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Freitag, 27. Februar 2009
Friday I'm In Love
frau klugscheisser, 01:00h

Letzte Woche ging der Wanderpokal von Herrn Giardino weiter an mich. Und wo das Gute so nah ist, gleich noch ein Bild aus dem fabelhaften Fundus von skampy mit diesem Copyrightdingens, wo alle soviel von reden.

©skampy
Die Spielregeln:
Man ersinne passend zum Bild eine aparte Über-, Unter- oder Drumrumschrift in den Kommentaren und prüfe hier am Mittwoch, ob diese zum besten Beitrag gekürt wurde, was wiederum zum Ausrichten des nächsten FTs im eigenen Blog zwangsverpflichtet.
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Freitag, 30. Januar 2009
Andantino
frau klugscheisser, 02:42h
Andante, gehend, ein wenig bewegt. Gegangen ist einer, den ich persönlich kannte, die meiste Zeit jedoch nur virtuell kontaktierte, obwohl er nicht allzu weit entfernt wohnte. Zuletzt kommentierte er hier mit Gratulationen zu meinem Geburtstag. Mich überraschte dabei, dass er sich an dieses Datum erinnerte. Ich wollte ihm noch diese Woche eine Mail schreiben, habe es nicht getan und jetzt wird er sie nicht mehr lesen. Genausowenig wie die Fortsetzung seiner Lieblingsgeschichte.
Ach Edi, ich wollte dir noch so vieles schreiben, mit dir über Musik diskutieren, deine Seemannsgeschichten verfolgen, deine kleinen Videos gucken, mit dir lachen und nachdenken. Es schmeichelte mir, dass du meine musikalische Reise so sehr mochtest. Nur für dich hätte ich sie wiederbelebt, hatte bereits ein Konzept in petto als du in der Reha den Folgen eines Schlaganfalles trotztes. Unter die Jazzer wäre sie gegangen, unsere kleine Pianistin, in die Welt der ganz großen Improvisateure. Wie damals hätte ich dir Orte, Musikbeispiele und Namen geliefert. Alles fundiert, niet- und nagelfest. Das hätte dir sicherlich gefallen.
So aber wird sie für immer eingeschlafen sein. Vielleicht besser so, denn so großzügig wie du haben andere nicht über die kleinen und großen Holprigkeiten der Geschichte hinweggesehen. Nein, ich bin keine Literatin, nur eine, die mit Herzblut eigenes Erleben aufschrieb. Du wußtest das, hast mitgelitten und -gelacht, hast Musik dazu gehört und mit dem Finger auf der Landkarte die Route nachgezogen, die ich in Worten vorzeichnete. Edi, du ahnst nicht, wieviel du mir damit gegeben hast. Danke.
Opa Edi, der gerade sein Weihnachtsgeschenk in Empfang nehmen durfte. Noch ahnte er nichts vom Inhalt - ein Reisegutschein von seinen virtuellen Enkeln. Die Aktion der Opalandverschickung wurde im Dezember 06 von Matt Wagner in Wort und Bild dokumentiert. In Folge veranstaltete Edi in seinem Blog - dem Club der halbtoten Dichter - Preisausschreiben mit kniffligen Fragen aus den Bereichen Kunst, Kultur und Klamauk. Sein Ansinnen war, einen kleinen Teil an die Blogger zurückzugeben, die ihm die Reisen ermöglichten.Edi schrieb seine Erlebnisse für gewöhnlich unter dem Pseudonym Neobazi. Er kommentierte hier als 'halbtot', was in gewisser Weise seinem Humor entsprach. Zuletzt lebte er im Kreise seiner Familie & Freunde im Allgäu und erlag am 28. Januar einem plötzlichen Herzstillstand.
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Mittwoch, 10. Dezember 2008
A Thousand Days oder Wise Up
frau klugscheisser, 11:45h
Jetzt ist es also soweit. Tausend Tage Blogger.de. Für manch einen mag das ziemlich popelig klingen. In der Gemeinde gibt es immerhin Leute, die doppelt so lange dabei sind. Ich frage mich manchmal, wie die das so lange ausgehalten haben.
