Sonntag, 13. Oktober 2019
Lying Down
Darf ich Sie mal eben auf einen kleinen Rundgang in die Crewgemächer einladen? Sie sehen hier den Ort, an den wir uns in unseren Pausen zurückziehen.



Was Sie nicht wirklich sehen, ist die räumliche Enge - ein Ärgernis für große Kollegen. Auf manchen Flugzeugen sind die Liegen so schmal und niedrig, dass Personen mit Hang zur Klaustrophobie nicht dort ruhen können. Die steilen Zugangstreppen werden nach unten von Kollegen gerne vorwärts genommen, was gelegentlich zum Fall führt. Dann landen sie meist vor oder auf dem ersten Bett - dem Bett der Kabinenleitung (also meins). Oder die Türe wird nicht richtig verriegelt und von Passagieren geöffnet, die dann schlaftrunken ihre Notdurft in's Dunkle verrichten. Als Münchenwohnhafte ist man ja diesbezüglich vieles gewöhnt und hinterfragt nichts, vor allem nicht in der Wiesnzeit.

Es gibt aber auch das Crewrest der Piloten. Das ist deutlich komfortabler und größer - hier von einem Vertreter der Gilde vorgestellt:



Die Erläuterungen sind ein bisschen irreführend. So stehen vorschriftsmäßig in jedem Crewrest Sauerstoffmasken und Notausrüstungsequipment zur Verfügung, nicht aber Entertainment. Das gibt's nur auf einigen wenigen Flugzeugen bzw. meist nur für die Cockpitbesatzung. Braucht's auch nicht, denn nach vielen Stunden Smalltalk und Gerenne möchte ich gerne die Augen und Ohren abschalten. Die Betten sind meist so hart, dass man nicht länger als zwei Stunden verweilen möchte - gerade lang genug, um die schmerzenden Beine und Füße zu entlasten. Und die Anschnallgurte, nun ja, es gibt Angestellte, die den nicht mehr schließen können. Denen kann aber bei Turbulenzen nicht so viel passieren, weil der Abstand zwischen Bauch und Decke nicht mehr sonderlich groß ist. Die Decken und Kissen sind übrigens auch nicht besonders kuschelig. In der Ankündigung des obigen Herrn klingt alles ein bisschen nach Hotelkomfort. In Fall der Kabinenangestellten handelt es sich eher so um Sarggemütlichkeit.

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Dienstag, 8. Oktober 2019
Who Let The Dogs Out
Da war diese ältere Dame mit dem Schäferhund - ein Servicehund offensichtlich, er trug ein Geschirr und hatte ein Zeugnis. Die Beiden sorgten bei allen Anwesenden für großen Aufruhr, denn der Hund war einerseits sehr groß und sollte andererseits in der Kabine reisen. Normalerweise werden Hunde dieser Größenordnung in speziellen Behältnissen im Frachtraum befördert. Das war auch der ursprüngliche Plan seiner Besitzerin. Doch Beförderungsvorschriften für die Größe des Behältnisses, das für den Hund laut Mitarbeitern zu klein war, machten diesen Plan zunichte. So tauchte er bei uns auf und sollte seinen Platz zu Füßen der Dame einnehmen, wofür er eigentlich auch zu groß schien. Die Dame war sehr aufgebracht, denn sie hatte von dieser Vorschrift an jenem Tag zum ersten Mal gehört, obwohl sie ihren Hund in der Vergangenheit doch schon öfter in selbigem Behältnis den Frachtverantwortlichen ohne weitere Einwände übergeben konnte. Eine gewisse Unsicherheit über die neue Beförderungssituation ließ sie noch aufgeregter sein, als sie ohnehin war.

Nun muss man wissen, dass auch die Beförderung in der Kabine strengen Regeln unterliegt. Während in anderen Ländern selbst Ponies zur emotionalen Unterstützung zu Füßen des hilfsbedürftigen Gastes liegen dürfen, beschränkt sich unser Recht auf Hunde und Katzen einer bestimmten Größe. Das liegt schlicht am Platzmangel und den Rechten weiterer, nebensitzender Passagiere. Dem Hund schien das alles herzlich egal zu sein. Er wirkte lethargisch und mehr um seine einknickenden Hinterläufe bemüht als um die Halterin, die sich selbst auf sein Geschirr zu stützen schien. Dies wiederum führte zu großer Aufruhr unter den Kolleginnen. So berichtete eine, der Hund wäre nicht in Ordnung, man solle doch das Tier von der Beförderung ausschließen und bitteschön dem Veterinär vorstellen, eine andere bat für eine Begutachtung ihre Erfahrung als Tierarztpraktikantin an, was nun wiederum mich staunend und ratlos zurückließ. Wie erklärt man besorgten Kolleginnen, dass der Beförderungsausschluß eines Servicehundes zur berechtigten Klage gegen die Firma führt? Wie erhält man das gute Arbeitsklima, wenn die allgemeine Verantwortung in erster Linie gegenüber den Passagieren gilt, nicht aber für mitgeführte Tiere?

