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Mittwoch, 3. Mai 2006
Rastlos
frau klugscheisser, 00:12h
Heute hier, morgen dort
bin kaum da muß ich fort
hab' mich niemals deswegen beklagt
hab' es selbst so gewählt
nie die Jahre gezählt
nie nach gestern und morgen gefragt.
Manchmal träume ich schwer
und dann denk' ich es wär
Zeit zu bleiben und nun
was ganz anderes zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar
daß nichts bleibt, daß nichts bleibt
wie es war.
Daß man mich kaum vermißt
schon nach Tagen vergißt
daß ich längst wieder anderswo bin
stört und kümmert mich nicht
vielleicht bleibt mein Gesicht
doch dem ein oder andren im Sinn
Fragt mich einer warum
ich so bin bleib ich stumm
den die Antwort darauf fällt mir schwer
denn was neu ist wird alt
und was gestern noch galt
stimmt schon heut' oder morgen nicht mehr.
[Hannes Wader]
bin kaum da muß ich fort
hab' mich niemals deswegen beklagt
hab' es selbst so gewählt
nie die Jahre gezählt
nie nach gestern und morgen gefragt.
Manchmal träume ich schwer
und dann denk' ich es wär
Zeit zu bleiben und nun
was ganz anderes zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar
daß nichts bleibt, daß nichts bleibt
wie es war.
Daß man mich kaum vermißt
schon nach Tagen vergißt
daß ich längst wieder anderswo bin
stört und kümmert mich nicht
vielleicht bleibt mein Gesicht
doch dem ein oder andren im Sinn
Fragt mich einer warum
ich so bin bleib ich stumm
den die Antwort darauf fällt mir schwer
denn was neu ist wird alt
und was gestern noch galt
stimmt schon heut' oder morgen nicht mehr.
[Hannes Wader]
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Sprich zu deiner Hand!
frau klugscheisser, 11:47h
Wer kennt sie nicht, die widerlichen kleinen Wurzelgnome aus der Arschlochfraktion? Sie laufen überall herum, verteilen emsig ihre vorgefertigten Meinungen, die meist auf Vorurteilen beruhen und halten sich für die Größten. Eine erste Begegnung hat bereits stattgefunden. Es ist der Ex Partner, der lügt, weil er zu feige ist, seine Fehler einzugestehen und sie lieber kaschiert, die Kollegin, die einem durch ihre Intrigen das Leben schwer macht oder der Kunde, der sich nie zufrieden stellen lässt, obwohl man alles für ihn tut. Es ist die Zufallsbekanntschaft, die zu einem Monster mutiert, der Nachbar, der Kleinkrieg gegen einen führt und der Beamte, der einem den Paragraphenknüppel zwischen die Beine wirft. Während dieser ersten Begegnung war man nahezu sprachlos ob dieser Willkür, die sich bei näherer Betrachtung als Machtspiel eines kindlichen Egos herausstellt. Man denkt weiter und plötzlich fallen einem unzählige Argumente und Erwiderungen ein, doch jetzt ist es zu spät. Das Spiel ist gelaufen. Rien ne va plus. Man tritt im Kreislaufmarathon die Teppichflusen platt, wirbelt bei jeder Kehrtwende am Ende des Zimmers ein klein wenig Staub auf und schleudert seine schlagfertigen Argumente und Flüche dem Usambaraveilchen am Fenster entgegen. Das lauscht geduldig und ohne Widerworte. Einzig ein bräunlich herabhängendes Blatt zeugt am nächsten Tag von der Verletzung der introvertierten Pflanzenseele.
