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Montag, 7. August 2006
Walk like an Egyptian
frau klugscheisser, 01:15h
Cairo, ein gefährliches Pflaster. Bei sonnigen 37° und erfrischendem Poolwasser wird die Haut schnell rot. Ägyptisches dolce far niente. Gefährliche zwei Tage lang. Die Stadt ist lebhafter. In jedem Taxifahrer steckt ein heimlicher Formel Eins Gewinner. Lücken können nicht klein genug sein, als dass Durchkommen nicht wenigstens versucht wird. Seitliches Autoblech wird nicht geschont. Solange die Hupe funktioniert ist alles in Ordnung. Der Ägypter hupt statt zu blinken. Endlich entdeckt, woher die typisch ägyptische Fußstellung kommt. Auf einer Stoßstange stehend passen Füße nur hintereinander. Ride like an Egyptian.

Unter Sternenhimmel ausgeleuchtete Steinhaufen. Gefährlich beeindruckend. Für die Ewigkeit erschaffen. Doch hat man nicht mit den durchgeknallten Taliban der Neuzeit gerechnet. Ich bin froh, die Pyramiden gesehen zu haben, bevor sie zu Staub zerfallen. Das World Trade Center habe ich damals um einige Tage verpasst. Ausnahmsweise Katzencontent. Die Sphinx ist nicht so groß wie angenommen. Und ganz zahm. Aber was will man von einer Katze mit Schutzhelm und ohne Nase schon erwarten. Massengräber drumherum. 30jährige Schinderei bleibt nicht ohne Folgen. Wenigstens wurden die Reste nicht gleich mitverwertet. Bei der Sound- and Lightshow werde ich gefährlich sentimental. Jeden Tag eine andere Sprache, in unserem Fall französische Untertitel. Lyrische Laute. Ich verstehe nicht alles, gucke lieber. Einige verirrte Franzosen zwischen leeren Reihen. Man fährt lieber an die Côte d´Azur.
Abendessen auf der Nilterasse des Grand Hyatt. Zwischen ägyptischen Segeln kreuzen schwimmende Ghettoblaster. Ägypten ist die Wiege des Jodelns. Hohes Indiandergeheul als Ausdruck von Lebensfreude. Die wird von geschundenen Pferden offenbar nicht geteilt. Traurig sehen sie aus, wie sie Touristen durch die Gegend kutschieren. So mancher Reiter wiegt mehr als das Tier selbst. Eifrige Verkäufer schielen verstohlen auf dicke Brieftaschen. Die Beine werden flink beim Anblick einer Gruppe Ausländer. Ansonsten scheint der Zeitbegriff eher großzügig gehandhabt. Man ist in Afrika. Wenn man eines hier im Überfluss hat, dann ist das Zeit. Tipp für einen Restaurantbesuch: ist ein längerer Aufenthalt geplant, sofort drei Getränke bestellen und sich die Warterei aus mitgebrachten Wasserflaschen verkürzen. Danach jeweils eine Bestellung pro Kellnerbesuch. Die Rechnung am Besten schon vor der eigentlichen Bestellung ordern. Getränke immer ohne Eis, nicht nur wegen der Risiken für Magen und Darm, sondern weil es bis zum Eintreffen ohnehin geschmolzen ist. Auf Salat ganz verzichten. Montezuma war wohl doch Ägypter.
In der Hotellobby verschleierte Frauen. Nicht alle Jungs heissen Mohammed oder Ali. Ein kleines Kind hört auf den Namen Adolf. Die Mutter hebt ihn auf den Arm. Er schreit. Noch nirgends habe ich mehr schreiende Kinder gehört als hier. Auch nicht so viel dicke. Im Flugzeug setzt sich der Lärmpegel fort. Gestillt wird unter der Burka. Tücher und Decken schützen vor fremden Blicken. Eine alte Frau fliegt mit uns heim. Zahnlos strahlt sie mir bei jeder Frage entgegen. Ansonsten keine Reaktion. Ich zeige ihr die Flaschen. Sie nickt. Später wird sie nach Amerika weiterfliegen. An meinem Arm geht sie zum Ausgang. Der Grenzbeamte will an der Fliegertüre ihren Pass sehen. Sie strahlt ihn zahnlos an. Ich suche einen Übersetzer. Dann kramt sie in ihrer blauen Plastiktüte, aus der zwischen Chipstüten und Wasserflaschen eine edle Handtasche zum Vorschein kommt. An meinem Arm geht sie langsam die Treppe zum Bus hinunter, setzt sich auf einen Platz, den ich ihr freimache und drückt meine Hand. Sukharia sagt sie. Danke. Innerlich wünsche ich meinen Kollegen viel Spaß beim Ausfüllen der Einreiseformulare für die USA.
Erst als ich wieder in München bin, wird mir langsam klar, wie privilegiert ich mit meinem Job bin. So ein Aufenthalt versöhnt mit keifenden Rückenlehnenkämpfern und regredierten Schlipsträgern. No risk, no fun. Vielleicht demnächst doch Beirut?

Unter Sternenhimmel ausgeleuchtete Steinhaufen. Gefährlich beeindruckend. Für die Ewigkeit erschaffen. Doch hat man nicht mit den durchgeknallten Taliban der Neuzeit gerechnet. Ich bin froh, die Pyramiden gesehen zu haben, bevor sie zu Staub zerfallen. Das World Trade Center habe ich damals um einige Tage verpasst. Ausnahmsweise Katzencontent. Die Sphinx ist nicht so groß wie angenommen. Und ganz zahm. Aber was will man von einer Katze mit Schutzhelm und ohne Nase schon erwarten. Massengräber drumherum. 30jährige Schinderei bleibt nicht ohne Folgen. Wenigstens wurden die Reste nicht gleich mitverwertet. Bei der Sound- and Lightshow werde ich gefährlich sentimental. Jeden Tag eine andere Sprache, in unserem Fall französische Untertitel. Lyrische Laute. Ich verstehe nicht alles, gucke lieber. Einige verirrte Franzosen zwischen leeren Reihen. Man fährt lieber an die Côte d´Azur.
