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Donnerstag, 14. Februar 2008
My funny Valentine
frau klugscheisser, 01:50h
Das Stilhäschen ging bereits letztes Jahr in Vorleistung. Dann brauch ich zu diesem leidigen Thema ja nix mehr schreiben. [Unterschreib' ich übrigens Wort für Wort]
Ausserdem ein weiteres Beispiel für einen gutgekleideten Künstler. Hier allerdings bereits erste Anzeichen von Sittenverfall. Statt dezenter Gestik zum gesungenen Wort ein Glas und eine Zigarette, der Schlips gelockert, haltloses Herumwanken statt gezielt plazierter Schritte. Wenigstens sitzt die Frisur:
Und wieder sind wir einem globalen Irrtum auf der Spur. Der Text des Liedes ist nämlich äußerst zwiespältig. Während alle Welt 'My funny Valentine' für die ultimative Liebeserklärung hält, würde ich mich schön bedanken, wenn jemand mein Aussehen als 'laughable, unphotographable' beschriebe und meine intellektuellen Kapazitäten anzweifelt. Aber jeder wie er mag. Die Musik jedenfalls ist zweifelsfrei klasse.
Ausserdem ein weiteres Beispiel für einen gutgekleideten Künstler. Hier allerdings bereits erste Anzeichen von Sittenverfall. Statt dezenter Gestik zum gesungenen Wort ein Glas und eine Zigarette, der Schlips gelockert, haltloses Herumwanken statt gezielt plazierter Schritte. Wenigstens sitzt die Frisur:
Und wieder sind wir einem globalen Irrtum auf der Spur. Der Text des Liedes ist nämlich äußerst zwiespältig. Während alle Welt 'My funny Valentine' für die ultimative Liebeserklärung hält, würde ich mich schön bedanken, wenn jemand mein Aussehen als 'laughable, unphotographable' beschriebe und meine intellektuellen Kapazitäten anzweifelt. Aber jeder wie er mag. Die Musik jedenfalls ist zweifelsfrei klasse.
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Sätze, die man sofort bloggen muss (38)
frau klugscheisser, 01:09h
Wer bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte den Kopf nicht hängen lassen. Unbekannter Autor
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Mittwoch, 13. Februar 2008
Big girls don't cry
frau klugscheisser, 20:01h
Mal ehrlich, bei dem Titel haben Sie doch ganz bestimmt an ein völlig anderes Lied gedacht, eines das irgendwie aktueller ist und von einer gesungen wird, die denselben Namen trägt, wie eine ehemalige Angehörige des Britischen Königshauses. Aber was ist das schon, dieses ewige Rumgejammere von verlorener Liebe und Suhlen im Weltschmerz, von Geräkel auf kahlrasierter Männerbrust und tränenreichen Abschieden hinter riesigen Sonnenbrillen gegen die obige Version. Überhaupt die Lyrik, die Geschichte hinter den Worten. Mit nichts aus der heutigen Zeit zu vergleichen und mindestens ebenso mißverstanden wie Marleys Version der weinenden Frau. Aber hören und sehen Sie selbst.
Haben Sie sich mal die Choreographie genauer angesehen? Diese Choreographie ist meisterhaft, baut den Spannungsbogen langsam aus dem Hintergrund auf, wenn die Herren lässig nach vorne schlendern, dieses wie zufällige Verweilen neben dem Tasteninstrument, bis sie es schließlich hinter sich gelassen haben. Hier dann der Höhepunkt, bis schließlich der Rückzug mit Katarsis angetreten wird. Rückwärts laufend wohlgemerkt! Das schaffte ja nicht mal Britney bei ihrem letzten Auftritt so routiniert wie diese drei Herren. Das waren eben noch Könner.