Es vergeht einige Zeit. Langsam vergisst man die Sprüche, die man sich geschworen hat, bei der nächsten Begegnung an den entsprechenden Mann zu bringen. Und die Wurzelgnome der Arschlochfraktion lassen auf sich warten. Jetzt, wo man sich nicht von Verbalschlägen hätte umhauen lassen, jetzt sitzen sie in ihren kleinen dunklen Ecken und lauern. Sie beobachten uns aus ihren Augenschlitzen. Manchmal schnüffeln sie ein wenig wie Hunde, denn Selbstbewusstsein und Stärke lassen sich erriechen. Die Wurzelgnome warten, bis man wieder ganz unten ist, sich ein wenig selbst bemitleidet und zögerlichen Schrittes vorbeigeht. Dann springen sie aus ihren Verstecken und stehen plötzlich vor uns. Der Exfreund, die Zufallsbekanntschaft und der ehemalige Kollege, man trifft sie in der Schlange der Supermarktkasse, beim Friseur, auf Behörden oder im Restaurant. Man würde gerne verschwinden, sich unsichtbar machen, denn gerade jetzt fühlt man sich für eine Auseinandersetzung zu schwach, das Loch zwischen den Bodendielen ist zu klein und man selbst zu groß. Natürlich kann man einer Begegnung nicht ausweichen, das haben die Wurzelgnome schon so vorbereitet. Sie erwischen einen kalt von vorne, während sich hinter einem die Wände zur Ecke treffen. Das Hirn beginnt schlagartig in Turbogeschwindigkeit die Windungen nach passenden Worten abzufahren. Einzig das Usambaraveilchen könnte jetzt helfen, doch das hat noch nie auf Telefonläuten reagiert. Man stammelt ein paar Belanglosigkeiten und will sich an den Wurzelgnomen vorbeidrücken, doch die blasen sich vor einem zu wabbeligen Jabbas auf und lassen erkennen, dass auch sie die letzte Begegnung irgendwo in ihren verschrumpelten Gehirnen abgespeichert haben. An einem beleidigten Jabba kommt keiner vorbei, selbst wenn man sich noch so klein macht. Sie saugen die gesamte Raumluft in sich ein und entlassen sie wieder in stinkenden Worten. Man fühlt sich ein wenig schwindelig, beginnt zu rudern und tritt von einem Bein auf das andere. Im Grunde möchte man lieber auf dem abgetretenen Teppich daheim laufen, der ist immer wieder eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Weil man aber keinen fliegenden Teppich und keine Tarnkappe zur Hand hat, und auch die Ritter auf den weißen Pferden schon seit längerem beurlaubt sind, lässt man die gruseligen Jabbaworte mit gesenktem Haupt und hängenden Schultern über sich prasseln wie einen strahlenden Regenschauer aus einer Atompilzwolke. So plötzlich die Jabbas auftauchten, so schlagartig sind sie auch wieder weg. Sie schnurren zusammen, ähnlich einem aufgeblasenen Luftballon, den man loslässt und verschwinden als Wurzelgnome wieder nach Arschlochhausen, ein Ort, an dem kein liberal denkender Mensch je gewesen sein möchte. Man selbst sammelt seine Habseligkeiten, sowie die geschundenen Knochen zusammen und macht sich auf zum Usambaraveilchen, das daheim schon wartet.
Im Grunde glaube ich nicht an den Satz Man trifft sich immer zwei Mal, denn es sind viele Male, die man sich trifft. Nur die schrumpeligen Gesichter der Wurzelgnome unterscheiden sich ein wenig voneinander. Der Typ ist immer der Gleiche. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch in diesem Monat mit dem Kapitän fliegen muss, der vor zwei Jahren an mir seinen übersteigerten Männlichkeitshabitus in Form von Dienstvorschriften und willkürlichen Unterstellungen ausließ und ich nur knapp die Tränen der Wut und Verletztheit zurückhalten konnte. Arschlochhausen hat seine Pforten geöffnet, und ich gehe jetzt vorsorglich duschen.