Abendessen auf der Nilterasse des Grand Hyatt. Zwischen ägyptischen Segeln kreuzen schwimmende Ghettoblaster. Ägypten ist die Wiege des Jodelns. Hohes Indiandergeheul als Ausdruck von Lebensfreude. Die wird von geschundenen Pferden offenbar nicht geteilt. Traurig sehen sie aus, wie sie Touristen durch die Gegend kutschieren. So mancher Reiter wiegt mehr als das Tier selbst. Eifrige Verkäufer schielen verstohlen auf dicke Brieftaschen. Die Beine werden flink beim Anblick einer Gruppe Ausländer. Ansonsten scheint der Zeitbegriff eher großzügig gehandhabt. Man ist in Afrika. Wenn man eines hier im Überfluss hat, dann ist das Zeit. Tipp für einen Restaurantbesuch: ist ein längerer Aufenthalt geplant, sofort drei Getränke bestellen und sich die Warterei aus mitgebrachten Wasserflaschen verkürzen. Danach jeweils eine Bestellung pro Kellnerbesuch. Die Rechnung am Besten schon vor der eigentlichen Bestellung ordern. Getränke immer ohne Eis, nicht nur wegen der Risiken für Magen und Darm, sondern weil es bis zum Eintreffen ohnehin geschmolzen ist. Auf Salat ganz verzichten. Montezuma war wohl doch Ägypter. In der Hotellobby verschleierte Frauen. Nicht alle Jungs heissen Mohammed oder Ali. Ein kleines Kind hört auf den Namen Adolf. Die Mutter hebt ihn auf den Arm. Er schreit. Noch nirgends habe ich mehr schreiende Kinder gehört als hier. Auch nicht so viel dicke. Im Flugzeug setzt sich der Lärmpegel fort. Gestillt wird unter der Burka. Tücher und Decken schützen vor fremden Blicken. Eine alte Frau fliegt mit uns heim. Zahnlos strahlt sie mir bei jeder Frage entgegen. Ansonsten keine Reaktion. Ich zeige ihr die Flaschen. Sie nickt. Später wird sie nach Amerika weiterfliegen. An meinem Arm geht sie zum Ausgang. Der Grenzbeamte will an der Fliegertüre ihren Pass sehen. Sie strahlt ihn zahnlos an. Ich suche einen Übersetzer. Dann kramt sie in ihrer blauen Plastiktüte, aus der zwischen Chipstüten und Wasserflaschen eine edle Handtasche zum Vorschein kommt. An meinem Arm geht sie langsam die Treppe zum Bus hinunter, setzt sich auf einen Platz, den ich ihr freimache und drückt meine Hand. Sukharia sagt sie. Danke. Innerlich wünsche ich meinen Kollegen viel Spaß beim Ausfüllen der Einreiseformulare für die USA.
Erst als ich wieder in München bin, wird mir langsam klar, wie privilegiert ich mit meinem Job bin. So ein Aufenthalt versöhnt mit keifenden Rückenlehnenkämpfern und regredierten Schlipsträgern. No risk, no fun. Vielleicht demnächst doch Beirut?... link
Donnerstag, 3. August 2006
Worn out
frau klugscheisser, 02:31h
Beine gestreckt in der Luft halten, Arme nach oben halten, Blick geradeaus halten. HOLD IT! ruft der Lehrer, halten, halten, halten echot es in meinem Kopf. Nach jeder Stunde bin ich so erschöpft, dass ich kaum noch mein Pipi halten kann.
Alle Mühe ist auf einen Schlag vergessen, wenn mich der Italovortänzer direkt hinter sich zieht, damit ich die Bewegungen abnehmen kann und ich wie ein hypnotisiertes Häschen auf den schwingenden Hintern gucke. Diese Schrittkombination werde ich nie mehr vergessen.
Alle Mühe ist auf einen Schlag vergessen, wenn mich der Italovortänzer direkt hinter sich zieht, damit ich die Bewegungen abnehmen kann und ich wie ein hypnotisiertes Häschen auf den schwingenden Hintern gucke. Diese Schrittkombination werde ich nie mehr vergessen.
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Mittwoch, 2. August 2006
Keine Zeit
frau klugscheisser, 16:31h
Seit einer Woche läuft meine Rufbereitschaft. Bis jetzt hatte ich Glück, weil man mich nur einmal mit einer 2 Tagestour behelligte. Meine neue Spaßbeschäftigung beansprucht fast jeden Tag in der Woche. Dienstag und Donnerstag ist mein Sambahüftschwunggott dran, Mittwoch und Freitag bis Sonntag der Knackarschitalovortänzer. Nur montags laufen keine interessanten Kurse. Anfragen von Freunden für ein geselliges Abendbier werden entsprechend eingeteilt. Nur die Firma hat keinerlei Verständnis für meine Leidenschaft. Jetzt wollen die mich allen Ernstes morgen nach Kairo schicken. An einem DONNERSTAG! Mein Einwand, ich müsse da meine Beine mehr modern-jazz-fusion-technisch als serviceorientiert durch die Gegend schwingen, stieß auf taube Ohren. Ich können ja ein paarmal öfter als sonst vor dem Getränkewagen in die Knie gehen, das trainiere auch. Erst dachte ich noch schön, dann biste am Freitag wieder daheim und kannst wenigstens am Wochenende schmachten tanzen. Pustekuchen, ich hab das große Los gezogen. Drei Tage im dreckigen, stinkigen Kairo. Diesmal Donnerstag kein göttlicher Hüftschwung und Freitag bis Sonntag Kaftane statt Knackarsch vor der Nase. Ich hab vielleicht einen Hals!