Und diese Untermalung der Lyrik durch minimalistische Gesten. Allein schon die Mimik des Sängers spricht Bände, begleitet von einem Anheben der Arme hier, einer wippenden Fußspitze da, einem Fingerschnippen dort, während sich in neumodischen Videos verrenkt und ungelenk herumgehüpft wird. Schnell wird dem Beobachter klar, dass weniger eben doch mehr ist. Die Hand lässig in der Tasche flaniert es sich elegant, doch da bleibt sie nur, bis der Refrain mit beiden Händen erneut präsentiert wird. Heutzutage halten Sänger gerne ein Mikrofon, ein Instrument oder eine Dame, weil sie nicht wissen, wohin mit den Händen. Gelegentlich fuchteln sie wild mit abgespreizten Fingern ins Publikum zeigend oder greifen sich ans Gemächt. Undenkbar wäre das damals gewesen. Unser Interpret kündigt das Ende des Liedes durch Schließen der Beine an. Schließlich eine gemeinsame Verbeugung als Ehrerbietung gegenüber dem Publikum, wo heute gepöbelt oder gar gespuckt wird.
Lassen Sie mich ein abschließendes Wort zur Mode verfassen. Was Sie in obigem Beispiel sehen ist die perfekte Bekleidung für den singenden Mann. Die Hosenbeine nicht zu lang, nicht zu kurz und unbedingt erwähnenswert, der korrekte Sitz im Schritt. Dazu ein passender Einreiher, ein weißes Hemd und eine Fliege, dunkle Schuhe und ein akkurater Haarschnitt. So präsentiert sich der Künstler von Welt. All die zerfetzten, schmierigen, feinberippten, adidasbestreiften, schirmbemützten und zotteligen Vertreter der Gilde verdienen diese Bezeichnung nicht. Das sind die Kreaturen, die einen zum Weinen bringen, egal wie groß man ist.
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Dienstag, 12. Februar 2008
Don't know what you've got till it's gone
frau klugscheisser, 20:27h
Die Zweigstelle Süddeutschland der Neigungsgruppe Kummer & Trunk wurde gestern offiziell eröffnet. Zu einem ordentlichen Festakt gehört ein ordentlicher Umtrunk, etwas Musik und kleine Häppchen. Letztere sparte ich mir, damit weniger Flüssigkeit in kürzerer Zeit ihre Wirkung entfaltet. Die Musik wurde, ähnlich wie die Gespräche der Umsitzenden, von Glas Mal zu Mal erträglicher. Gegen Ende ließ ich mich gar zum Schunkeln mitreißen, was sich zur Jazzmusik teils schwierig gestaltet. Es kann auch sein, dass ich aus anderen Gründen schwankte, jedenfalls hielt man mich alsbald fest, steckte mich in meinen Mantel und anschließend in ein Taxi. Mehr weiß ich nicht.
Doch eines noch: während man in New York, Shanghai und Sao Paulo problemlos ein Taxi durch Winken vom Straßenrand anhalten kann, muss man sich in München schon davorwerfen. Nur mit Mühe ließ sich der Fahrer - Sorte studentische Aushilfskraft aus der Gruppe der ewigen Studenten - davon überzeugen, dass es sich nicht um einen mißglückten Suizidversuch meinerseits handelte. Das anschließende Gespräch war jedoch humorvoll und lebensbejahend.
Big Yellow Taxi
Got Till Its Gone
Doch eines noch: während man in New York, Shanghai und Sao Paulo problemlos ein Taxi durch Winken vom Straßenrand anhalten kann, muss man sich in München schon davorwerfen. Nur mit Mühe ließ sich der Fahrer - Sorte studentische Aushilfskraft aus der Gruppe der ewigen Studenten - davon überzeugen, dass es sich nicht um einen mißglückten Suizidversuch meinerseits handelte. Das anschließende Gespräch war jedoch humorvoll und lebensbejahend.
Big Yellow Taxi
Got Till Its Gone
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Montag, 11. Februar 2008
Sätze, die man sofort bloggen muss (37)
frau klugscheisser, 06:52h
Das Kommentarverhalten auf manchen Blogs erinnert mich an Hunde, die sich gegenseitig am Arschloch schnüffeln.
Danke Herr Glamourdick, besser hätte ich es nicht ausdrücken können.
Danke Herr Glamourdick, besser hätte ich es nicht ausdrücken können.