Schließlich brachten wir das Tier in einer Mittelreihe auf dem Boden zum Liegen. Der Halterin standen dadurch drei Plätze zur Verfügung. Gelegentlich ragte jedoch ein Hinterlauf, der Schwanz und nach ein paar Stunden der komplette hintere Hund in den Gang. Ich versuchte vorsichtig aber erfolglos dieses Hintere wieder in die Reihe zu schieben, denn im dunklen Gang bildete es eine Stolperquelle. Zudem wollte ich Verletzungen des Hundes vermeiden. Das Tier war aber um so viel schwerer als ein Gepäckstück, es ließ sich nicht schieben und musste durch die Besitzerin per Zuruf wieder zum Nachrücken gebracht werden. Eine halbe Stunde lag es dann in der neuen Position. Wir besserten fortan halbstündig nach. Ein Passagier wäre mir in vergleichbarer Situation beim zweiten Mal wahrscheinlich an den Hals gesprungen, der Hund aber schien über alle Maßen geduldig.

Am Ende des Fluges informierte ich den Betreuungsdienst über die ungewöhnliche Situation. Der bereitgestellte Rollstuhl sei möglicherweise mehr für das Tier als die Dame, was den Herrn Betreuer wiederum ratlos zurückließ. Wie der Hund dann mit schwachen Hinterläufen zum Ausgang lief, wurde uns klar, dass es sich nicht um ein körperliches Gebrechen, sondern vielmehr um die Folgen der Narkose handelte. Das Tier war ja ursprünglich für den Transport im Frachtraum sediert worden. So klärten sich auf einen Schlag alle Fragen und Zweifel. Obwohl sich die Hündin bedingt durch Vorschriften für viele Stunden in einer recht misslichen Lage befand, hatte sie sich vorbildlich benommen. Zehn Stunden ohne Toilettengang, das soll erst mal ein anderer Fluggast nachmachen. Und ich empfand tiefes Mitgefühl, denn das Gangbild des Tieres glich zu diesem Zeitpunkt durch die eingeschränkte Benutzbarkeit der Hüftgelenke dem meinen doch mehr als gewöhnlich.

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Freitag, 4. Oktober 2019
Disappointed


Ehrlich gesagt finde ich keinen passenden ersten Satz für diesen Eintrag. Ähnlich wird's mir mit dem Schluss gehen. Was dazwischen folgt, ist ein Rant auf Umstände, die es mir schwer machen, mich auf meine Weise zu entfalten und zu entwickeln.

Über das vergangene Jahr habe ich mich mehrfach für die unterschiedlichsten Zusatzaufgaben innerhalb meiner Firma beworben. Es waren Aufgaben im Lehr- und Führungsbereich dabei und solche, die Veränderung und Repräsentation sowie Innovation beinhalteten, Für jede einzelne Bewerbung erhielt ich eine Absage. Die Gründe waren vielfältig, das Ergebnis dasselbe. Meine Arbeit macht mir Spaß, doch suche ich immer nach neuen Herausforderungen. Ich war von Anfang an für diesen Job überqualifiziert und mein letztes Studium hat dazu nur beigetragen. Die einen fühlen sich in ihrem Bereich durch mich bedroht, die anderen nicht genügend repräsentiert. Ich passe in kein herkömmliches Schema. Doch statt die neue, innovative Seite der Veränderung umzusetzen, beobachte ich täglich, wie gerade Andersdenkende ängstlich in ihre Schranken verwiesen werden.

So bleibt mir nichts als neue Wege zu beschreiten, die sehr wahrscheinlich nebenberuflich und selbständig aussehen werden. Mehr weiß ich gerade nicht. Nur eines: ich bin sehr, sehr enttäuscht.

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Mittwoch, 2. Oktober 2019
Midnight Snacks

Im Zuge wiederkehrender Meinungsverschiedenheiten in den Kommentaren bei der Kaltmamsell habe ich mal wieder mein eigenes Essverhalten reflektiert. Essen - oder vielmehr nicht essen - hat, ausser in meinen Jugendjahren, keine allzu große Rolle gespielt. Erstens habe ich dem Thema irgendwann nicht mehr allzu große Aufmerksamkeit geschenkt und zweitens war Essen nie ein besonders wichtiges Thema in meinem Leben. Natürlich esse ich bestimmte Gerichte gerne, habe mich aber weder dabei noch bei besonders kalorienhaltigen Nahrungsmitteln je zurückgehalten. Irgendwann ging mein Gewicht hoch. Schuld war die Schilddrüse. Irgendwann ging's wieder runter, verursacht von akutem Weltschmerz. Essen fungierte bei mir nie als Kompensat für Liebesentzug und nur selten als Selbstbestrafung.