Als nächstes hab ich mir mal auf der Karte angeschaut, wie weit Kairo von Beirut entfernt ist. Liegt in ziemlich sicherer Entfernung bezüglich verirrter Kurzstreckenraketen. Hätte auch schlimmer kommen können. Tel Aviv zum Beispiel ist derzeit ein nicht sonderlich beliebtes Ziel beim Kabinenpersonal. Ja, wir fliegen da noch hin, zwar nicht mehr mit Übernachtung aber wir landen dort. Würde mich nicht wundern, wenn Beirut bald wieder im Streckenplan auftaucht. Krisengebiete werden nämlich so lange angeflogen, bis der Luftraum von offizieller Seite für den zivilen Flugverkehr dicht gemacht wird. Wir bekommen Informationsmaterial zum korrekten Verhalten bei Erdbeben, zur korrekten Titulierung von kirchlichen und politischen Repräsentanten, das Faltblatt für korrektes Überqueren eines Minenfeldes und der Titulierung eines Heckenschützen ist mir jedoch noch nicht untergekommen. Da besteht eindeutig Handlungsbedarf. Tut mir leid, wenn das alles nicht sonderlich witzig ist. Mir ist ehrlich gesagt auch nicht nach Lachen zumute. Klar könnte es mich jeden Tag treffen. Deswegen muss ich aber die Gefahr noch lange nicht herausfordern. Die Zeiten, in denen ich dreispurige Straßen mit geschlossenen Augen und nur nach Gehör überquert habe, nachts um halb drei im Central Park unbedingt spazieren gehen musste und mir nichts spannenderes häte vorstellen können, als in einen Banküberfall zu geraten, sind längst vorbei. Deswegen brauche ich jetzt auch keine Einsatzleitung, die das für mich übernimmt. Dies alles wurde mir jetzt erst wieder so richtig bewußt, obwohl Kairo nicht zu den Krisengebieten zählt. Was eine potentielle Gefahr betrifft sind wir hier ganz schön verwöhnt.
Jetzt aber Schluss mit trüben Gedanken. Wenn ich ehrlich bin, ist es doch so: sollte mir etwas zustoßen, wäre das Schlimmste für mich, dass ich es möglicherweise nicht mehr bloggen könnte.
Als nächstes hab ich mir mal auf der Karte angeschaut, wie weit Kairo von Beirut entfernt ist. Liegt in ziemlich sicherer Entfernung bezüglich verirrter Kurzstreckenraketen. Hätte auch schlimmer kommen können. Tel Aviv zum Beispiel ist derzeit ein nicht sonderlich beliebtes Ziel beim Kabinenpersonal. Ja, wir fliegen da noch hin, zwar nicht mehr mit Übernachtung aber wir landen dort. Würde mich nicht wundern, wenn Beirut bald wieder im Streckenplan auftaucht. Krisengebiete werden nämlich so lange angeflogen, bis der Luftraum von offizieller Seite für den zivilen Flugverkehr dicht gemacht wird. Wir bekommen Informationsmaterial zum korrekten Verhalten bei Erdbeben, zur korrekten Titulierung von kirchlichen und politischen Repräsentanten, das Faltblatt für korrektes Überqueren eines Minenfeldes und der Titulierung eines Heckenschützen ist mir jedoch noch nicht untergekommen. Da besteht eindeutig Handlungsbedarf. Tut mir leid, wenn das alles nicht sonderlich witzig ist. Mir ist ehrlich gesagt auch nicht nach Lachen zumute. Klar könnte es mich jeden Tag treffen. Deswegen muss ich aber die Gefahr noch lange nicht herausfordern. Die Zeiten, in denen ich dreispurige Straßen mit geschlossenen Augen und nur nach Gehör überquert habe, nachts um halb drei im Central Park unbedingt spazieren gehen musste und mir nichts spannenderes häte vorstellen können, als in einen Banküberfall zu geraten, sind längst vorbei. Deswegen brauche ich jetzt auch keine Einsatzleitung, die das für mich übernimmt. Dies alles wurde mir jetzt erst wieder so richtig bewußt, obwohl Kairo nicht zu den Krisengebieten zählt. Was eine potentielle Gefahr betrifft sind wir hier ganz schön verwöhnt.
Jetzt aber Schluss mit trüben Gedanken. Wenn ich ehrlich bin, ist es doch so: sollte mir etwas zustoßen, wäre das Schlimmste für mich, dass ich es möglicherweise nicht mehr bloggen könnte.
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Dienstag, 1. August 2006
Sätze, die man sofort bloggen muss (7)
frau klugscheisser, 17:29h
Die alte Jeans passt wieder. Da geh ich doch gleich mal nen Döner essen.
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Wacko stuff
frau klugscheisser, 14:10h
Standleitung zum Onlinecenter diverser Firmen. Neue Passwörter sind genauso schnell vergessen wie alte. Langsam käme die Anschaffung einer Tätowiernadel billiger als laufende Telefonkosten. Auf dem Arm oder am Knöchel? Nein, in Spiegelschrift in der Poritze. Sub rosa dictum, die Rosette ist nicht weit und schon gilt die Schweigepflicht für den Stecher. Sicher ist sicher.