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Sonntag, 10. Februar 2008
Still got the blues
frau klugscheisser, 23:39h
Used to be so easy to fall in love again
But I found out the hard way
It's a road that leads to pain
I found that love was more than just a game
You're playin' to win
But you lose just the same
[Wenn man dann am Ende eines Tages - der auch ein Leben hätte sein können - so dasitzt und resümiert, wie alles schon zu Beginn dagewesen ist und wie man immer wieder Mißtöne anschlug, es aber nicht hat wahrnehmen wollen, weil man im inneren Ohr einem anderen Lied lauschte, welches von Geduld und Wachstum klang, während man die weiche Bauchseite* darbot, fühlt man sich wie eine dieser Gitarren, die durch ein Paar fremde Hände und ein Gerät, das keine andere Aufgabe hat, als deren wechselströmiges Spiel auf den eigenen dünnen Saiten zu verstärken, zum Heulen gebracht wird.]
* ©by Mark
But I found out the hard way
It's a road that leads to pain
I found that love was more than just a game
You're playin' to win
But you lose just the same
[Wenn man dann am Ende eines Tages - der auch ein Leben hätte sein können - so dasitzt und resümiert, wie alles schon zu Beginn dagewesen ist und wie man immer wieder Mißtöne anschlug, es aber nicht hat wahrnehmen wollen, weil man im inneren Ohr einem anderen Lied lauschte, welches von Geduld und Wachstum klang, während man die weiche Bauchseite* darbot, fühlt man sich wie eine dieser Gitarren, die durch ein Paar fremde Hände und ein Gerät, das keine andere Aufgabe hat, als deren wechselströmiges Spiel auf den eigenen dünnen Saiten zu verstärken, zum Heulen gebracht wird.]
* ©by Mark
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Smoke get's in your eyes (Forts.)
frau klugscheisser, 11:09h
"Die Zigarette war ein gewöhnliches Utensil auf Musikerfotos." Dr. Martin Hufner
Jazz und Qualm scheinen untrennbar zu sein. Zumindest die musikalische Qualität des einen vom Image des anderen. Für manche Menschen ist Jazz ohne Zigaretten nicht vorstellbar. Die Sendung "Schall und Rauch" aus der Reihe "taktlos" des BR beschäftigt sich mit genau diesem Thema. Einige Zitate daraus:
"Wenn man auf der Bühne ist, dann hat man normalerweise keine Zigarette im Mund und in der Pause geht man raus." Gerwin Eisenhauer, Jazzmusiker & Raucher
"Wenn ich [in einem Club] spielte, wo geraucht wurde, bin ich hinterher körperlich geschafft." Barbara Dennerlein, Jazzorganistin
"Diese extremen Haltungen finde ich schlimm [...] wenn man vor dem Rauchverbot den Leuten freundlich gesagt hat, es wär für die Musiker angenehmer, wenn sie sich ein bisserl zurückhalten könnten mit dem Rauchen, hat das eigentlich auch ganz gut genützt." Barbara Dennerlein, Nichtraucherin
Während Gerwin Eisenhauer in klassischer Verdrängungsmanier eines Süchtigen argumentiert ("Herr Vogler, Sie haben ein Sparbuch, folglich sind sie ebenfalls unfrei"), erwähnen Barbara Dennerlein und Thomas Vogler von der Münchner Jazzbar-Vogler, die angenehmen Seiten des Rauchverbotes.
Die Frage, ob Jazz ohne Qualm vorstellbar sei, wird von der hochkarätigen und international renomierten Musikerin Dennerlein dann auch sehr schnell positiv beantwortet. Zudem gibt sie musikalische Kostproben im rauchfreien Studio, die denen aus verrauchten Clubs nicht nachstehen. Und schließlich bringt's der Hufi auf den Punkt: "Jazz ist heute vielfach zu einer bloßen Marke für eine gewisse Lifestylehaltung geworden."
Nur weil das mal Image war, würden wir nicht auf die Idee kommen, guten Jazz könne man nur in bestimmten Hosen, mit bestimmten Frisuren oder auf bestimmten Instrumenten machen. Und selbst wenn viele lange glaubten, ein guter Jazzer müsse schwarz sein, bezog sich diese Ansicht nie auf die Lunge.
[Drei Wochen rauchfrei and counting!]