Ich bin kein Freund von Statistiken. Deshalb fällt es mir schwer, dazu was zu sagen. Eine Retrospektive so kurz vor Jahresende ist auch nicht so meins. Die Vergangenheit ist dazu da, aus ihr zu lernen und sie dann zu vergessen, damit man die gleichen Fehler reinen Gewissens wieder machen kann.
Bei derartigen Anlässen lese ich immer wieder, wie Blogger Freunde über dieses Medium fanden und wie sie sich jetzt regelmäßig treffen und gegenseitig kommentieren. Die Menschen, die ich über mein Blog traf, waren temporäre Bekanntschaften. So viele Blogstile es gibt, so viele unterschiedliche Menschen stecken dahinter. Insofern ist Bloggen soviel Gemeinsamkeit wie Kinderkriegen. Wenn man Glück hat, trifft man welche, mit denen man sich versteht. Mit dem Rest redet man dann über Kinderkacke.
Das Bloggen ist für mich in den letzten Monaten immer unwichtiger geworden. Während ich früher noch bei so mancher Begebenheit dachte "das muss ich unbedingt bloggen" und bereits im Kopf herumformulierte, bleibt vieles davon heute unformuliert. Ich empfinde keinen Spaß mehr dabei, Geschichten zu schreiben, Aufreger zu postulieren, Ansichten zu propagieren. Die Kommentare, die mir vormals anzeigten, dass ich in der virtuellen Welt existiere, haben ihren Stellenwert verloren.
Ich könnte jetzt davon berichten, wie ich mindestens zweimal im Monat mein Leben ändern will, wie ich immer wieder nach neuen Wegen suche und von meinem alten erzählen, dem steinigen. Ich könnte davon berichten, wie es sich anfühlt, stundenlang nichts anderes zu tun, als Solitaire zu klicken, um meine Gedanken stillzulegen und davon, dass man auch mit Hausputz eine Menge Zeit totschlagen kann.
Mir ist einfach nicht mehr danach. Das hat vielleicht auch mit dem Namen dieses Blogs zu tun. Vormals dachte ich, ein wenig Selbstironie könne nicht schaden. Inzwischen bin ich meiner analen Phase entwachsen. Ich habe mich verändert. Ein richtiges Weichei bin ich geworden, das jegliche Sichtweise nachvollziehen kann und sich für seine Wertvorstellung nicht mehr verbal hauen muss. Eines, das andere neben sich gelten lassen kann und nicht mehr belehren möchte. Ich bin nicht mehr Frau Klugscheisser.
Ich bin jemand, der lieber mal einen anderen in den Arm nimmt, als ihn virtuell zu bedauern und der richtig in den Arm genommen werden möchte, anstatt sich 'gedrückt zu fühlen'. Ich bin jemand, der nur noch seinen Senf abgibt, wenn er um Rat gebeten wird und der die um Rat bittet, die er kennt. Ich bin jemand, der die tägliche Dosis Einsamkeit nicht mit Hilfe von Blogs und Twitter überspielt, sondern ihre volle Wucht akzeptiert und anschließend jede echte Begegnung umso mehr schätzt.
Das alles gilt wie immer ausschließlich für mich selbst. Jeder der Spaß am Bloggen hat, soll den gefälligst weiter haben. Gelegentlich lese ich ja auch noch woanders. Und vielleicht ist das halt auch nur so eine Phase, die vorbei ist, sobald sich alle Hormone wieder eingependelt haben. Man wird sehen und wir uns vielleicht auch irgendwann mal wieder.
Ich bin kein Freund von Statistiken. Deshalb fällt es mir schwer, dazu was zu sagen. Eine Retrospektive so kurz vor Jahresende ist auch nicht so meins. Die Vergangenheit ist dazu da, aus ihr zu lernen und sie dann zu vergessen, damit man die gleichen Fehler reinen Gewissens wieder machen kann.