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Montag, 31. Juli 2006
Geburtstagsausgabe
frau klugscheisser, 14:26h
Die Spreepiratin hat nach mir geworfen. Also such ich das Cover um meinen Geburtstag herum:
Och nee! Nicht die Frau mit der erotischen Ausstrahlung von Hausstaub. Nicht die, deren Antifaltencreme das Gegenteil bewirkt. Nicht der Alptraum jedes Indianders. Ich weiß schon, warum ich Bravo nie gelesen hab.
Weiteran mit Musik: Ich nenn dich Chucky... lalala
Och nee! Nicht die Frau mit der erotischen Ausstrahlung von Hausstaub. Nicht die, deren Antifaltencreme das Gegenteil bewirkt. Nicht der Alptraum jedes Indianders. Ich weiß schon, warum ich Bravo nie gelesen hab.
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Sonntag, 30. Juli 2006
Mambo italiano
frau klugscheisser, 23:42h
Nach einer Woche Intensivtraining war ich auf alles gefaßt: Muskelkater, Knieschäden, Bänderzerrungen. Nur nicht auf diese winzige Mikromuskelfaser in der Ferse, die seit drei Tagen schmerzt. Seriensitups halte ich jetzt problemlos durch. Bei den Liegestützen haperts noch. Meine Körpersollbruchstelle sitzt in der Hüfte. Kein Wunder bei DEM Hintern.
Der Weg zum Penélope-Cruz-Double ist weit. Als JLo könnte es klappen. Mein Knackarschitalovortänzer ist berühmt. Ein Tango mit Penny in Captain Corellis Mandolin und er nennt sich the handsome italian soldier. Bei den Bodyshots bin ich kurz rot geworden. So genau wollt ichs nicht wissen. Nächste Hüpfstunde wird der Verdrängungsmechanismus trainiert. Oder gleichmäßiges Atmen.
Foto von Nunzios Website entliehen.
Der Weg zum Penélope-Cruz-Double ist weit. Als JLo könnte es klappen. Mein Knackarschitalovortänzer ist berühmt. Ein Tango mit Penny in Captain Corellis Mandolin und er nennt sich the handsome italian soldier. Bei den Bodyshots bin ich kurz rot geworden. So genau wollt ichs nicht wissen. Nächste Hüpfstunde wird der Verdrängungsmechanismus trainiert. Oder gleichmäßiges Atmen.Foto von Nunzios Website entliehen.
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Freitag, 28. Juli 2006
Bad taste
frau klugscheisser, 13:14h
Welch Quell anhaltender Freude, wenn die Hausmeisterin kurz nach dem Aufstehen vor der Türe steht. Man selbst noch beinahe unbekleidet, versucht, das übergeworfene T-Shirt nach unten zu ziehen, damit wenigstens der Schritt verdeckt bleibt, was nicht so recht gelingen mag. Sie hat ja nur eine kleine Information zu vermitteln, weswegen das Gespräch schnell seinem Ende entgegengehen dürfte. So steht man nach vorne gekrümmt an der geöffneten Türe und tut sich mit Antworten schwer, weil die Kehle ohne den ersten Tee noch recht trocken ist. Da die Dame jedoch eine wahre Virtuosin der leichten Unterhaltung ist, kommt es, wie es kommen muss. Vom Ausgangsthema gelangt man schnell über das Wetter zu Befindlichkeiten. Das Gespräch an dieser Stelle rüde abzuwürgen käme einem wohngemeinschaftlichen Suizid gleich. Also beißt man auf die Zähne, durch die man wegen des öden Geschmackes, der bei jedem Atemzug in der Kehle aufsteigt, sowieso schon zischelt. Als sie später die Leiden der restlichen Hausbewohner emphatisch anschneidet, schmerzt der Rücken bereits von den Stoffverlängerungsversuchen. Man erfährt viel über das Leben der Menschen, an denen man bisher nur mit einem schnellen Gruß im Treppenhaus vorbeiging und auch über jene, deren Existenz man nur olfaktorisch wahrnimmt. Das Thema Geruchsbelästigung ist ungünstig gewählt, klebt am eigenen Körper doch noch der Schweiß der unruhigen Nacht. Man hat sich jedoch seinem Schicksal bereits ergeben, hofft und harrt und macht das Beste daraus. So plötzlich der unverhoffte Austausch begann, wird er durch ein einleitendes Also dann wieder beendet. Sie greift beherzt zum Wischmob, man selbst schließt die Türe mit einem schlechten Gewissen, nicht ganz den Erwartungen an einen kompetenten Gesprächspartner entsprochen zu haben.
Schließlich sitzt man mit der heißersehnten Flüssigkeit vor dem Bildschirm. Es wird schnell klar, dass sich die gesamte Menschheit in einem desolaten Zustand befindet, dem man in den eigenen vier Wänden lieber entfliehen möchte. Von Fragen gepeinigte Suchende haben, während man selbst schlief, ihre Spuren hinterlassen. Nun will ich kein Unmensch sein und ihnen weitere schlaflose Nächte verschaffen, schließlich habe ich die erste Versuchung des Tages mehr oder weniger meisterlich überstanden. Selbstkasteiung heisst das Zauberwort, denn nur jenen wird Erlösung zuteil, die sich fleißig darin üben. So sinniere ich über die Thesen, die ich in die stumme Welt hinausschicke, auf dass meine Antworten den gequälten Seelen Linderung verschaffe.