Link zur Sendung: "Schall & Rauch"
Jazz und Qualm scheinen untrennbar zu sein. Zumindest die musikalische Qualität des einen vom Image des anderen. Für manche Menschen ist Jazz ohne Zigaretten nicht vorstellbar. Die Sendung "Schall und Rauch" aus der Reihe "taktlos" des BR beschäftigt sich mit genau diesem Thema. Einige Zitate daraus:
"Wenn man auf der Bühne ist, dann hat man normalerweise keine Zigarette im Mund und in der Pause geht man raus." Gerwin Eisenhauer, Jazzmusiker & Raucher
"Wenn ich [in einem Club] spielte, wo geraucht wurde, bin ich hinterher körperlich geschafft." Barbara Dennerlein, Jazzorganistin
"Diese extremen Haltungen finde ich schlimm [...] wenn man vor dem Rauchverbot den Leuten freundlich gesagt hat, es wär für die Musiker angenehmer, wenn sie sich ein bisserl zurückhalten könnten mit dem Rauchen, hat das eigentlich auch ganz gut genützt." Barbara Dennerlein, Nichtraucherin
Während Gerwin Eisenhauer in klassischer Verdrängungsmanier eines Süchtigen argumentiert ("Herr Vogler, Sie haben ein Sparbuch, folglich sind sie ebenfalls unfrei"), erwähnen Barbara Dennerlein und Thomas Vogler von der Münchner Jazzbar-Vogler, die angenehmen Seiten des Rauchverbotes.
Die Frage, ob Jazz ohne Qualm vorstellbar sei, wird von der hochkarätigen und international renomierten Musikerin Dennerlein dann auch sehr schnell positiv beantwortet. Zudem gibt sie musikalische Kostproben im rauchfreien Studio, die denen aus verrauchten Clubs nicht nachstehen. Und schließlich bringt's der Hufi auf den Punkt: "Jazz ist heute vielfach zu einer bloßen Marke für eine gewisse Lifestylehaltung geworden."
Nur weil das mal Image war, würden wir nicht auf die Idee kommen, guten Jazz könne man nur in bestimmten Hosen, mit bestimmten Frisuren oder auf bestimmten Instrumenten machen. Und selbst wenn viele lange glaubten, ein guter Jazzer müsse schwarz sein, bezog sich diese Ansicht nie auf die Lunge.
[Drei Wochen rauchfrei and counting!]
Link zur Sendung: "Schall & Rauch"
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Freitag, 8. Februar 2008
Somebody
frau klugscheisser, 10:42h
"Die beiden schlimmsten Erfindungen des Mittelalters waren das Schießpulver und die romantische Liebe."
Keine Ahnung, aus wessen Feder dieser Satz ursprünglich stammt. Für Rationalisten, die den ganzen Tag mit Verdrängen oder Erklären ihrer Gefühlsregung beschäftigt sind, ein willkommenes Zitat. Für alle anderen ein Fundstück aus meiner sentimentalen Kitschkiste:
Somebody
hach!
Keine Ahnung, aus wessen Feder dieser Satz ursprünglich stammt. Für Rationalisten, die den ganzen Tag mit Verdrängen oder Erklären ihrer Gefühlsregung beschäftigt sind, ein willkommenes Zitat. Für alle anderen ein Fundstück aus meiner sentimentalen Kitschkiste:
Somebody
hach!
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Leave in silence
frau klugscheisser, 10:16h
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Blessed are the believers
frau klugscheisser, 06:41h
Seit vorgestern verzichtet die Menschheit. Die Einen verzichten auf Süßkram, die Anderen entsagen dem Alkohol, Dritte wiederum nehmen bis Ostern kein Koffein mehr zu sich. Nur weh tun müsse es ordentlich, so habe ich - als nicht praktizierender und aus der Fassung Übung geratener Kathole - mir sagen lassen. Manch einem tut es sicherlich gut, sich wenigstens einmal im Jahr zu disziplinieren, während er die restliche Zeit über die Stränge schlägt. Insgeheim überlege ich mir ebenfalls, worauf ich verzichten würde. Vielleicht auf den Humor. Dann tut's wenigstens g'scheit weh.