Bei derartigen Anlässen lese ich immer wieder, wie Blogger Freunde über dieses Medium fanden und wie sie sich jetzt regelmäßig treffen und gegenseitig kommentieren. Die Menschen, die ich über mein Blog traf, waren temporäre Bekanntschaften. So viele Blogstile es gibt, so viele unterschiedliche Menschen stecken dahinter. Insofern ist Bloggen soviel Gemeinsamkeit wie Kinderkriegen. Wenn man Glück hat, trifft man welche, mit denen man sich versteht. Mit dem Rest redet man dann über Kinderkacke.
Das Bloggen ist für mich in den letzten Monaten immer unwichtiger geworden. Während ich früher noch bei so mancher Begebenheit dachte "das muss ich unbedingt bloggen" und bereits im Kopf herumformulierte, bleibt vieles davon heute unformuliert. Ich empfinde keinen Spaß mehr dabei, Geschichten zu schreiben, Aufreger zu postulieren, Ansichten zu propagieren. Die Kommentare, die mir vormals anzeigten, dass ich in der virtuellen Welt existiere, haben ihren Stellenwert verloren.
Ich könnte jetzt davon berichten, wie ich mindestens zweimal im Monat mein Leben ändern will, wie ich immer wieder nach neuen Wegen suche und von meinem alten erzählen, dem steinigen. Ich könnte davon berichten, wie es sich anfühlt, stundenlang nichts anderes zu tun, als Solitaire zu klicken, um meine Gedanken stillzulegen und davon, dass man auch mit Hausputz eine Menge Zeit totschlagen kann.
Mir ist einfach nicht mehr danach. Das hat vielleicht auch mit dem Namen dieses Blogs zu tun. Vormals dachte ich, ein wenig Selbstironie könne nicht schaden. Inzwischen bin ich meiner analen Phase entwachsen. Ich habe mich verändert. Ein richtiges Weichei bin ich geworden, das jegliche Sichtweise nachvollziehen kann und sich für seine Wertvorstellung nicht mehr verbal hauen muss. Eines, das andere neben sich gelten lassen kann und nicht mehr belehren möchte. Ich bin nicht mehr Frau Klugscheisser.
Ich bin jemand, der lieber mal einen anderen in den Arm nimmt, als ihn virtuell zu bedauern und der richtig in den Arm genommen werden möchte, anstatt sich 'gedrückt zu fühlen'. Ich bin jemand, der nur noch seinen Senf abgibt, wenn er um Rat gebeten wird und der die um Rat bittet, die er kennt. Ich bin jemand, der die tägliche Dosis Einsamkeit nicht mit Hilfe von Blogs und Twitter überspielt, sondern ihre volle Wucht akzeptiert und anschließend jede echte Begegnung umso mehr schätzt.
Das alles gilt wie immer ausschließlich für mich selbst. Jeder der Spaß am Bloggen hat, soll den gefälligst weiter haben. Gelegentlich lese ich ja auch noch woanders. Und vielleicht ist das halt auch nur so eine Phase, die vorbei ist, sobald sich alle Hormone wieder eingependelt haben. Man wird sehen und wir uns vielleicht auch irgendwann mal wieder.
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Dienstag, 9. Dezember 2008
Lovers in Japan
frau klugscheisser, 11:07h

In Japan gibt es einen Spruch, der besagt, dass ein unverheiratetes Mädchen wie ein Weihnachtskuchen sei. Nach dem 24. interessiere sich keiner mehr dafür. Vielleicht wird deshalb auch in der kühleren Jahreszeit so kurz vor Weihnachten vermehrt geheiratet.
Bilder der Hochzeiten im Meiji Tempel in den Kommentaren.