Search request: Wenn sich Frauen am Boden wälzen
... dann hast Du definitiv was falsch gemacht. Lass es Dir gesagt sein: Frauen wälzen sich nicht grundlos am Boden. Entweder es geschieht vor Lachen, dann solltest Du Deine Hose schnellstens wieder verschließen oder Du solltest Dich sicherheitshalber noch einmal über die korrekte Zusammensetzung von selbstgekochten Pilzgerichten informieren.
Search request: Die beste Position für die Frau
... ist selbstverständlich immer im richtigen Licht. Frauen mögen es nicht, wenn sie allzu kritisch im Profil betrachtet werden. Wenn die Nase zu lang, der Bauch oder Hintern zu dick, die Brüste zu klein und die Beine zu kurz scheinen, ist jede Frau bestrebt, dies zu verbergen. Haben Sie eine Frau erst einmal zu einem Treffen überredet, bieten Sie ihr eine Sitzgelegenheit und öffnen die Augen erst wieder, wenn sie sich korrekt drapiert hat. Denn wir Frauen wissen meist selbst, wie wir am Besten zur Geltung kommen.
Sollte sich die Frage eher auf das Gebiet der körperlichen Freuden beziehen, gilt dasselbe. Am Besten, Sie geben ihr ein großes Leintuch, in das sie ihre vermeindlichen körperlichen Schwachstellen hüllen kann oder löschen das Licht ganz.
Search request: frauen mit strumpfhose über dem kopf
... treffen Sie nur noch in alten Filmen an, in denen ein Banküberfall stattfindet. Heutzutage trägt die moderne Frau in dieser Situation lieber eine schicke Burka oder eine farblich auf das restliche Outfit abgestimmte und mit Aussparungen für Augen und Mund versehene Rappermütze, die sie bis zum Kinn herunterrollt. Strumpfhosen lassen operierte Näschen und aufgespritzte Lippen sehr unvorteilhaft aussehen. Sollte ihnen dennoch eine Dame in dieser Form der Bekleidung begegnen, so lassen sie Diskretion walten und ziehen sich unbemerkt zurück. Manche Kleidungsstücke sind unglaublich schwierig anzuziehen. Da muss man teilweise zu Tricks greifen.
Search request: Michael Steinbrecher mit neuer Frisur
Der Mann hat eine neue Frisur?Hatte der überhaupt jemals eine?Schade um die schönen Locken. Aber der sogenannte Daumtest fordert sein Tribut. Die wachsen auch wieder nach. Versprochen.
Search request: schlechtes Fernsehbild nach Gewitter
Das kann mehrere Ursachen haben. Zum einen sollten Sie nie bei Gewitter im Freien fernsehen, da die meisten Geräte keine Feuchtigkeit vertragen. Zur Sicherheit hier einige Tipps zur Problembehebung:
Ist das Gerät betriebsbereit? Überprüfen Sie die Stromversorgung. Führen Sie hierzu den Netzstecker in die Dose an der Wand ein. Betätigen Sie anschließend den Power-Schalter [an alten Geräten ist der Schalter mit ein/aus gekennzeichnet].
Haben Sie das Antennenkabel richtig angeschlossen? Überprüfen Sie den Antennenschalter am Gerät und in der Netzdose. Sollten Sie stattdessen an ihrem Wohnort Fernsehprogramme nur digital empfangen können, schalten Sie das Gerät wieder aus und verscherbeln es auf dem Flohmarkt. Das Bild wird nämlich nicht mehr besser.
Sind die Sender mit der richtigen Frequenz eingestellt?
Hat Ihre Großmutter, Ihr Kind oder Ihr Hund Zugang zum Gerät? Notieren Sie sich zur Sicherheit, welche Frequenzen die richtigen sind.
Sie haben alle obigen Punkte überprüft, das Bild bleibt jedoch schlecht?
Dann nützt es recht wenig, über Google blöd im Netz herumzusuchen. Kaufen Sie sich stattdessen lieber ein neues Gerät. Falls Sie das nicht möchten, weil das Gerät doch noch gut ist, ziehen Sie einen Geisterbeschwörer zu Rate. Denn spätestens seit dem Film Poltergeist wissen wir alle, welch verheerende Auswirkungen ein schlechtes Fernsehbild haben kann.
so, Freunde der leichten Blasmusik, für heute habe ich mein Tribut gezollt. Jetzt liegt es an Ihnen, die Welt zu verbessern.
Schließlich sitzt man mit der heißersehnten Flüssigkeit vor dem Bildschirm. Es wird schnell klar, dass sich die gesamte Menschheit in einem desolaten Zustand befindet, dem man in den eigenen vier Wänden lieber entfliehen möchte. Von Fragen gepeinigte Suchende haben, während man selbst schlief, ihre Spuren hinterlassen. Nun will ich kein Unmensch sein und ihnen weitere schlaflose Nächte verschaffen, schließlich habe ich die erste Versuchung des Tages mehr oder weniger meisterlich überstanden. Selbstkasteiung heisst das Zauberwort, denn nur jenen wird Erlösung zuteil, die sich fleißig darin üben. So sinniere ich über die Thesen, die ich in die stumme Welt hinausschicke, auf dass meine Antworten den gequälten Seelen Linderung verschaffe.
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... dann hast Du definitiv was falsch gemacht. Lass es Dir gesagt sein: Frauen wälzen sich nicht grundlos am Boden. Entweder es geschieht vor Lachen, dann solltest Du Deine Hose schnellstens wieder verschließen oder Du solltest Dich sicherheitshalber noch einmal über die korrekte Zusammensetzung von selbstgekochten Pilzgerichten informieren.
