Dienstag, 25. Februar 2020
Tageblog 25.2.2020
Aus der Rubrik
Was macht eigentlich?
Heute Rainer Lang-hans.
Das Meme erinnert mich nämlich an die Münchner Prominenz der Sechziger/Siebziger, Uschi Obermaier und ihre damalige Affäre sowohl mit Mick als auch Keith, während Rainer ein bisschen dumm aus der Wäsche guckte und sich später mehr schlecht als recht mit der "Langweiligkeit von Sex" rausredete. Das erste Mal begegnete ich ihm im Park. Er referierte an einem Aussichtspunkt umgeben von zwei älteren Damen gut hörbar über das Establishments. Sonst treffe ich ihn gelegentlich beim Einkaufen im Liedl. Er kauft meist für eine Person. Die Damen sind inzwischen ausgezogen. Man könnte jetzt sagen, das sei kein großes Ding, denn auch Prominente sind nur Menschen, die mal spazieren gehen und einkaufen. Erstaunt hat mich dabei nur die Wahl der Supermarktkette. Nun, er muss halt auch sparen, weil er keine Rentenbezüge bekommt. Für meine Zwecke kommen mir da bestimmte Schlagzeilen in den Sinn, wie Ich stand immer hinter Rainer oder Die Damen stehen heute noch Schlange. Wer den Schaden hat und so. Und dann kam mir noch dieses Bild in die Quere. Darauf sehe ich wohl ein bisschen wie Uschi aus. Oder sie wie ich.

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Und sonst so? Das mit dem Yoga gestaltet sich zunehmend schwieriger, weil ich das Bein nicht parallel zum Körper kriege und auch noch nicht durchstrecken kann, wenn die Hände am Boden sein sollen. Überhaupt verhindert das Bein die meisten Posen, weshalb ich vorwiegend atme und die Rückenlageposition trainiere. Auch heute Nachmittag wieder. Zwei Stunden lang.
Dafür kann ich jetzt den Hustenreflex beim Verschlucken unterdrücken; hilfreich vor allem, wenn man gerade den Mund mit Kaffee oder anderen Getränken voll hat. Nach der vergangenen Trainingsphase musste ich renovieren, weil sich die Flecken auf der Wand hartnäckig gegen jegliche Maßnahmen wehrten.

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Cynthia Nixon tritt in einem Video für die Frauen ein. Auf englisch würde man sagen to advocate, was auf ihre berühmteste Rolle in Sex and the city anspielt: Be a lady! They said.

In diesem Zusammenhang gleich noch ein Artikel aus dem Literary Hub hinterher: How Ramona Quimby Taught a Generation of Girls to Embrace Brashness

Ramona Quimby ist eine Comicfigur von Beverly Cleary aus dem Jahre 1955, die sich - ähnlich wie Pippi Langstrumpf sechs Jahre zuvor - gegen die Machtlosigkeit ihrer gesellschaftlichen Stellung wehrt.

"And yet, Ramona, whose family lives in the working-class Pacific Northwest, does not eschew gender and behavioral norms out of calculated defiance, but rather out of disbelief that metrics of femininity and propriety could matter in the grand scheme of things. It would be vastly oversimplifying to refer to Ramona as a tomboy; she nurtures crushes on classmates and wants a pair of gleaming red galoshes that match the ones worn by other girls in her kindergarten class. But most crucially, Ramona is dissatisfied by the template for any childhood that doesn’t accommodate her brash exuberance, or that would compel her to assimilate into the status quo."

Große Liebe für den Satz, der ein vertrautes Gefühl für jene beschreibt, die wir schon mal als "zu viel" tituliert wurden, weil wir vielleicht lebhafter, lauter, temperamentvoller, neugieriger oder auch einfach talentierter als der Durchschnitt waren:

"Two of Ramona’s most prickling fears are impossibly intertwined: first, that her affection for all those most important to her goes unrequited, and second, that she cannot be loved for precisely who she is—impetuous, temperamental, profoundly sensitive, and, yes, a little bit of a show-off."

Hervorzuheben ist, dass Ramona nur eingeschränkt Identifikationsfigur kleiner Mädchen sein kann, denn:

"To this day, a little girl’s too muchness is not a right, but a privileged exception typically reserved for white, able-bodied heroines."

Der ganze Artikel von Rachel Vorona Cote ist frei zugänglich und durchaus lesenswert.

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