Meine Mutter war ihr ganzes Leben auf Diät - selbst jetzt im hohen Alter noch. Ich finde das sehr fragwürdig, werde aber den Teufel tun und es ihr ausreden. Vielmehr bestätige ich sie damit, Gewichtsunabhängiges an ihr positiv hervorzuheben. Ich sehe aber, wie sehr viele Frauen unter diesem Thema mit allen Konsequenzen leiden. Als ich vor einigen Jahren ohne großartige Anstrengung aber mit Hunger und gleichzeitiger Appetitlosigkeit kämpfte und in Konsequenz zwei Kleidergrößen abnahm, erntete ich viele Komplimente. Das ließ mich etwas ratlos zurück, denn einerseits war das nicht mein Verdienst, sondern der meines Körpers und andererseits hätte ich viel lieber jemand fragen hören, ob mit mir alles in Ordnung sei. War's nämlich nicht. Als ich schließlich meine Garderobe angepasst hatte, waren die Kilos wieder drauf und die passenden Kleider weg. In Summe waren das aber nicht nur Depotkilos, sondern vor allem Muskulatur, die ja bekanntlich mehr wiegt und gleichzeitig an Hosenbeinen und Jacketschultern spannt. Ich hatte damals so viel Muskeln verbrannt, dass ich insgesamt zwar schlanker aber gleichzeitig viel schwächer war.

Also fing ich an, meine Ernährung umzustellen. Wenig bis keine Kohlenhydrate, mehr Proteine und Fette. Keine leichte Aufgabe bei gleichzeitigen Unverträglichkeiten, die die Lebensmittelauswahl noch mehr einschränkte. Es folgte eine seltsame Zeit, in der ich Heißhunger auf Kartoffeln und Nudeln entwickelte und mich gleichzeitig schwach fühlte. Den Tempelberg in Mexico habe ich nur mit Mühe geschafft. Schwindelanfälle und Übelkeit deuteten auf eine drohende Ohnmacht hin. Bald aß ich wieder was mir schmeckt. Meine Lebensgewohnheiten hatten sich aber geändert. Ich ging nicht mehr laufen, die regelmäßigen Tanztrainings fielen weg. Dafür nahmen die Stunden zu, die ich sitzend verbrachte, denn auch meinen Job konnte ich nicht mehr in Vollzeit ausüben. Die Menge der Nahrungsaufnahme stieg, vermutlich auch als Kompensation aufkommender Langeweile und Ablenkungshandlung.

Der Trainer aus dem Fitnessstudio legte mir letztes Jahr einen Plan vor, der mir vernünftig schien. Wichtige Regeln waren Kohlehydrate nur bis nachmittags und die Getränke mitbeachten, denn man nimmt viel unnütze Kalorien durch Getränke und Nebenbeis auf, wie die Schwesterfraudoktor in diesem Artikel beschreibt. Das Programm war ziemlich erfolglos, weil ich morgens nach Nachtflügen meine Kohlenhydrate zu mir nahm und danach schlafen ging. Die meisten Pläne sind auf Leute mit geregeltem Biorhythmus zugeschnitten, durch meinen Job falle ich aber aus allen Kategorien. Zudem mag ich keine pürierte Flüssignahrung - im Volksmund Smoothies genannt. Ich muss kauen dürfen.

Inzwischen habe ich wohl altershormonbedingt etwas zugelegt. Wiegen tu ich mich nicht aber die Kleidung spannt. Das ist insofern doof, weil meine Uniform nicht mehr passt und ich das Jahreskontingent durch neue Jackets bereits überschritten habe. Ein neuer Plan muss her - einer, der nicht durch Muskelabbau und Metabolismusverlangsamung funktioniert. Zudem experimentiere ich gerade mit diversen Nahrungsmitteln bzw. ihrer Vermeidung. Dazu gehören Fleisch und sehr Histaminhaltiges, ausserdem wird der Zuckerkonsum auf ein Minimum reduziert. Das soll sich positiv auf die Entzündungsherde in meinem Körper auswirken, hab' ich gelesen. Wer bei jeder Bewegung Schmerzen spürt, ist auch bereit, unkonventionelle Wege zu beschreiten. Das klingt alles nicht spaßig und wenn ich so ein paar Zentimeter Bauchumfang verliere, freue ich mich natürlich darüber. Mein Ziel ist aber eine anhaltende Veränderung meiner Gewohnheiten, kein dauerhafter Zwang.

