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Sonntag, 6. Februar 2011
It's all over now, Baby Blue
frau klugscheisser, 00:05h
Mein opus magnum, mein bedeutendstes, weil bisher einziges Werk ist vollbracht. Hinterher war's dann gar nicht so schlimm. Das ist aber nur ein Trugschluss, weil mittendrin war's schon arg schlimm. Wenn man 15 Seiten über etwas schreiben muss, das einem weder klar ist, noch großartig Interesse weckt, dann ist das schlimm. Noch schlimmer wird nur die große Abschlussarbeit werden. Die Hoffnung bleibt, dass ich bis dahin meine Zitierregeln gelernt habe. Die kleinen Formatierungsgeheimnisse habe ich Word inzwischen entlockt. Vielleicht erinnere ich mich sogar zu gegebenem Zeitpunkt wieder dran. Meine Vorliebe für Füllwörter und komplizierte Satzkonstruktionen entdeckt.Ausserdem einen Crashkurs in Powerpoint beim Experten absolviert, der mir nicht nur damit sehr half. Die Folge ist lebenslange Dankbarkeit. Wie lange er das wohl aushält?
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Mittwoch, 2. Februar 2011
Awakening
frau klugscheisser, 23:11h
Einen Film, den ich Ihnen sehr gerne ans Herz legen würde:
Poll erzählt das durch familiäre und politische Umstände beschleunigte Erwachsenwerdens der damals 14 jährigen Dichterin Oda Schäfer kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges. Mich hat vor allem die Leistung der Jungschauspielerin Paula Beer beeindruckt, die dafür den Bayerischen Filmpreis erhielt. Es wird bestimmt nicht der letzte bleiben.
Und dann diese Geschichte, die mich sehr beeindruckte. Voller skuriler Bilder, voller wahnsinniger Menschen. Ich entdecke Parallelen. Oda ist mit 14 vollkommen allein, obwohl sie zur Familie des Vaters zieht. Ich bin in diesem Alter vollkommen allein, weil die einzige Bezugsperson stirbt, die ich bis dahin habe. Sie flüchtet in ihre Sätze, schreit in ihr Tagebuch, wie sie erzählt. Ich flüchte in die emotionale Starre, schreie in mein Tagebuch. Dann eine weitere Szene, die mir fast den Atem raubt, weil sie so weh tut. Der Schlag sitzt in der Magengrube. Erzählen will ich nicht. Noch zwei Tage danach fühle ich mich verstört. Wie sehr ein Kind erwachsen sein kann, wenn es muß. Weiter will ich nicht denken. Bilder fühlen in diesem Falle besser als Worte
Poll erzählt das durch familiäre und politische Umstände beschleunigte Erwachsenwerdens der damals 14 jährigen Dichterin Oda Schäfer kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges. Mich hat vor allem die Leistung der Jungschauspielerin Paula Beer beeindruckt, die dafür den Bayerischen Filmpreis erhielt. Es wird bestimmt nicht der letzte bleiben.
Und dann diese Geschichte, die mich sehr beeindruckte. Voller skuriler Bilder, voller wahnsinniger Menschen. Ich entdecke Parallelen. Oda ist mit 14 vollkommen allein, obwohl sie zur Familie des Vaters zieht. Ich bin in diesem Alter vollkommen allein, weil die einzige Bezugsperson stirbt, die ich bis dahin habe. Sie flüchtet in ihre Sätze, schreit in ihr Tagebuch, wie sie erzählt. Ich flüchte in die emotionale Starre, schreie in mein Tagebuch. Dann eine weitere Szene, die mir fast den Atem raubt, weil sie so weh tut. Der Schlag sitzt in der Magengrube. Erzählen will ich nicht. Noch zwei Tage danach fühle ich mich verstört. Wie sehr ein Kind erwachsen sein kann, wenn es muß. Weiter will ich nicht denken. Bilder fühlen in diesem Falle besser als Worte
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Freitag, 21. Januar 2011
Für mich soll's rote Rosen regnen
frau klugscheisser, 20:26h
Und heute sage ich still, ich sollte,
mich fügen, begnügen, ich kann mich nicht fügen,
kann mich nicht begnügen, will immer noch siegen,
will alles, oder nichts.
Für mich, soll's rote Rosen regnen,
mir sollten ganz neue Wunder begegnen.
Mich fern, von altem Neu entfalten,
von dem was erwartet, das meiste halten.
Ich will..., Ich will...!