Es vergeht einige Zeit. Langsam vergisst man die Sprüche, die man sich geschworen hat, bei der nächsten Begegnung an den entsprechenden Mann zu bringen. Und die Wurzelgnome der Arschlochfraktion lassen auf sich warten. Jetzt, wo man sich nicht von Verbalschlägen hätte umhauen lassen, jetzt sitzen sie in ihren kleinen dunklen Ecken und lauern. Sie beobachten uns aus ihren Augenschlitzen. Manchmal schnüffeln sie ein wenig wie Hunde, denn Selbstbewusstsein und Stärke lassen sich erriechen. Die Wurzelgnome warten, bis man wieder ganz unten ist, sich ein wenig selbst bemitleidet und zögerlichen Schrittes vorbeigeht. Dann springen sie aus ihren Verstecken und stehen plötzlich vor uns. Der Exfreund, die Zufallsbekanntschaft und der ehemalige Kollege, man trifft sie in der Schlange der Supermarktkasse, beim Friseur, auf Behörden oder im Restaurant. Man würde gerne verschwinden, sich unsichtbar machen, denn gerade jetzt fühlt man sich für eine Auseinandersetzung zu schwach, das Loch zwischen den Bodendielen ist zu klein und man selbst zu groß. Natürlich kann man einer Begegnung nicht ausweichen, das haben die Wurzelgnome schon so vorbereitet. Sie erwischen einen kalt von vorne, während sich hinter einem die Wände zur Ecke treffen. Das Hirn beginnt schlagartig in Turbogeschwindigkeit die Windungen nach passenden Worten abzufahren. Einzig das Usambaraveilchen könnte jetzt helfen, doch das hat noch nie auf Telefonläuten reagiert. Man stammelt ein paar Belanglosigkeiten und will sich an den Wurzelgnomen vorbeidrücken, doch die blasen sich vor einem zu wabbeligen Jabbas auf und lassen erkennen, dass auch sie die letzte Begegnung irgendwo in ihren verschrumpelten Gehirnen abgespeichert haben. An einem beleidigten Jabba kommt keiner vorbei, selbst wenn man sich noch so klein macht. Sie saugen die gesamte Raumluft in sich ein und entlassen sie wieder in stinkenden Worten. Man fühlt sich ein wenig schwindelig, beginnt zu rudern und tritt von einem Bein auf das andere. Im Grunde möchte man lieber auf dem abgetretenen Teppich daheim laufen, der ist immer wieder eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Weil man aber keinen fliegenden Teppich und keine Tarnkappe zur Hand hat, und auch die Ritter auf den weißen Pferden schon seit längerem beurlaubt sind, lässt man die gruseligen Jabbaworte mit gesenktem Haupt und hängenden Schultern über sich prasseln wie einen strahlenden Regenschauer aus einer Atompilzwolke. So plötzlich die Jabbas auftauchten, so schlagartig sind sie auch wieder weg. Sie schnurren zusammen, ähnlich einem aufgeblasenen Luftballon, den man loslässt und verschwinden als Wurzelgnome wieder nach Arschlochhausen, ein Ort, an dem kein liberal denkender Mensch je gewesen sein möchte. Man selbst sammelt seine Habseligkeiten, sowie die geschundenen Knochen zusammen und macht sich auf zum Usambaraveilchen, das daheim schon wartet.
Im Grunde glaube ich nicht an den Satz Man trifft sich immer zwei Mal, denn es sind viele Male, die man sich trifft. Nur die schrumpeligen Gesichter der Wurzelgnome unterscheiden sich ein wenig voneinander. Der Typ ist immer der Gleiche. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch in diesem Monat mit dem Kapitän fliegen muss, der vor zwei Jahren an mir seinen übersteigerten Männlichkeitshabitus in Form von Dienstvorschriften und willkürlichen Unterstellungen ausließ und ich nur knapp die Tränen der Wut und Verletztheit zurückhalten konnte. Arschlochhausen hat seine Pforten geöffnet, und ich gehe jetzt vorsorglich duschen.