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Donnerstag, 7. Februar 2008
Curly top
frau klugscheisser, 09:51h
[Am siebten Februar um 7.07 Uhr spontan auf die Uhr gesehen. Dabei unbeabsichtigt leise gepupst. Seitdem damit beschäftigt, diesem Ereignis Bedeutung beizumessen.]
Die viel wichtigere Frage, die ich mir gerade stelle, lautet, was zum Henker ich an einem Urlaubstag um sieben in der Früh in vertikaler Stellung zu suchen habe. Das geht jetzt schon seit Wochen so: abends früh müde, morgens früh wach, tagsüber nichts zu tun. Keine plausible Ausrede, von wegen Zeitverschiebung oder Weihnachts- bzw. Geburtstagsvorfreude. Lebensvorfreude im weitesten Sinne halt. Erschwerend kommt hinzu, dass ich bereits in den vergangenen Tagen alles erledigt habe. Alles geputzt, gewaschen, geordnet, geplant und gemacht. Und jetzt fühle ich mich wie Gott am siebten Tage.
Der hatte nämlich in sechs Tagen auch alles erledigt. Blöd halt, dass da ein weiterer Tag war. Geruht soll er damals haben. Also nichts getan. Nur wie soll ich mir das genau vorstellen? Hat er dumm rumgesessen und schwarze Löcher ins Universum gestarrt oder hat er dabei eher gelegen? Hat er sich erst mal eine angezündet und Ringel gepustet? Die Bibel schweigt sich da aus. Meine Theorie ist ja eine andere. Die ist so gewagt, dass sie schon fast das Zeug zu einem neuen Geheimorden hätte: am siebten Tag schuf Gott die Dauerwelle.
Ist eigentlich bisher nur mir aufgefallen, dass alle Engel blondes lockiges Haar haben? Da droben rennt keiner mit glattgeföhntem Bob, mit Seitenscheitel oder straßenköterbraun rum. Das kann kein Zufall sein. Am siebten Tage erschuf Gott Thioglykolsäure und Wasserstoffperoxid. Anschließend machte er den Engeln die Haare. Bei den Fingernägeln bin ich mir nicht so sicher. Im Grunde sind damit Friseure die himmlischen Boten Gottes auf Erden. Am Sonntag schuf Gott wie gesagt die Dauerwelle und den darauffolgenden Tag war Ruhetag. So wird das bis heute gehandhabt. Und jetzt wisst ihr warum.
In weiblichen Bevölkerungsschichten wird die Friseurverehrung stärker als in männlichen praktiziert. Man sagt Frauen ja allgemein eine ausgeprägte Intuition und emotionale Intelligenz nach. Ich jedenfalls zolle heute mein Tribut. Hab' ja sonst nichts zu tun. Auf dass mir der Himmel gnädig sei.
curly top
Die viel wichtigere Frage, die ich mir gerade stelle, lautet, was zum Henker ich an einem Urlaubstag um sieben in der Früh in vertikaler Stellung zu suchen habe. Das geht jetzt schon seit Wochen so: abends früh müde, morgens früh wach, tagsüber nichts zu tun. Keine plausible Ausrede, von wegen Zeitverschiebung oder Weihnachts- bzw. Geburtstagsvorfreude. Lebensvorfreude im weitesten Sinne halt. Erschwerend kommt hinzu, dass ich bereits in den vergangenen Tagen alles erledigt habe. Alles geputzt, gewaschen, geordnet, geplant und gemacht. Und jetzt fühle ich mich wie Gott am siebten Tage.
Der hatte nämlich in sechs Tagen auch alles erledigt. Blöd halt, dass da ein weiterer Tag war. Geruht soll er damals haben. Also nichts getan. Nur wie soll ich mir das genau vorstellen? Hat er dumm rumgesessen und schwarze Löcher ins Universum gestarrt oder hat er dabei eher gelegen? Hat er sich erst mal eine angezündet und Ringel gepustet? Die Bibel schweigt sich da aus. Meine Theorie ist ja eine andere. Die ist so gewagt, dass sie schon fast das Zeug zu einem neuen Geheimorden hätte: am siebten Tag schuf Gott die Dauerwelle.