Es gibt nichts, was sich auf Dauer nicht ändert, der menschliche Körper eingeschlossen. Wichtiger als ein Ansatz außen, ist die Veränderung von innen, die sich irgendwann immer auch außen zeigt. So ist das nicht nur aber auch mit dem Körpervolumen. Ich glaube, in Stein gemeißelte Gewichtsangaben sind purer Unfug, ebenso wie BMIs und IQs. Leben ist dynamisch, und wenn es das nicht wäre, wäre es nicht lebendig. Im Grunde gibt es also nichts, was ich mit Sicherheit von mir behaupten könnte, was uns zu einem ganz anderen Thema führt. Das Thema lautet: das menschliche Bedürfnis zur Kategorisierung aus Angst vor Unsicherheit. Diese Kiste werde ich heute aber nicht mehr öffnen - schon gar nicht mehr ungefragt.

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Dienstag, 1. Oktober 2019
She Works Hard for the Money


Im Religionsunterricht gab es einst Heiligenbildchen. Ich halte mich an Gutelaunesticker, solche, die auch instagramaffine Kollegen verstehen. Meine Erfahrung zeigt, dass dafür niemand zu alt ist.

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Sonntag, 29. September 2019
Coming Home
Noch 55 Tage bis 5000. So lange wohne ich schon hier (davor geschätzte 730 auf myblog.de). Das sind um die 13 und paar zerquetschte Jahre (insgesamt also knapp 16 bloggend).



Inzwischen komme ich gerne wieder in mein virtuelles Zuause. Ich freue mich über jeden Kommentar hier und jede Anmerkung woanders - mache halt auch ein bisschen Werbung bei Zwitscher für jene, die mein Blog nicht auf dem Schirm haben. Was wäre ein Blog ohne Lesende? Ich mag die Leute, die mich hier besuchen. Ehrlich, sonst würde ich sie nicht reinlassen. Das ist der Vorteil eines kleinen Nischenblogs: die Zugriffszahlen sind niedrig und es gibt keine Trolle, was vor etwa 13 Jahren für kurze Zeit auch mal anders war. Viele von Ihnen kenne ich sogar persönlich. Es gab nämlich Zeiten, da habe ich mich bemüht, den ein oder anderen Blogger kennenzulernen. Gelegentlich melde ich mich noch kurzfristig bei denen, wenn ich mich an ihren Wohnorten aufhalte. Seit diesem Jahr fallen für mich berufsbedingt leider die europäischen Städte weg. Zum Glück kenne ich auch Menschen auf anderen Kontinenten.



Dieser Eintrag ist also meinen Gästen gewidmet, die hier netterweise lesen, mir Zustimmung oder -spruch spenden, mich zum Nachdenken oder Lachen bringen oder einfach nur vermelden, dass sie da waren. Alle Links zu Erwähnten finden sich übrigens in der Blogrolle unter Nachbarn und Minga.

Da wäre zu meiner Rechten die liebe Gaga, die mir über viele Jahre treu geblieben ist. Sie kommentiert eifrig und lang, weswegen man nicht über ihre Ausführungen hinwegfliegen darf. Wäre auch zu schade, denn es gibt in ihren Kommentaren immer wieder Gedankengänge, die aufzugreifen wert ist.
Zu meiner Linken sind Herr und Frau Rau, Feedleser, deren Blogs ich ebenfalls verfolge. Die tauchen vor allem dann auf, wenn's was Bayerisches, was Kurioses gibt oder für Erbauliches.
Herr Kid war einer der Ersten, der in meinem alten Blog kommentierte. Ich weiß noch genau, dass ich damals dachte: "Welch hoher Besuch", er hätte aber bestimmt nicht zu mir gefunden, wenn ich nicht vorher schonmal bei ihm angeklopft hätte. Er folgte mir hierher.
Arboretum war auch seit der ersten Stunde dabei. Wir trafen uns nie, und leider bloggt sie selbst nur noch sporadisch. Ich muss gestehen, auf Mails nicht zuverlässig geantwortet zu haben, weil mir wohl dazu nichts Kluges einfiel und ich es dann wieder vergessen habe.
Frau Croco und andere konnte ich beim Rosenfest persönlich kennenlernen. Joel, Nathalie und Hauptschulblues sind erst seit besagtem Tag hier anwesend.
Herr Cab zu meiner Rechten hat sich unlängst mal wieder blicken lassen. Es besteht also Hoffnung und die Möglichkeit, dass wir uns auch mal draussen begegnen. Er trägt nämlich jetzt ein Erkennungszeichen.
Es gab von mir organisierte Münchner Bloglesungen, bei denen ich die Bekanntschaft von Lyssa, Lisa9, Martina Kink und Don Alphonso machte. Manche davon haben mich besucht, manche verlinkt, andere mir sogar Einträge gewidmet. In Frankfurt hat sich Mark793 dazugesellt (da besteht er drauf) aber nie die Geschichte mit dem Nackensteak zu lesen bekommen.