Text: Hilde
Bild: München
Über vierzig Jahre geht das nun schon so. Am Anfang vielleicht nicht so deutlich, dann dafür stärker. Und obwohl ich immer älter werde, scheint es sich nicht zu legen. Ich bin immer noch aufgeregt wie ein kleines Kind an diesem Abend vorher. Ich werde wohl nicht erwachsen. Will immer noch alles und davon mehr. Ich will...! Ich will...!
Im Andenken an Opa Edi: lieber Opa, da wo Du vor zwei Jahren hingegangen bist, bloggt man wohl nicht. Aber Deine letzte Nachricht an mich halte ich mal hier in Ehren.
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Donnerstag, 20. Januar 2011
Seize the Day II
frau klugscheisser, 16:30h
Zur Abwechslung mal was Schönes. Das Motto, mit dem ich mich jeden Tag an meine ungeliebte Aufgabe mache. Am Abend folgt meist Diem perdidi wahlweise auch Du kannst mich mal!. Es ist noch nicht aller Tage Abend.
Déjà-vue
Déjà-vue
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Mittwoch, 12. Januar 2011
Out of My Brain
frau klugscheisser, 23:20h
Du denkst vielleicht ist doch alles ganz einfach oder das ist klar wie Kloßbrühe und dann fängst du an darüber nachzudenken. Plötzlich ist gar nichts mehr klar und die Kloßbrühe eignet sich nicht mal mehr als Hirnfutter. Back to the roots. As simple as that. Aber wo sind die verdammt nochmal? Und was habe ich alles darüber gelesen. Blöde Theorie kann jetzt auch nicht weiterhelfen, wenn es konkret werden soll. Dann fragst du einen, der sich damit auskennt. Es stellt sich aber heraus, der kennt sich damit auch nicht wirklich aus. Du bist wieder vollkommen alleine zwischen all den Theorien. Deine Stimmung wechselt stündlich zwischen, das wäre ja gelacht und das schaffe ich nie. Dabei könnte alles so einfach sein, isses aber nich. Aber gut, dass wir ein wenig gejammert haben. Ach ja, es geht nur um eine dämliche Hausarbeit, die fristgerecht geschrieben werden will. Wenn's sonst nichts ist.
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Sonntag, 9. Januar 2011
Half a Minute
frau klugscheisser, 23:35h
Die Geschichte einer Beziehung. Erzählt in vier Minuten. So manche Beziehung - vor allem die in jungen Jahren - hält auch nicht länger.
Gefunden beim wunderbaren rufposten. Eine weitere sehr schöne Reportage über ein ehemaliges Münchner Freibad, die von ihm stammt, findet sich hier.
Gefunden beim wunderbaren rufposten. Eine weitere sehr schöne Reportage über ein ehemaliges Münchner Freibad, die von ihm stammt, findet sich hier.
Thrush from Gabriel Bisset-Smith on Vimeo.
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Freitag, 7. Januar 2011
Help
frau klugscheisser, 17:37h
Für diesen Beitrag bin ich via Google auf meinen eigenen Text gestoßen, der vor Jahren in einem Internetforum veröffentlicht wurde. Dabei wurde ich als Urheber zwar kurz erwähnt, finde diese Form der Kopie dennoch zu viel.
Der geneigte Blogger wird vielleicht wissen, was im Falle einer sogenannten Urheberrechtsverletzung richtigerweise zu tun ist (und ob das in meinem Falle schon eine ist). Frist setzen, mit Anwalt drohen, ist schon klar. Die Frage ist allerdings, ob sich das alles tatsächlich lohnt. Finanziell jetzt, nicht idealistisch.
Kennt sich einer meiner Leser damit aus? Herr Stubenzweig?
Der geneigte Blogger wird vielleicht wissen, was im Falle einer sogenannten Urheberrechtsverletzung richtigerweise zu tun ist (und ob das in meinem Falle schon eine ist). Frist setzen, mit Anwalt drohen, ist schon klar. Die Frage ist allerdings, ob sich das alles tatsächlich lohnt. Finanziell jetzt, nicht idealistisch.
Kennt sich einer meiner Leser damit aus? Herr Stubenzweig?
