verdient haben und vom Inder, der es zu ein klein wenig Wohlstand gebracht hat, auch entsprechend behandelt. Ein indischer Passagier sagte einst zur Kollegin (mit indischem Akzent zu lesen)"You know, in my country you are a servant", worauf sie geistesgegenwärtig erwiderte "You know, in my country you are a taxi driver."

Die indische(n) Sprache(n) kennt kein Bitte und Danke, was mir im Grunde herzlich egal sein könnte, denn ich spreche nicht indisch, sondern englisch mit meinen Gästen. Das dahinterstehende Prinzip ist vielen Indern genausowenig geläufig, wie die englische Übersetzung der beiden Worte. Kann man jetzt drüber hinwegsehen, ist allerdings schwer, wenn in Kombination mit Satzbau und Sprachmelodie aus jeder Bitte eine Forderung wird. Beliebtester Satz während des Einsteigevorganges: "Give me water!" Sollte man sich jetzt zur Frage "what's the magic word?" hinreißen lassen, darf man als Antwort nicht viel mehr als ein "move!" erwarten. So beginnt man wohl oder übel den Hindernislauf, springt über Koffer und Plastiktüten, die die Gänge verstopfen und quetscht sich an unförmigen Menschen vorbei zur nächstgelegenen Wasserstelle. Dort füllt man einen Becher, bemüht sich, auf dem Weg nichts von dem kostbaren Naß zu verschütten, verteidigt es gegen neidvolle Blicke anderer Passagiere und präsentiert ihn stolz dem Auftraggeber. Nach drei Schlücken streckt der ihn mit angewidertem Blick von sich und dem nächsten Kollegen entgegen, als würde es sich um Gift handeln.

In Indien ist es üblich, einem Gast bei dessen Ankunft Wasser zu reichen. Im Grunde eine nette Geste, nur nicht ganz so auf das heutige Transportwesen übertragbar. Auch Gastgeschenke sind sehr beliebt unter den Indern. Ein Gast, der einst lautstark "Give me compliments!" forderte, war nicht mit freundlichen Bemerkungen über seine Person zufriedenzustellen, sondern nur durch eine kleine Pralinenschachtel mit dem Aufdruch "with compliments". Manches Handgepäcksstück ist nach dem Flug schwerer als vorher, denn es gibt viele Kleinigkeiten, die man umsonst bekommt und die man - wer weiß - sicher irgendwann dringend benötigt.

"I want a whiskey"
"Sure Sir, on the rocks or with soda?"
"Pure."


Wir befinden uns in der Zeit zwischen dem 1. und 2.Service, auch 'Wache' genannt. Während die meisten Passagiere schlafen, den Film verfolgen oder sich anderweitig beschäftigen, beschäftigen sich indische Passagiere gerne mit dem Getränkesortiment. Ich laufe durch die gesamte Kabine, memoriere drei weitere Getränkewünsche auf meinem Weg nach hinten und bringe alles auf einem Tablett nach vorne, die nächsten drei Bestellungen annehmend.

"What is that?"
"That is your whiskey, Sir."
"I wanted it with Soda."


Von den letzten drei Auftraggebern haben sich zwei ebenfalls umentschieden. Alles retour, stets offen für neue Wünsche. So geht das in einem fort. Indienflüge sind der reinste Marathonlauf. Das kleine Licht der Passagierrufe erlischt niemals. Aufenthalte in den Bordküchen transformieren zu Boxenstopps, rechts rein, tanken, links raus. Und wenn endlich alle Sonderwünsche erfüllt sind, ist der Flug auch schon vorbei.

Dass sich Smitty, die indische Kollegin mit dem stummen 'r' und ohne 'y', gelegentlich ebenfalls über ihre Landsleute beklagt, wirkt in diesem Zusammenhang beruhigend. Und alle Inder sind ja auch nicht so. Im Gegenteil, auf dem vergangenen Flug hörte ich erstaunlich oft Bitte und Danke, sammelte viele leere Becher ein und hatte keine unzufriedenen Gästen zu beschwichtigen. Das mag an meinem exzessiven Lächeln gelegen haben. Eine etwa grenzwertige Aussage in Kombination mit stetigem Lächeln, lässt den Inder glauben, es handele sich um eine besonders trockene Form britischen Humors. Man kann ihm vieles vorwerfen, dem Inder an sich, aber zimperlich ist er nicht.

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