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... ist selbstverständlich immer im richtigen Licht. Frauen mögen es nicht, wenn sie allzu kritisch im Profil betrachtet werden. Wenn die Nase zu lang, der Bauch oder Hintern zu dick, die Brüste zu klein und die Beine zu kurz scheinen, ist jede Frau bestrebt, dies zu verbergen. Haben Sie eine Frau erst einmal zu einem Treffen überredet, bieten Sie ihr eine Sitzgelegenheit und öffnen die Augen erst wieder, wenn sie sich korrekt drapiert hat. Denn wir Frauen wissen meist selbst, wie wir am Besten zur Geltung kommen.
Sollte sich die Frage eher auf das Gebiet der körperlichen Freuden beziehen, gilt dasselbe. Am Besten, Sie geben ihr ein großes Leintuch, in das sie ihre vermeindlichen körperlichen Schwachstellen hüllen kann oder löschen das Licht ganz.
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... treffen Sie nur noch in alten Filmen an, in denen ein Banküberfall stattfindet. Heutzutage trägt die moderne Frau in dieser Situation lieber eine schicke Burka oder eine farblich auf das restliche Outfit abgestimmte und mit Aussparungen für Augen und Mund versehene Rappermütze, die sie bis zum Kinn herunterrollt. Strumpfhosen lassen operierte Näschen und aufgespritzte Lippen sehr unvorteilhaft aussehen. Sollte ihnen dennoch eine Dame in dieser Form der Bekleidung begegnen, so lassen sie Diskretion walten und ziehen sich unbemerkt zurück. Manche Kleidungsstücke sind unglaublich schwierig anzuziehen. Da muss man teilweise zu Tricks greifen.
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Der Mann hat eine neue Frisur?
Search request: schlechtes Fernsehbild nach Gewitter
Das kann mehrere Ursachen haben. Zum einen sollten Sie nie bei Gewitter im Freien fernsehen, da die meisten Geräte keine Feuchtigkeit vertragen. Zur Sicherheit hier einige Tipps zur Problembehebung:
Ist das Gerät betriebsbereit? Überprüfen Sie die Stromversorgung. Führen Sie hierzu den Netzstecker in die Dose an der Wand ein. Betätigen Sie anschließend den Power-Schalter [an alten Geräten ist der Schalter mit ein/aus gekennzeichnet].
Haben Sie das Antennenkabel richtig angeschlossen? Überprüfen Sie den Antennenschalter am Gerät und in der Netzdose. Sollten Sie stattdessen an ihrem Wohnort Fernsehprogramme nur digital empfangen können, schalten Sie das Gerät wieder aus und verscherbeln es auf dem Flohmarkt. Das Bild wird nämlich nicht mehr besser.
Sind die Sender mit der richtigen Frequenz eingestellt?
Hat Ihre Großmutter, Ihr Kind oder Ihr Hund Zugang zum Gerät? Notieren Sie sich zur Sicherheit, welche Frequenzen die richtigen sind.
Sie haben alle obigen Punkte überprüft, das Bild bleibt jedoch schlecht?
Dann nützt es recht wenig, über Google blöd im Netz herumzusuchen. Kaufen Sie sich stattdessen lieber ein neues Gerät. Falls Sie das nicht möchten, weil das Gerät doch noch gut ist, ziehen Sie einen Geisterbeschwörer zu Rate. Denn spätestens seit dem Film Poltergeist wissen wir alle, welch verheerende Auswirkungen ein schlechtes Fernsehbild haben kann.
so, Freunde der leichten Blasmusik, für heute habe ich mein Tribut gezollt. Jetzt liegt es an Ihnen, die Welt zu verbessern.
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Donnerstag, 27. Juli 2006
Listen to that!
frau klugscheisser, 17:34h
If you wanna know more about flying in general and in special, go to the site of my colleague betty:
Betty in the sky withdiamonds a suitcase
I enjoyed listening to her stories and she really is talkative.
Betty in the sky with
I enjoyed listening to her stories and she really is talkative.
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Mittwoch, 26. Juli 2006
Urlaub vom Sommerregen
frau klugscheisser, 20:16h
Gerade mit einem Bekannten telefoniert, der beruflich über längere Zeit in Beirut zu tun hatte. Als der Krieg ausbrach war er im Urlaub in Deutschland. Wie mag es denen wohl gehen, die nicht einfach Urlaub vom Krieg nehmen können?
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Sicher ist (un)sicher
frau klugscheisser, 19:39h
Es gibt da ein Ding, das sich Luftsicherheitsgesetz nennt und das letztes Jahr in Kraft getreten ist. Amerika hat hyperventiliert und wir atmen wie billige Huren im selben Rhythmus mit. Öffentliches Aufsehen erregte damals die Passage über zum Abschuß freigegebene Passagierflugzeuge, die in terroristischer Absicht gegen das Menschenleben eingesetzt werden. Dieser Paragraph wurde unter Druck der Öffentlichkeit im Februar vom Bundesverfassungsgericht geändert.
Was für Otto Normalflieger im Alltag nicht sonderlich spürbar ist, bedeutet für Flugpersonal den sprichwörtlichen Schmerz im Arsch. Das geringste Übel daran ist die jährliche Zuverlässigkeitsüberprüfung. Ich gebe meine Wohnsitze der letzten zehn Jahre preis und erkläre mich damit einverstanden, dass meine persönlichen Angaben unter Befragung weiterer Informationsquellen überprüft werden. Schon bei Einführung dieses Gesetzes entwickelte sich ein bizarres Szenario. Da wurde Kollegen die Bestätigung ihrer Zuverlässigkeit verweigert, weil sie aufgrund mehrmaligen Schwarzfahrens in der Vergangenheit straffällig geworden waren. An solchen Beispielen lässt sich eine gewisse Lächerlichkeit nicht von der Hand weisen.