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Montag, 8. Dezember 2008
The Temple
frau klugscheisser, 17:17h

Am Wochenende im Meiji Jingu Schrein in Tokyo. Der Shinto Schrein wurde im Andenken an Kaiser Meiji und Gattin Anfang des 20.Jahrhunderts erbaut. Das soll's zum historischen Verständnis auch schon gewesen sein.
Mehr Bilder in den Kommentaren.
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Sonntag, 7. Dezember 2008
Souvenirs, Souvenirs
frau klugscheisser, 20:32h

Da musste ich sofort an Frau Herzbruch denken. Man beachte die drei Striche im Piktogramm über dem Beebiebauch. Bedeutet das nun, dass der Bauch demnächst platzt oder dass der Inhalt schreit? Erfahrungswerte?
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Donnerstag, 27. November 2008
Berlin Bombay
frau klugscheisser, 19:32h
Heute Morgen schreckte mich diese Nachricht auf. Als Risiko des Lebens könnte man es auch fatalistisch bezeichnen, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu sein. Ich aber mag gar nicht weiter darüber nachdenken.
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Message in a bottle
frau klugscheisser, 19:13h

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Donnerstag, 20. November 2008
frau klugscheisser, 18:07h
Übrigens:
Die offizielle Definition von Behinderung lautet im §2 Sozialgesetzbuch: Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.
Schonmal Rücken länger als 6 Monate gehabt?
Die offizielle Definition von Behinderung lautet im §2 Sozialgesetzbuch: Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.
Schonmal Rücken länger als 6 Monate gehabt?
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Live And Let Die?
frau klugscheisser, 18:00h
I know when people read your story, many will agree that yes, if they were in your situation then they would want to die too. Most people are so scared of illness, of disability, of getting older, that wanting assisted suicide is seen as an entirely rational desire. What scares me is that views like these will also be held by the doctors, the media, the courts, the government and all the others who have the power to decide if we live or die.
Ein offener Brief der behinderten Komikerin Liz Carr an den lebensmüden Noel Martin, der seit einem Übergriff deutscher Neonazis 1996 gelähmt ist.
via
Ein offener Brief der behinderten Komikerin Liz Carr an den lebensmüden Noel Martin, der seit einem Übergriff deutscher Neonazis 1996 gelähmt ist.
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Sonntag, 9. November 2008
Love and Understanding
frau klugscheisser, 10:05h
Seltsam. Gerade frage ich mich, ob man Gefühle aus Blogbeiträgen herauslesen kann. Jetzt nicht die beschriebenen, sondern die im Hintergrund mitschwingen. Ich meine, wir sind doch alle irgendwie kleine Bühnensäue. Verstecken unser wahres Gesicht und zeigen nur das, was wir andere sehen lassen wollen. Selektiver Seelenstriptease. Keine echten Tränen, nur jammern light. Keine Schmerzen außer Hexenschuß und gelegentlich Migräne.
Und dann kommt einem ein Eintrag unter, den man mit zerrissenem Herzen schrieb, und man kann noch fühlen, wie es war, als man ihn verfaßte.
Da sind wir aber wieder bei der alten Frage angelangt, ob man sich überhaupt irgendwie anderen Menschen verständlich machen kann und ob nicht jeder am Ende doch nur das versteht, was er verstehen will.
Und dann kommt einem ein Eintrag unter, den man mit zerrissenem Herzen schrieb, und man kann noch fühlen, wie es war, als man ihn verfaßte.
Da sind wir aber wieder bei der alten Frage angelangt, ob man sich überhaupt irgendwie anderen Menschen verständlich machen kann und ob nicht jeder am Ende doch nur das versteht, was er verstehen will.
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Dienstag, 4. November 2008
frau klugscheisser, 11:43h
"Happiness is only real when shared."
Christopher McCandless, Into the wild
Es ist die Einsamkeit, die mir immer wieder das Kreuz bricht. Oder die Angst davor.
Christopher McCandless, Into the wild
Es ist die Einsamkeit, die mir immer wieder das Kreuz bricht. Oder die Angst davor.
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