Es gab über die Jahre viele Kommentierende, die inzwischen entweder nicht mehr in der Blogwelt aktiv sind, wie beispielsweise der Rationalstürmer, das Stilhäschen und Frau Herzbruch, mit der ich aber immer noch sporadisch Kontakt pflege, oder solche, die nie selbst Blog geschrieben haben, wie der fliegende Koch. Zu Gast waren auch ein Copilot der Swiss, Kolleginnen von Alitalia und Emirates, sowie viele andere, die sich für den Fliegeralltag interessierten. Der Neobazi ist verstorben, was damals das erste derartige Ereignisse war, das ich rein virtuell erlebte. Er kommentierte zu Lebzeiten fast alles und wir fühlten uns sehr verbunden. Ich habe ihn seinerzeit im Hamburger Nuttenturm besucht - die Taxifahrerin kannte das Haus, obwohl ich davon ausging, es handelte sich um die Erfindung vom Bazi. Andere sind komplett verschwunden, ohne dass ich von ihrem Verbleib wüsste. Und noch Andere, nicht Genannte, werde ich aus Gründen nicht mehr einladen.

Ich erhebe also das Glas auf diese illustre Gästerunde. Mögen Sie mir wohlgesonnen sein und immer mal wieder vorbeischauen. Bis zum nächsten Kommentar!



Das obligatorische Gruppenfoto mit Platzhaltern - aus Gründen

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Donnerstag, 26. September 2019
Rice & Curry

Noch bevor ich mich daheim akklimatisieren konnte, bin ich schon wieder unterwegs. Diesmal Indien, diesmal tolles Curry. Das und die schönen, farbigen Tücher aus erlesenem Garn sind überhaupt das Beste an Indien. Ein kleines Schmankerl, wenn man - wie ich - zuletzt für zwei Wochen mit dem Essen und anderen Widrigkeiten zu kämpfen hatte. Und schon sind die Weihnachtsgeschenke besorgt - ein paar Pashminas, ein bisschen Masala Tee und Gewürze, die natürlich auch ncht fehlen dürfen.

Dabei bemerke ich immer wieder, wie die Wertigkeit von Produkten aus fernen Ländern gesunken ist, seit jeder selbst reisen kann und alles auch in heimischen Läden erhältlich ist. Meiner Mutter brachte ich einst teuren Safran aus dem Iran mit, den sie möglicherweise auch billiger selbst hätte erstehen können. Die japanischen Essstäbchen habe ich mir deswegen verkniffen, ebenso andere Bambuserzeugnisse, für mich selbst habe ich in Japan jedoch einen Fächer erworben. Das Staunen über Exotisches ist erloschen. Was bleibt ist ein fahler Nachgeschmack von Verfügbarkeit. Nur wer selbst dort gewesen ist und die Eindrücke mit den Gegenständen veknüpft, kann dessen Wert schätzen. Globalisierung ist eine billige Hure, die jedoch niemals emotionale Reminiszenz ersetzen kann.

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Dienstag, 24. September 2019
Fish in the Sea

Wenn man wie ich vor kurzem beschlossen hat, fortan weitgehend auf tierische Nahrungsmittel zu verzichten - und nein, ich bin nicht zum Vegetarismus konvertiert, ich verspreche mir nur körperliche Besserung meiner Beschwerden abgesehen von Gründen persönlicher Weigerung, weiterhin zum globalen Wahnsinn beizutragen - der ist in Japan bei der Nahrungsaufnahme, zumindest auf dem Land ziemlich aufgeschmissen. Man könnte meinen, es gäbe dort überall Reis. Dachte ich auch, doch was mir aufgetischt wurde, war viel Fleisch, viel Fisch und viel Undefinierbares. Schnecken konnten durch die dazu servierten Häuser identifiziert werden, anderes Kriechgetier weniger.