Ist eigentlich bisher nur mir aufgefallen, dass alle Engel blondes lockiges Haar haben? Da droben rennt keiner mit glattgeföhntem Bob, mit Seitenscheitel oder straßenköterbraun rum. Das kann kein Zufall sein. Am siebten Tage erschuf Gott Thioglykolsäure und Wasserstoffperoxid. Anschließend machte er den Engeln die Haare. Bei den Fingernägeln bin ich mir nicht so sicher. Im Grunde sind damit Friseure die himmlischen Boten Gottes auf Erden. Am Sonntag schuf Gott wie gesagt die Dauerwelle und den darauffolgenden Tag war Ruhetag. So wird das bis heute gehandhabt. Und jetzt wisst ihr warum.
In weiblichen Bevölkerungsschichten wird die Friseurverehrung stärker als in männlichen praktiziert. Man sagt Frauen ja allgemein eine ausgeprägte Intuition und emotionale Intelligenz nach. Ich jedenfalls zolle heute mein Tribut. Hab' ja sonst nichts zu tun. Auf dass mir der Himmel gnädig sei.
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Dienstag, 5. Februar 2008
Moi non plus
frau klugscheisser, 19:24h
Theoretisch könnte ich mir bald einen französischen Liebhaber zulegen. Zumindest eine gewisse umgangssprachliche Terminologie lerne ich mit Lektüre dieses Blogs*. Auf alle Fälle bin ich vorbereitet. Man weiß ja nie.
Andererseits wird der neu erworbene Wortschatz in meinem Berufsalltag eher nicht zur Anwendung kommen. Nicht mal auf deutsch würde ich "Sie wollen mich kommen sehen? Drücken sie einfach den Knopf..." ["Vous voulez me faire sauter? Seulement appuyez sur le buton"] zu einem Passagier sagen. Niemals. Selbst wenn ich beim Ton, der beim Pressen des Klingelknopfes entsteht, manchmal durchaus (genervt) abgehe.
[*auf Manches kann man gar nicht oft genug hinweisen.]
Andererseits wird der neu erworbene Wortschatz in meinem Berufsalltag eher nicht zur Anwendung kommen. Nicht mal auf deutsch würde ich "Sie wollen mich kommen sehen? Drücken sie einfach den Knopf..." ["Vous voulez me faire sauter? Seulement appuyez sur le buton"] zu einem Passagier sagen. Niemals. Selbst wenn ich beim Ton, der beim Pressen des Klingelknopfes entsteht, manchmal durchaus (genervt) abgehe.
[*auf Manches kann man gar nicht oft genug hinweisen.]
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Sonntag, 3. Februar 2008
Sätze, die man sofort bloggen muss (36)
frau klugscheisser, 17:51h
Heute verlesen:
"Die beiden verlinkten sich ineinander..."
[Rubrik: get a life 2.0]
"Die beiden verlinkten sich ineinander..."
[Rubrik: get a life 2.0]
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Freitag, 1. Februar 2008
Drop in the bucket
frau klugscheisser, 10:05h
Und dann ist da noch die Sache mit dem Eimer im Badezimmer. Man erkennt reine Männerhaushalte nämlich am fehlenden. Sie wissen schon, diese kleinen Eimerchen mit Tretdeckelmechanismus oder die billigen, handbetriebenen. Diese beigen, braunen oder sonstwie hässlich tarngefärbten, die in Frauen-/ bzw. Gemischthaushalten unterhalb des Waschbeckens oder der Toilette stehen, damit man schwere Ohrenstäbchen und triefende Wattebäusche nicht bis in die Küche tragen muss.
Jetzt ist es aber so, dass ein fehlender Eimer im Hausstand nicht zwingend bedeutet, der Bewohner wäre dem gleichen Geschlecht zugeneigt, hätte keine Freunde oder gar eine Caligynephobie. Es kann durchaus sein, dass Sie in solchen Haushalten Besucherhandtücher, mehr als einen Stuhl und ein Weinglas finden, dass der weibliche Teil der Verwandtschaft noch lebt und gelegentlich auch vorbeikommt und sich der entsprechende Herr manchmal die Ohren reinigt. Mit Rückschlüssen sollte man generell vorsichtig sein.
