Sonntag, 22. Juni 2008
Hand in my pocket

Fotos © Gaga


Das Geheimnis der Reisehandtasche, die hier bereits Erwähnung fand, wird gelüftet.

Weiter in den Kommentaren...

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Freitag, 20. Juni 2008
Take another guess


was, wo und warum?

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Mittwoch, 18. Juni 2008
Dancing in the rain


Cyd Charisse (8.3.1922-17.6.2008)
tanzt nicht mehr in Dunkelheit und Regen.

Erst kürzlich fand ich hier einen schönen Eintrag über die Dame mit dem Verweis auf ein sehenswertes Video

Edit: ja, das war wohl verwechselt...
.

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Dienstag, 17. Juni 2008
Sätze, die man sofort bloggen muss (45)
"Ein Mann würde sich nicht, wenn er zugenommen hat, vor dem Spiegel auch noch ins Profil stellen."

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Montag, 16. Juni 2008
Time to get ill
Frage: was haben Sportler und alte Leute gemeinsam?
Antwort: sie reden viel über ihre körperlichen Unzulänglichkeiten.

Es bleibt mir aber auch nichts erspart. Erst die Schulter, dann die Achillessehne, jetzt das Sprunggelenk, ganz zu schweigen von diversen langwierigen Zerrungen. Und nicht eines nach dem anderen, dass man ein jedes mit gebührender Aufmerksamkeit, Wärmepflaster und Tapeband bedenken könnte. Nein, es kommt immer gleichzeitig überlappend, sodaß man sich irgendwann nicht mehr bewegen kann. Das Paradoxe an der Situation ist, ich mache dann doch weiter. Also irgendwas zwischen Paralympics und Schwangerschaftsgymnastik mit zusammengebissenen Zähnen. Einfach weil es viel anstrengender ist, wieder ganz von vorne zu beginnen, als ein wenig Schmerzen auszuhalten.

Jetzt gleich ein Termin beim Arzt. Das ist ganz wichtig, um sich die Schmerzen attestieren zu lassen. Man braucht ja immer was zum Vorzeigen hierzulande. In älteren Bevölkerungsschichten hat sich das schon rumgesprochen, zumindest bei denen, die ich im Zehneurowartezimmer treffe. Da wird über Diagnosen und Therapien gesprochen wie andernorts über das Wetter. Überweisungsscheine sind Wertpapiere und das Wort 'Heilungschancen' ist sowas wie der DAX der Kranken. Je besser ersteres, umso schlechter die Bewertung, denn der Lohn der Krankheit ist Mitleid. Je mehr Gejammer desto mehr Zuspruch. Die ganz Gewieften lassen sich diverse Krankheitsbilder bis ins kleinste Symptom beschreiben, um sie schließlich zu übernehmen. Zusatzqualifizierung nennt sich das. Doch das wahre Drama spielt sich hinter verschlossener Behandlungszimmertüre ab. So Mancher erlebte dort einen rapiden Kurseinbruch.

Schau'n wir mal, wie hoch ich mich derzeit handeln lassen kann. Zwischen all den Herzinfarkten und Arthrosen mache ich keinen Stich, das ist klar. Aber ein wenig verbale Streicheleinheiten wäre schon ein Anfang. Und dass mir ja keiner kommt mit 'selber schuld'! Das ist nämlich mein Spruch.

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Sonntag, 15. Juni 2008
...
Schon mal im Sommer mit Wärmeflasche im Bett gelegen? Anyone?
Ich glaube, ich bin im falschen Film.

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Samstag, 14. Juni 2008
Whatever u like


Als mich in den Neunzigern eine damalige Schülerin fragte, ob ich Hip Hop möge, wußte ich nicht mal, was das ist. Damals konnte ich auch nicht einfach bei Wikipedia nachlesen oder googeln. Dementsprechend alt fühlte ich mich auf einen Schlag, denn wenn man die angesagte Musik nicht mehr kennt, ist man alt. Heute weiß ich nicht nur was Hip Hop ist, seit kurzem versuche ich sogar, darauf zu tanzen. Keine Angst, das wird jetzt nicht wieder einer dieser langweiligen Tanzberichte, denn Hip Hop ist bekanntlich viel mehr als nur Musik.

Hip Hop ist eine Lebenseinstellung. Dazu gehören die weiten Hosen, deren Schritt auf Kniehöhe pendelt und in denen man kiloweise Kartoffeln transportieren könnte, coole Sneaker und lässige Pullover mit Kapuzen. Zu meiner Zeit - und auch diese Wendung zeigt deutlich, wie alt ich geworden bin - hießen Sneaker noch Turnschuhe und Jeans mußten eng sitzen, Pullover hatten V-Ausschnitt und drunter trug man Blusen. Einzig im Sommer trug man T-Shirts mal sehr weit mit nichts drunter, bis man von seinen pubertierenden Mitschülern erfuhr, dass der Tunneleffekt am Ärmel der Grund für die neu gewonnene Aufmerksamkeit war.