Irgendwann war mir nach anderen Genussmitteln als Tofu und Reis, zumal alles auch ohne Fisch sehr fischlastig schmeckt. Das kommt durch die Würze mit Seetang und Algen. Die klassischen Reisdreiecke Onigiri sind in getrocknete Algenblätter gewickelt. Eine köstlich vegetarische Variante verstecken eingelegte Pflaumen im Inneren. Und jetzt essen Sie mal zwei Wochen nur das oder bleiben Sie hungrig und konsequent. Chips und Knabbereien beinhalten ebenfalls meist fischige Komponenten, denn das Salz wird damit geschmacklich ersetzt. Natürlich gibt es auch Süßigkeiten, doch bin ich aus Skepsis beim Eis geblieben. Das wird oft in kleinen Plastikbehältnissen zum Herauspressen oder -saugen (zuzeln, wie der Bayer es nennt) serviert - sehr praktisch für unterwegs. Abgesehen von fischlastiger Würze gibt es noch die Wasabivariante, die asiatische Meerrettichverwandte. Sehr scharf und sehr lecker als Snack sind Wasabierbsen, Sashimiverweigerer würzen aber auch anderes mit der grünen Paste.

Dann wäre da noch die Sache mit dem Essbesteck. Natürlich benutzt man in Japan Stäbchen. Natürlich muss dafür der Reis klumpig und das Gemüse klein geschnitten sein. Natürlich schlürft man Nudeln nicht und Suppe wird auch nicht gelöffelt. Der weitgereiste Tourist weiß das und ist dann sehr enttäuscht, wenn er das erste Mal im Restaurant einen Löffel zum Ramen benutzenden Japaner oder die Einheimische entdeckt, die Nudeln einsaugt. Ja, es gibt auch Japaner, die sich nicht an die Regeln halten, wie es Europäer gibt, die das Messer links und die Gabel rechts halten oder gar ganz auf Essbesteck verzichten. Worauf allerdings nicht verzichtet wird, ist das feuchte Tuch für die Hände vor dem Essen. Man kann nicht davon ausgehen, dass sich jeder die Hände wäscht, hat aber zumindest einen ersten Eindruck vom Gegenüber, der sich möglicherweise das Tüchlein über Gesicht und Nacken führt, um es dann anschließend inclusive persönlicher Körpersekrete auf dem Tisch ablegt. Das ist fast so schlimm wie hierzulande einmal mit Straßenschuhen auf den Tisch stehen - in Bayern nur auf dem Oktoberfest zulässig, nicht aber im Restaurant, auch nicht bei besonders guter Stimmung. Stäbchen sind übrigens aus Bambus und werden nur einmal verwendet. Trotzdem sollte man sich damit nicht am Rücken kratzen.

Wasser ist übrigens überall umsonst, während Alkoholisches sehr teuer bezahlt werden muss. Sake schmeckt lecker und ähnelt ein bisschen Wodka in Konsistenz und Wirkung. Am liebsten trinkt der Japaner grünen, ungesüßten Tee zum Essen. Auch zum Kaffee gibt es keinen Zucker. Man findet aber überall kleine Dosen mit Flüssigsirup, um zu süßen. Ist der Kaffee am Frühstücksbuffet übrigens warm, dann befindet man sich an einem westlichen Buffet. In Japan wird Kaffee vorzugsweise kalt serviert. Auch englischer Tee ist in der kalten Variante überall erhältlich, während man für warmen auf westlich orientierte Hotels zurückgreifen muss.

Damit wären meine kulinarischen Erkenntnisse auch schon abgehandelt. Ich weiß, es ist wenig, Essen nimmt aber auch daheim bei mir keinen so großen Stellenwert ein. Ich bin nur froh, wieder Kartoffeln und Brot nebst anderen Leckereien auf dem Speiseplan zu haben. Und gelegentlich mal ein gutes Curry.

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Sonntag, 22. September 2019
I Warned You

Es gibt merkwürdige Sachen in Japan, die sind natürlich nur merkwürdig, weil sie für uns ungewohnt und deswegen anders sind. Die Warnhinweise zum Beispiel. Da fotografiert eine Gruppe Japaner am Bahnsteig und die Szene wird durch einen einfahrenden Zug unterbrochen. Klare Nominierung für den Darwin Award. Auch bei uns gibt es ja mittlerweise Warnhinweise, man solle ein in die Gleise gefallenes Handy nichts selbst bergen oder wenigstens gelegentlich mal davon hoch sehen. Es zeigt sich, was inzwischen wichtiger als das Leben anderer oder sein eigenes geworden ist. Kürzlich beim Unfall eines russischen Passagierflugzeug haben die Gäste den Evakuierungsvorgang unnötig verlängert, weil sie unbedingt ihr Handgepäck bergen wollten. Sowas könnte für die nachfolgenden Passagiere ganz schlimme Folgen haben. Wenn's brennt, ist mir meine Gucci Tasche nicht so wichtig, ich muss aber gestehen, ich war vor meiner Zeit als Airlinemitarbeiterin ebenfalls sehr besorgt, im Falle eines Falles schnell genug mein teures Instrument greifen zu können.

