Dienstag, 21. Mai 2013
Can't Buy Me Love
I wish I looked like Cindy Crawford.
Cindy Crawford

Ein Vortrag von Jean Kilbourne über Frauen in der Werbung und wie sie unsere Sicht verändert:



Gefunden bei ballerina in my head in ihrem wunderbaren Artikel über Selbstsicht und Feminismus, der absolut lesenswert ist:

The woman in my head.

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Samstag, 11. Mai 2013
Love Letters II
Brief an mein 17 jähriges Selbst:

Liebe A.,

Du bist toll! Das wirst Du gleich vehement bestreiten, vor allem weil Du nichts lieber möchtest als aus Deiner Haut zu fahren. Eine andere sein, besser sein, schlanker und perfekter. Sei wohlwollender zu Dir. Keiner liebt Dich deswegen mehr, nur weil Du etwas besser kannst, schlanker bist oder gar perfekt. Im Übrigen wirst Du nie wieder so schlank und jung aussehen wie jetzt. Genieße es. Lerne Dich selbst zu mögen und sei nachsichtiger mit Deinen Unzulänglichkeiten und denen Deiner Mitmenschen.

Das Abitur ist zwar nervig aber eine ganz gute Sache. Mach's aber nimm's nicht allzu wichtig. Überhaupt nimm Dich nicht zu wichtig. Du hast Recht, wenn Du behauptest, das Leben sei nicht fair. Das ist es nicht nur zu Dir, sondern zu keinem. Jeder kämpft mit eigenen Probleme und Geschichten. Die sind den Deinen gar nicht mal so unähnlich. Wenn Du genau hinschaust, wirst Du eine Menge Gemeinsamkeiten entdecken. Du bist gar nicht so allein, wie Du Dich immer fühlst.

Je eher Du lernst loszulassen, umso leichter wird alles weitere für Dich. Loslassen von Menschen, Gedanken, vorstellungen, vor allem Wertungen. Sei nicht zu hart in Deinem Urteil über Dich und andere. Nichts ist absolut, alles relativ und am persönlichen Maßstab gemessen. Wenn Du es schaffst, Dich nur an Dir selbst zu messen, wirst Du Deine Ergebnisse auch wertschätzen können.

Lass' das mit den Jungs sein. Verwechsle Sex nicht mit Nähe und Hormone nicht mit Liebe. Du weißt es nicht besser. Wenn Du unbedingt Jungfrau bleiben willst, dann bleibe es und lass Dir nicht das Gegenteil einreden. Wenn Du es nicht mehr willst, dann gib die Einstellung auf. Das braucht keine prinzipiellen oder religiösen Hintergründe. Vor allem braucht es aber niemand, der Dich überredet. Das entscheidest ganz alleine Du. Später wirst Du nämlich genau deswegen an Dir zweifeln. Du kannst jeden Mann kriegen, musst aber nicht jeden nehmen. Vor allem lass' die Finger von denen, die liiert sind. Das ist geborgte Illusion, nicht Deine. Geborgenheit wirst Du erst finden, wenn Du nicht mehr draussen danach suchst.

Im Übrigen sieht Dein Leben in zwanzig Jahren zwar vollkommen anders aus als Du es Dir jetzt vorstellst, ist aber gar nicht so übel wie Du meinst. Im Gegenteil, es wird sich herausstellen, dass Dein Berufswunsch Dich nicht glücklich macht und Du nicht stirbst, wenn Du ihn aufgibst. An gebrochenem Herzen ist noch keiner gestorben. Überhaupt ist sterben keine Alternative, das bringt Dir mal so richtig gar nichts. Also hör' auf mit dem Drama und beginne das zu schätzen, was da ist.

Für Dein Alter bist Du schon ganz schön weise. Du hast unglaublich viel gelesen und gehört, hast eine gute Allgemeinbildung, bist neugierig und offen für alles Unbekannte. Mach' Dir keine Sorgen, weil Du statt der gängigen Popgruppen lieber die alten Tonbänder Deiner Mutter hörst oder Deine Lieblingsschauspieler in schwarz-weiß agieren. Die anderen bleiben meistens bei einem Stil stecken. Dein Kopf ist dem Bauch meilenweit voraus. Allein an der Umsetzung hapert's noch. Das kommt später, nur Geduld.