Hip Hop kommt von der Straße. Man spricht auf der Straße anders als in Schulen und Universitäten, man spricht Umgangssprache, und zwar die vor dem jeweiligen Migrationshintergrund. Gestern fiel mir zum ersten Mal auf, dass die Mehrzahl der Teilnehmer neben der deutschen auch für eine weitere Fußballmannschaft fiebert. Bis auf das Mädel aus dem Iran, die sehr anschaulich schilderte, wieso die Iranische Mannschaft ihr Fanherz nicht höher schlagen läßt:
"Ey, die sind so schlescht ey! Geht der Ball nach reschts, rennen alle nach reschts, geht der Ball nach links, rennen alle nach links. Geh' mir weg mit Iraner un' Fußball."
Eigentlich haben sie's viel besser als der Durchschnitt der Deutschen. Mit zwei Fähnchen am Auto ist man einfach flexibler. Scheidet eine Nation im Vorfeld aus, kann man immer noch für einen zweiten Verein jubeln. Ganz ohne schlechtes Gewissen. Der Konflikt beginnt erst bei so brisanten Begegnungen wie Deutschland-Italien vor zwei Jahren oder einer möglichen sportlichen Begegnung Deutschland-Türkei dieser Tage. Dann wünsche ich mir, dass die Türkei gewinnt. Andernfalls kann ich meine Hip Hop Ambitionen bis auf Weiteres vergessen.

Und darum geht es ja schließlich. Für eine mögliche Integration in die Lebensart fühle ich mich etwas zu alt aber die sportliche Seite möchte ich nicht missen. Die Meisten in der Gruppe könnten altersmäßig meine Kinder sein, bemühen sich jedoch rührend, mich das nicht spüren zu lassen. Ich meine, hey, wer nie mit seinen Eltern in der Disco war, der weiß nicht, was Fremdschämen ist. Während die Jungen mit minimalistisch akzentuierten Bewegungen Abgeklärtheit signalisieren, ringen die Alten wild mäandernd um Ausdruck. "Ey, das sieht doch voll scheiße aus als Frau, wenn dauernd alles schlackert, so oben un' so. Wir machen auf cool, ham coole weite Hosen an un' machen eher so in klein", erklärt mir eine Schülerin den Unterschied zwischen normalem Hip Hop und 'Bounce'. Dann gibt es noch L.A. Style, Streetstyle und weitere Feinheiten, die ich noch nicht wirklich verstehe.

Anschauungsmaterial findet sich im Netz eine ganze Menge. Am meisten imponiert mir derzeit eine Lehrerin am New Yorker Broadway Dance Center. Viele von Luams Choreographien sind bei Youtube zu sehen.



Ich bleibe dran und berichte über bollerige Hosen Neues aus der hiesigen Szene. "Yo' Bro' have you heard the news from BMWtown?" [*fuchtelt dazu wild mit nach innen geknickten Handgelenken und jeweils zwei abgestellten Fingern in der Luft]

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Donnerstag, 12. Juni 2008
Here, there and everywhere
München ist gefährlich!
(Wie wär's mit Nilpferden am Sendlinger Tor?)

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Schönste Googlesuchanfrage des heutigen Tages:
Kluge Worte, die keiner versteht.

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Nessy erklärt, warum es die lieben Männer im Gegensatz zu den Arschlöchern so schwer haben.

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Herr Albertsen beim Orthopäden.

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Schon was her (aber ich feixe immer noch):
Uns Vroni! via (damals als Anita Kufalt war sie mir noch ein kleines bisschen sympathisch)

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Menschen wie die Gesellschafterin bei Kittykoma kennt wohl jeder. Leider.
(wie nennt man eigentlich die, die einem alles ins Negative auslegen und gelegentlich in der alltäglichen Konversation so kleine Fallen aufstellen, damit sie über einen herfallen können, wenn man versehentlich hineintappt?)

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Madame Louvre-Blondeau enthüllt ein Mysterium des männlichen Universums.
(Komisch, dass ich keinem männlichen Bekannten diese Frage jemals gestellt habe. Und nein, es geht hier nicht um die Sache mit dem Reißverschluß.)

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Es gibt so Reizwörter, wenn die fallen, dann kann man seinen Arsch drauf verwetten, was erwidert wird. Soeben in Herrn Paulsens Kommentaren wieder bestätigt worden. Der züchtet Gurken macht grade Urlaub auf Malle.

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Bomec wohnt jetzt in Serbien.

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Opus 11.
Coaching für alle, die sich noch etwas unsicher fühlen.
I love it!