Die Warnungen, die häufig bei uns Schmunzeln hervorrufen, stehen in Verbindung mit Verhalten in Notdurftanstalten. Dort findet man beispielsweise folgenden Hinweis:


In Japan gibt es immer zweierlei Toiletten, eine westliche und ein asiatisches Plumsklo - ein im Boden eingelassenes Becken, über das man sich hockt und anschließend mit Wasser spült. An der Wand befestigte Halterungen bieten Hilfe bei der Balance. Diese Halterung ist nicht vergleichbar mit einem Klodeckel, der bei Festhalten mit der Person kippen würde. Es sind in den vergangenen Jahren viele Unfälle auf diese Weise passiert. Also Augen auf bei der Toilettenwahl. Zudem bietet eine westliche Toilette immer die Möglichkeit, sich während des Aufenthaltes mit Verhalten im Katastrophenfall auseinanderzusetzen.

Natürlich brauchen westliche Besucher auch konkrete Verhaltenshinweise im öffentlichen Raum. Touristenattraktion Nummer eins sind Tempel und heilige Stätten. Dort sieht man vieles, was Gläubige möglicherweise bei Ausübung ihrer Religion stören könnte. Deswegen auch hier die Bitte, man möge doch vor Betreten Hüte und Sonnenbrillen entfernen (s. unten rechts) sowie Gespräche einstellen. Fahrräder werden übrigens in Japan nicht einfach am Straßenrand abgestellt, sondern ordentlich nebeneinander an vorgesehenen Plätzen aufgereiht, ansonsten drohen empfindliche Strafen. Ob sich dieses Konzept vielleicht auch in München anwenden ließe?

Hinweisschild am Bahnhof Kyoto

Also Kinder, bitte immer schön hinten anstellen und Schuhe ausziehen!

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Samstag, 21. September 2019
Hurt Feelings
Hatago Iwa - married rocks - Oku-Noto Peninsula, Japan

Zwei Felsen in der Brandung verbunden mit einer Hängebrücke, eine kleine, rote Hütte auf dem größeren der beiden. Das Foto selbst unbearbeitet, schlecht belichtet, doch ein schönes Symbolbild für menschliche Verbindung. Ich hatte in den letzten zwei Wochen nicht nur schöne Erlebnisse, sondern auch eines, das mich die Reise nach drei Tagen fast hätte abbrechen lassen. Diese Radtour war von langer Hand geplant, das Ziel - Japan - war das Wunschziel meiner kleinen Schwester. Sie war immer schon etwas schwieriger, etwas anspruchsvoller und etwas unnahbarer als die anderen. Ich habe ihr Verhalten immer verteidigt, habe mich daran erinnert, was tiefe Verletzung und Trauma in einer Seele anrichten können und war verständnis- und liebevoll zu ihr. Ich war immer für sie da, vor allem in den schwierigen Zeiten, in den Nächten, in denen man um 5 Uhr Beistand braucht oder an Tagen, an denen man sich komplett alleine und unverstanden fühlt. Ich habe mich um ihre seelische Gesundheit gesorgt - manchmal auch um ihr Leben - und mich mit den anderen beraten, was man für sie tun könne. Ich habe ihr viele Kleidungsstücke vererbt, Jeans aus USA, eine Lederjacke aus Holland, ein paar alte Lederkoffer aus Familienbesitz, weil sie daran Freude hatte. Ich habe ihr Bücher geschenkt, weil sie die liebt und war auch in anderen Dingen stets großzügig. Die Reise sollte uns einander näher bringen. Das Ziel hatte sie sich ausgesucht, die finanzielle Seite habe ich für's Erste übernommen.

Tatsächlich funktionierte das Miteinander genau einen Tag. Dann begann sie sich mir gegenüber zu verschließen. Ich fragte erst mich und dann sie, was ich möglicherweise falsch gemacht hätte. Sie blieb mir eine Antwort schuldig. Am zweiten Tag lernten wir die Gruppe Mitreisender kennen. Sie gab sich keineswegs introvertiert, war gesellig und unterhaltsam im Umgang mit den anderen. Mit mir hat sie ab diesem Zeitpunkt selbst Blickkontakt gemieden. Gesprochen wurde nur das Nötigste. Kann ich Dein Deo benutzen? Ich brauche Bargeld. Kann ich als erstes in's Bad? Wann treffen wir uns morgen? Ich versuchte small talk, bemühte mich um Umgänglichkeit, prallte jedoch ab. Sie ging früher oder später frühstücken, saß dann meist am anderen Ende des Tisches und verweigerte jegliches Miteinander. Die nötige Aufmerksamkeit suchte sie bei denen, die selbst durch ihr Verhalten viel Aufmerksamkeit auf sich lenkten.