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Montag, 1. Mai 2006
Thank you for the music
frau klugscheisser, 14:07h
Wenn heute am Kampftag der Arbeiterbewegung jeder ein Bier weniger trinken würde und das Geld spenden, hätten wir den neuen Server schon morgen. Oder jeder, der einen neuen Beitrag online stellt, zahlt heute mal 10 Euro. Blogger.de kostet die Nutzer sonst keinen Pfennig und liefert gute Qualität. Da kann man schon mal eine Ausnahme machen. Genug gequatscht, lassen wir Taten folgen. Ich geh jetzt für meine Beiträge einzahlen.
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Wir wollen niemals auseinandergehn
frau klugscheisser, 12:25h
Schön war´s gestern. Und gruselig. Wir haben unser Bestes getan, damit der Sommer kommt. Danke an alle Zuhörer. Nächstes Mal sehen wir uns draußen.
Martina live
Andrea unveröffentlicht
Brainfarts unübertroffen
Don katholisch
Banana abwesend
Mein Zitterstimmentext
Martina live
Andrea unveröffentlicht
Brainfarts unübertroffen
Don katholisch
Banana abwesend
Mein Zitterstimmentext
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Samstag, 29. April 2006
Keine besonderen Vorkommnisse. Das Wetter.
frau klugscheisser, 18:29h
Mistmistmist oder zefixgreizdeifi, wer hat da sein Tellerchen nicht leergegessen? Ich war´s nicht. Ehrlich. Hyperventilieren nutzt vermutlich jetzt auch nix mehr. Ist halt nass draußen. Deswegen sind wir morgen drinnen. Macht ja keinen Sinn, mit dem nassen Gras und so. Kalt ist es auch noch, viel zu kalt für stundenlanges Zuhören. War vorhin am Friedhof. Alles schon grün, alles gar nicht so gruselig wie vermutet. Hilft aber nix. Wer sich dennoch nicht abhalten lässt, unseren Texten über das Leben und andere Kleinigkeiten zuzuhören, kann das im Twisted Bavarian ab ca. 19.00 tun.
Ist ja nicht aller Tage Abend und meine Genehmigung gilt unbefristet. Mal sehen, ob es mir dann gelingt, Herrn Kid aus Hamburg mit morbiden Fantasien anzulocken. Und demnächst schreibe ich auch wieder lustigere Texte. Versprochen. So kann das ja nicht weitergehen. Ist ja kein Zustand. Aber echt, doo.
Ist ja nicht aller Tage Abend und meine Genehmigung gilt unbefristet. Mal sehen, ob es mir dann gelingt, Herrn Kid aus Hamburg mit morbiden Fantasien anzulocken. Und demnächst schreibe ich auch wieder lustigere Texte. Versprochen. So kann das ja nicht weitergehen. Ist ja kein Zustand. Aber echt, doo.
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Für C.
frau klugscheisser, 18:12h
Es war ein kalter Herbstmorgen, viel zu kalt für die Jahreszeit. Die Sonne schien und der Schnee auf den Dächern leuchtete weiß gegen den blauen Himmel. Die Luft wurde bei jedem Ausatmen sichtbar. Man traf sich in der Dorfkneipe. Etwas anderes war nicht geöffnet. Der Vater wartete an einem Tisch. Vor ihm stand ein Bier. Seine Mutter sollte heute beerdigt werden. Als er uns sah, stand er auf, begrüßte meine Mutter und mich. Dann setzten wir uns um den Tisch. Irgendeiner machte einen Scherz und ich musste lachen. Später, viel später habe ich mich für dieses Lachen geschämt, genauso wie ich mich dafür schämte, eine Woche später an einer Veranstaltung meiner Tanzschule teilzunehmen. Aber so war das, ich hatte es versprochen und stand zu meinem Wort.