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Donnerstag, 6. Januar 2011
15 Minutes of Fame
frau klugscheisser, 13:12h
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Montag, 3. Januar 2011
Call Me
frau klugscheisser, 15:07h
Wer schon mal geflogen ist, kennt die Inneneinrichtung eines Flugzeuges. Ich meine nicht das, was sich hinter den vielen Klappen und Verschalungen befindet. Ich meine das, was einem normalen Passagier zugänglich ist. Wenn Sie gezwungen sind, zwei bis zwölf Stunden auf dem selben Sitz zu verbringen, beginnen Sie automatisch Ihre Umgebung zu erkunden. Spätestens nach einer Stunde Fliegen hat der gemeine Passagier auch das letzte Geheimnis diverser Sitzfunktionen gelüftet. Der gemeine Passagier stellt in der Regel viele Fragen, beispielsweise wann, wo und warum wir wohin fliegen. Über den korrekten Gebrauch der Frischluftdüse oder gar der kleinen Knöpfchen am Panel über den Köpfen bzw. in der Armlehne hat mich aber noch nie jemand gefragt. Denn Probieren geht bekanntlich über Studieren.
Jetzt ist es aber so, dass dieses kleine Knöpfchen mit dem Piktogramm einer Dame - wahlweise eines Männchens - bei Bedienung einen für den Passagier unhörbaren, für uns aber sehr durchdringenden Ton im Küchenbereich erzeugt. Dieser Ton wiederum erzeugt gelegentlich Mordgelüste, vor allem wenn sich viele verschiedene Passagiere hintereinander der Rufknopferkundung widmen oder bei der Lotterie 1 aus 238 am Indikatordisplay immer wieder dieselbe Sitznummer angezeigt wird. Das gibt kein Bingo. Ehrlich.
Aus aktuellem Anlaß hier eine Ausführung von Punkt 17 meiner Benimmregeln für den guten Passagier:
Wenn überhaupt, gibt es nur drei Gründe, den Rufknopf zu bedienen:
1. Sie sterben vermutlich in den nächsten 30 Sekunden
2. Ihr Sitznachbar stirbt vermutlich in den nächsten 30 Sekunden
3. Sie bemerken etwas, das sie davon überzeugt, dass wir alle vermutlich in den nächsten 30 Sekunden sterben werden
Sollten ihre Beweggründe für die Bedienung des Rufknopfes nicht unter den oben erwähnten aufgeführt sein, dann sehen sie bitte unbedingt davon ab. Danke für Ihr Verständnis.
Jetzt ist es aber so, dass dieses kleine Knöpfchen mit dem Piktogramm einer Dame - wahlweise eines Männchens - bei Bedienung einen für den Passagier unhörbaren, für uns aber sehr durchdringenden Ton im Küchenbereich erzeugt. Dieser Ton wiederum erzeugt gelegentlich Mordgelüste, vor allem wenn sich viele verschiedene Passagiere hintereinander der Rufknopferkundung widmen oder bei der Lotterie 1 aus 238 am Indikatordisplay immer wieder dieselbe Sitznummer angezeigt wird. Das gibt kein Bingo. Ehrlich.
Aus aktuellem Anlaß hier eine Ausführung von Punkt 17 meiner Benimmregeln für den guten Passagier:
Wenn überhaupt, gibt es nur drei Gründe, den Rufknopf zu bedienen:
1. Sie sterben vermutlich in den nächsten 30 Sekunden
2. Ihr Sitznachbar stirbt vermutlich in den nächsten 30 Sekunden
3. Sie bemerken etwas, das sie davon überzeugt, dass wir alle vermutlich in den nächsten 30 Sekunden sterben werden
Sollten ihre Beweggründe für die Bedienung des Rufknopfes nicht unter den oben erwähnten aufgeführt sein, dann sehen sie bitte unbedingt davon ab. Danke für Ihr Verständnis.
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Samstag, 1. Januar 2011
At The Beginning
frau klugscheisser, 11:03h
Manchmal ist es gut, nicht zu wissen, was kommt. Nur für den Fall, dass ich keine Lust drauf habe. Nicht so wie Verwandtenbesuche, mehr so wie Wurzelbehandlungen. Und ehe ich es mich versehe, stecke ich sowieso schon mittendrin. Nennt sich Leben und hat kein bestimmtes Ziel, keinen Sinn oder irgend eine Richtung. Und hinterher wird immer viel drumrumkonstruiert oder wahlweise auch viel Hoffnung in das gesetzt, was es nicht ist aber was man lieber hätte. Aber trockenes Brot lässt sich nicht zu Schokoladeneis reden und aus einem Esel wird kein Rennpferd. Zur Abwechslung könnte man einfach mal das Beste freudig erwarten und das Schlechteste geduldig ertragen.
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