Der Grund dafür ist schnell erklärt. Die meisten Männer wissen aus ihrer Erfahrung mit Autos, dass es mit der Anschaffung alleine ja nicht getan ist. So ein Ding will auch gewartet werden. Das bedeutet konkret regelmäßige Staubabtragung, Wartung der Tretmechanik und vor allem wöchentliche Leerungen. Bei wem der Satz "Liebling, bring doch mal den Müll runter" Fluchttendenzen auslöst, wird sich freiwillig kein zweites Müllreservoir anschaffen. Genau darin liegt großes Konfliktpotential zwischen den Geschlechtern. Wir Frauen stehen nun mal auf die Dinger.
Sollte sich weiblicher Besuch in Ihrer Junggesellenbude angekündigt haben, können Sie getrost diverse Hausarbeiten vernachlässigen. Sie brauchen weder aufzuräumen noch putzen, um sich als sozial angepasstes Wesen darzustellen. Wenn Sie aber das Herz einer Frau im Sturm erobern wollen, stellen Sie einen Eimer neben die Toilette und vertrauen Sie darauf, dass wir diese kleine Geste durchaus zu schätzen wissen. Falls Badezimmer und Toilette einer räumlichen Trennung unterliegen, reicht ein Eimer in letzterer Einrichtung. Unter uns gesagt haben Sie nämlich sicher schon geahnt, dass das Gewicht von Ohrenstäbchen nur eine dürftige Ausrede ist.
Es ist nämlich so: während Sie sich auf ein Tête-a-tête mittels Rasierwerkzeug, Ausstopfen von Geldbeutel und Blumenbeschaffung vorbereiten, verbringen wir viel Zeit mit der Auswahl der richtigen Kleidung, genauer gesagt dem richtigen Darunter. Falls die Blumen und die Füllung des Geldbeutels in der richtigen Dosierung geschah, sind wir durchaus bereit, dem Auge des gnädigen Betrachters das Darunter preiszugeben. Bis zu diesem Zeitpunkt können allerdings Stunden vergehen und die Frische lässt naturgemäß langsam nach. Verschiedene Faktoren wie etwa hormonelle oder erotisierende Einflüsse und die Stoffbeschaffenheit der Unterwäsche tragen maßgeblich dazu bei. Was wären wir Frauen in diesem Falle ohne unsere kleinen selbstklebenden bzw. gerollten Helferlein.
Da wir aber nicht wissen können, ob die Wahl der Entkleidungsstätte uns überlassen bleibt, vergeuden wir viel gedankliche Energie auf die Entsorgungsplanung von Frischehilfsmitteln. Im Restaurant oder der Bar ist die Gelegenheit zwar noch günstig, was wenn die Begleitung aber in der erbetenen Nasenpuderzeit noch einen Whiskey bestellt? Was wenn die Fahrt mit dem schnellen Wagen aus Vorführungszwecken länger dauert oder abrupt am Blech eines anderen Verkehrsteilnehmers endet? Und das letzte was wir wollen, ist komplette Dunkelheit im Schlafzimmer. Dafür war der kleine Fummel mit Spitzenbesatz zu teuer und der Erfahrungsschatz zu tränenreich erkämpft. Wer will schon beim ersten Date als prüde gelten.
Seien Sie ein Gentleman und erleichtern Sie die Dame ihrer Wahl mit einem kleinen Behältnis neben der Toilette. Sie werden sehen, es bleibt nicht bei einem Treffen. Vorausgesetzt Sie erwähnen mit keiner Silbe den etwaigen Fund und seine Entsorgung. In dieser Angelegenheit glauben wir nämlich gerne an schwarze Löcher oder Zauberkräfte, die dem Müllschlucker innewohnen. Und wenn Sie all das beachten, werden Sie möglicherweise nie wieder ihre Ohrenstäbchen selbst vom Bad bis zur Mülltonne im Hof tragen müssen. Strategie ist einfach alles im Leben.
Jetzt ist es aber so, dass ein fehlender Eimer im Hausstand nicht zwingend bedeutet, der Bewohner wäre dem gleichen Geschlecht zugeneigt, hätte keine Freunde oder gar eine Caligynephobie. Es kann durchaus sein, dass Sie in solchen Haushalten Besucherhandtücher, mehr als einen Stuhl und ein Weinglas finden, dass der weibliche Teil der Verwandtschaft noch lebt und gelegentlich auch vorbeikommt und sich der entsprechende Herr manchmal die Ohren reinigt. Mit Rückschlüssen sollte man generell vorsichtig sein.