Schlimmer sind die Personenkontrollen, denen ich mich vor JEDEM Flug zu unterziehen habe. Früher durfte ich an Bord, ohne mich abtasten und durchleuchten zu lassen. Jetzt muss ich alle Taschen und Koffer abgeben, mich piepsender Kleidung entledigen, mir mit einem Metalldetektor über die BH-Bügel fahren lassen, meine Schuhe ausziehen etc. Das lächerliche daran ist die Tatsache, dass ich geschult bin, Notfallausrüstung an Bord zu finden, die auch als Waffe zu missbrauchen wäre. Ich plaudere hier keine Geheimnisse aus, wenn ich sage, dass sich an Bord eines Flugzeuges mindestens eine Axt, eine Brechstange und weitere Werkzeuge befinden, mit denen man menschliches Leben bedrohen könnte. Spätestens seit Nikki Lauda in einem öffentlichen Interview dies kundtat, weiß jedes Kind, dass und wo sich die Axt an Bord befindet.
Zudem lassen sich auch alltägliche Gegenstände zu Waffen umfunktionieren. Die Plastikmesser, welche im Zuge der 9/11 Hysteriewelle auf vielen Strecken normale Metallmesser ersetzten, waren schärfer als herkömmliche Klingen eines Tafelmessers. Weine werden immer noch in Glasflaschen geliefert. Die Kundenakzeptanz von Champagner im Tetrapack ist verschwindend gering. In der gehobeneren Klasse genießt man edlere Tropfen zudem gerne aus richtigen Gläsern. Ausserdem verfügt jeder Flugbegleiter über magische Kräfte, die Korken mit einem Fingerschnippen aus dem Flaschenhals zieht und Käse wie von Geisterhand in Scheibchen fächert.
Machen wir uns doch nichts vor. Nur weil es der Fluggast nicht sieht, heisst noch lange nicht, dass nicht bestimmte Werkzeuge an Bord vorhanden wären. Wieso muss ich dann Nagelscheren - wie in der aktuellen Spiegelausgabe abgedruckt - abgeben? Man sagte mir, das ganze Prozedere fände zur Beruhigung der Allgemeinheit statt. Ich lass mich also weiterhin befummeln damit Gerda Schmitt und Karlheinz Müller beruhigter fliegen. Die sehen ja nur das, was sie sehen wollen. Angeblich. Das Volk ist dumm, weil es für dumm gehalten wird. Ab und zu ist aber einer darunter, der sich Gedanken macht und nicht blind den Massen beim Sprung ins Verderben folgt. Ihr könnt eure Gesetze wieder einpacken, die bedeuten nämlich für uns als Flugpersonal nichts anderes als Schikane.
Abschließend ein Zitat aus selbigem Artikel im Spiegel: [Die Pilotenkontrollen] träfen, so Barig-Generalsekretär Martin Gaebges, ausgerechnet jene Berufsgruppe, die über "die Lizenz für die ultimative Terrorwaffe" verfüge - den mit Passagieren gefüllten Jet.
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Was für Otto Normalflieger im Alltag nicht sonderlich spürbar ist, bedeutet für Flugpersonal den sprichwörtlichen Schmerz im Arsch. Das geringste Übel daran ist die jährliche Zuverlässigkeitsüberprüfung. Ich gebe meine Wohnsitze der letzten zehn Jahre preis und erkläre mich damit einverstanden, dass meine persönlichen Angaben unter Befragung weiterer Informationsquellen überprüft werden. Schon bei Einführung dieses Gesetzes entwickelte sich ein bizarres Szenario. Da wurde Kollegen die Bestätigung ihrer Zuverlässigkeit verweigert, weil sie aufgrund mehrmaligen Schwarzfahrens in der Vergangenheit straffällig geworden waren. An solchen Beispielen lässt sich eine gewisse Lächerlichkeit nicht von der Hand weisen.
Schlimmer sind die Personenkontrollen, denen ich mich vor JEDEM Flug zu unterziehen habe. Früher durfte ich an Bord, ohne mich abtasten und durchleuchten zu lassen. Jetzt muss ich alle Taschen und Koffer abgeben, mich piepsender Kleidung entledigen, mir mit einem Metalldetektor über die BH-Bügel fahren lassen, meine Schuhe ausziehen etc. Das lächerliche daran ist die Tatsache, dass ich geschult bin, Notfallausrüstung an Bord zu finden, die auch als Waffe zu missbrauchen wäre. Ich plaudere hier keine Geheimnisse aus, wenn ich sage, dass sich an Bord eines Flugzeuges mindestens eine Axt, eine Brechstange und weitere Werkzeuge befinden, mit denen man menschliches Leben bedrohen könnte. Spätestens seit Nikki Lauda in einem öffentlichen Interview dies kundtat, weiß jedes Kind, dass und wo sich die Axt an Bord befindet.
Zudem lassen sich auch alltägliche Gegenstände zu Waffen umfunktionieren. Die Plastikmesser, welche im Zuge der 9/11 Hysteriewelle auf vielen Strecken normale Metallmesser ersetzten, waren schärfer als herkömmliche Klingen eines Tafelmessers. Weine werden immer noch in Glasflaschen geliefert. Die Kundenakzeptanz von Champagner im Tetrapack ist verschwindend gering. In der gehobeneren Klasse genießt man edlere Tropfen zudem gerne aus richtigen Gläsern. Ausserdem verfügt jeder Flugbegleiter über magische Kräfte, die Korken mit einem Fingerschnippen aus dem Flaschenhals zieht und Käse wie von Geisterhand in Scheibchen fächert.