Dass sich die Aufgaben und Herausforderungen im Leben wiederholen bedeutet nicht, dass das Leben langweillig ist. Wiederholung ist nichts als die Gelegenheit zum Üben. Letztendlich bringt Dich jede Übung ein Stück weiter. Aber das weißt Du doch von Deinen täglichen Etüden. Genauso verhält es sich auch mit Fähigkeiten und Charaktereigenschaften. Gelegentliches Scheitern bedeutet nicht, dass Du es nicht schon ein wenig besser kannst oder es nicht begriffen hättest. Alles wiederholt sich und wird mit jedem Mal ein wenig anders. Dafür ist es ja da, das Leben. Falls Du mal wieder nach dem Sinn fragst, hier ist er.

Am Ende wirst Du nichts von dem befolgen, was ich hier geschrieben habe. Das ist richtig so. Mach' Deine eigene Erfahrung und lerne daraus. Jeder hat das Recht auf seinen eigenen Weg. Nur eines solltest Du dabei nie vergessen:

Du bist toll!

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Donnerstag, 22. November 2012
Rosi, was hat die Zeit aus Dir gemacht?
Es gibt ein neues Video von einer neuen Gruppe über einen alten urmünchnerischen Schlager:



Rein zufällig kenne ich die junge Dame, die da im Video tanzt. In Wirklichkeit ist sie fast noch schöner. Und dann musste ich ganz intuitiv wieder ans Älterwerden denken und an Bette Davis' Ausspruch, dass alt werden nichts für Feiglinge ist.

Ich habe so meine ganz persönlichen Schwierigkeiten mit dem Älterwerden und natürlich auch meine ganz persönlichen Gedanken dazu. Als Kind konnte ich es kaum erwarten älter zu werden. Dabei bemerkte ich zwar meine eigene Veränderung, nicht aber die meiner Umwelt. Junge Menschen waren jung und Alte eben alt. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass meine Eltern oder gar Grosseltern ebenfalls einmal Kind gewesen sein sollen. Fotos aus ihrer Jugend waren Schwarzweiss und so stellte ich mir halt auch die Welt vor, in der sie groß geworden sind. Weil die Welt aber in Wirklichkeit bunt war, konnten die Abgebildeten auch nicht echt sein. So meine Vermutung.

Dann wurde ich älter und konnte mir nicht vorstellen, anders zu sein als bisher. Es war und ist immer noch ein wenig als verliefe mein Leben auf einem Achsendiagramm. Die Zeit auf der vertikalen Ebene, ich bewege mich aber mehr so auf der horizontalen. Keine Sprünge, mehr kontinuierliche Veränderung nach oben oder unten. Wenn man die nicht genau verfolgt, kommen dann diese Hopplamomente. Hoppla, da ist die Haut aber faltig/dellig/welk. Hoppla jetzt bin ich aber müde. Hoppla so unaufgeregt war ich ja noch nie. Die Hopplas sind sowas wie ein natürlicher Weckruf. Wer den verpennt, dem geht's womöglich wie Rosi im Video.

Das Rezept heisst dann wohl Hinschauen wo's weh tut. Und dann das beste draus machen. Das zumindest rät die angewandte Psychologie. Paul Baltes empfiehlt das SOK Modell. Selektieren, optimieren und kompensieren. Rubinstein hat beispielsweise im hohen Alter sein Repertoire stark eingegrenzt und schnelle Läufe einfach ein wenig langsamer begonnen. Wer mehr wissen will, kann sich dieses Filmchen ansehen. Man könnte auch behaupten, wer alt wird hat Glück. Könnte nämlich alles schlimmer sein.

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Montag, 6. August 2012
Wishes Games
Sie kennen doch sicher noch dieses Lied aus den gefühlten Achzigern von Yello vicious games? Und nein, das wird jetzt kein weiterer Beitrag zum weissen Neger Wumbaba. Das wird ein relativ kurzer Beitrag zum Thema Wünschen, das ja nicht nur zu Weihnachten und runden Geburtstagen Kopfzerbrechen bereitet, weil man sich da immer Geschenke für sich selbst ausdenken muss, die weder zu teuer noch zu unbrauchbar und zudem möglichst unkompliziert in der Anschaffung sind. Wünschen findet bei mir ständig statt. Die Folgen sehen aber verschieden aus.