Der Grund dafür ist schnell erklärt. Die meisten Männer wissen aus ihrer Erfahrung mit Autos, dass es mit der Anschaffung alleine ja nicht getan ist. So ein Ding will auch gewartet werden. Das bedeutet konkret regelmäßige Staubabtragung, Wartung der Tretmechanik und vor allem wöchentliche Leerungen. Bei wem der Satz "Liebling, bring doch mal den Müll runter" Fluchttendenzen auslöst, wird sich freiwillig kein zweites Müllreservoir anschaffen. Genau darin liegt großes Konfliktpotential zwischen den Geschlechtern. Wir Frauen stehen nun mal auf die Dinger.
Sollte sich weiblicher Besuch in Ihrer Junggesellenbude angekündigt haben, können Sie getrost diverse Hausarbeiten vernachlässigen. Sie brauchen weder aufzuräumen noch putzen, um sich als sozial angepasstes Wesen darzustellen. Wenn Sie aber das Herz einer Frau im Sturm erobern wollen, stellen Sie einen Eimer neben die Toilette und vertrauen Sie darauf, dass wir diese kleine Geste durchaus zu schätzen wissen. Falls Badezimmer und Toilette einer räumlichen Trennung unterliegen, reicht ein Eimer in letzterer Einrichtung. Unter uns gesagt haben Sie nämlich sicher schon geahnt, dass das Gewicht von Ohrenstäbchen nur eine dürftige Ausrede ist.
Es ist nämlich so: während Sie sich auf ein Tête-a-tête mittels Rasierwerkzeug, Ausstopfen von Geldbeutel und Blumenbeschaffung vorbereiten, verbringen wir viel Zeit mit der Auswahl der richtigen Kleidung, genauer gesagt dem richtigen Darunter. Falls die Blumen und die Füllung des Geldbeutels in der richtigen Dosierung geschah, sind wir durchaus bereit, dem Auge des gnädigen Betrachters das Darunter preiszugeben. Bis zu diesem Zeitpunkt können allerdings Stunden vergehen und die Frische lässt naturgemäß langsam nach. Verschiedene Faktoren wie etwa hormonelle oder erotisierende Einflüsse und die Stoffbeschaffenheit der Unterwäsche tragen maßgeblich dazu bei. Was wären wir Frauen in diesem Falle ohne unsere kleinen selbstklebenden bzw. gerollten Helferlein.
Da wir aber nicht wissen können, ob die Wahl der Entkleidungsstätte uns überlassen bleibt, vergeuden wir viel gedankliche Energie auf die Entsorgungsplanung von Frischehilfsmitteln. Im Restaurant oder der Bar ist die Gelegenheit zwar noch günstig, was wenn die Begleitung aber in der erbetenen Nasenpuderzeit noch einen Whiskey bestellt? Was wenn die Fahrt mit dem schnellen Wagen aus Vorführungszwecken länger dauert oder abrupt am Blech eines anderen Verkehrsteilnehmers endet? Und das letzte was wir wollen, ist komplette Dunkelheit im Schlafzimmer. Dafür war der kleine Fummel mit Spitzenbesatz zu teuer und der Erfahrungsschatz zu tränenreich erkämpft. Wer will schon beim ersten Date als prüde gelten.
Seien Sie ein Gentleman und erleichtern Sie die Dame ihrer Wahl mit einem kleinen Behältnis neben der Toilette. Sie werden sehen, es bleibt nicht bei einem Treffen. Vorausgesetzt Sie erwähnen mit keiner Silbe den etwaigen Fund und seine Entsorgung. In dieser Angelegenheit glauben wir nämlich gerne an schwarze Löcher oder Zauberkräfte, die dem Müllschlucker innewohnen. Und wenn Sie all das beachten, werden Sie möglicherweise nie wieder ihre Ohrenstäbchen selbst vom Bad bis zur Mülltonne im Hof tragen müssen. Strategie ist einfach alles im Leben.
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