Wir gingen langsam zur Kirche, eine alte katholische Kirche in einem kleinen katholischen Dorf. Innen war es noch kälter als draußen. Zum ersten Mal in meinem bis dahin kurzen Leben sah ich Reliquienschreine. Schaukästen, hinter deren Scheiben mit Gold und Glitter überzogene Gebeine der Heiliggesprochenen liegen. Mich schauderte ein wenig. Wir setzen uns in die erste Reihe. Im Hintergrund stimmten Klageweiber ihre endlosen Litaneien des Ave Marias an. Meine Hände waren so kalt, ich hatte Angst, die Finger würden abfallen. Dann begann der Gottesdienst. Die Worte und Lieder zogen an mir vorbei. Ich war nur körperlich anwesend. In Gedanken war ich bei ihr, meiner Großmutter. Als ich sie zuletzt sah, war sie so schwach, sie konnte kaum mehr reden. Sie drückte meine kleine Hand in der ihren. Dann wollte sie sich aufsetzen. Ich stützte sie. Sie war so dünn, der Wind hätte sie mit einem Hauch forttragen können.
Wir gingen zum Friedhof. Der Sarg vor uns. Mein Vater und ich dahinter. Vor dem offenen Grab sprach der Pfarrer erneut einige Worte. Ich hörte sie nicht, betrachtete meinen Vater aus dem Augenwinkel. „Was will er hier, der Heuchler?“ fragte ich mich. Später, als der Sarg unten und die Erde darüber gehäuft war, schüttelte ich zahllose Hände. Ich kannte diese Menschen nicht. Selbst die, die mir bekannt waren, schienen mir fremd. Warum redeten sie von Beileid? Und warum weinten die, die ihren Willen nicht respektierten als sie noch lebte? Ich weinte nicht, betrachtete nur die Gesichter. Alles schien fremd, fern, unverständlich. An diesem Tag wurde ein Teil meines Herzens begraben. Dieser Tag war das Ende meiner Kindheit.
Wir gingen langsam zur Kirche, eine alte katholische Kirche in einem kleinen katholischen Dorf. Innen war es noch kälter als draußen. Zum ersten Mal in meinem bis dahin kurzen Leben sah ich Reliquienschreine. Schaukästen, hinter deren Scheiben mit Gold und Glitter überzogene Gebeine der Heiliggesprochenen liegen. Mich schauderte ein wenig. Wir setzen uns in die erste Reihe. Im Hintergrund stimmten Klageweiber ihre endlosen Litaneien des Ave Marias an. Meine Hände waren so kalt, ich hatte Angst, die Finger würden abfallen. Dann begann der Gottesdienst. Die Worte und Lieder zogen an mir vorbei. Ich war nur körperlich anwesend. In Gedanken war ich bei ihr, meiner Großmutter. Als ich sie zuletzt sah, war sie so schwach, sie konnte kaum mehr reden. Sie drückte meine kleine Hand in der ihren. Dann wollte sie sich aufsetzen. Ich stützte sie. Sie war so dünn, der Wind hätte sie mit einem Hauch forttragen können.
Wir gingen zum Friedhof. Der Sarg vor uns. Mein Vater und ich dahinter. Vor dem offenen Grab sprach der Pfarrer erneut einige Worte. Ich hörte sie nicht, betrachtete meinen Vater aus dem Augenwinkel. „Was will er hier, der Heuchler?“ fragte ich mich. Später, als der Sarg unten und die Erde darüber gehäuft war, schüttelte ich zahllose Hände. Ich kannte diese Menschen nicht. Selbst die, die mir bekannt waren, schienen mir fremd. Warum redeten sie von Beileid? Und warum weinten die, die ihren Willen nicht respektierten als sie noch lebte? Ich weinte nicht, betrachtete nur die Gesichter. Alles schien fremd, fern, unverständlich. An diesem Tag wurde ein Teil meines Herzens begraben. Dieser Tag war das Ende meiner Kindheit.
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