Ich wünsche mir also was. Wenn die Wunscherfüllung ausserhalb meines Einflussbereiches liegt - also sozusagen external attribuiert - dann gibt es die Möglichkeit, den Wunsch zu verdrängen. Meist gelingt mir das nicht besonders gut, weil ich ein lebhafter Träumer bin, d.h. ich denke zwar im Wachzustand nicht mehr dran, träume dafür umso öfter von der Erfüllung des Wunsches.

Dann könnte ich noch dem Universum was davon erzählen. Weil ich aber nicht an universalen Zauber glaube, sondern eher an gedankliche Fokussierung, erzähle ich dem Universum lieber nix und konzentriere mich stattdessen auf eindeutige Zeichen an mein optisches System wie beispielsweise Parklücken in Schwabing.

Konzentriere ich mich aber zu sehr auf meinen Wunsch, dann werde ich nicht nur ungeduldig, sondern auch immer unzufriedener. Bestimmte Leute raten in diesem Falle, gänzlich auf Wünschen zu verzichten. Ich halte das für das falsche Ende der Wurst. Katzenschwanz. Whatever. Also was denn nun? Wieder keine Pointe? Ja, halt wie im Leben.

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Mittwoch, 6. Juni 2012
Mischievous Ghost
Ist es eigentlich sehr schädlich für mein Karma, wenn ich dem Nachbarn, der den Aufzug sowohl auf- als auch abwärts fährt, weil er ansonsten aufgrund ausgeprägter Sportaversion und starkem Tabakkonsums womöglich einen ganz fürchterlichen Hustenanfall erleidet, wünsche, er würde mal für längere Zeit drin steckenbleiben?

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Montag, 30. Januar 2012
Colour me in
Welche Farbe haben Geräusche? Ist Stille immer dunkel?

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Samstag, 31. Dezember 2011
Resolution 0.12
Mein Vorsatz für das kommende Jahr:

Wenn mich Leute auf der Strasse länger als gewöhnlich ansehen einfach mal unterstellen, dass es sich um neidische Blicke handelt.

Und Sie so?

Jedenfalls wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein bombastisches kommendes Jahr. Bleiben Sie dran.

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Samstag, 17. Dezember 2011
Stadtaffe
They say that in India there is a particularly clever way of catching monkeys. As the story goes, hunters will cut a hole in a coconut that is just big enough for a money to put its hand through. Then they will drill two smaller holes in the other end, pass a wire through and secure the coconut to the base of a tree. Then they put a banana inside the coconut and hide. The monkey comes down, puts his hand in and takes hold of the banana. The hole is crafted so that the open hand can go in but the fist cannot get out. All the monkey has to do to be free is to let go of the banana. But it seems most monkeys don’t let go.

Jon Kabat-Zinn

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Sonntag, 11. Dezember 2011
What's Left Of Me


Ein Wunsch, der mal eben in einer Oberleitung hängen blieb. Der Gedanke macht mich sentimental. Das Bild läßt mich lächeln.

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Sonntag, 27. November 2011
It's My Life
Zehn Titel meiner ungeschriebenen Biographie:

1. Hauptsache ihr habt gelacht

2. Darauf kann man nicht tanzen

3. Die Frau, die zu wenig wusste

4. Gut ist was gut aussieht

5. Wenn das die Oma wüsste

6. Wieso nur einer, wenn ich alle haben kann?

7. Zuhause liegt es gut oder warum mir mein Handy noch nie geklaut wurde

8. Im Mittelpunkt stehen leicht gemacht - wie man jederzeit alle Aufmerksamkeit auf sich lenkt, Band 1

9. Chips statt Schokolade

10. Ich war's nicht. Ehrlich Eigentlich bin ich ganz anders

Die Idee habe ich von hier, die's wiederum von dort hat. Möge es aufgreifen und weiterführen wer sich berufen fühlt.

Nachtrag: jetzt neu mit Klappentext!

Nachtrag zum Nachtrag: der letzte Punkt musste unbedingt aktualisiert werden.

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