Machen wir uns doch nichts vor. Nur weil es der Fluggast nicht sieht, heisst noch lange nicht, dass nicht bestimmte Werkzeuge an Bord vorhanden wären. Wieso muss ich dann Nagelscheren - wie in der aktuellen Spiegelausgabe abgedruckt - abgeben? Man sagte mir, das ganze Prozedere fände zur Beruhigung der Allgemeinheit statt. Ich lass mich also weiterhin befummeln damit Gerda Schmitt und Karlheinz Müller beruhigter fliegen. Die sehen ja nur das, was sie sehen wollen. Angeblich. Das Volk ist dumm, weil es für dumm gehalten wird. Ab und zu ist aber einer darunter, der sich Gedanken macht und nicht blind den Massen beim Sprung ins Verderben folgt. Ihr könnt eure Gesetze wieder einpacken, die bedeuten nämlich für uns als Flugpersonal nichts anderes als Schikane.
Abschließend ein Zitat aus selbigem Artikel im Spiegel: [Die Pilotenkontrollen] träfen, so Barig-Generalsekretär Martin Gaebges, ausgerechnet jene Berufsgruppe, die über "die Lizenz für die ultimative Terrorwaffe" verfüge - den mit Passagieren gefüllten Jet.
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Mittwoch, 26. Juli 2006
Sätze, die man sofort bloggen muss (6)
frau klugscheisser, 01:24h
Zwei 18jährige Jungs stehen mit dem Fahrrad an der Ampel. Nur mit kurzen Hosen bekleidet, durchtrainierte Körper, braungebrannt.
Frau 1: Die können doch nicht einfach so rumlaufen.
Frau 2: Denen ist wohl nicht klar, welches Gefahrenpotential von über 40jährigen Frauen ausgeht.
Frau 1: Die können doch nicht einfach so rumlaufen.
Frau 2: Denen ist wohl nicht klar, welches Gefahrenpotential von über 40jährigen Frauen ausgeht.
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Dancing Queen
frau klugscheisser, 00:51h
Schließlich den richtigen Kurs, den richtigen Lehrer erwischt. Alles begriffen, alles umsetzen können. Nicht die Schlechteste sein gibt ein gutes Gefühl. Die kleinen dürren Mädchen mögen in hautengen Trainingstrikots und Strumpfhosen apart aussehen, tanzend sind sie umso stakseliger. Am liebsten möchte ich rufen: Ladies, Gott hat Euch Hüften zum Schwingen gegeben. Benutzt sie dafür! Ihre Ausstrahlung tendiert gegen null. Hoffentlich wissen sie in zehn Jahren, was man mit diesem Körper so alles anfangen kann. Möglicherweise hat er aber dann eine andere Form.
Die Folter lässt nicht lange auf sich warten: Dehnung. Ich muss in den Schmerz vom Freitag/Samstag hineingehen. Auf die Zähne beissen und durch. Langsam, immer weiter nach vorne, gerader Rücken, kein Ausweichen. Zwischen gestreckten Beinen nach vorne auf die Ellenbogen stützen. So sieht Entspannung aus. Als ich aufstehe, geben die Gummibeine nach. Später stehe ich wieder sicher auf einem Bein. Der Lehrer stubst mich von vorne. Jetzt nur nicht umfallen. Arschbacken und Bauch anspannen, Schwerpunkt nach vorne. Ich falle trotzdem um. Halbe Spitze war noch nie meine Stärke. Drehungen und Sprünge aber auch nicht. Bleibt nur noch auf dem Boden wälzen übrig. Ganz so schlimm ist es aber nicht. Die Schrittkombination ist relativ leicht. Vielleicht sollte ich doch wieder in die Mittelstufe wechseln.
Die Folter lässt nicht lange auf sich warten: Dehnung. Ich muss in den Schmerz vom Freitag/Samstag hineingehen. Auf die Zähne beissen und durch. Langsam, immer weiter nach vorne, gerader Rücken, kein Ausweichen. Zwischen gestreckten Beinen nach vorne auf die Ellenbogen stützen. So sieht Entspannung aus. Als ich aufstehe, geben die Gummibeine nach. Später stehe ich wieder sicher auf einem Bein. Der Lehrer stubst mich von vorne. Jetzt nur nicht umfallen. Arschbacken und Bauch anspannen, Schwerpunkt nach vorne. Ich falle trotzdem um. Halbe Spitze war noch nie meine Stärke. Drehungen und Sprünge aber auch nicht. Bleibt nur noch auf dem Boden wälzen übrig. Ganz so schlimm ist es aber nicht. Die Schrittkombination ist relativ leicht. Vielleicht sollte ich doch wieder in die Mittelstufe wechseln.
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Sätze, die man sofort bloggen muss (5)
frau klugscheisser, 16:24h
Jeden Tag Sonne langweilt auf Dauer.
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Die Dauer des Vorgeplänkels, bis man endlich zur Sache kommt, steht im umgekehrt proportionalen Verhältnis zum Alter.
***
Hämorrhoiden: ein kleiner Eingriff und schon scheint dir wieder die Sonne aus dem Arsch.
[Abt.: Sätze, auf die man in bestimmten Situationen gerne verzichtet]
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Die Dauer des Vorgeplänkels, bis man endlich zur Sache kommt, steht im umgekehrt proportionalen Verhältnis zum Alter.
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Hämorrhoiden: ein kleiner Eingriff und schon scheint dir wieder die Sonne aus dem Arsch.
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