Am Abend des dritten Tages zwang ich sie zu einer Aussprache, drückte meine Verletztheit aufgrund ihres Verhaltens aus und gab ihr drei Lösungsmöglichkeiten. Erstens, ich würde abreisen, sie bliebe und kümmere sich dann selbst um ein Rückflugticket, denn mit einem Standby Ticket kann sie nur gemeinsam mit mir fliegen. Zweitens, sie reise gemeinsam mit mir ab und drittens, wir würden uns aussprechen und zusammenraufen, damit der weitere Trip für uns beide erträglich wäre. Sie hatte weder Kreditkarte noch das Geld, um ein Ticket zu kaufen - das hätte ich jedoch für sie übernommen - und wollte auch nicht abbrechen. Was blieb, war die letzte Möglichkeit. Das darauffolgende Gespräch war jedoch nicht sonderlich zufriedenstellend. Sie verhedderte sich in Rechtfertigungen und Ausflüchten, konnte mir keine konkreten Fehler meinerseits nennen und hatte keinerlei Erklärung für ihr offensichtlich ablehnendes Verhalten mir gegenüber. Ich beließ es dabei, beobachtete aber in den folgenden Tagen keine großartige Annäherung oder Veränderung in ihrem Verhalten. Die Hotelbuchung am Ende hatte ich inzwischen storniert, den Rückflug vorverlegt. Für sie entstanden dadurch keine weiteren Kosten.

Am letzten Tag suchte ich wieder das Gespräch, da ich so nicht auseinandergehen wollte. Ich wartete auf einen günstigen Moment und bat sie, mir über ihre Gefühle in den vergangenen Tagen zu berichten. Sie winkte ab und wurde aggressiv als ich meinte, ich würde gerne eine Sache dazu sagen. Was ich sagte, war ein ganz simples ich habe dich lieb. Dann ging ich bis zur Fahrt zum Flughafen meine eigenen Wege. Mir wurde - wie bereits ein paar Monate zuvor mit einem mir nahestehenden Menschen - klar, dass ich eine Person wegen eines Verhaltens nicht aufhöre zu lieben, dass ich mich aber selbst mehr liebe und deshalb Grenzen setzen muss. Wer mich nicht wertschätzt, nicht mit mir zusammen sein will, wer mich nicht respektiert und mich stattdessen geringschätzig behandelt - ganz gleich aus welchen Gründen - den kann ich zwar nicht ändern aber ich kann mich aus der Situation entfernen. Auch Familie bin ich nicht auf Gedeih und Verderb ausgesetzt. Ich bin ein erwachsener Mensch, ich kann wählen.

Die Verbindung im obigen Foto ist jetzt zerschnitten, jeder steht für sich alleine. Mir macht das zu schaffen, weil ich es gerne nachvollziehen würde, was da in und mit ihr geschehen ist. Ich mag nicht einfach akzeptieren, dass etwas so ist, ich möchte es verstehen können. Verstehen hat mir immer geholfen. Die Zwillingsschwester meinte, selbst sie bemerke, dass räumliche Nähe die Verbindung der Schwestern schwieriger mache und auch sie beide nie wirklich miteinander reden könnten. Sowohl sie selbst als auch Freunde hätten in der Vergangenheit vergleichbare Erfahrungen mit meiner Schwester machen müssen. Bei der Mutter verhält sie sich wie in einem Hotel, nimmt Kost und Logie sowie Zuwendung mit, ohne je etwas dafür zurückzugeben. Es erinnert mich an pubertäres Verhalten, an Selbstverständlichkeiten, die keine sein sollten, wie man aber erst im Laufe der Jahre begreift. Es wundert mich nicht mehr, dass sie so viele Schwierigkeiten an diversen Arbeitsstellen hatte, auch nicht, dass ihr das Aufrechterhalten von Freundschaften schwer fällt. Ich frage mich nur, ob meine Abkehr nicht das Gegenteil dessen bewirkt, was für sie heilsam sein könnte. Verantwortlich bin ich aber dafür nicht, denn sie ist kein Kind mehr. Im Gegenteil, sie ist eine erwachsene Frau, die auf die 40 zugeht.

Meine Fragen werden unbeantwortet bleiben, mein Verhalten jedoch konsequent. Ich merke, wie viel Kraft es mich kostet, immer wieder derartigen Situationen ausgesetzt zu sein. Eine Frage, die mich schon lange begleitet, ist: was ist in mir, das es anderen erlaubt, mich respektlos und herabwürdigend anstatt liebevoll und wertschätzend zu behandeln? Die kleine rote Hütte auf dem größeren der beiden Felsen behütet eine Antwort - keine Erklärung aber eine Ahnung aus längst vergessenen Tagen. Sie beschützt das Herz, das dort oben in die Unendlichkeit hinaus sehnt.

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