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Manche Blogs sind wie Verkehrsunfälle. Man kann einfach nicht wegsehen. via habichvergessen
(und ich behaupte mal, die Anzahl der Unfälle steigt proportional zur Anzahl der Verkehrsteilnehmer)

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Donnerstag, 12. Juni 2008
Shout, let it all out
Dass man in Japan von allen Seiten angeschrien beschallt wird, ist nicht neu. Ampeln kuckucken, Lastwägen fiepen rückwärts und aus Lautsprechern schallt das neueste Werbejingle. Dass man allerdings beim Betreten eines Ladens von jedem Mitarbeiter von Weitem mit einem blagnamurmlmrmlsumimaseeeen!! bedacht wird, fiel mir erst jetzt auf. Und das, wo doch die Japaner sonst so ein dezentes Völkchen sind. Das habe ich mir gleich abgeschaut und meine Gäste beim Einsteigen mit einem herzlichen 'Konichiwaaaa!' aus dem Hinterhalt beschallt, worauf diesmal vereinzelt 'servus', gelegentlich 'Grüß Gott' und ganz selten 'ciao' zurückkam. Schließlich war ich so verunsichert, dass ich meine japanische Kollegin um Rat bat, die sich am Ende mit einem sehr herzlichen 'Pfiad di nachad' verabschiedete. Die Japaner sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Eine weitere Premiere war die Benutzung einer öffentlichen Toilette. Zwar wußte ich aus Berichten, dass dem Japaner alles Menschliche - insbesondere Körpergeräusche - fremd ist, doch auf die Beschallung aus der Schüssel war ich nicht gefaßt. Wenn nur der Schatten des Hinterns die Wasseroberfläche streift, wird dieser von einer weiblichen Stimme, gefolgt von Volièrenrevolte an den Niagarafällen begrüßt. Die Stimme selbst klingt ebenfalls, als hätte Sylvester endlich Tweety gekriegt. Andererseits klingt mein Echo aus einer Kloschüssel auch nicht viel besser. Diese japanische Variante der Klofrau nennt sich Geräuschprinzessin und ist soweit mir bekannt nur auf der Damentoilette vorzufinden. Mir persönlich hätte auch ein kleiner Gebirgsbach gereicht. Wo doch sonst in Japan alles so klein ist.

Je mehr ich über die Japaner weiß, umso weniger verstehe ich sie. Manchmal glaube ich fast, sie verstehen sich selbst nicht immer. Kein Wunder bei so einer Geräuschkulisse.

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Samstag, 7. Juni 2008
I scream, you scream
Manche Dinge lassen sich erst erledigen, wenn vorher die Eiscreme aus dem Kühlfach komplett vernichtet ist. Sollte nach der Milch die Eisproduktion eingeschränkt werden, wird das vermutlich nachhaltige Auswirkungen auf die Wirtschaft im Allgemeinen haben. Und es geht nicht nur mir so. In dutzenden Filmen essen Frauen kübelweise Eiscreme, während sie auf Anrufe ihrer zukünftigen Expartner warten. Auch Männer erliegen in diesem Zusammenhang gelegentlich einer Art Massenbewegung. Bitte schauen Sie hierzu unbedingt diesen kleinen Filmausschnitt.

Im Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, kam an Sommertagen immer der Eismann in einem umgebauten VW Bus. Wenn seine Glocke von Weitem klingelte, rannten wir nach Hause, um das nötige Kleingeld zu holen. Eine Kugel auf dem runden Kekshörnchen durfte es sein. Damals gab es keine ausgefallenen Sorten. Schokolade, Vanille, Zitrone, vielleicht noch Nuss oder Erdbeere, das war die Auswahl. Die Entscheidung zwischen Zitrone und Schokolade fiel mir schwer. Fast immer entschied ich mich dann für Zitrone, denn Schokolade mochte ich noch lieber, wenn ich meine Zähne in die Festform hineingraben konnte. Nach einer Kugel Zitrone fühlte ich mich erfrischt, und obwohl meine Oma behauptete, ich hätte danach sicher Durst, verweigerte ich ein Getränk. Die Zitrone klebte so schön im Mundwinkel und an Händen, man konnte noch Stunden danach Geschmacksreminiszenzen irgendwo am Körper entdecken.

Ob man sich nun die Knie aufgeschürft oder einen Zahn verloren hatte, der Eismann machte alles schnell vergessen. Ein Pflaster und ein Eis trösteten über fast alles hinweg. Manchmal wünschte ich, es funktionierte heute noch genauso. Heute esse ich sehr viel Eis, doch die einzige Wirkung ist ein Spannen um die Körpermitte. Aber schmecken tut's noch genauso gut. Der Eismann aber ist vermutlich Rationalisierungsmaßnahmen zum Opfer gefallen.

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